Aktuelles

Hier finden Sie unsere Standpunkte und die wichtigsten aktuellen Projekte. Wir beteiligen uns aktiv an der öffentlichen Meinungsbildung und an der konkreten Ausgestaltung unseres Zusammenlebens.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe ehrenamtlich mit uns Arbeitende,
liebe Mitglieder des Verwaltungsrates,
liebe Mitglieder unseres Vereins und der Fördervereine,
liebe Freunde der Diakonie,

 

wir möchten Sie sehr herzlich einladen
zu unserem Adventsgottesdienst
 
am Mittwoch, den 8. Dezember 2021
um 17.00 Uhr
in der Stephanskirche
 
 
Bitte geben Sie diese Einladung gern zeitnah weiter, es sind alle eingeladen mit uns zu feiern.
 
 
Liturg wird unser Dekan Dr. Wenrich Slenzcka sein, die Predigt hält Diakoniepfarrerin Kirsten Müller-Oldenburg.
Peter Wendel wird mit einem kleinen Team aus der Diakonie für die musikalische Untermalung sorgen.
Der Gottesdienst wurde vorab aufgezeichnet und wird zeitgleich online zu sehen sein. Der Link wird in wenigen Tagen an dieser Stelle eingefügt werden.
Wir freuen uns schon jetzt darauf, mit Ihnen allen den Advent zu begrüßen.
 
Bis dahin verbleiben wir

mit herzlichen Grüßen

 

Clemens Link                      und                        Eberhard Lammerer

Geschäftsführer                                                1. Vorsitzender 

Wir verweisen auf eine Pressemitteilung der Diakonie Bayern:
Neue Präsidentin gewählt. Dr. Sabine Weingärtner ab 2022 erste Frau an der Spitze der Diakonie Bayern
 
Nürnberg, 7.12.2021 Die zukünftige Präsidentin der Diakonie in Bayern heißt Sabine Weingärtner. Die bisherige stellvertretende Leiterin des Kirchlichen Diensts in der Arbeitswelt (kda Bayern) wird im Frühsommer 2022 die Nachfolge von Michael Bammessel antreten, der nach über zehn Jahren an der Spitze des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverbands Ende März 2022 in den Ruhestand treten wird. Gewählt wurde Weingärtner am gestrigen Montag vom Diakonischen Rat, dem Aufsichtsgremium der Diakone Bayern; der Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat die Wahl anschließend bestätigt. Mit Weingärtner steht zum ersten Mal in der über siebzigjährigen Geschichte der Diakonie Bayern eine Frau an der Spitze des Verbandes.
 
Die 1979 in Landshut geborene Weingärtner hat in Erlangen und Göttingen evangelische Theologie studiert und in La Paz (Bolivien) ihr Praxisjahr absolviert, ehe sie nach dem Vikariat in Mainburg sowie bei Diehl (Nürnberg) in Altenthann und Röthenbach Pfarrvikarin bzw. Pfarrerin war. Parallel dazu promovierte Weingärtner über evangelische Unternehmensethik. Seit 2016 ist sie stellvertretende Leiterin des Kirchlichen Diensts in der Arbeitswelt (kda Bayern) in Nürnberg mit insgesamt 34 Mitarbeitenden. Der kda Bayern versteht sich als Bindeglied zwischen Kirche und Arbeitswelt und verantwortet neben verschiedenen Fortbildungen sowie Arbeitsseelsorge auch das Projekt „1+1 Mit Arbeitslosen teilen“.
Weingärtner wird das Amt von Pfarrer Michael Bammessel übernehmen, der Ende März 2022 in den Ruhestand treten wird und seit 2011 an der Spitze der Diakonie Bayern steht. Als Präsidentin steht sie zukünftig dem insgesamt vierköpfigen Vorstand vor und ist zugleich Leiterin der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes in Nürnberg. Der Verband vertritt mehr als 1.300 Mitglieder mit mehr als 95.000 Mitarbeitenden und ist damit nach der Caritas der zweitgrößte Wohlfahrtsverband im Freistaat. Satzungsgemäß wird der Diakoniepräsident bzw. die -präsidentin vom Diakonischen Rat im Einvernehmen mit dem Landeskirchenrat gewählt.
Ein druckfähiges Foto von Dr. Sabine Weingärtner finden Sie im Internet unter www.diakonie-bayern.de.
Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 34 205
 
Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember verweisen wir auf eine gemeinsame Pressemitteilung von Diakonie Deutschland und Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB)
 
Berlin, 02. Dezember 2021
 
Medizinische Versorgung barrierefrei gestalten - Arztbesuch darf für Menschen mit Behinderung keine Hürde sein
 
Das deutsche Gesundheitssystem ist nicht barrierefrei. Nach über zehn Jahren UN-Behindertenrechtskonvention haben Menschen mit Behinderung noch immer keinen umfassenden und gleichberechtigten Zugang zur gesundheitlichen Versorgung. Nur rund ein Fünftel der fast 102.000 Arztpraxen in der ambulanten Versorgung sind für mobilitätseingeschränkte Menschen barrierefrei zugänglich - noch weniger verfügen über barrierefreie Sanitäranlagen oder höhenverstellbare Untersuchungsmöbel. Ihr Recht auf freie Arztwahl können Menschen mit Behinderung oft nicht umsetzen. Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung appellieren die Diakonie Deutschland und der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) an die neue Bundesregierung, die bestehenden Hürden im Gesundheitssystem für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen abzubauen.
 
"Alle Menschen in Deutschland haben ein Recht auf gute gesundheitliche Versorgung. Für Menschen mit Behinderung endet der Zugang zum Gesundheitssystem häufig schon vor den Arztpraxen, weil sie nicht barrierefrei sind. Das ist diskriminierend und wird unserem Anspruch einer inklusiven Gesellschaft in keiner Weise gerecht", sagt Diakonie-Vorständin Maria Loheide. Doch nicht nur die Gebäude müssten barrierefrei sein, um mobilitätseingeschränkten Menschen Zugang zu verschaffen. Auch Informationen in Leichter Sprache oder Orientierungshilfen für Menschen mit Sehbehinderung oder Hörbeeinträchtigungen seien notwendig. "Auch an Information mangelt es bislang: Die Kassenärztlichen Vereinigungen müssen ihre gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen und verständliche und verlässliche Informationen zu barrierefreien Arztpraxen zur Verfügung stellen", so Loheide weiter. Zudem brauche es finanzielle Anreize für die niedergelassenen Mediziner, um den barrierefreien Umbau von Arztpraxen voranzubringen - zum Beispiel durch Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Arztpraxen, die Kriterien der Barrierefreiheit erfüllen, sollten nach einem bundeseinheitlichen System zertifiziert werden.
 
Zusätzlich zu einer barrierefreien Regelversorgung durch Haus- sowie Fachärztinnen und -ärzte braucht es auch mehr spezielle Angebote für Menschen mit geistigen oder schweren und mehrfachen Behinderungen. Frank Stefan, Pfarrer und Vorsitzender des BeB: "Menschen mit Behinderung haben häufig spezifische Gesundheitsrisiken, deren Nichtbehandlung schwerwiegende Folgen haben kann. Die Medizinischen Zentren für Menschen mit geistiger und schwer mehrfachen Behinderungen müssen in der Fläche schnell und unbürokratisch ausgebaut werden, so, wie es bereits im Koalitionsvertrag festgeschrieben ist."
 
Der Koalitionsvertrag sieht vor, bis Ende 2022 einen nationalen Aktionsplan für ein inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen vorzulegen. Dies ist nach Ansicht von Diakonie und BeB ein wichtiger und längst fälliger Schritt. Bei der Ausgestaltung des nationalen Aktionsplans müssten Menschen mit Behinderung sowie Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheitswesen und der Eingliederungshilfe jedoch aktiv einbezogen werden, so Loheide und Stefan. Nur so könne es zügig gelingen, das Gesundheitssystem tatsächlich inklusiv auszugestalten und damit die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention in die Praxis umzusetzen.
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Pressestelle Diakonie Deutschland, Telefon: 030 65211-1780, pressestelle@diakonie.de
 
Sevinç Topal, Pressekontakt Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V., Telefon: 030 83001-274, presse@beb-ev.de
 
Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen von Diakonie Deutschland und Bundesverband evangelische Behindertenhilfe verschickt. Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.
 
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Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.770 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 33.031 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,2 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Diakonie-Präsident überreicht Wichern-Adventskranz an den Deutschen Bundestag

Berlin, 01. Dezember 2021 - Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreicht heute einen traditionellen Wichern-Adventskranz an Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau. Die Übergabe ist eine bewährte Tradition: Zum nunmehr vierzehnten Mal erhellt der Kranz während der Adventszeit die Lobby des Deutschen Bundestages. Damit dankt die Diakonie den Mitgliedern und Mitarbeitenden des Bundestages für die konstruktive Zusammenarbeit. Corona-bedingt findet die Feier erneut nur in kleinem Kreis statt.

"Auch in diesem Jahr bleibt vieles anders als gewohnt. Unsere Zeit ist von Abschieden von Gewohntem geprägt", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. "Die Adventszeit ist in der christlichen Tradition die Zeit des Neuanfangs, des Umdenken-Lernens. Der Adventskranz erinnert uns mit verlässlicher Regelmäßigkeit an die Geburt eines Kindes in einem zugigen Verschlag in einem scheinbar gottvergessenen Allerweltswinkel der Weltgeschichte. Diese Geburt des Mensch gewordenen Gottes genau dort setzt seitdem einen leicht zu übersehenden, aber überaus wirksamem Neuanfang, der immer wieder Menschen ins Licht stellt und ans Licht bringt, die sonst eher nicht gesehen oder gehört werden."

 

Die Lobby des Reichstagsgebäudes sei ein symbolträchtiger und gut gewählter Ort für die Übergabe des Adventskranzes. "Ort und Kranz erinnern daran, dass Politik immer konkret ist, den Menschen dient, sie einbezieht und sich an den verletzlichsten und schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft orientieren soll", so der Diakonie-Präsident. Es sei dringender Auftrag an Kirche und Diakonie, aber auch an alle, die politische Verantwortung tragen, neue Antworten auf die drängenden sozialen und ökologischen Fragen unserer Zeit zu finden. "Aber wir werden tragende neue Antworten nur dann finden, wenn wir genau hinsehen und zuhören. Zuerst denen, die nicht im Licht der Öffentlichkeit und auch nicht im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen", so Lilie.

In diesem Jahr schmücken den traditionellen Wichernkranz insgesamt 27 Kerzen: 23 dünne rote Kerzen stehen für die Werktage, vier dicke weiße Kerzen für die Sonntage vom ersten Advent bis Weihnachten.

Gestiftet wurde der Kranz vom Evangelischen Johannesstift Berlin, das von Johann Hinrich Wichern gegründet wurde. Ein Team der Friedhofsgärtnerei der Johannesstift Diakonie Services benötigte etwas mehr als einen Tag und 20 Bünde Tannengrün, um das Kranzgestell aus Metall, Holz und Draht - dem früheren Wagenrad nachempfunden - zu umwickeln. Der fertige Kranz aus Nordmanntanne hat etwa 2,30 Meter Durchmesser. Getragen wird der Kranz von einem rund 50 Kilogramm schweren Ständer aus Holz und Metall.

Die Übergabe wird musikalisch untermalt von Naomi Reinemann und Jürgen Lindner.

Zum Hintergrund:

Johann Hinrich Wichern gilt als Erfinder des Adventskranzes. Er stellte 1839 im Andachtsraum des "Rauhen Hauses", einem Heim für elternlose Kinder und Jugendliche in Hamburg, ein Wagenrad aus Holz auf. Dieses schmückte er mit Kerzen für die Tage, die noch bis Weihnachten verblieben. Jeden Tag wurde eine neue Kerze angezündet. So konnten die Kinder sehen, wie Weihnachten täglich ein Stück näher rückte - bis am 24. Dezember der ganze Kranz erstrahlte. Später wurde dieser Holzkranz mit Tannengrün geschmückt. Beim heutigen Adventskranz sind von den - je nach Kalenderjahr - bis zu 28 Kerzen nur noch vier große Kerzen für die Adventssonntage übriggeblieben.

 
 
Weitere Informationen
 
Video zur Entstehung des Wichern-Adventskranzes: https://www.youtube.com/watch?v=F8_BnXUABAw
 
Kostenfreies Bildmaterial ist ab 14 Uhr zu finden unter https://diakonie.canto.global/b/QT0J8
 
Bei Interesse an Footage-Material wenden Sie sich gerne an pressestelle@diakonie.de
 
In einem Pixi-Buch erklärt die Diakonie die Entstehung des Adventskranzes. Das Pixi-Buch ist im Carlsen Verlag erschienen und über den Online-Shop der Diakonie erhältlich: https://shop.diakonie.de/Pixibuch/619104690
 
Das Pixi-Buch gibt es auch als Film: https://www.youtube.com/watch?v=e7q-0egaA7Y
 
Evangelisches Johannesstift: www.evangelisches-johannesstift.de
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Sarah Spitzer
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
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Bundesweit sind 599.770 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 33.031 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,2 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

„Außerordentliches Engagement“. Landessynode dankt Mitarbeitenden der Diakonie für Einsatz in der Pandemie

Nürnberg, 25. November 2021 Mit einem eigenen „Wort der Landessynode“ hat das Evangelische Kirchenparlament in Bayern heute den Mitarbeitenden der Diakonie für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie gedankt. Darin heißt es unter anderem: „Durch sie ist Kirche nahe bei den Menschen, auch da, wo andere Abstand halten oder halten müssen. Dafür sind wir ihnen dankbar. Durch ihre diakonische Arbeit erleben Menschen in existenziellen Notlagen wichtige Unterstützung und Hilfe.“

Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern und selbst Mitglied der Synode, würdigte das Wort als Zeichen der Anerkennung für die Mitarbeitenden des zweitgrößten bayerischen Sozialverbandes. „Vieles von dem, was in der Diakonie in den letzten Wochen und Monaten unter extrem schweren Bedingungen geleistet wurde, geschah abseits der öffentlichen Wahrnehmung – war aber nichtsdestotrotz für viele Menschen existenziell. Darum freut mich das Wort ganz besonders.“

Das „Wort der Synode“ im Wortlaut:

„Wort der Synode

„Wir denken an eure Arbeit in der Liebe und danken Gott dafür“ (1 Thess 1,2-3)

Landessynode würdigt die Leistung der Mitarbeitenden in Diakonie und Kirche

Diakonisches Engagement ist wesentlicher Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie

 

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern richtet sich an alle Mitarbeitenden in Diakonie und Kirche in Bayern und dankt ihnen für ihren außerordentlichen Einsatz in der Corona-Pandemie. Durch sie ist Kirche nahe bei den Menschen, auch da, wo andere Abstand halten oder halten müssen. Dafür sind wir ihnen dankbar. Durch ihre diakonische Arbeit erleben Menschen in existenziellen Notlagen wichtige Unterstützung und Hilfe.

 

Weit über 100.000 Mitarbeitende der verschiedenen diakonischen Einrichtungen und Unternehmen sowie kirchlicher Träger in Bayern leisten inzwischen seit über 20 Monaten einen unersetzlichen Beitrag zur Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Sie pflegen, behandeln, begleiten und betreuen Menschen in Kliniken, Einrichtungen für Senioren oder Menschen mit Behinderung, Jugendhilfe- oder Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie Beratungsstellen. Dies ist oft verbunden mit einem hohen Risiko für die eigene Gesundheit, sei es aufgrund von drohender Ansteckung mit dem Corona-Virus oder wegen der enormen körperlichen und psychischen Belastungen. Sie leisten diese Arbeit mit außerordentlichem Engagement und Einsatz.

Die Landessynode schließt in ihren Dank all jene Mitarbeitenden ein, die in anderen Einrichtungen und Organisationen einen vergleichbaren Dienst leisten.

Die Synode fordert alle kirchlich, politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen im Sozial- und Gesundheitswesen auf, sich mit Nachdruck für eine spürbare Verbesserung der Rahmenbedingungen in diesen Berufszweigen einzusetzen.“

Wir verweisen auf einen aktuellen Standpunkt des Präsidenten der Diakonie Deutschland

Allgemeine Impfpflicht ist der richtige Weg

 

Berlin, 23. November 2021 - In der Debatte über eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

 

"Eine allgemeine Impfpflicht zum Schutz der Verletzlichsten in unserer Gesellschaft ist nun der richtige Weg. Angesichts der immer dramatischeren Situation muss der Staat jetzt seine Verpflichtung zum Schutz von Menschenleben einlösen und handeln. Die Impfstoffe stehen seit Monaten in ausreichender Menge bereit, es fehlt auch nicht an Aufklärung und Informationen. Die Argumente sind ausgetauscht, jetzt ist Handeln gefragt, wenn wir nicht den Tod und das Leiden sehr vieler Menschen in Kauf nehmen wollen. Ich unterstütze hier ausdrücklich die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Kurschus.

Wer geimpft werden kann - und es jetzt immer noch nicht tut - der schadet nicht nur sich selbst, sondern stellt sein Eigeninteresse über die Gesundheit aller anderen. Nun muss der Schutz von Leben den Vortritt bekommen. Wir dürfen das Sterben und Leiden nicht länger hinnehmen, erst recht nicht, wenn wir mit den Impfstoffen ein wirksames Mittel haben gegen schwere Krankheitsverläufe."

 

Weitere Informationen:

https://www.diakonie.de/coronavirus-hilfe-und-infos

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin

 

Pressestelle, Zentrum Kommunikation

T +49 30 65211-1780

F +49 30 65211-3780

pressestelle@diakonie.de

 

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Bundesweit sind 599.770 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 33.031 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,2 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Vorläufige Übersicht über Teststellen in Würzburg Stadt und Land:

Kontakt zum Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Würzburg

Bei Fragen hilft das Corona-Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Würzburg weiter.
Tel.: 0931 8003-5100 (Montag bis Freitag von 8 - 12 Uhr). Sonn- und Feiertage nicht besetzt!

Weitere Informationen

 

 Quelle: Mainpost, 17.11.2021

Die 1. Deportation der Juden aus Mainfranken am 27.11.1941 jährt sich in diesem Jahr zum 80. mal 

Gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde lädt die Gemeinschaft Sant’Egidio zu einem Schweigeweg mit Kerzen vom Bahnhof zum Rathaushof ein - selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Verordnungenmit den notwendigen Abständen usw. . Für die Evangelisch-Lutherische Kirche wird Dekan Dr. Wenrich Slenczka an der Veranstaltung teilnehmen. 

Treffpunkt ist der Bahnhofsvorplatz, Beginn ist 18.00 Uhr.

Der Weg soll symbolisch den Fußmarsch nachzeichnen, den die jüdischen Menschen seinerzeit bewacht von SS-Männern unter den Augen der Bevölkerung bis zur Verladung in Viehwagons am Bahnhof in der Aumühle laufen mussten. 

Mehr

                    

Kirchliches Leben während der Coronavirus-Pandemie

Update 51, Stand 10.11.2021

 

 

  1. Allgemeines

 

  1. Maskenstandard und Maskenpflicht

Eine Maskenpflicht gilt grundsätzlich in Gebäuden und geschlossenen Räumen, sofern nicht bei festen Plätzen zuverlässig ein Abstand von 1,5m zu anderen Personen eingehalten werden kann.

Wo eine Maskenpflicht besteht, gilt ab der gelben Ampelstufe, also auch bei roter Ampelstufe, als Maskenstandard die FFP2-Maske oder eine gleichwertige Maske. Ausnahmen gelten ggf. im Bereich der Schule für Schüler und Schülerinnen.

 

  1. Lüften und Heizen

Regelmäßiges, kurzes Stoßlüften kann die Aerosolbelastung der Luft reduzieren und wird für Arbeitsräume nachdrücklich empfohlen. Bitte beachten Sie die zusammengefassten Handlungsempfehlungen des Landeskirchlichen Baureferats in Anlage 13, sowie die knappe Empfehlung des Erzbistums Bamberg (Anlage 14), die wir uns für die ELKB zu eigen gemacht haben.

 

  1. Dienst- und arbeitsrechtliche Handlungsempfehlung im Falle einer Corona-Infektion

In Anlage 31 finden Sie die Beschreibung der Vorgehensweise.

 

  1. Verhaltensempfehlungen

Wo immer möglich ist zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten und auf ausreichende Handhygiene zu achten. In geschlossenen Räumlichkeiten ist auf ausreichende Belüftung zu achten. Wo die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 m zu anderen Personen nicht möglich ist, wird empfohlen, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.

 

  1. Hygieneschutzkonzept

Die Kirchengemeinden können durch eigene Hygieneschutzkonzepte die konkrete Anwendung der allgemeinen Regelungen bestimmen. Dabei können sie auch strengere Regeln aufstellen. Folgt der Kirchenvorstand dabei dem zusammen mit dem Freistaat Bayern erarbeiteten Hygieneschutzkonzept, so erfüllt er jedenfalls die staatlichen Auflagen.

 

 

  1. Gottesdienst

 

  1. Gottesdienst kann gemäß der 14. BayIfSMV unabhängig von der Ampelstufe gelb oder rot immer nach zwei Modellen gefeiert werden; in jedem Fall muss weiterhin ein Infektionsschutzkonzept bestehen. Die möglichen Modelle sind:

 

  1. Möglichkeit 1: Bei Anwendung der 3G-Regel darf ohne Abstandsregelungen mit FFP2-Maske gefeiert werden. Werden keine1,5m- Abstände eingehalten, dann muss die Maske durchgehend getragen werden, auch am Platz.

 

  1. Möglichkeit 2: Wird die 3G-Regelung nicht angewendet, muss mit Mindestabstand von 1,5m zwischen Personen verschiedener Hausstände gefeiert werden. Am Sitzplatz darf die Maske abgenommen werden. Die Höchstteilnehmerzahl bestimmt sich danach, wie viele Plätze mit Abstand von 1,5m vergeben werden dürfen.

 

  1. Bei für den Gottesdienst unmittelbar vorbereitenden Treffen und Proben (kleine und kurz gehaltene Gesangsproben) sollte die 3G eingehalten werden, ebenso sollten Masken getragen werden. Auch das Proben im Freien oder weit verteilt in der Kirche kann hier mehr Sicherheit bringen.

 

  1. Bei Krippenspielproben können die Regeln für schauspielerische Aktivitäten für Kinder (siehe Nr. 7) angewendet werden.

 

  1. Singen im Gottesdienst
  • Grundsätzlich ist Gemeindegesang Es wird angeraten, auch dann Masken beim Singen zu tragen, falls diese im Gottesdienst am Sitzplatz abgenommen werden dürfen (also immer dann, wenn 1,5m-Abstände eingehalten sind).
  • Liturgisches Singen/Sprechen sind ohne Maske mit Mindestabstand 2 m möglich (wo lautes Sprechen ohne Mikrofon nötig ist, weiterhin 4 m). Dies gilt auch für Mitwirkende an der Liturgie.

 

  1. Gottesdienst kann nach Beschluss des Kirchenvorstandes auch nach 3G plus oder 2G gefeiert werden, also strenger, als es die 14. BayIfSMV vorschreibt. Es besteht dann also auch weiterhin Maskenpflicht, wenn der 1,5m-Abstand nicht eingehalten werden kann. Hier gilt es sorgfältig zwischen dem Verkündigungs- und Seelsorgeauftrag und dem Gesundheitsschutz abzuwägen. Ebenso gilt es darauf zu achten, dass in der Region auch Angebote für ungeimpfte, nicht-genesene Personen bestehen. Am besten findet die Entscheidung über 3G plus oder 2G in Abstimmung mit dem Dekanat statt, damit die Präsenz- und Online-Gottesdienstangebote in der Region aufeinander abgestimmt werden können.

 

  1. Gottesdienste im Freien: Es bestehen derzeit keine gesonderten Regelungen.

 

  1. Abendmahl im Gottesdienst wird als Wandelkommunion mit Mindestabstand 1,5 m ausgeteilt. Wo dies nicht möglich ist, sind gut organisierte Halbkreise denkbar (Anlage 2d).

 

  1. Kindergottesdienste und Gottesdienste mit Kindern und ihren Familien können entsprechend den Regelungen für Gottesdienste gefeiert werden (Anlage 2 a).

 

  1. Für Aussegnungen gilt die Regelung für private Zusammenkünfte zuhause, d.h. keine Personenobergrenze, keine Maskenpflicht, aber die Empfehlung Abstand zu halten. Für die Durchführung von Bestattungen gelten die Regeln für Gottesdienste. Für anschließende Treffen der Trauergäste Anlage 4.

 

  1. Die Verwendung des Klingelbeutels ist möglich. Am besten hält nur eine Person den Klingelbeutel an einem langen Stiel. Die Kollektenplattform sonntagskollekte.de bietet eine gute digitale Möglichkeit für Kollekten.

 

 

  1. Berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung, außerschulische Bildung und Erwachsenenbildung, Hochschulen, Bibliotheken und Archive

 

  1. Es gilt unabhängig von der Ampelstufe gelb oder rot jeweils die 3G-Regelung.

 

  1. Schüler und Schülerinnen können statt des Testnachweises ihren Schülerausweis vorlegen, da so sichergestellt ist, dass sie regelmäßig in der Schule getestet sind.

 

  1. Sind bei Durchführung nach freiwilliger 3G plus-Regel Beschäftigte oder Ehrenamtliche, die an der Durchführung der Veranstaltung beteiligt sind bzw. diese leiten, selbst nicht geimpft und nicht genesen, so ist von ihnen an zwei verschiedenen Tagen pro Woche bei Ampelstufe gelb und rot ein negativer PCR-Test vorzulegen, der vor je höchstens 48 h vorgenommen worden ist.

 

  1. Bitte beachten: Es ist bei roter Ampelstufe von Relevanz, ob es sich bei einer Zusammenkunft um eine „Tagung“ im Sinne der Verordnung handelt oder um eine „berufliche Aus-, Fort- oder Weiterbildung“ (siehe 3.).

 

  1. Testkosten bei beruflicher Fort- und Weiterbildung

 

  1. Die 3G-Testpflicht für Beschäftigte kann durch die bereitzustellenden Selbsttests erfüllt werden. Diese Kosten trägt der Arbeitgeber bzw. Dienstherr.

 

  1. Testkosten für PCR-Tests trägt der Arbeitgeber bzw. Dienstherr in der Regel nur dann, wenn die Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme im ausschließlichen Interesse des Arbeitgebers oder Dienstherrn liegt. Kosten für PCR-Tests bei nicht verpflichtenden, sondern vorrangig im Interesse des oder der Beschäftigten liegenden Fort- oder Weiterbildungsmaßnahmen trägt der Arbeitgeber bzw. Dienstherr nicht. Ausnahmen bestehen nur, wenn sich die Person nicht impfen lassen darf (ärztliches Attest ist im Original vorzulegen).
  2. Beherbergung und Gastronomie

 

  1. Allgemeines

 

Für den Betrieb von Beherbergungsbetrieben gilt das staatliche Rahmenkonzept Beherbergung (Anlage 27).

Für die Gastronomie gilt das staatliche Rahmenkonzept Beherbergung (Anlage 28).

Je nach Stufe der sog. Krankenhausampel können unterschiedliche Zutritts- und Teilnahmebedingungen gelten.

 

  1. Abstufung nach gelber oder roter Ampelstufe

 

  1. Bei regionaler Sieben-Tage-Inzidenz über 35 und sofern nicht die gelbe oder rote Ampelstufe gilt, gilt bei Beherbergung und Gastronomie die 3G-Regelung.

 

  1. Bei gelber Ampelstufe: Für Beherbergung gilt 3G plus, für Gastronomie gilt weiter 3G.

 

  1. Bei roter Ampelstufe: Für Beherbergung und Gastronomie gilt 3G plus.
  • Kinder unter sechs Jahren und Schüler*innen gelten als PCR-getestet. Zum Nachweis kann der Schülerausweis vorgelegt werden, womit regelmäßige Tests in der Schule belegt sind.
  • Testkosten und Art der Tests:
  • Gilt 3G plus, so gilt dies auch für die Beschäftigten. Die Kosten für die notwendigen PCR-Tests haben die Beschäftigten selbst zu tragen. Kann sich ein Beschäftigter oder eine Beschäftigte (unter Vorlage eines ärztlichen Attests im Original) nicht impfen lassen, trägt der Arbeitgeber bzw. der Dienstherr diese PCR-Testkosten.
  • Gilt 3G plus, so können ungeimpfte, nicht-genesene Beschäftigte alternativ auch an jedem Arbeitstag einen unter Aufsicht oder in einer Teststelle durchgeführten Schnelltest vorlegen.

 

 

  1. Dienstliche Zusammenkünfte (Gremien- und Arbeitstreffen, Dienstbesprechungen, Kirchenvorstandssitzung, Synoden etc.)

 

  1. Hier gibt es nicht nur ein grundsätzliches Teilnahmerecht, sondern auch eine Teilnahmepflicht, sodass in jedem Fall eine rechtskonforme Beteiligung sichergestellt werden muss.

 

  1. Es handelt sich hier nicht um „Veranstaltungen“ im Sinne der 14. BayIfSMV. Für Veranstaltungen im Sinne der Verordnung gilt bei roter Ampelstufe 2G. Für dienstliche Zusammenkünfte gilt 3G am Arbeitsplatz (siehe unten).

 

  1. Eine dienstliche Zusammenkunft kann auch unter freiwilligem 3G plus Es ist dann vertretbar, dass der Arbeitgeber bzw. Dienstherr für die PCR-Testkosten der ungeimpften, nicht-genesenen Mitarbeitenden, die diese Veranstaltung mit durchführen oder besuchen, aufkommt.

 

  1. Eine dienstliche Zusammenkunft kann auch unter freiwilligem 2G Zu beachten ist aber, dass alle ungeimpften, nicht-genesenen Mitarbeitenden an der dienstlichen Zusammenkunft trotzdem in geeigneter Weise und rechtskonform teilnehmen können, z.B. im Wege einer Hybridsitzung.

 

  1. Videokonferenzen und Umlaufbeschlüsse haben sich vielfach bewährt und sollen weiterhin als gute Arbeitsweisen genutzt werden. Genaueres, auch zu den von der Synode beschlossenen Möglichkeiten für digitale Sitzungen, finden Sie im Dekanatsrundschreiben https://www2.elkb.de/intranet/node/25834 .

 

 

  1. Kultur- und Gemeindeveranstaltungen wie Kirchenkaffee, Konzerte etc., sofern keine außerschulische Bildung (dazu siehe 3.) vorliegt

 

  1. Allgemeines

 

  1. Je nach Stufe der sog. Krankenhausampel können unterschiedliche Zutritts- und Teilnahmebedingungen gelten.

 

  1. Für Weihnachtsmärkte ist zusätzlich das neue „Rahmenkonzept für Weihnachtsmärkte“ anzuwenden (Anlage 29).

 

  1. Die Vermietung von Gemeinderäumen für private Veranstaltungen ist weiterhin möglich. Auf den Verkehrswegen gilt das bestehende Hygieneschutzkonzept. In den vermieteten Räumlichkeiten ist der Mieter für die Einhaltung der jeweils geltenden Regelungen verantwortlich. Dies sollte der Mietvertrag klarstellen.

 

  1. Informationen, Impulse und Material für digitale und Präsenz-Workshops in Kirchenvorständen, Gremien und Teams bieten www.afg-elkb.de und www.gemeindeakademie-rummelsberg.de und Anlagen 3a und 3b.

 

  1. Abstufungen bei gelber und roter Ampelstufe

 

  1. Bei gelber Ampelstufe gilt 3G plus.

 

  1. Bei roter Ampelstufe gilt 2G.
  • Kinder unter sechs Jahren, sowie minderjährige Schüler und Schülerinnen, die selbst aktiv mitwirken, müssen die 2G-Pflicht nicht erfüllen. Sie gelten im Sinne der 14. BayIfSMV zudem als getestet.

Minderjährige über 12 Jahre, die nur teilnehmen möchten, aber keine eigene Aktivität bei der Veranstaltung ausüben, müssen die 2G-Pflicht erfüllen. Dass sie als getestet gelten, reicht hier nicht aus.

  • Ausnahmsweise können im Einzelfall Personen vom Veranstalter als Teilnehmende zugelassen werden, die sich nicht impfen lassen dürfen. Hierfür muss ein ärztliches Zeugnis im Original vorgelegt werden.
  • Auch bei 2G gilt hier: Sind Beschäftigte oder Ehrenamtliche, die an der Durchführung der Veranstaltung beteiligt sind bzw. diese leiten, selbst nicht geimpft und nicht genesen, so ist von ihnen an zwei verschiedenen Tagen pro Woche ein negativer PCR-Test vorzulegen, der vor je höchstens 48 h vorgenommen worden ist.

Der Arbeitgeber bzw. Dienstherr kommt grundsätzlich nicht für die Kosten dieser PCR-Tests auf; Ausnahmen bestehen nur, wenn sich die Person nicht impfen lassen darf (ärztliches Attest ist im Original vorzulegen).

 

 

  1. Musik und schauspielerische Aktivitäten

 

Es gelten die staatlichen Rahmenkonzepte für Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater und kulturelle Veranstaltungen (Anlage 25 und 26).

Je nach Stufe der sog. Krankenhausampel können unterschiedliche Zutritts- und Teilnahmebedingungen gelten.

 

  1. Musikschulen/Musikunterricht: Bei roter Ampelstufe gilt 3G.

 

  1. Chöre und schauspielerische Aktivitäten:
  2. Diese sind im Bereich der Kultur zu verorten, sodass 2G gilt.
  3. Minderjährige Schüler und Schülerinnen, die aktiv mitwirken, sind von der 2G-Pflicht ausgenommen. Dies gilt auch wenn sie älter als 12 Jahre sind, da sie regelmäßigen Testungen in der Schule unterliegen. Für passive Zuschauer*innnen und Zuhörer*innen, die älter als 12 Jahre sind, gilt 2G.
  4. Sind Beschäftigte, die die Veranstaltungen leiten, nicht geimpft und nicht genesen, siehe bei Nr. 6.

 

 

  1. Kindertagesstätten und Schulen

 

Für die Kindertagesstätten und Schulen gelten die staatlichen Regelungen (Anl. 12 bis 12f).

 

  1. Für den Bereich der KITAs

https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/corona-kindertagesbetreuung.php 

https://www.evkita-bayern.de

 

  1. Für den Bereich der Schulen (Lehrkräfte / Religionsunterricht)

https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/7047/faq-zum-unterrichtsbetrieb-an-bayerns-schulen.html  

Die Schulreferate der Dekanatsbezirke werden vom Landeskirchenamt regelmäßig über neue Entwicklungen informiert, „Schulreferent*innen-Info“: https://www2.elkb.de/intranet/node/28201

 

 

 

  1. Arbeitsplatz

 

Bei Erkältungssymptomen siehe Anlage 15; bei einem positiven Corona-Fall siehe Anlage 31.

Bei roter Ampelstufe gilt 3G-Nachweispflicht, sofern mehr als zehn Beschäftigte im „Betrieb“ im Sinne der Verordnung, also konkret in der kirchlichen Dienststelle, arbeiten. Den 3G-Nachweis müssen alle Mitarbeitenden erbringen, die Kontakt zu anderen Menschen (Kollegen und Kolleginnen oder Dritten) haben.

Möchte der Arbeitgeber bzw. Dienstherr als Ergebnis einer Gefährdungsbeurteilung in der Dienststelle 3G plus anwenden, so trägt er die Kosten der dann notwendigen PCR-Tests für die Beschäftigten (und Ehrenamtlichen). 

 

  1. Fragerecht des Arbeitgebers bzw. des Dienstherrn: Aufgrund des Beschäftigungsverhältnisses besteht ein Abhängigkeitsverhältnis, sodass eine Einwilligung in die Datenverarbeitung sorgfältig zu prüfen Gibt der oder die Beschäftigte den Impf- oder Genesenenstatus ohne Zwang und Sorge vor Nachteilen freiwillig Preis, etwa, um sich von der gesetzlich bestehenden Pflicht zum Testnachweis zu befreien, darf der Arbeitgeber bzw. Dienstherr dem Impf- oder Genesenenstatus erheben. Es obliegt der einzelnen Person, ob sie ihren Impf- oder Genesenenstatus offenlegen möchte oder stattdessen dem ansonsten bestehenden Testnachweiserfordernis nachkommt. Das einschlägige Datenschutzrecht ist zu beachten.

 

  1. Speicherung von Gesundheitsdaten: Eine Speicherung des Impf- oder Genesenenstatus ist durch die Verordnung nicht vorgeschrieben und daher in der Regel auch unzulässig. Anders verhält es sich mit einem Testnachweis; dieser ist für zwei Wochen zu speichern und anschließend zu löschen.

Eine Datenspeicherung über die Befreiung von der Testpflicht darf aus Praktikabilitätsgründen nur mit einer vorherigen, auf Freiwilligkeit basierenden Einwilligung erfolgen. Am datensparsamsten ist dabei die Speicherung eines Vermerks mit Wiedervorlage nach einem bestimmten Zeitraum, dass eine Person von der Testpflicht befreit ist (ohne genaueren Vermerk, ob die Person geimpft oder genesen ist). Das einschlägige Datenschutzrecht ist dabei zu beachten.

 

  1. Tests und deren Kosten am Arbeitsplatz in der Dienststelle

 

  1. Der Arbeitgeber bzw. Dienstherr muss wöchentlich zwei Selbsttests für jeden Mitarbeitenden anbieten, der oder die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeitet. Der oder die Mitarbeitende ist verpflichtet, im Rahmen der 3G-Regelung bei roter Ampelstufe zwei Selbsttests pro Woche vorzulegen, die unter Aufsicht vorgenommen

 

  1. Kosten für Tests am Arbeitsplatz übernimmt der Arbeitgeber bzw. Dienstherr.

 

  1. Kosten für Tests in Apotheke/Testcenter etc. übernimmt Arbeitgeber bzw. Dienstherr nicht.

 

  1. Gilt aufgrund des konkreten Charakters einer Veranstaltung (siehe in den anderen Nummern dieses updates) verschärft 3G plus oder 2G auch für Beschäftigte, so haben die ungeimpften, nicht-genesenen Beschäftigten zweimal pro Woche einen negativen PCR-Test vorzulegen, der jeweils nicht älter als 48 h sein darf. Näheres zur Kostenübernahme siehe jeweils bei der betreffenden Veranstaltungsart.

 

 

  1. Testkosten bei Dienstreisen

 

  1. Kosten für PCR-Tests anlässlich von Dienstreisen trägt der Arbeitgeber bzw. Dienstherr nur, wenn das auswärtige Dienstgeschäft nur von diesem oder dieser ungeimpften, nicht-genesenen Mitarbeitenden wahrgenommen werden kann, der oder die sich aus nachvollziehbaren Gründen nicht impfen lassen kann (Vorlage eines ärztlichen Attests im Original ist erforderlich). Relevant wird dies u.a. bei erforderlicher Beherbergung und Gastronomie im Rahmen der Dienstreise, unabhängig davon ob in der konkreten Gastronomie oder im Beherbergungsbetrieb ein verpflichtendes oder freiwilliges 3G plus gilt.

 

  1. Besteht kein durch ärztliches Attest nachgewiesenes Impfhindernis, müssen die Mitarbeitenden die PCR-Testkosten anlässlich von Dienstreisen selbst tragen.

 

 

  1. Tagungen und Kongresse

 

  1. Ab einer örtlichen Inzidenz von 35 gilt 3G.

 

  1. Bei gelber Ampelstufe gilt 3G plus.

 

  1. Bei roter Ampelstufe gilt 2 G.
  2. Beschäftigte, die sich nicht impfen lassen dürfen, können gegebenenfalls mit einem PCR-Test als Teilnehmende doch zugelassen werden. Nehmen Beschäftigte, die sich nicht impfen lassen dürfen (Vorlage eines ärztlichen Attests im Original ist erforderlich), an einer solchen Veranstaltung teil, so ist es für den Arbeitgeber bzw. Dienstherrn ausnahmsweise vertretbar, diese PCR-Testkosten zu übernehmen.

 

  1. Sind Beschäftigte oder Ehrenamtliche, die an der Durchführung der Veranstaltung beteiligt sind bzw. diese leiten, selbst nicht geimpft und nicht genesen, so ist von ihnen hilfsweise an zwei verschiedenen Tagen pro Woche ein negativer PCR-Test vorzulegen, der vor je höchstens 48 h vorgenommen worden ist. Der Arbeitgeber bzw. Dienstherr kommt grundsätzlich nicht für die Kosten dieser PCR-Tests auf; Ausnahmen bestehen nur, wenn sich die Person nicht impfen lassen darf (ärztliches Attest ist im Original vorzulegen).

 

  1. Bitte beachten: Es ist bei roter Ampelstufe von Relevanz, ob es sich bei einer Zusammenkunft um eine „Tagung“ im Sinne der Verordnung handelt oder um eine „berufliche Aus-, Fort- oder Weiterbildung“ (siehe hierzu oben).

 

 

  1. Verweigerung des Nachweises

 

  1. Dienstrechtliche Konsequenzen: Bei öffentlich-rechtlich Beschäftigten stellt die unberechtigte Testverweigerung bzw. die unberechtigte Nicht-Vorlage eines vorzulegenden Nachweises eine disziplinarisch zu überprüfende Dienst- oder Amtspflichtverletzung dar. Öffentlich-rechtlich Beschäftigte sind aus ihrer Dienstpflicht heraus verpflichtet, die persönlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, die sie zur Erfüllung ihrer Dienstpflichten benötigen.

 

  1. Arbeitsrechtliche Konsequenzen: Es gilt der Grundsatz „ohne Arbeit kein Lohn“. Im Fall der Nichtvorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises kann das Entgelt gekürzt werden. Abmahnung und Kündigung sind nach Prüfung des Einzelfalls möglich.

 

 

  1. Private Reisen

 

Die Einreise-Quarantäne-Verordnung https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/coronaeinreisev.html ist zu beachten, ebenso die zum Zeitpunkt der Einreise bereits als ausländisches Risikogebiete ausgewiesene Land - Hochrisikogebiete oder Virusvariantengebiete (aktueller Überblick: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html).

 

 

  1. Schutzausrüstung, Schnelltests, Staatliche Impfkampagne

 

Es besteht eine Bestellmöglichkeit für medizinische Masken, sowie für Schnelltests. Näheres zu den Masken finden Sie im Dekanatsrundschreiben der Abteilung D vom 4.12.2020 https://www2.elkb.de/intranet/system/files/infoportal/downloadliste/20_12_14_dekanatsrundschreiben_masken.pdf

Bis zum 24.11. gibt es eine rechtliche Verpflichtung für den Arbeitgeber, Selbsttests für Beschäftigte anzubieten (derzeit zweimal pro Woche), sofern nicht ausschließlich im Homeoffice gearbeitet wird (s.o. und Anlage 23). Mit Ehrenamtlichen ist in gleicher Weise zu verfahren. Das Angebot ist durch den Arbeitgeber zu dokumentieren.

Für die Dienststellen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern inklusive der Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke besteht die Möglichkeit, kostenlos Selbsttests und medizinische Masken beim Augustinum-Webshop zu bestellen. Bezüglich der Details zum Bestellvorgang wird auf das Dekanatsrundschreiben aus Abteilung D zu Maskenbestellungen vom 14.12.2020 verwiesen.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern unterstützt die Impfkampagne der bayerischen Staatsregierung. Weitere Informationen dazu in Anlage 24.

Das „konsolidierte Impfkonzept“ liegt vor (Anlage 10 und Anlage 11).

 

 

 

 

 

 

  1. Rückfragen

 

Gerne stehen für Rückfragen Ihr Regionalbischof bzw. Ihre Regionalbischöfin bereit. Falls Antworten nicht direkt möglich sind, werden Rückfragen auch an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet. Bitte setzen Sie den Dekan oder die Dekanin in jedem Fall in cc.

 

 

  1. Weiterführende Informationen im Intranet

 

  1. Updates, aktualisierte Anlagen, Informationen: https://www2.elkb.de/intranet/node/25834
  2. Arbeitsrecht, Dienstrecht, Gesundheitsschutz https://www2.elkb.de/intranet/system/files/infoportal/downloadliste/2020-11-06_faq_task_force_covid-19.pdf
  3. Datenschutz: https://datenschutz.ekd.de/2020/03/19/stellungnahme-zur-verarbeitung-personenbezogener-daten-im-zusammenhang-mit-der-corona-pandemie und https://www2.elkb.de/intranet/node/25956
  4. Dekanatsrundschreiben (allgemein): https://www2.elkb.de/intranet/node/3160
  5. Dekanatsrundschreiben Abteilung C: https://www2.elkb.de/intranet/node/1863
  6. Informationen finden sich auch auf der Website der ELKB https://www.bayern-evangelisch.de/wir-ueber-uns/vorsichtsmassnahmen_corona.php#tab25

 

 

 

 

 

Anlagenübersicht

 

Die bisherigen Anlagen finden Sie im Intranet unter https://www2.elkb.de/intranet/node/25834 .

 

Die neue Anlagenübersicht folgt mit Update 52.

 

 

Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe, und Diakonie-Präsident Ulrich Lilie zur Lage der Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze
 
Berlin, 11. November 2021
 
Dagmar Pruin, Präsidentin Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe: "Die humanitäre Lage der Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze ist verzweifelt. Wir rufen alle staatlichen Akteure dazu auf, sich eindringlich zu vergegenwärtigen, dass es sich hier um Männer, Frauen und Kinder handelt! Wir appellieren deshalb an die Europäische Union und Belarus, sofort und mit aller Kraft eine Lösung der humanitären Krise voranzutreiben. Die EU muss darauf drängen, dass an der europäischen Außengrenze die Genfer Flüchtlingskonvention eingehalten und Menschen Zugang zu einem fairen Asylverfahren gewährt wird. Darüber hinaus müssen alle diplomatischen Wege genutzt werden, damit die politische Situation in Polen und der EU nicht eskaliert."
 
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Die menschenverachtende Politik des belarussischen Machthabers macht einmal mehr deutlich, wie dringend die Europäische Union ein schlüssiges Konzept für Asyl und Migration braucht. Noch immer wissen die europäischen Länder nicht, wie sie mit Flüchtlingen in akuten Notsituationen umgehen sollen. Es kann aber nicht sein, dass die Schwächsten als Geiseln genommen werden und ihr Leid politisch missbraucht wird."
 
Pressekontakte:
 
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt, mobil: 0174 302 0158 renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de
 
Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin Diakonie Deutschland, mobil: 0172 711 5541 kathrin.klinkusch@diakonie.de
 
Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen von Brot für die Welt und Diakonie Deutschland verschickt.  
 
 
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Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
****************************************
 
Bundesweit sind 599.770 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 33.031 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,2 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Siehe auch Mainpost-Berichterstattung vom 1.11.2021 unter

https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/leben-im-alter-seniorenheim-in-wuerzburg-wird-zum-buergerzentrum-art-10680773

 

Pressemitteilung Diakonisches Werk Würzburg e.V.

Würzburg, 29.10.2021

Diakonie erhält 2,7 Mio Fördermittel für ältere Menschen in der Sanderau

Am 29.10.2021 besuchte der Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek das Matthias-Claudius-Heim der Diakonie. Im Gepäck hatte er einen Scheck über 2.668 Mio Euro an Fördergeldern aus dem Programm „Pflege im Sozialen Nahraum“. Damit soll die Gerontopsychiatrische Facheinrichtung zum einen gründlich modernisiert werden. Die Fördermittel werden dringend benötigt, um die 76 Pflegeplätze und vier beschützenden Tagespflegeplätze der Einrichtung zu erhalten. Zudem wird es dort künftig eine Begegnungsstätte für den Stadtteil geben.

„Miteinander in der Sanderau“

Ältere Menschen in der Sanderau sollen im Gebäudekomplex der Traubengasse 5-7 eine Anlaufstelle mit einem eigenen seniorenfokussierten Quartiersmanagement erhalten. Hierfür hat die Diakonie in Kooperation mit der Stadt Würzburg eine halbe Stelle geschaffen. Diese ist maßgeblich durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Familie und Soziales über das Programm „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ gegenfinanziert. Sie soll mit einer Person besetzt werden, die Erfahrungen aus der Altenhilfe und der Gemeinwesensarbeit mitbringt.

Wie der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Clemens Link ausführte, werden schon bald unter dem Motto „Miteinander in der Sanderau“ Angebote wie Stammtische, ein Lese-Café, Ausflugsrunden, ein Mittagstisch, Kurse für pflegende Angehörige, Wohnberatung, aufsuchende Hilfe und vieles mehr dafür sorgen, dass ältere Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden ihren Lebensabend verbringen können. Ziel ist es, dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen und die älter werdende Wohnbevölkerung im angestammten Stadtteil gut zu versorgen. Gleichzeitig bietet die Begegnungsstätte einen idealen Raum für ehrenamtliches Engagement, das Generationen übergreifen kann.

Für die Stadt Würzburg hielt Dr. Hülya Düber die Förderentscheidung durch die beteiligten Ministerien für sehr gut angelegtes Geld. Sie trug vor, die Sanderau sei zu einem großen Teil einst von gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften und Stiftungen errichtet worden. Dieser Wohnraum werde gerade aufgrund seiner bezahlbaren Mieten in größerer Zahl von älteren Mieter:innen in Anspruch genommen. Düber hob die Bedeutung des Matthias-Claudius-Heimes der Diakonie in der Sanderau hervor und begrüßte die kommenden zusätzlichen Hilfsangebote für Senioren im Stadtteil. Sie versicherte, die Stadt werde hier mit allen im Gespräch bleiben und nach Kräften zum Gelingen des Konzepts beitragen.

Dr. Renate Fiedler, 1. Vorsitzende der Seniorenvertretung der Stadt Würzburg freute sich über die ergriffenen Initiativen aller Beteiligten und kündigte aktive Unterstützung an. 

(Foto: H. Tögel)

 

Diakonie Deutschland: Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen in der Diakonie beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Das Diakonische Werk Würzburg ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit über 850 hauptamtlich und rund 400 ehrenamtlich Zusammenwirkenden. Der Verein ist u.a. im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, allgemeinen Sozialberatung, Behindertenarbeit und der psychosozialen Dienste tätig. Nähere Informationen: www.diakonie-wuerzburg.de .

 

 

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland: 

Wohnungslose vor Kälte und Corona schützen

Berlin, 29. Oktober 2021 - Wohnungslose Menschen brauchen auch diesen Winter doppelten Schutz: vor Kälte und Corona. Zum Start der Kältehilfe in vielen deutschen Städten appelliert die Diakonie an alle Verantwortlichen in Städten und Gemeinden, gleichermaßen Kälte- sowie Infektionsschutz für wohnungslose Menschen zu garantieren.

 

Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

 

"Mehr als 20 wohnungslose Menschen sind im letzten Winter in Deutschland erfroren - so viele wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Dieser traurige Rekord darf sich auf keinen Fall wiederholen. Städte und Gemeinden müssen alles dafür tun, um wohnungslose Menschen diesen Winter besser gegen die Kälte zu schützen. Die Kommunen sind verpflichtet, wohnungslose Menschen unterzubringen, wenn ihnen wegen der Kälte Gefahr für Leib und Leben droht. Darauf müssen sich wohnungslose Menschen verlassen können.

 

Außerdem muss im zweiten Corona-Winter der Infektionsschutz in den Notunterkünften und Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe weiterhin gewährleistet werden. Denn gerade wohnungslose Menschen sind durch ihre prekäre Lebenssituation und häufige Vorerkrankungen stärker als andere gefährdet, bei einer Corona-Infektion schwer zu erkranken. Auch wenn viele von ihnen mittlerweile geimpft sind, muss der Zugang zur Impfung weiterhin niedrigschwellig möglich sein, am besten direkt in den Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe. Kälte und Corona sind für Menschen ohne Obdach eine doppelte Gefahr - deshalb müssen Erfrierungs- und Infektionsschutz Hand in Hand gehen."

 

Weitere Informationen:

 

Themenschwerpunkt mit Überblick über Kältehilfen der Diakonie bundesweit: https://www.diakonie.de/kaeltehilfe

 

Wissen Kompakt Obdachlosigkeit: https://www.diakonie.de/wissen-kompakt/obdachlosigkeit

 

Themenschwerpunkt zu Wohnungslosigkeit: https://www.diakonie.de/wohnungslosigkeit

 

Kostenfreies Bildmaterial zur Kältehilfe im Pressebereich: https://www.diakonie.de/themen-der-diakonie

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

******************************

Sarah Spitzer

 

Pressestelle, Zentrum Kommunikation

T +49 30 65211-1780

F +49 30 65211-3780

pressestelle@diakonie.de

 

Diakonie Deutschland

Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de

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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Pressemitteilung Diakonisches Werk Würzburg e.V.

Würzburg, 15.10.2021

20 Jahre ehrenamtlicher Prüfer bei der IHK – Diakonie IT-Chef Michael Fischer geehrt

Am 11. Oktober überreichten IHK Bereichsleiter Berufsausbildung Würzburg Dr. Lukas Kagerbauer und Jürgen Bode, stellv. Hauptgeschäftsführer IHK Würzburg dem Leiter des IT-Managements der Diakonie Würzburg Michael Fischer die Ehrennadel in Gold. Die Nadel, eine Urkunde und lobende Worte gab es für 20 Jahre geleistete Dienste in der IHK Würzburg Schweinfurt als Prüfer. Der gelernte Elektroniker und staatlich geprüfte Elektrotechniker mit Zusatzqualifikation zum Netzwerkadministrator erhielt die Auszeichnung für zwei Jahrzehnte ehrenamtlichen Engagements in der Ausbildung von Fachinformatikern mit Fachrichtung Systemintegration und von Systemelektronikern. Die Aufgaben als arbeitgeberseitiger IHK-Prüfer umfassen die Korrektur und Beaufsichtigung der schriftlichen Prüfungen genauso wie die Abnahme von mündlichen Prüfungen.

 

Pionier des Ausbildungsfaches

Fischer ist in seinem Feld ein Mann der ersten Stunde. Als der Berufsabschluss „Fachinformatiker/-in“ 1999 erstmalig in einer eigenständigen Ausbildung erworben werden konnte, war Fischer sofort bereit gewesen, den Ausbilderschein zu machen und als Prüfer zu fungieren. Da hatte er selbst gerade erst in der Diakonie Würzburg zu arbeiten begonnen.  „Damals konnten wir in der Diakonie gleich im ersten Jahrgang einen jungen Mann zum Fachinformatiker ausbilden und nach erfolgreichem Abschluss für lange Jahre bei uns übernehmen“, freut sich Fischer.

 

Mehr Betriebe für Ausbildungsangebote gewinnen

Nach seiner Motivation gefragt erklärt der passionierte Familienmensch, lizensierte DFB-Fußballtrainer und Mountainbiker: „Unser Nachwuchs ist unsere Zukunft, hier müssen wir investieren. Es macht mir immer noch große Freude, an den Prüfungen mitzuwirken, und natürlich denke ich dabei auch an meine eigenen Kinder. Für sie wünsche ich mir ja auch, dass sie eine qualifizierte Ausbildung erhalten können. Ich kann nur dafür werben, dass möglichst viele Betriebe Ausbildungsplätze anbieten“.

 

Die Ehrennadel in Gold und eine Urkunde gab es für Michael Fischer für 20 Jahre ehrenamtliche Dienste als IHK Prüfer (von links: Dr. Lukas Kagerbauer, IHK Bereichsleiter Berufsausbildung Würzburg; Michael Fischer, Leiter IT-Management Diakonie Würzburg, Jürgen Bode, stellv. Hauptgeschäftsführer IHK Würzburg; Foto: Rudi Merkl / IHK Würzburg-Schweinfurt) 

 

Die Diakonie Deutschland: Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen in der Diakonie beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Das Diakonische Werk Würzburg ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit über 850 hauptamtlich und rund 400 ehrenamtlich Zusammenwirkenden. Der Verein ist u.a. im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, allgemeinen Sozialberatung, Behindertenarbeit und der psychosozialen Dienste tätig. Nähere Informationen: www.diakonie-wuerzburg.de .

Wir verweisen auf nachfolgende Pressemitteilung der Suchtpräventionsfachstelle Würzburg

20 Jahre ELTERNTALK

Drei ELTERNTALK-Moderatorinnen und die Regionalbeauftragte aus der Stadt Würzburg und dem Landkreis Main Spessart waren beim Jubiläum in Ingolstadt.
ELTERNTALK Bayern gibt es seit 20 Jahren. Wir feierten mit.
Bayerns Familienministerin Carolina Trautner gratulierte persönlich zum 20jährigen Jubiläum von ELTERNTALK, dem erfolgreichen Programm der Aktion Jugendschutz Bayern e.V.
„Obwohl schon 20 Jahre alt, und das ist für ein präventives Angebot im erzieherischen Jugendschutz schon ganz schön alt, ist ELTERNTALK immer jung geblieben. Es ist noch immer so aktuell wie vor 20 Jahren, da ELTERNTALK sich seit 20 Jahren immer an der Lebenswelt der Eltern orientiert und die Themen entsprechend kontinuierlich weiterentwickelt. So gelingt es ELTERNTALK, Eltern wirkungsvoll bei ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen. Herzliche Glückwunsch zu 20 Jahren ELTERNTALK und alles Gute für die nächsten 20 Jahre“.
Prof. Dr. Anneke Bühler, Vorsitzende der Aktion Jugendschutz Bayern, begrüßte die 200 Gäste aus ganz Bayern und stellte die Bedeutung der Gastfreundschaft in den Vordergrund. „Die Gastfreundschaft ist ein wichtiges Kernprinzip von ELTERNTALK. Eltern fühlen sich als Gast und nicht als Teilnehmende einer Bildungsveranstaltung. Das ist womöglich die Ursache dafür, dass ELTERNTALK seit vielen Jahren so großen Anklang findet“.
Über die Erfolgsgeheimnisse von ELTERNTALK berichtete Dr. Florian Straus vom IPP München. Es lebt vom ehrenamtlichen Engagement von derzeit 360 Mütter und Väter in ganz Bayern, die die Gesprächsrunden moderieren. In der aktuell veröffentlichten Studie zeigt sich, wie Eltern sich gegenseitig in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen und vom Erfahrungsaustausch profitieren. „Alles, was man liest – das geht nicht nach Büchern. Es ist schön, wenn man andere Erfahrungen hört und von andern Eltern. Ich finde, beim ELTERNTAK, das ist das Schöne, dass man nicht alleine ist mit den Sorgen, mit den Problemen, dass alle das haben zu Hause. Und jeder regelt das anders bei sich.“ Darüber hinaus entstehen durch die gemeinsamen Treffen neue Kontakte, die im Erziehungsalltag hilfreich sind.
ELTERNTALK ist vielfältig. Alleinerziehende, Großfamilien, Eltern aus Stadt und Land und Gäste aus 85 verschiedenen Ländern weltweit. Das ist gesammeltes „Erziehungswissen aus aller Welt“, so auch der Vortrag von Dr. Nathalie Weidenfeld. „Das, was in einer Familie normal und selbstverständlich ist, kann für eine andere fremdartig und irritierend wirken. (Nicht nur) Eltern mit Migrationshintergrund stoßen mit ihren Verhaltensweisen und Ansichten immer wieder auf Widerstand, weil diese an vorherrschenden Regeln und Werten gemessen werden. Beim genaueren Nachfragen stellt sich oft heraus, dass es gute, nachvollziehbare Gründe für die Verhaltensweisen und Ansichten gibt.“ Das ist ELTERNTALK: nachfragen, einander zuhören, sich gegenseitig von seinen Erfahrungen erzählen und Lebenswissen austauschen.
Dr. Katrin Schlör, Professorin an der Ev. Hochschule Ludwigsburg, gab interessante Einblicke in die Veränderung des Familienalltags durch die Medien. „Dass uns vor wenigen Jahren „Selfies“ noch suspekt waren, darüber lächeln wir heute. Der Esstisch als Versammlungsort einer Familie wird zum Teil schon vom Bildschirm abgelöst. Die Förderung von Medienkompetenz gehört zu einer der wichtigsten Erziehungsaufgaben. Es ist notwendig, Familien mit Wertschätzung für ihre Medienerziehungsarbeit zu begegnen. ELTERNTALK ist ein medienpädagogisches Angebot, dass Familien in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen darin begleitet".

 

Ihre Ansprechpartnerin

Stefanie Greß (Dipl. Päd.)
Suchtpräventionsfachstelle Stadt Würzburg
Regionalbeauftragte Elterntalk Stadt Würzburg und Main Spessart

 

Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Diakonisches Werk Würzburg e.V.
Arge EAL-EJ e.V.
Lindleinstraße 7
Büro: Robert-Koch-Straße 2;
97080 Würzburg
Tel.: 0931/304294-16 oder 250800
 

Gemeinsam Wege finden – Diakonie Bayern eröffnet Herbstsammlung 2021 mit Gottesdiensten in ganz Bayern

Nürnberg, 6. Oktober 2021 Mehr als eine Million Mal haben Einrichtungen der Diakonie und die anderen Träger der Jugendhilfe erzieherische Hilfen für Menschen unter 27 Jahren gewährt, über 80.000 mal in Bayern – statistische Angaben, in den Effekte der Pandemie noch nicht eingeflossen sind. Doch übereinstimmend gehen die Fachleute davon aus, dass während der vergangenen anderthalb Jahre Kinder und Jugendliche und ihre Familien noch häufiger Unterstützung benötigt haben. Auch aus diesem Grund stellt die Diakonie Bayern bei ihrer diesjährigen Herbstsammlung (11. – 17. Oktober) die ambulante Kinder- und Jugendhilfe in den Mittelpunkt.

 

„Bei den ‚Hilfen zur Erziehung‘ denken viele Menschen vielleicht an das, was früher ‚Kinderheim‘ genannt wurde. Diese stationären Angebote gibt es natürlich auch. In vielen Fällen aber ist es hilfreicher, wenn die Hilfen vor Ort, also in den Familien selbst stattfinden“, beschreibt Sabine Lindau, zuständige Fachvorständin im Landesverband der Diakonie, das Arbeitsfeld. Konkret bedeute dies, dass die Experten und Expertinnen der Diakonie regelmäßig – einmal oder auch mehrmals in der Woche – die betroffenen Familien besuchen und gemeinsam mit allen Familienmitgliedern daran arbeiten, dass das Familienleben wieder gelingt. „Familien sind ja ein System, und dieses System muss gerade in belastenden Situationen als Ganzes unterstützt und stabilisiert werden.“

 

Zwar werde das Angebot der ambulanten Hilfe zur Erziehung von den Jugendämtern bewilligt und finanziert. Auch wenn das Angebot grundsätzlich jedem offen stehe, seien es insbesondere Familien in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, die die Hilfen in Anspruch nehmen. Lindau: „Dies liegt beispielsweise daran, dass Familien mit einem geringen Einkommen in beengten Verhältnissen leben bzw. leben müssen, und dies kann, wie wir alle aus eigener Erfahrung wissen, schnell zu Konflikten führen.“ Und die staatlichen Hilfen, die die Familien erhalten, würden oft nicht ausreichen: „Zum Beispiel, wenn es um die Finanzierung einer Klassenfahrt für ein Kind geht.“

 

Eröffnet wird die Sammlung in München im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Christus-Kirche (Beginn: 10.00 Uhr); gestaltet wird der Gottesdienst von Diakoniepräsident Pfarrer Michael Bammessel sowie von Stadtdekan Bernhard Liess und anderen. Auch in anderen Orten wird durch Gottesdienste auf die Diakonie-Sammlung hingewiesen. So wird in Traunstein Bayerns Sozialministerin im dortigen Gottesdienst in der Auferstehungskirche die Kanzelrede halten; in Hof wird die Sammlung mit einem Gottesdienst in der St. Johanneskirche eröffnet (9.30). Das Diakonische Werk Bayern begleitet die Sammlung unter anderem durch den Diakonie-Podcast MIKA: Die Folge 42 (online bereits ab Freitag, den 8. Oktober) wird sich mit den ambulanten Hilfen zur Erziehung beschäftigen.

Die Herbstsammlung der Diakonie in Bayern wird vom 11. – 17. Oktober in ganz Bayern durchgeführt. Ergänzende Informationen zu den einzelnen Angeboten der ambulanten Hilfen zur Erziehung finden Sie unter anderem hier:

https://www.diakonie-bayern.de/die-diakonie-unterstuetzen/sammlungen/herbstsammlung.html

70% der Spenden an die Kirchengemeinden bleiben im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit. 30% der Spenden an die Kirchengemeinden werden an das Diakonische Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern weitergeleitet. Im Jahr 2020 erbrachte sie über 440.000 Euro.

 

Spendenkonto:

Diakonisches Werk Bayern

Evangelische Bank eG (GENODEF1EK1)

DE20 5206 0410 0005 2222 22

Stichwort: Diakoniesammlung H-2021                       

 

Oder nutzen Sie unsere Spendenhotline und unterstützen Sie die Diakonie telefonisch unter 0800 700 50 80

 

Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
 
 
 
Daniel Wagner
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 34 205
 

 

 

Zum Erntedankfest: Matthias-Claudius- Heim sorgt für Eintopfessen in St. Stephan 

v. li: Sonja Stimmler, Küchenleitung, und Christian Meyer-Spelbrink, Leiter des Matthias-Claudius-Heimes, freuen sich mit Pfarrer Jürgen Dolling, St. Stephan, auf das Eintopfessen mit der Gemeinde (Foto: Harriet Toegel)

Das Matthias-Claudius-Heim Würzburg war gut vertreten beim Ernte-Dank Fest der Gemeinde St. Stephan. Das leckere Eintopfessen, das seit Jahrzehnten im Heim selbst gute Tradition ist, musste in diesem Jahr nicht mehr ausfallen. Mit 100 Portionen Eintopf waren die Vertreter des Altenheimes in ihrer Kirchengemeinde angerückt. Das Angebot wurde gern und zahlreich angenommen, war doch auch die Kita St. Stephan mit einem Sonnenblumenspiel und zwei Liedern aktiv am Gottesdienst zum Erntedankfest beteiligt. Danach hatten die großen und kleinen Akteure guten Hunger und ließen es sich vor den Toren ihrer Kirche schmecken.

Aus Sicherheitsgründen wurde die Gemeinde in diesem Jahr direkt vor Ort versorgt. Gleichzeitig gab es auch im Matthias-Claudius-Heim das schmackhafte Essen. Im nächsten Jahr soll das gemeinsame Essen wieder im Heim stattfinden.

 

Winwin bei TCW - Hochbeete sorgen für eine positive Gruppendynamik, Freude an guter Ernährung und die Verschönerung des Ambiente

Kurt Pregitzer ist Anleiter für Kreativunterricht bei der Diakonie Einrichtung „Training-Coaching-Weiterbildung“ (TCW). Insbesondere mit Maltechniken hilft er dort Menschen, die eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess anstreben, sich mehr zuzutrauen und eigene Ressourcen zu heben. Parallel dazu studiert Pregitzer Soziale Arbeit.

Im Rahmen eines Praxisprojektes wollte er mit den Teilnehmern seines TCW Kurses eigentlich einen Pausenpavillion bauen, doch machte ihm die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Gemütliche aber vergleichsweise enge Innenräume zu schaffen erschien wegen der Ansteckungsgefahr wenig ratsam. Dagegen waren sinnvolle und anregende Optionen für den Außenbereich das Gebot der Stunde.

Im Austausch mit einigen Kursteilnehmern und mit Ernährungsberaterin Verena Klopf, gleichfalls in der TCW – Perspektivo Maßnahme beschäftigt, kam die Idee auf, stattdessen Hochbeete anzulegen. Viele Teilnehmer der TCW- Maßnahmen ernähren sich nämlich eher unausgewogen. Nicht wenige leben allein und können oder wollen für sich allein nicht richtig kochen. Oft füllen dann Fertiggerichte und „junk food“ die Lücke. Das macht zwar satt, bietet aber auf Dauer keine gesunde Ernährung, ganz zu schweigen von der täglichen Tristesse darin.

Anfang Juni 2021 ging es an die Planungen. Ziel war es, gemeinsam dauerhaft etwas zu verändern. Dabei sollte jeder für einen bestimmten Part Verantwortung übernehmen. Der Bau der Hochbeete bot Gelegenheit, sich handwerklich, IT-technisch oder organisatorisch auszuprobieren und zugleich einen Beitrag für das gemeinsame Ziel zu leisten. Einige wollten im Netz Paletten und sonstiges Material für die Beete suchen und fanden heraus, dass beim Ferienspielplatz in Höchberg kostenlos Paletten abgeholt werden konnten. Andere überlegten, was anzupflanzen und im Herbst noch zu ernten war. Sie absolvierten dazu einige Unterrichtseinheiten in Kräuterkunde und gesunder Ernährung. Die Arbeitstherapie stellte Werkzeug in Aussicht, manches würden die Teilnehmer auch selbst mitbringen. Der Gärtner der Diakonie Geschäftsstelle hatte gerade seinen Baum- und Heckenschnitt beendet. Das Bio-Material würde sich hervorragend zur Auffüllung der Beete vor Ort nutzen lassen.   

3 Wochen später war alles vorbereitet und beieinander, nach drei Arbeitseinheiten, jeweils dienstags für einige Stunden, waren zwei Hochbeete fertiggestellt und bepflanzt. Übrig gebliebene Paletten wurden kurzerhand in eine nette Sitzgruppe für die Mittagspausen verwandelt. Schon nach kurzer Zeit erfreuten heranwachsende Salate, Kohlrabi, Lauch, Paprika, Chili und Minze die Teilnehmer. Zugleich schmückten die appetitlich anmutenden Beete den Vorgarten der Diakonie Geschäftsstelle.

Am 28.9.2021 wurde geerntet und ein guter Teil des eigenen Gemüses miteinander verspeist. Die restlichen Erzeugnisse und Gewächse durften sich die Teilnehmer mit nach Hause mitnehmen.

Nach dem Erfolg des Projektes soll in naher Zukunft noch ein drittes Beet hinzukommen.

Alle eingeladen:

Fahrradgottesdienst am 19.9. um 10.00 Uhr in Giebelstadt (mit Pfarrerin Christine Schlör)

Am 19.9. um 10.00 Uhr startet in Giebelstadt an der Kirche St Oswald ein Fahrradgottesdienst in Stationen mit ca. 18 km langer Fahrradtour.

Die Strecke führt unter anderem über Albertshausen nach Geroldshausen. Eine Anmeldung im Pfarramt Herchsheim/Giebelstadt (Tel.: 09334 993933
E-Mail: pfarramt.giebelstadt@elkb.de) wird erbeten.

Diakonie-Zitat: Gefährdete Afghaninnen und Afghanen unbürokratisch aufnehmen
 
Berlin, den 9. September 2021 - Anlässlich der Veröffentlichung eines gemeinsamen Appells zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen "Gefährdete Afghaninnen und Afghanen weiter aufnehmen - Bundes- und Landesaufnahmeprogramme sind nötig!" sagt Diakone-Präsident Ulrich Lilie:
 
"Die Evakuierung vor Abzug der NATO-Truppen und der Umgang mit gefährdeten Menschen in Afghanistan hat in ihrer Dramatik eine historische Dimension. Nun gilt es, die Glaubwürdigkeit westlicher Demokratien weltweit unter Beweis zu stellen, zu Freiheit, Demokratie und Menschenrechten zu stehen und die Menschen, die sich mit uns in Afghanistan für Demokratie Freiheit und Menschenrechte eingesetzt haben, unbürokratisch aufzunehmen.
 
In den vergangenen Tagen und Wochen haben sich viele Menschen an die Diakonie gewandt, die selbst oder deren Angehörige gefährdet sind. Die Evakuierung vieler dieser Menschen ist nicht mehr gelungen. Sie brauchen unbürokratische Aufnahmezusagen auf digitalem Weg, damit sie Afghanistan verlassen können. Sie erreichen aus ihren Verstecken in Afghanistan keine offiziellen Stellen, um Visa zu beantragen. Das formelle Verfahren kann dann in Deutschland durchgeführt werden."
 
Weitere Informationen:
 
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Neuer Kurs für seelsorgliche Praxis und Gemeindearbeit (KPSG) und Supervisionsangebote

Wieder miteinander in’s Gespräch zu kommen, ist derzeit oft gar nicht so einfach. Während der Corona-Krise sind vor allem alte, kranke und alleinlebende Menschen vereinsamt. Seelsorge von Haupt- und Ehrenamtlichen ist wichtiger denn je geworden. Darum bietet das Evang. Beratungszentrum Würzburg (EBZ) ab Herbst 2021 wieder einen Kurs für seelsorgliche Praxis und Gemeindearbeit (KSPG) an.

Diese praxisnahe Fortbildung ist für Menschen gedacht, die in der Seelsorge in Gemeinde, Schule, Heim oder Klinik arbeiten oder tätig werden möchten. Sie dient dazu, bestehende Kenntnisse in Gesprächsführung, Beratung und Gruppenleitung aufzufrischen und die eigene Kompetenz zu erweitern oder sich neue interessante Tätigkeitsfelder zu erschließen.

Der von der bayrischen Landeskirche zertifizierte Kurs umfasst 100 Stunden, findet berufsbegleitend in einer Kleingruppe Freitagnachmittag und samstags 1x monatlich in Würzburg statt und kostet 500,-€. Termine nach Vereinbarung.

Infos unter www.diakonie-wuerzburg.de und bayernweit unter
http://www.seelsorge-fortbildung-kspg.de/kspg-in-bayern

Ein unverbindliches Informationstreffen zum Kurs findet statt am
Montag, 13.9.2021 um 17.00 Uhr im Evangelischen Beratungszentrum Würzburg,
Stephanstr.8, 97070 Würzburg. Um Anmeldung wird gebeten.

Darüber hinaus beginnen ab September wieder Supervisionsgruppen für Pfarrer*innen, Diakon*innen, Religionspädagog*innen sowie für Kita-Leiter*innen, die auch den Austausch über die eigene Arbeit im MITEINANDER fördern und der Vereinzelung entgegenwirken.


Auf Ihre Anfragen freut sich: 
Heike Richartz
Dipl. Psychologin/Supervisorin
richartz.ebz@diakonie-wuerzburg.de , Tel.: 0931/305010

Wir verweisen auf die Stellungnahme bei dem gemeinsamen Jahresempfang von Caritas und Diakonie in Brüssel
 
Caritas und Diakonie fordern für Schutzsuchende und Migrant_innen gute Rahmenbedingungen für soziale und berufliche Teilhabe
 
 
Brüssel/Berlin, den 8. September 2021 - Keine Arbeit, ein korrupter Staat, Menschenrechtsverletzungen und Verfolgung - es gibt vielfältige Gründe, warum Menschen ihr Land verlassen. Oder wie jetzt angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan. Dies löst kontroverse Debatten um Flucht, Migration und Integration aus.
 
"Die EU und Deutschland benötigen dauerhaft Einwanderung. Von 400.000 Zuwandernden pro Jahr geht der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit aus. Wenn wir diesen Bedarf decken wollen, müssen wir aufhören, Einwanderung einseitig zu problematisieren. Wir müssen aktiv dafür sorgen, dass sie gelingen kann. Chancen und Erfolge fallen nicht vom Himmel", sagt Caritas-Präsident Peter Neher. In Deutschland sind die Wohlfahrtsverbände wichtige Mittler, um Informations- und Kommunikationslücken zu schließen und Integrationsprogramme in die Tat umzusetzen. "Die Freie Wohlfahrtspflege hat über viele Jahre hinweg Erfahrung und Expertise aufgebaut, um Eingewanderte erfolgreich zu begleiten. Sprachkurse, Migrationsberatung und entsprechende Förderprogramme ebnen hier den Weg. Wir müssen Einwanderung aber auch als Chance sehen für ein vielfältiges und modernes Europa, mit allen Menschen, die bereit sind, daran mitzuwirken", unterstreicht der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie.
 
Wirksamere Fördermaßnahmen für Teilhabe
 
Integration muss als Zusammenleben in Vielfalt und Einheit verstanden werden. Dafür braucht es Maßnahmen der Politik, die der Gesellschaft die positiven Effekte von Zuwanderung vermitteln helfen. Gleichzeitig müssen Einwandernde und Schutzsuchende durch wirksame Fördermaßnahmen in ihrer Teilhabe unterstützt werden, machen die Präsidenten von Caritas und Diakonie anlässlich ihres gemeinsamen Jahresempfangs deutlich, der dieses Jahr nicht in Brüssel stattfindet, sondern digital übertragen wird. Teilhabe und Teilwerden finden vor allem vor Ort statt. Hier ist die Zivilgesellschaft gefragt, deren Projekte vorrangig - auch vor staatlichen Akteuren - gefördert und mit Aufgaben betraut werden sollte, wenn sie die Aufgaben besser lösen kann.
 
Im Flüchtlingsherbst 2015 haben sich die enormen zivilgesellschaftlichen Potenziale bei der Mobilisierung von Selbsthilfe und Solidarität deutlich gezeigt. Neben Integration muss vor allem die Verbesserung der Aufnahmebedingungen für Asylsuchende Vorrang vor Rückkehrmaßnahmen haben.
 
Soziale und berufliche Integration
 
Die Veranstaltung der beiden christlichen Wohlfahrtsverbände steht unter dem Leitgedanken "Soziale und berufliche Teilhabe von Migrant_innen und Schutzsuchenden - Der Beitrag von Caritas und Diakonie". Die Präsidenten diskutieren mit Johannes Luchner, stellvertretender Generaldirektor EU-Kommission für Migration und Inneres, und den Europaabgeordneten Lena Düpont (CDU) und Erik Marquardt (Grüne) darüber, wie die Voraussetzungen für die Teilhabe von Eingewanderten verbessert werden können.
 
Aktionsplan soll Hindernisse beseitigen
 
Von den knapp 450 Millionen Menschen, die heute in der EU leben, sind knapp 34 Millionen außerhalb der EU geboren. Zudem leben viele EU-Bürgerinnen und -Bürger nicht in ihrem Heimatland, sondern in einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Der Ende 2020 von der EU-Kommission verabschiedete "Aktionsplan für Integration und Inklusion 2021-2027" erkennt den wichtigen Beitrag von Migrant_innen zur Europäischen Union an und soll die Hindernisse beseitigen, welche die Teilhabe am Arbeitsmarkt und der europäischen Gesellschaft erschweren. Die Förderung des sozialen Zusammenhalts ist eines der Kernanliegen des Aktionsplans, erklärt Johannes Luchner.
 
Zwei Beispiel-Projekte von Caritas und Diakonie
 
Wie mit zielgerichtetem Engagement, unterstützt durch Fördermittel der EU, ganz konkret Teilhabe erreicht werden kann, stellen beim Jahresempfang exemplarisch zwei Projekte von Caritas und Diakonie vor: Das Projekt "Deine.ART" aus dem Diözesancaritasverband Köln setzt auf kreative Förderinstrumenten. U.a. durch Literaturangebote, Sing- und Rhythmusübungen oder Fotoprojekte werden Migrant_innen in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbstwahrnehmung gestärkt. Das Netzwerk "Partizipation Bergisches Städtedreieck", an dem u.a. die Diakonie Wuppertal und die Caritas aus Solingen und Remscheid beteiligt sind, unterstützt Asylsuchende etwa bei der beruflichen Orientierung, der Vermittlung von Sprachkursen und veranstaltet Schulungen für Mitarbeitende von Jobcentern und Kommunen.
 
Weitere Informationen:
 
Diakonie Wuppertal: Europäischer Sozialfonds (ESF) Programm "Partizipation Bergisches Städtedreieck" IvAF - Integration von Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt:
 
Caritas Köln: Asyl- und Migrationsfonds (AMIF)-Projekt "Deine.Art" "Kunst und Kultur für Integration" zur Förderung eines Entfaltungs- und Empowerment Prozesses:
 
Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung:
 
Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin Diakonie Deutschland, Tel. +49 30-65211-1780, E-Mail: kathrin.klinkusch@diakonie.de, www.diakonie.de
 
Anja Stoiser, stellv. Pressesprecherin Deutscher Caritasverband, Tel. +49 30 28444 744, E-Mail: anja.stoiser@caritas.de, www.caritas.de
 
Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.
 
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T +49 30 65211-1780
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Gedenkfeiern 2021

Gedenkfeier für früh verstorbene Kinder

 
Am 4. Oktober um 15:00 Uhr findet wieder eine Gedenkfeier für die Angehörigen früh verstorbener Kinder in der Aussegnungshalle am Hauptfriedhof in Würzburg statt.
 
Verantwortlich für die Gedenkfeiern ist der Arbeitskreis „Leere Wiege“, bestehend aus:
Entbindungskliniken, Schwangerschaftsberatungsstellen und Selbsthilfe. Frau Wysocki und Frau Pfarrerin Hötzel werden für Sie den kommenden Gottesdienst gestalten.
 
Ein Kind zu verlieren ist für die betroffene Mutter, den betroffenen Vater eine sehr schwierige und belastende Lebenssituation. Die Bewältigung des Unfassbaren, die Trauer und Erledigungen nehmen viel Kraft in Anspruch. Wir geben Ihnen Zeit zum Innehalten oder das Erlebte in Worte zu fassen. Wir bieten Ihnen Raum für Ihre persönlichen Fragen und Themen.
 
Nähere Informationen zu den Gedenkgottesdiensten finden Sie auf der Website der Schwangerschaftsberatung:
 
Ansprechpartnerin: Birgit Wysocki Telefon 09 31/404 485 5

 

Das Infektionsschutzkonzept der Friedhofsverwaltung Würzburg finden Sie hier.

Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung.

Online Informationsveranstaltung zum Thema Vorsorge durch Mitarbeiter*innen der Betreuungsstelle der Stadt Würzburg

Was geschieht, wenn ich z.B. durch Krankheit, Unfall oder im Alter meine eigenen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann? Wie kann ich vorsorgen? Wie kann ich meinen eigenen Willen festhalten? Was muss ich beachten? Was unterscheidet die Vorsorgevollmacht von der gesetzlichen Betreuung? Was ist eine Betreuungsverfügung? Was ist eine Patientenverfügung? 

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

Hilfreich sind auch die von der Alzheimergesellschaft Baden-Württemberg zur Verfügung gestellten Kurzvideos in mehreren Sprachen.

 

Das Stadtteilprojekt Heidingsfeld, das von der Diakonie getragen wird, gibt die erste Stadtteilzeitung heraus.

Die erste Ausgabe von "Meine Nachbarschaft" erschien pünktlich zum 1.9.2021.

Wir verweisen auf eine Information der Diakonie Deutschland
 
Sozial-O-Mat gratuliert großem Bruder Wahl-O-Mat zum Start
 
Berlin, den 01. September 2021 - Am Donnerstag startet der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Der Sozial-O-Mat der Diakonie unterstützt Unentschlossene bereits seit gut drei Wochen bei der politischen Meinungsfindung. Mehr als 130.000 Menschen haben ihn bereits genutzt, um sich über zentrale sozialpolitische Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zu informieren. 
 
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Ich freue mich, dass mit dem Wahl-O-Mat nun der große Bruder des Sozial-O-Mat an den Start geht. Denn gut drei Wochen vor der Wahl wissen rund ein Viertel der Wählerinnen und Wähler noch nicht, wem sie am 26. September ihre Stimme geben wollen. Viele informieren sich im Internet und nutzen solche leicht zugänglichen Hilfen bei ihrer Wahlentscheidung.
 
Demokratie braucht gut informierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger, die den Parteien kritische Fragen stellen. Gegenüber dem Wahl-O-Mat ist der Sozial-O- Mat zwar vergleichsweise jung und klein, dafür aber ganz schön keck, inhaltlich fokussiert und nicht zuletzt sehr schön gestaltet. Wir freuen uns, dass er sich inzwischen als durchaus selbstbewusste und eigenständige Entscheidungshilfe für sozialpolitisch interessierte Wählerinnen und Wähler etabliert hat."
 
Der Sozial-O-Mat zur Bundestagswahl 2021 startete am 10. August und zeigt auf, wie die im Bundestag vertretenen Parteien zu ausgewählten sozialen Themen
stehen: Arbeit, Gesundheit, Familie und Kinder, Migration. Der Sozial-O-Mat ist parteipolitisch neutral, eine zentrale Auswertung der Ergebnisse erfolgt nicht.
Nutzerinnen und Nutzer können 20 Thesen mit "stimme zu", "stimme nicht zu", "neutral" oder "These überspringen" bewerten und mit den Positionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, FDP und AfD abgleichen. Der Sozial-O-Mat errechnet den Grad der individuellen Übereinstimmung mit den Antworten der Parteien. Beispielhafte Geschichten aus der Praxis zeigen außerdem, welche Auswirkungen die verschiedenen politischen Ansätze für die Betroffenen haben.
 
Den Sozial-O-Mat erreichen Sie unter www.sozial-o-mat.de. Begleitet wird er von einer Kampagne in den Sozialen Medien.
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
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Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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 Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir haben den Menschen im Blick - Sie uns auch?

Dem Facebook-Auftritt der Diakonie folgt nun der entsprechende Account auf der Plattform Instagram.

 

Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland:

"Gemeinsam gegen Kinderarmut: EINE für ALLE - Kindergrundsicherung jetzt!"

Berlin, den 23. August 2021 - In einer gemeinsamen Erklärung "Gemeinsam gegen Kinderarmut:  EINE für ALLE - Kindergrundsicherung jetzt!" fordert eine breite Allianz von 22 zivilgesellschaftlichen Organisationen, Verbänden und Gewerkschaften die Parteien auf, der Bekämpfung von Kinderarmut in der nächsten Wahlperiode höchste Priorität einzuräumen und eine Kindergrundsicherung einzuführen.

Warum sich die Diakonie Deutschland mit dafür einsetzt, eine Kindergrundsicherung einzuführen, erklärt Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Kinderarmut in einem reichen Land wie Deutschland ist ein Skandal. Um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen, ist eine Kindergrundsicherung notwendig. Die nächste Bundesregierung muss zügig dafür sorgen, dass sie eingeführt wird.

Bisher sind die Leistungen für Kinder in Armut extrem kompliziert geregelt. Die Kindergrundsicherung ist dagegen einfach und unbürokratisch. Alle Kinder bekommen den gleichen Mindestbetrag. Kinder, die in Armut leben, erhalten unmittelbar dazu, was sie für eine umfassende soziale Teilhabe brauchen."

Weitere Informationen:

gemeinsame Pressemitteilung zur Erklärung "Gemeinsam gegen Kinderarmut: EINE für ALLE - Kindergrundsicherung jetzt!":

https://www.diakonie.de/fileadmin/user_upload/Diakonie/PDFs/Pressmitteilung_PDF/Pressemitteilung_EINEfuerALLE-KGS-Forsa_2021_08_19_M.pdf

Erklärung "Gemeinsam gegen Kinderarmut: EINE FÜR ALLE - Kindergrundsicherung jetzt!":

https://www.diakonie.de/fileadmin/user_upload/Diakonie/PDFs/Pressmitteilung_PDF/Erklaerung_EINEfuerALLE_Layout_2021_08_23_M.pdf

Zusammenfassung der Ergebnisse der FORSA-Umfrage zum Thema Kinderarmut/Kindergrundsicherung (vom 16. bis 25. Juli 2021) PDF (192 kB):

https://www.diakonie.de/fileadmin/user_upload/Diakonie/PDFs/Pressmitteilung_PDF/Forsa_Ergebnisse_EINEfuerALLE_Layout_2021_08_23_M.pdf

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin

Pressestelle, Zentrum Kommunikation

T +49 30 65211-1780

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pressestelle@diakonie.de

 

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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Wir verweisen auf eine Forderung der Diakonie Deutschland
 
Kein Kranker mehr ohne medizinische Versorgung! Diakonie Bayern fordert Unterstützung für Menschen ohne Krankenversicherung
 
Nürnberg, 17.08.2021 Eine gescheiterte Selbständigkeit, Arbeitslosigkeit, ein fehlender Aufenthaltstitel – die Gründe für ein Leben ohne Krankenversicherung sind vielfältig. Die Angaben über die Zahl der Menschen in Deutschland, die ohne Krankenversicherung leben, schwanken. Sie reichen von 60.000 bis zu ca. 150.000 Personen; Experten gehen von einem zusätzlichen Dunkelfeld aus – so sollen allein in Berlin 50.000 Menschen ohne Krankenversicherung leben. Die Diakonie in Bayern fordert nun einen landesweiten anonymisierten Krankenschein, wie es ihn in Thüringen bereits gibt. „Viele meinen, in Deutschland sei flächendeckend jeder Mensch krankenversichert – doch das ist ein Irrtum.“, so der Präsident der Bayerischen Diakonie in Nürnberg. „In einem Land, das auf christlichen Werten basiert, können wir kranke Menschen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.“
 
Zwar gibt es auch in Bayern Hilfsorganisationen, die eine Behandlung ohne Krankenschein ermöglichen. Dazu zählen etwa „Ärzte der Welt“, die in München eine Beratungsstelle unterhalten, an die sich Menschen ohne Krankenschein wenden können, oder die Straßenambulanz in Nürnberg. Oftmals werden hier Menschen unentgeltlich von ehrenamtlichem medizinischem Personal behandelt; eine Abrechnung der Leistungen ist oftmals nicht oder nur in Teilen möglich. In Nürnberg etwa wurde hierfür der „Hilfsfonds Armut und Gesundheit eingerichtet“. Die Diakonie Bayern fordert darum jetzt ein Modell vergleichbar mit dem Anonymen Krankenschein Thüringen (AKST).
 
Hier können Betroffene seit 2017 an insgesamt 30 Ausgabestellen den AKST beantragen; im Jahr 2020 wurde er über 200 Mal in Anspruch genommen. Das Thüringer Sozial- und Gesundheitsministerium unterstützt damit ein Modellprojekt, das Menschen ohne Papiere, deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die nicht oder nicht mehr über eine Krankenversicherung verfügen, sowie Bürgerinnen und Bürger aus EU-Staaten oder aus anderen Drittstaaten mit Aufenthaltsstatus ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz unter bestimmten Voraussetzungen medizinisch versorgt. Die Anonymisierung der Daten soll sicherstellen, dass besonders vulnerable Patientinnen und Patienten – wie beispielsweise Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel – geschützt werden. Damit soll nach Angaben des Thüringer Sozial- und Gesundheitsministeriums eine Hürde abgebaut werden, dringend benötigte medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen.
 
Mit dem AKST können Leistungen in Höhe von bis zu 500 Euro in Anspruch genommen werden; darüberhinausgehende Leistungen bedürfen der Kostenzusage des Arztes. Sie werden dann mit dem Freistaat Thüringen abgerechnet. Im Jahr 2020 beliefen sich die Kosten des Thüringer Modells Angaben zufolge auf etwas über 250.000 Euro
 
Diakoniepräsident Bammessel: „Auf diesem Wege wird Menschen ohne Papiere und ohne Krankenversicherungsnachweis ein niedrigschwelliger Zugang zu einer sozialen und gesundheitlichen Basisversorgung ermöglicht. Dies gilt natürlich im Hinblick auf den Infektionsschutz der Bevölkerung, aber auch für die Sicherstellung der Schwangerenvorsorge, die Vorsorge und notwendige ärztliche Behandlung von Kindern sowie eine allgemein- und zahnmedizinische Behandlung.“ Er könne sich ein entsprechendes Modell auch für Bayern vorstellen, so Bammessel. „Wir können – gerade nach den Erfahrungen mit der Pandemie – die Versorgung dieser Menschen nicht einfach Hilfsorganisationen und Ehrenamtlichen aufbürden. Hier ist die Gesellschaft als Ganze gefragt“.
 
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne und jederzeit zur Verfügung
 
Mit freundlichen Grüßen
 Daniel Wagner 
 
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 34 205
 

Das Stadtteilprojekt Heidingsfeld, das von der Diakonie getragen wird, unterstützt die Impfaktion des Bayerischen Impfzentrums: 

 

"Die Kraft liegt im Austausch" - Landesbischof Bedford-Strohm regt Selbsthilfegruppen für Menschen in Bayern an, die in der Pandemie einen Angehörigen verloren haben

Im Verbund mit Seko-Bayern, hat der Evang.-Luth. Landesbischof Bedford-Strohm eine Initiative ergriffen bzw. verstärkt, dass trauernde Menschen in Bayern, die einen Angehörigen an Covid-19 verloren haben, sich in Selbsthilfegruppen zusammentun mögen, um sich gegenseitig in der Trauer und ihrer Bewältigung zu begleiten. Die entsprechende Pressemitteilung der ELKB enthält hierzu nähere Informationen.

Interessierte können sich über die Webseite von Seko-Bayern informieren und unter der Telefonnummer melden. Kontakte zu allen 34 regionalen Anlaufstellen der SeKo finden Sie hier:

Bayerische Selbsthilfekontaktstellen
Die Telefonnummer der zentralen Seko lautet: 0931-20781642

Sollte sich hier in der Region eine Selbsthilfegruppe zusammenfinden und sich insoweit Raumbedarfe oder andere Fragestellungen zeigen, stehen Dekan Dr. Wenrich Slenczka, der stellv. Leiter der Diakonie, Andreas Schrappe und auch das Aktivbüro der Stadt Würzburg gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. 

Als persönliche Ansprechpartner stehen Ihnen gern zur Seite:  

Andreas Schrappe, Dipl.-Psych./-Päd.
Leiter Evangelisches Beratungszentrum und Sozialdienst
Stellv. Geschäftsführer der Diakonie, Bezirksstellenleitung
Stephanstr. 8 | 97070 Würzburg
Telefon (0931) 30501-0 | Fax (0931) 30501-30
schrappe@diakonie-wuerzburg.de 

 

Dr. Wenrich Slenczka, Dekan
Evang.-Luth. Dekanat Würzburg
Zwinger 3c
97070 Würzburg
Tel. 0931 354120
Fax: 0931 3541221
www.wuerzburg-evangelisch.de

 

 

Für nähere Informationen zur Pressemitteilung des Landesbischofs:
 
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Publizistik (P.Ö.P.)
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Landeskirchenamt
Katharina-von-Bora-Str. 7-13
80333 München
Tel.: 089 - 55 95 552
Fax: 089 - 55 95 666
 

 

Isolation beenden, Integration fördern – Diakonie Bayern unterstützt Forderung nach Abschaffung der Ankerzentren
 
Nürnberg, 26.07.2021 „ANKunft – Entscheidung – Rückführung“ – drei Jahre nach ihrer Einführung ziehen ProAsyl, die Diakonie in Bayern und andere NGOs eine ernüchternde Bilanz der sogenannte ANKER-Zentren. In einem gemeinsamen Aufruf fordern sie nun die Abschaffung der ANKER-Zentren bzw. vergleichbarer Einrichtungen. Anhand einer umfangreichen Liste weisen sie die Schwächen des „ANKER“-Systems nach.
 
So ist das Ziel der ANKER-Zentren, Asylverfahren wesentlich zu beschleunigen, nach Ansicht von ProAsyl und Diakonie nicht erreicht worden. Sabine Lindau, als Vorständin der Diakonie Bayern zuständig für Flucht, Migration und Integration. „Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge selbst weist nach: Die Verfahren in einem ANKER-Zentrum dauern im Schnitt 77 Tage – statt 82 Tagen in anderen Einrichtungen.“ Dieser geringe Zeitgewinn habe jedoch einen hohen Preis. Kindern ist ein regulärer Besuch von Schulen oder Kindertagesstätten oftmals nicht möglich; der angebotene Unterricht entspricht oftmals nicht dem des regulären Schulsystems. Häufig verbringen jedoch Asylsuchende bis zu 18 Monaten oder gar noch länger in den Landeseinrichtungen.
„Weiterhin hängt der frühzeitige Besuch von Sprach- und Integrationskursen von der Anerkennungsquote der Betreffenden ab“, so Lindau. Die Folge: Derzeit haben nur Geflüchtete aus Syrien, Eritrea und Somalia Anspruch auf die entsprechenden Kurse. „Über eine Quote wird so Einzelpersonen der Zugang zu Sprach- und Integrationskursen verweigert, obwohl die individuelle Perspektive eine ganz andere sein kann.“ Lindau bemängelt weiterhin das medizinische Niveau in den Zentren: „Fachärztliche Behandlung, die Behandlung chronischer Erkrankungen oder psychischer Belastungen finden nicht oder nur eingeschränkt statt.“
 
Ein Blick in die bayerische Praxis – das erste ANKER-Zentrum wurde am 1. August 2018 in Bamberg eröffnet – bestätigt dies. So berichtet Andrea Betz, als Vorständin bei der Diakonie München und Oberbayern zuständig für Flucht und Migration und damit auch für die diakonischen Angebote im Münchner Ankerzentrum: „Das Münchner ANKER-Zentrum hat seine Kapazitätsgrenze erreicht. Eine Privatsphäre gibt es für die hier lebenden Menschen kaum, und dies ist – angesichts der individuellen Erfahrungen und der dauernden Angst vor einer Corona-Infektion – besonders belastend.“ Leidtragende seien wie so oft die Kinder und Jugendlichen. „Sie leiden nicht nur unter den eingeschränkten Schul- und Betreuungsangeboten. Die Situation im Zentrum lässt kaum Raum etwa für das Spiel mit Gleichaltrigen und damit für eine angemessene soziale Entwicklung.“
 
Lindau und Betz bekräftigen zudem die von Diakonie Deutschland, Deutschem Caritasverband, Paritätischem Gesamtverband, Arbeiterwohlfahrt Bundesverband und PRO ASYL erhobene Abschaffung des Sachleistungsprinzip in den ANKER-Zentren. Betz: „Dies hält die Bewohner und Bewohnerinnen in der Unselbstständigkeit und verdammt sie zusätzlich zur Untätigkeit.“
 
Statt ANKER-Zentren fordern die Organisationen in ihrem Appell eine gesetzliche Begrenzung auf maximal 3 Monate in einer Erstaufnahmeeinrichtung, die das Ankommen der Menschen in den Mittelpunkt stellt und sie bestmöglich auf das Asylverfahren und den Aufenthalt in Deutschland vorbereiten: “Wir stehen für die Rechte von geflüchteten Menschen, für ihren Schutz und ihre schnelle und umfassende Teilhabe an der Gesellschaft. Eine Unterbringungsform, die die Menschenwürde verletzt, zur Isolation führt und vor allen Dingen auf Abschiebung orientiert ist, ist ein Irrweg und schadet uns allen. Gemeinsam können wir eine gute Erstaufnahme umsetzen! Der neue Bundestag muss hierfür die gesetzlichen Voraussetzungen und förderliche Rahmenbedingungen schaffen.“ Der gesamte Appell ist abrufbar unter:
 
 
bzw. hier:
 
 
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Daniel Wagner
 
Zu MIKA, dem Podcast der Diakonie Bayern, geht es hier entlang.
 
 
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 34 205
 

Eberhard Schellenberger moderiert 5. Fachtag Suchtprävention 

 

Gut besucht und mit viel inhaltlichem Zuspruch seitens der Tagungsteilnehmer findet seit heute morgen um 9.00 Uhr der 5. Fachtag Suchtprävention im Felix-Fechnbach-Haus in Grombühl statt. Die Fachveranstaltung wird jährlich von der Suchtpräventionsstelle der Stadt Würzburg jährlich organisiert. Die Fachstelle wird von der Diakonie getragen.

In drei online Grußworten würdigten Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Sozialreferentin Hülya Düber und Dekan Dr. Wenrich Slenczka die Veranstaltung als wichtiges Ereignis zur Unterstützung und fachlichen Begleitung von Kindern und Jugendlichen in Würzburg. Hieran schlossen sich Fachvorträge von Prof. Dr. med. Marcel Romanos, Dr. Chistina Berndt und Rupert Duerdoth an. Bis hierhin wird die Veranstaltung gestreamt.

Prof. Dr. M. Romanos bei seinem Vortrag: "Wie funktioniert Prävention?"

Nach einer gemeinsamen Mittagspause und einem geistlichen Impuls durch Dekan Dr. Slenczka in der Thomaskirche wird die Tagung in Präsenz-Workshops am Tagungsort fortgesetzt und nach einem Abschlussplenum gegen 17.00 Uhr enden.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Veranstaltung steht die Förderung von Resilienz bei Kindern und Jugendlichen, das Motto lautet:

"Ich habe etwas, was du nicht siehst ... meine persönliche Superkraft"

Detaillierte Informationen zu Ablauf, Referenten und weiteren Inhalten sind dem Programm des Fachtages zu entnehmen.

 

Mitgliederversammlung:
 
 
Am Mittwoch, den 21.7.2021 beginnt um 19.00 Uhr die Versammlung die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes e.V..
Aus Pandemiegründen wurde als Ort die Aula des Evangelischen Gymnasiums gewählt:
Dag-Hammerskjöld-Gymnasium, Frauenlandplatz 5, 97074 Würzburg.
 
Die Versammlung ist nicht öffentlich, die Vereinsmitglieder und Gäste wurden ordnungsgemäß eingeladen.

 

Die Offene Behindertenarbeit (OBA) der Diakonie verweist auf das noch bis zum 1.8.2021 stattfindende Würzburger Kulturpicknick.

 

Die Veranstalter haben viele Anstrengungen unternommen, um Barrierefreiheit herzustellen. Nähere Informationen und einen Ansprechpartner finden Sie unter dem Link bzw. auf den Seiten der OBA.

Der Streetwork Jahresbericht 2020 ist online. Streetwork ist eine aufsuchende Form sozialer Arbeit. Der Bereich ist direkt am Würzburger Hauptbahnhof angesiedelt und wird von der Diakonie Würzburg getragen.

Der neue Flyer "Gesundheit durch Suchtprävention" enthält Klärungen und Hilfen für Mitarbeitende, Angehörige und Vorgesetzte.

Ob Alkohol, Zigaretten, Medikamente, Medien oder gar illegale Rauschmittel - was vielleicht als Genuss beginnt, kann zur Gewohnheit und schließlich zur Abhängigkeit führen. Dies kann die Gesundheit, den Arbeitsplatz und das Familienleben gefährden.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement stellt in der Unterlage die Suchtbeauftragte der Diakonie, Diplom-Psychologin Katja Beck-Doßler, vor, die bei der Sucht- und Konfliktberatungsstelle der Uni Würzburg angesiedelt ist. Für ein Beratungsgespräch bei der Suchtbeauftragten entstehen den Diakoniebeschäftigten keine Kosten.

Weitere Kontaktpunkte zum betrieblichen Gesundheitsmanagement sind zum Beispiel die Mitarbeitervertretung, der Betriebsarzt und der stellv. Geschäftsführer der Diakonie. In jedem Falle sind Vertraulichkeit und Ergebnisoffenheit garantiert, denn - so eine wichtige Grundaussage aus der betrieblichen Suchtprävention - 

"Wir alle können in eine solche Situation kommen! Das ist kein Zeichen für Schwäche, sondern ein Hinweis, handeln zu müssen und sich Hilfe zu holen."

Die Beratungsangebote der betrieblichen Suchtprävention reichen von Stufenplangesprächen, Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten, Unterstützung  bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz über das Coaching von Leitungskräften bis hin zu Tabakentwöhnungsprogrammen u.v.m.. 

Die nächste Schulung für Personalverantwortliche ist am Donnerstag, den 8.7.2021. Bei Interesse gehen Sie bitte auf eine der im Flyer genannten Kontaktpersonen zu. 

 

Menschen mit Maske sortieren Essens-Tüten bei einer Ausgabestelle

© epd-bild/Rudolf Stumberger
 

 

Wir verweisen auf eine Pressemitteilung der Diakonie Deutschland vom 9. Juni 2021: 

Menschen mit Armutserfahrung ziehen erste Zwischenbilanz der Corona-Krise

In Armut Lebende fordern im beginnenden Bundestagswahlkampf einen demokratischen Streit um Armutsbekämpfung und Sozialpolitik und verlangen ein Recht auf Gehör, Beteiligung und gesellschaftliche Teilhabe. Unter dem Titel "Der soziale Notstand ist da. Nicht nur Viren, sondern auch Armut und Ausgrenzung bekämpfen!" haben sie ein Fünf-Punkte-Papier vorgelegt, das heute bei einer gemeinsamen Online-Pressekonferenz von Diakonie und Menschen mit Armutserfahrung vorgestellt wurde. Die Diakonie Deutschland unterstützt das Netzwerk aktiv. 

Die Corona-Krise trifft Menschen besonders hart, die schon vorher mit schweren Belastungen zu kämpfen hatten. Soziale Hilfen müssen ausgebaut werden – wie diese Essensausgabe in der evangelischen Auferstehungskirche im Münchner Westend während der Corona-Pandemie.

"Die Corona-Pandemie verschärft die soziale Lage. Menschen mit Armutserfahrung erleben, dass sie aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden", kritisiert Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Aktiven aus der Selbstorganisation von Menschen mit Armutserfahrung erklärt sie: "Die Diakonie Deutschland möchte einen Anstoß geben zu einer öffentlichen politischen Diskussion darüber, was jetzt nötig ist, um eine weitere Verschärfung der sozialen Lage zu verhindern."

Michael Stiefel vom Armutsnetzwerk schildert die besonderen Härten, die in Armut Lebende seit Beginn der Pandemie treffen: "Die Corona-Krise hat das Leben vieler Menschen auf den Kopf gestellt. Aber besonders hart trifft es die, die schon vorher mit schweren Belastungen zu kämpfen hatten." Leben in Armut bedeute auch unter "Normalbedingungen" ein ständiges Improvisieren, berichtet Stiefel: "Die Regelsätze in der Grundsicherung sind sehr knapp gerechnet. Jede unvorhergesehene Ausgabe, jede Reparatur, jede Stromnachzahlung kann existenzbedrohlich werden." Darum sei es jetzt nötig, die sozialen Hilfen auszubauen. "Offene Treffpunkte in der Nachbarschaft, Beratung und Notfallhilfen müssen schnell und einfach zugänglich sein. Erreichbarkeit muss besser gefördert werden. Ein Ausbauprogramm für die Selbstorganisation und die soziale Infrastruktur ist erforderlich", fordert Stiefel.

Helga Röller, Aktivistin in Erwerbslosen-Netzwerken, ergänzt: "Viele der Menschen, deren Lebenswirklichkeit Armut ist, leiden in den Pandemiezeiten an Einsamkeit. Sie wurden aus sozialen Bezügen herausgedrängt. Ihnen fehlen schon allein die Kreditkarte für die Online-Buchung im Freibad oder selbst digitale Buchungsmöglichkeiten für kostenlose Angebote."

Gemeinsam fordern Menschen mit Armutserfahrung, dass die verschärfte soziale Lage ernst genommen wird: "Probleme müssen jetzt und direkt angepackt werden. Es gibt keine Sozialpolitik 'nach Corona'. Es gibt jetzt Probleme, die jetzt gelöst werden müssen. Arme dürfen nicht in den Pandemie-Wartehallen der Gesellschaft vertröstet und schließlich vergessen werden. Dazu gehört auch ein deutlich höherer Regelsatz in der Grundsicherung." Vor allem aber müssten die in Armut Lebenden ihre Interessen vertreten können. "Menschen mit Armutserfahrung brauchen Orte für Vernetzung und Selbstorganisation, Ressourcen und Technik. Es darf nicht 'über' sie gesprochen werden, sondern sie müssen rein in die politischen Gespräche und in die Medien. Und es muss endlich damit Schluss sein, so zu tun, als sei nur 'Corona' ein Problem. Das Problem ist soziale Ausgrenzung und wachsende Ungleichheit", fassen Stiefel und Röller zusammen.

Weitere Informationen

 

Für Rückfragen und Informationen steht Ihnen gern zur Verfügung:
 
Kathrin Klinkusch
Pressesprecherin
 
10 Jahre Freiwilligendienst beim Diakonischen Werk Bayern und 10 Jahre Bundesfreiwilligendienst
 
Im Jahr 2011 hat das Diakonische Werk Bayern offiziell die Anerkennung bekommen, die Formate im Freiwilligendienst für ihre Einsatzstellen im Verband anzubieten.
Am 01.07.20211 startete der neu konzipierte Bundesfreiwilligendienest, der unter anderem neue Interessentengruppen für einen Freiwilligendienst ansprach und mehr Flexibilität ermöglicht hat.
 
Zwei Ereignisse, die bei einem Festakt mit einer Andacht gefeiert werden am
 
05.07.2021                  von 10.30 Uhr – ca. 11.45 Uhr im Diakonischen Werk
 
zu der wir alle Einrichtungen innerhalb der Diakonie Bayern ganz herzlich einladen möchten.
Diese festliche Stunde wird als Livestream für alle angeboten, so dass eine Teilnahme aus ganz Bayern möglich ist. 
Viele Einrichtungen innerhalb der Diakonie Bayern sind Einsatzstelle für Freiwillige und arbeiten mit uns als Träger zusammen.
Wir möchten für die sehr unkomplizierte Zusammenarbeit in den letzten 10 Jahren bedanken und unsere Anerkennung für dieses Engagement aussprechen.
 
Sie können mit folgendem Link an diesem Festakt teilnehmen: https://youtu.be/TltmSLHq-Vg
 
 
Mit herzlichen Grüßen vom Team unserer Freiwilligendienste und von der FG Komm
Steffi Krause
 
 
 
Diakonisches Werk Bayern e.V.
Steffi Krause
Referentin für Online-Kommunikation/Medienreferentin
Pirckheimerstr. 6
90408 Nürnberg
Tel:          0911 / 9354-206
PC-Fax:    0911 / 9354-34-206
Fax:         0911 / 9354-215     
Email:      krause@diakonie-bayern.de
Präsenzzeiten: Mo und Di: 8:30-16:00 Uhr
                      Mi, Do u. Fr: 8:30-15:00 Uhr
Web:      
www.diakonie-bayern.de
SocialMedia:   

Kultursensible Familienberatung - Neues Angebot der Diakonie nimmt Fahrt auf!

Seit Kurzem gibt es im Evangelischen Beratungszentrum ein spezielles Angebot für Familien mit Migrationshintergrund / Fluchterfahrung.

Näheres entnehmen Sie bitte direkt der Seite zur kultursensiblen Familienberatung oder auch dem Flyer zu dem Angebot. 

Am 28.6.2021 war es soweit - nach über 14 Jahren nahm Siglinde Krauthausen "ihren Hut" (so eine fröhliche Liedzeile aus dem Ständchen, das ihre Kolleginnen ihr widmeten) und wurde in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Stellvertr. Diakonieleiter und ihr direkter Vorgesetzter Andreas Schrappe würdigte die freundliche und sehr engagierte Arbeitsweise, für die Siglinde Krauthausen weit über die Diakonie hinaus bekannt sei und bedankte sich persönlich für die von ihr bewiesene außerordentliche Loyialität. Edith Günther-Rumpel grüßte mit einem kleinen Geschenk für die MAV, ebenso Silke Trost von der OBA und die Kollegen aus dem TCW. Teamkolleginnen Cathrin Holland und Andrea Dehler sangen für sie und hatten im Namen aller Mitarbeitenden des Sozialdienstes Geschenke und gute Worte dabei. Udo Hafner, Peter Wendel und Andrea Dehler warteten mit Flöte und Gitarren mit einem virtuos vorgetragenen Farewell für sie auf. Auch Diakoniepfarrerin Kirsten Müller-Oldenburg ließ sich einen persönlichen Abschied nicht nehmen und brachte ein Geschenk. Ort des Geschehens war der inzwischen mit Strandkörben ausgestattete Garten hinter der Geschäftsstelle. Dessen Tische bogen sich vor lauter liebevoll zubereiteten Leckereien der Kolleg:innen. Die Diakonie wünscht Frau Krauthausen alles Gute und Gottes Segen.
 
Als Sekretärin des Sozialdienstes war Siglinde Krauthausen für viele Hilfesuchende und Kollegen "das erste Gesicht" der Diakonie. An ihre Stelle tritt ab 1.7.2021 Yvonne Fischer, die symbolisch die Schlüssel übernahm.

 

Die Mitarbeitenden der Diakonie drücken ihre Trauer über die schreckliche Tat in Würzburg aus. Unser Mitgefühl ist mit den Familien der Getöteten, mit den Verletzten und ihren Angehörigen.

Kerzen-Blumen_Trauer

Das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt ist immer wieder gefährdet, es braucht uns alle. Unser Dank gilt den Bürgern aller Nationalitäten, die couragiert vor Ort geholfen haben. Unsere Hoffnung richtet sich auf einen besonnenen Umgang mit der Tat, auf effiziente Hilfe für alle Menschen in schwierigen Lebenslagen und vor allem auf jede nur mögliche Solidarität mit den Opfern und Betroffenen.

Wir verweisen auf eine gemeinsame Pressemitteilung von Diakonie Deutschland, Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) und Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e.V. (DEKV)

Begleitung ins Krankenhaus für Menschen mit Behinderung endlich selbstverständlich möglich

 
Berlin, 25. Juni 2021 - Ab dem kommenden Jahr wird es für Menschen mit Behinderung erheblich einfacher, eine vertraute Person mit ins Krankenhaus zu nehmen, wenn dies für die erfolgreiche Behandlung notwendig ist. Mit einer Ergänzung im Gesetz zum Erlass eines Tierarzneimittelgesetzes und zur Anpassung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften, das am 24. Juni im Bundestag verabschiedet wurde, erfüllt die scheidende Bundesregierung eine langjährige Forderung der Menschen mit Behinderung und ihrer Angehörigen und Unterstützer. Zuvor war jahrelang über die Übernahme der Kosten gestritten worden.
 
Wenn Menschen mit Behinderungen in ein Krankenhaus aufgenommen werden müssen, kann das für die Betroffenen hochgradig beängstigend und bedrohlich sein.
Personen, die ihnen persönlich gut bekannt und aus dem Alltag vertraut sind, können oft schon durch ihre bloße Anwesenheit Sicherheit geben, Angst lindern und die Kommunikation mit dem Krankenhauspersonal vereinfachen. Während eines Krankenhausaufenthaltes von Menschen mit Behinderung können nahe Angehörige für deren Begleitung künftig vom Arbeitgeber freigestellt werden. Sie erhalten von der Krankenkasse einen Ersatz des Verdienstausfalls - ähnlich wie Eltern kranker Kinder. Auch wer als Mensch mit Behinderung Leistungen in besonderen Wohnformen oder von Diensten der Eingliederungshilfe erhält, kann von Mitarbeitenden ins Krankenhaus begleitet werden. Die Kosten dieser Assistenzleistung werden von der Eingliederungshilfe übernommen. 
 
Vorausgesetzt der Bundesrat stimmt dem Gesetz im Herbst zu, muss im Gemeinsamen Bundesausschuss noch geklärt werden, für welchen Personenkreis der Anspruch auf eine Begleitperson grundsätzlich anerkannt wird. Die Neuregelung begrüßen der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB), der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) und die Diakonie Deutschland. Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, sagt: "Ich bin erleichtert, dass zum Ende der Legislaturperiode ein Kompromiss gefunden wurde. Für viele Menschen mit Behinderung ist eine vertraute Begleitung im Krankenhaus eine große Hilfe. Sie kann Ängste nehmen und Sicherheit schaffen."
 
Der Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbands, Christoph Radbruch, ergänzt: "Für Menschen mit Behinderung ist ein Krankenhausaufenthalt oft eine sehr belastende Situation. Eine vertraute Person an ihrer Seite erleichtert die Verständigung mit Pflege und Ärzten. Dies macht eine erfolgreiche Behandlung häufig erst möglich." Frank Stefan, Vorsitzender des Bundesverbands evangelische Behindertenhilfe, fügt hinzu: "Wir haben uns seit Langem dafür eingesetzt, dass die Begleitung ins Krankenhaus allen Menschen mit Behinderung zur Verfügung steht. Deshalb freuen wir uns, dass die Regelung dies endlich ermöglicht."
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin Diakonie Deutschland
Telefon: 030- 65211-1780, E-Mail: kathrin.klinkusch@diakonie.de
 
Sevinç Topal, Pressekontakt, Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V.
Telefon: 030-83001-274 , E-Mail: topal@beb-ev.de
 
Barbara Kluge, Pressekontakt Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e.V.
Telefon: 0221-77543-15, E-Mail: barbara.kluge@medizin-pr.de
 
Bundesweit sind etwa 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Million Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
 
Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) ist ein Fachverband der Diakonie. Auf der Grundlage seiner ethischen Haltung, seines christlichen Menschenbildes sowie der UN-Behindertenrechtskonvention setzt er sich für die Belange von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörigen ein. Zwei gewählte Beiräte aus diesen Personengruppen begleiten den BeB im kritisch-konstruktiven Dialog. Als Interessenvertretung von über 600 evangelischen Einrichtungen, Diensten und Initiativen der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie arbeitet der BeB daran, die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen zu verbessern, die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in ihrer Vielfalt zu fördern sowie umfassende Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung zu realisieren.
 
Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e.V. (DEKV) vertritt mit 201 evangelischen Kliniken an über 270 Standorten jedes achte deutsche Krankenhaus. Die evangelischen Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 2,5 Mio. Patientinnen und Patienten stationär und mehr als 3 Mio. ambulant. Mit über 120.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 10 Mrd. EUR sind sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der DEKV ist Branchenverband der evangelischen Krankenhäuser und Mitglied im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. Der DEKV setzt sich insbesondere für eine zukunftsorientierte und innovative Krankenhauspolitik mit Trägervielfalt, verlässliche Rahmenbedingungen für die Krankenhausfinanzierung, eine Modernisierung der Gesundheitsberufe und für eine zukunftsorientierte konsequente Patientenorientierung in der Versorgung ein.
Vorsitzender: Vorsteher Christoph Radbruch, Magdeburg,
stellvertr. Vorsitzende: Andrea Trenner, Berlin, Schatzmeister: Dr. Holger Stiller, Düsseldorf,
Verbandsdirektorin: Melanie Kanzler, Berlin.

Mittwoch, den 23.6.2021 um 19.00 Uhr: Marienkapelle (Marktplatz)

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Diakonische Werk Würzburg mit weiteren Trägern an einer Gebetswache der ökumenischen Gemeinschaft Sant`Egidio, bei dem der Menschen gedacht wird, die von Juni 2020 bis heute auf ihrer Flucht nach Europa zu Tode gekommen sind.

Viele Geflüchtete sind im Mittelmeer ertrunken, andere starben schon vorher auf dem trostlosen Weg durch die Wüsten Afrikas, oder bei Versuchen, Grenzflüsse zu überqueren, erstickten in Lastwagen ... . Sant`Egidio sammelt jedes Jahr die Namen und Einzelschicksale derer, die auf den Wegen der Hoffnung sterben. Viele Namen und Geschehnisse werden in der Gebetswache vorgelesen, für jeden Menschen wird eine Kerze entzündet. Dies verdeutlicht immer wieder auf bewegende Weise, dass hinter den Zahlen in den Medien Menschen stehen, die heute hätten unter uns sein können. Sehr viele der Toten sind Kinder und Jugendliche. Die Körper vieler Menschen wurden nicht bestattet. Für sie ist das jährliche Gedenken das Requiem.

Trotz der Pandemie wollten die Veranstalter und Mittragenden nicht auf dieses Gedenken verzichten. Die interessierten Würzburger Bürger, unter ihnen auch zahlreiche frühere Geflüchtete, die heute gut integriert sind, fanden sich früh ein, da die Plätze in der Marienkapelle begrenzt und tatsächlich schnell bis auf den letzten verfügbaren Platz gefüllt waren.

Seit 1990 starben selbst nach konservativen Quellen weit über 40.000 Menschen auf dem Weg nach Europa. Bis heute müssen Geflüchtete aus Kriegsländern und Diktaturen wie Syrien, Äthiopien, Iran oder Afghanistan, die in Europa mit hoher und sehr hoher Wahrscheinlichkeit anerkannt werden würden, sich mafiöser und immer gefährlicheren Schlepperstrukturen bedienen, da ihnen legale Einreisemöglichgkeiten nicht zur Verfügung stehen. Seitdem die EU die eigenen Seenotrettungsprogramme eingestellt hat, steigen zwar nicht die Flüchtlingszahlen, wohl aber die Risiken eines jeden einzelnen.

Das Gedenken wird im Internet übertragen und kann über die Sant`Egidio homepage life bzw. später über youtube nachverfolgt werden. (www.santegidio.de)
 

 

Pressemitteilung Diakonisches Werk Würzburg e.V.

Würzburg, 22.6.2021

Wickenmayer Areal in Grombühl – Abriss des Rückgebäudes hat begonnen, Diakonie baut neu

„Das Haus, das heute abgerissen wird, war für nicht wenige Kinder das einzige stabile Zuhause ihrer Kindheit“, lässt sich ein langjähriger Mitarbeitender aus der Evangelischen Kinder und Jugendhilfe zitieren. „Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, aber selbstverständlich wird der Neubau ganz eigene Akzente setzen und den gewandelten Bedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und der Mitarbeitenden bestens gerecht werden.  Seit heute tragen Abrissbagger das Rückgebäude der Evangelischen Jugendhilfe Wickenmayer ab. Das über 50 Jahre alte „Haus für Kinder“ in der Wickenmayerstraße 2 lag seit dem Jahr 2006 in evangelischer Trägerschaft, davor war es Teil der Wickenmayer`schen katholischen Kinderhilfe. Auf dem frei werdenden Areal soll von September diesen Jahres an bis zum Sommerende 2023 ein Neubau mit drei Wohngruppen für Kinder- und Jugendliche und drei Kita-Gruppen entstehen.  Das Vordergebäude war bereits in den Jahren 2013 – 2019 vom Diakonischen Werk Würzburg als Träger der Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe aufwändig saniert worden.

 

 BU: Abriss des Wickenmayer Areal in Grombühl. Das Rückgebäude wird einem Neubau weichen.  (Foto: M. Kastner, Diakonie Würzburg)

Diakonie Deutschland: Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen in der Diakonie beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Das Diakonische Werk Würzburg ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit über 850 hauptamtlich und rund 400 ehrenamtlich Zusammenwirkenden. Der Verein ist u.a. im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, allgemeinen Sozialberatung, Behindertenarbeit und der psychosozialen Dienste tätig. 

Wir verweisen auf einen Standpunkt der Diakonie Bayern:
 
Knapp 800.000 Menschen in Bayern überschuldet. Diakonie Bayern fordert Ausbau der Schuldnerberatung
 
  1. Juni 2021 780.000 Bürgerinnen und Bürger in Bayern sind aktuell nicht in der Lage, ihre Schulden zu bezahlen. Darauf weist die Diakonie Bayern jetzt hin und fordert anlässlich der Aktionswoche Schuldnerberatung (7. – 11.Juni 2021) einen bedarfsgerechten Ausbau der Schuldnerberatung im Freistaat. „Die Corona-Pandemie hat die Situation vieler Haushalte zusätzlich verschärft“, so die zuständige Vorständin des zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverbandes, Sandra Schuhmann. „Kurzarbeit oder eine pandemiebedingte Kündigung bedeutet für viele Menschen der Beginn der Schuldenspirale.“
 
Die Schuldnerberatungsstellen der Diakonie erreichen Schuhmann zufolge nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Haushalte, denen eine Beratung aus ihrer Situation helfen könnte. „Unsere Beratungsstellen waren schon vor der Pandemie an der Kapazitätsgrenze. Ohne einen bedarfsgerechten Ausbau werden wir vielen Menschen nicht helfen können.“
Dass sich Schuldnerberatung rechne, sei Schuhmann zufolge in vielen Studien nachgewiesen worden. „Die Beratung überschuldeter Personen spart auf lange Sicht mehr als sie kostet.“ Auch aus diesem Grund fordert die Diakonie Bayern einen Ausbau der bestehenden Schuldnerberatung. „Wir sind der Auffassung, dass jedem Menschen, der überschuldet ist bzw. von Überschuldung bedroht ist, kurzfristig eine kostenfreie Schuldnerberatung angeboten werden muss.“
 
Um den Betroffenen einen Neustart zu ermöglichen, fordert Schuhmann zudem eine Verkürzung der Speicherfristen bei Auskunfteien wie der SCHUFA. „Wer hier einen negativen Eintrag hat, findet beispielsweise schwerer eine Wohnung. Eine solche Hypothek erschwert den Neustart und sollte darum schneller als bislang gelöscht werden. Bislang werden Einträge bei der SCHUFA zum Teil erst nach Jahren gelöscht.
 
Weitere Informationen zur bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung finden Sie auch im Netz unter http://www.aktionswoche-schuldnerberatung.de
Die Diakonie Bayern mit ihren spezialisierten Schuldnerberatungsstellen bietet an über 30 Standorten fachkundige Beratung und Unterstützung für verschuldete und überschuldete Menschen an. 100 Schuldnerberater*innen der Diakonie in Bayern haben im Jahr 2020 knapp 12.500 Menschen beraten und begleitet. Der Schwerpunkt der Beratung liegt bei sozial benachteiligten und von Armut betroffenen Menschen. Das Beratungsangebot ist für Ratsuchende kostenfrei. Ziel der sozialen Beratung ist es, die Ratsuchenden bei der Stabilisierung ihrer wirtschaftlichen Situation zu unterstützen und ihr Selbsthilfepotential zu fördern. Im Vordergrund stehen die Sicherung der Existenz der Ratsuchenden und eine mögliche Schuldenregulierung.
 
 
 
Zu MIKA, dem Podcast der Diakonie Bayern, geht es hier entlang.
 
 
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 215
 
Wir verweisen auf die nachfolgende gemeinsame Pressemitteilung von Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und Diakonie Hessen
 
Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und Diakonie Hessen geben neue Studie zu abgeschobenen Afghanen heraus und fordern sofortigen Abschiebestopp "Wir gefährden sehenden Auges das Leben dieser Menschen"
 
Berlin, den 4. Juni 2021 - Die Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und die Diakonie Hessen fordern einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan. Einer am Freitag veröffentlichten Studie der Sozialwissenschaftlerin und Afghanistan- Expertin Friederike Stahlmann zufolge drohen abgeschobenen Afghanen Gefahr für Leib und Leben, Verelendung und Verfolgung. Unter anderem werde ihnen wegen der Flucht nach Europa Verrat, Verwestlichung, unmoralisches Verhalten oder die Abkehr vom Islam vorgeworfen. Auch die Familien von Europa-Rückkehrern sind der Studie zufolge gefährdet. Vor diesem Hintergrund fehlt den Rückkehrern vielfach das überlebenswichtige familiäre Netz. Bis auf einen Betroffenen haben alle bekannten Abgeschobenen das Land wieder verlassen oder planen dies. Zwei von ihnen haben Suizid begangen.
 
Die Studie "Erfahrungen und Perspektiven abgeschobener Afghanen im Kontext aktueller politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen Afghanistans" ist im Auftrag der Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und der Diakonie Hessen entstanden. Die Untersuchung basiert auf einer mehrjährigen Forschung und dokumentiert die Erfahrungen von 113 der 908 zwischen Dezember 2016 und März
2020 aus Deutschland abgeschobenen Afghanen.
 
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Wir gefährden sehenden Auges das Leben dieser Menschen durch Abschiebungen nach Afghanistan und setzen sie der Gefahr lebensbedrohlicher Verletzungen und Verelendung aus. Dies ist mit der Europäischen Menschenrechtskonvention unvereinbar. Wir fordern die Bundesregierung auf, gemeinsam mit den Bundesländern einen generellen, bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan zu beschließen. Der geplante Abschiebeflug am 8. Juni muss unterbleiben, die bereits inhaftierten Betroffenen müssen aus der Abschiebehaft freigelassen werden. Menschen dorthin abzuschieben, ist grob fahrlässig und bringt auch die dortigen sozialen und familiären Netzwerke der Betroffenen in Gefahr."
 
Die Präsidentin von Brot für die Welt, Dagmar Pruin, mahnt an: "Die Lage im
kriegs- und krisengebeutelten Afghanistan ist seit Jahren dramatisch und hat sich pandemiebedingt noch weiter verschlechtert. Die eskalierende Dynamik der massiven Verelendung der Bevölkerung und die Sicherheitslage müssen zu einer Neubewertung auch des Auswärtigen Amts führen. Es ist nun erstmals in umfangreicher Recherche belegt: Die meisten der Abgeschobenen sind erneut geflohen und befinden sich derzeit in verzweifelter Lage in Ländern wie Iran, Pakistan, Türkei und Indien - keineswegs sichere Aufenthaltsorte für afghanische Staatsangehörige. Der derzeitige NATO-Truppenabzug droht die Sicherheitslage weiter zu verschärfen."
 
Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen: "Die Ergebnisse unserer Studie müssen nun auch Konsequenzen für die rund 30.000 Ausreisepflichtigen aus Afghanistan haben. Sie sind zum Teil trotz einer Duldung hierzulande gut integriert und gehen einer Beschäftigung oder einer Ausbildung nach. Das BAMF muss jetzt seine Entscheidungspraxis zu Afghanistan überdenken und es nicht den Gerichten überlassen, Menschen vor der Abschiebung zu bewahren. Vielmehr sollte ihnen von Anfang an die Bleibeperspektive auch rechtlich zugesichert sein.
Allein im Jahr 2020 wurde in über 21.000 Fällen ein Widerruf der Flüchtlingseigenschaft für afghanische Geflüchtete geprüft. Das ist angesichts der derzeitigen Lage in Afghanistan absurd und verhindert das Ankommen in der Gesellschaft."
 
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat in einer am 3. Februar 2021 veröffentlichten Grundsatzentscheidung festgestellt, dass alleinstehende gesunde Männer im arbeitsfähigen Alter nicht abgeschoben werden dürfen, wenn weder ein soziales oder familiäres Netzwerk noch sonstige begünstigende Umstände vorliegen. Die neue Studie belegt nun, dass die Wahrscheinlichkeit für ein aufnahmewilliges soziales oder familiäres Netzwerk sehr gering ist, denn die Unterstützung Abgeschobener stellt aufgrund der weitverbreiteten Kollektivhaftung auch für ihre Familien eine erhebliche Gefahr dar. "Betroffene Familien versuchen entweder, sich zu schützen, indem sie den Kontakt verweigern, oder Abgeschobene müssen versteckt bleiben. Dieser soziale Ausschluss aufgrund der spezifischen Sicherheitsrisiken macht eine Reintegration oder eine Existenzgründung für Abgeschobene auch unabhängig von der derzeitigen Eskalation der Not nahezu unmöglich. Der Schutz des Lebens ist nicht garantiert, Abschiebungen nach Afghanistan müssen gestoppt werden", so die Herausgeber.
 
Mehr Informationen:
 
Studie "Erfahrungen und Perspektiven abgeschobener Afghanen im Kontext aktueller politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen Afghanistans" sowie
Fallbeispiele:
 
Interview mit der Afghanistan-Expertin und Autorin der Studie Friederike
Stahlmann:
 
Kontakt:
Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin Diakonie Deutschland, Tel. 030 65211-1780, pressestelle@diakonie.de
 
Thomas Beckmann, Brot für die Welt, Tel. 030 65211-1443 presse@brot-fuer-die-welt.de
 
Eckhard Lieberknecht, Pressearbeit Diakonie Hessen, Tel.: 0561 1095-3333, presse@diakonie-hessen.de
 
Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen von Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und Diakonie Hessen verschickt. Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.
 
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Pressestelle, Zentrum Kommunikation
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Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

 

 

In der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Diakonie Würzburg kommt ein Therapiehund zum Einsatz.

Warum er gerade in Coronazeiten sehr wichtig ist, lesen Sie hier:

https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/leben-in-bayern/detailansicht-leben-in-bayern/artikel/schmusen-in-pandemiezeiten.html#topPosition

 

 

Das Dekanat Würzburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beteiligt sich am gemeinsamen Auftreten gegen antisemitische Vorfälle

Seit Tagen sind wir sehr besorgt wegen der antisemitischen Vorfälle in Bayern und ganz Deutschland.

"Es erfüllt uns mit Scham, wenn jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Gesellschaft Hass und Gewalt ausgesetzt sind. Auch wir Christen tragen als Teil dieser Gesellschaft Verantwortung dafür und müssen dazu beitragen, dass Hass überwunden wird und Gewalt verhindert wird." So Dekan Wenirch Slenczka zu den aktuellen Vorkommnissen.

Das Bayerisches Bündnis für Toleranz spricht sich entschieden gegen jeden Antisemitismus aus. Daher sind wir sehr froh, dass der Bayerische Landtag, in einer Resolution aller demokratischen Landtagsfraktionen zum Kampf gegen Antisemitismus und Judenfeindlichkeit aufruft.

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
 
Harriet Tögel
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Dekanat Würzbzurg 
0160 98 18 02 13

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland zur Forderung nach

Verbesserungen in der Pflege

Berlin, 11. Mai 2021 - Wie können die Arbeitsbedingungen in der Pflege schnell und nachhaltig verbessert werden? Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai und mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl wollten es diakonische Pflegekräfte wissen: Mitarbeitende der Diakonie haben Gesundheitspolitikerinnen und -politiker mit ihren wichtigsten Fragen konfrontiert. Die Social-Media- Aktion "Pflege fragt, Politik antwortet." von Diakonie Deutschland und dem Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) wird bundesweit von diakonischen Landesverbänden und Einrichtungen umgesetzt und bis zur Bundestagswahl fortgeführt.

"Wann werden Pflegekräfte endlich mehr Zeit für die pflegebedürftigen Menschen haben? Wie kann die Arbeit in der Pflege attraktiver und wie können mehr Pflegekräfte gewonnen werden? Was wird zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege getan? Nach dem Applaus für die Pflege im Bundestag warten die Pflegekräfte und die zahlreichen diakonischen Pflegeeinrichtungen nach wir vor auf Antworten und vor allen Dingen auf konkrete und nachhaltige Maßnahmen.

Deshalb war es uns wichtig, die Pflegekräfte selbst zu Wort kommen zu lassen. Sie haben ihre Fragen direkt an die Politik gerichtet", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

"Seit Jahren kündigt die Regierung eine Reform der Pflege an - zum Ende der Wahlperiode liegen lediglich Bruchstücke vor. Die vorgesehenen Änderungen sind völlig unzureichend und werden der Bedeutung der Pflege - die sich gerade in der Pandemie gezeigt hat - nicht gerecht. Das ist eine herbe Enttäuschung für Pflegekräfte und Einrichtungen. Auch pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige werden enttäuscht. Denn ihre Eigenanteile werden weiter unkalkulierbar steigen."

Wilfried Wesemann, Vorstandsvorsitzender des DEVAP, ergänzt: "Es wurde die historische Chance verpasst, eine mutige und umfassende Pflegereform umzusetzen. Die Pflegekräfte sind eine der wichtigsten Stützen bei der Überwindung der Pandemie. Sie waren über Monate oft die einzigen Bezugspersonen für die pflegebedürftigen Menschen in den Pflegeheimen und in der ambulanten Pflege. Die Pflegenden haben Einsamkeit überwunden, für Sicherheit gesorgt, Digitalisierung befördert und das alles in ihre professionelle Pflegearbeit integriert. Sie haben neben Applaus und einmaligen Prämien eine Entlastung bei ihrer schweren Arbeit und echte Anerkennung verdient. Pflege darf aber kein Wahlkampfthema sein, sondern bedarf einer langfristigen, legislaturübergreifenden Reform. ´Teilreförmchen´ machen das Pflegesystem nur instabiler."

Die Diakonie Deutschland und der DEVAP setzen sich seit Jahren vor allem für einen besseren Personalschlüssel und die Festschreibung der Eigenanteile ein. Es braucht in den Einrichtungen und in der ambulanten Pflege mehr Mitarbeitende, um die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen zu verbessern.

Das darf allerdings nicht dazu führen, dass die Pflegebedürftigen die finanziellen Lasten zusätzlich tragen müssen. Deshalb ist neben der Strukturreform auch eine Finanzreform der Pflegeversicherung dringend notwendig.

"Wir fordern die Bundesregierung auf, sich schnellstmöglich für eine bedarfsgerechte Personalbemessung in der Pflege stark zu machen und die Festschreibung des pflegebedingten Eigenanteils gesetzlich zu verankern", so Loheide und Wesemann abschließend.

Mehr Informationen unter https://www.diakonie.de/waehlt-pflege

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Kontakt:

Pressestelle Diakonie Deutschland,

Telefon 030 65211-1780

pressestelle@diakonie.de

 

Anna Leonhardi, Geschäftsführerin Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e.V., Telefon 030 83001-277 info@devap.de

 

Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen von Diakonie Deutschland und Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. verschickt.
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Sarah Spitzer
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Liebe dies Lesende,

sieben (Ober-) Bürgermeister verschiedener Parteien aus Städten und Kommunen, darunter der Präsident des Deutschen Städtetages, haben sich als Erstunterzeichner dem Aufruf #FamilienGehörenZusammen angeschlossen. Ebenso unterstützen rund 200 zivilgesellschaftliche Organisationen den Aufruf – von der Caritas und der Diakonie, über Landeskirchen, den Kinderschutzbund, bis hin zu Flüchtlingsräten und Verbänden wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der AWO. Auch die Flüchtlingshilfe des Diakonischen Werkes Würzburg e.V.  ist Mitunterzeichnerin.

Es ist ein humanitäres Anliegen, den in Deutschland als subsidiär geschützt anerkannten Personen den Nachzug ihrer der Kernfamilie (Ehepartner und Kinder) zu ermöglichen. Dies entspricht EU-Recht, wird aber von der Bundesrepublik Deutschland faktisch kaum umgesetzt. Wir machen uns dafür stark, dass hierzu bereits getroffenen Vereinbarungen und den EU-rechtlichen Vorgaben Taten folgen.

Neben der Kenntnisnahme und Weiterverbreitung des Aufruf und einer möglichen Teilnahme an einer Demonstration am 15.5.2021 in Berlin vor dem Auswärtigen Amt schlagen die Initiativen vor:

- Treten Sie auch an die Bürgermeister*innen Ihrer Stadt heran und bitten Sie um Unterzeichnung des Aufrufs.
 - Auch nach Veröffentlichung des Aufrufs wird die Liste für Unterzeichnungen von Organisationen weiter offenbleiben (Rückmeldung an familie@proasyl.de).
- Ergreifen Sie vor Ort weitere Initiativen und informieren Sie Politiker*innen aller demokratischer Parteien über die Dringlichkeit. Die Familien sind zum Teil seit Jahren getrennt – ohne zeitnahe Perspektive auf Änderung.

 

 




 Jahresbericht 2020

Das Jahr 2020 wird wohl Vielen als "das Coronajahr" in Erinnerung bleiben. Das Titelbild hat getreu dem Motto der Diakonie "den Menschen im Blick", heuer mit FFP2 Maske. Wie dieses Jahr gemeistert wurde, erläutern die einzelnen Fachberichte. Die Seite "Rückblick und Ausblick" zieht ein zusammenfassendes Fazit. Hier ein Auszug:

Ein bemerkenswertes Jahr – Corona und viele Herausforderungen
Das Wichtigste zuerst: In unseren beiden Altenpflegeheimen, in der ambulanten Pflege, in den vielen Kinder- und Jugendgruppen, in der Tagesklinik und in unseren Schulen, in den stationären Einrichtungen im Bereich der psychosozialen Betreuung und in unseren Beratungsstellen ist Gott sei Dank niemand mit schwerem Verlauf an Covid 19 erkrankt oder gar verstorben. Das war nicht selbstverständlich, denn in der Diakonie betreuen wir in jedem Jahr viele Tausende Patienten, Kinder und Jugendliche, Senioren und Ratsuchende in schwierigen Lebenslagen. Daher kann trotz aller Erschwernisse unser erstes Wort nur ein Wort des Dankes an alle haupt- und ehrenamtlich in unserer Diakonie Beschäftigten sein. Ihre Umsicht, Sorgfalt und Flexibilität bis hin zu ho-her Opferbereitschaft haben dazu beigetragen, dass wir unsere Hilfen fast überall durchgängig weiterführen konnten. Zum Teil geschah dies eingeschränkt im homeoffice oder über online-Tools, ganz überwiegend aber weiterhin präsent vor Ort. Wir sind stolz auf diese Leistung und haben dies zum Jahresende mit einer freiwilligen Sonderzahlung an alle Beschäftigten, die staatlicherseits nicht mit einem Bonus bedacht wurden, gern zum Ausdruck gebracht.

Kommunikationsschub im Zeichen der Pandemie
Insbesondere die der Pandemie geschuldeten Vorgaben zur Abstandswahrung haben zur erweiterten Nutzung von Homeoffice Optionen und Videokonferenzsystemen geführt. Gleichzeitig wurden unter besonderer Beachtung des Datenschutzes Online-Angebote implementiert, ein eigener youtube-Channel eingerichtet und die Erstellung eigenen Filmmaterials vorangetrieben. Als Ergänzung oder Ersatz von Präsenzveranstaltungen wurden zum Beispiel Filme über Häusliche Gewalt in Würzburg oder zum Adventsgottesdienst der Diakonie in St. Stephan gedreht, die jeweils mehrere hundert Male angeclickt wurden und auf hohe positive Resonanz stießen. Hier se-hen wir die Krise durchaus als Chance und danken allen Mitwirkenden, die kreativ und engagiert digitale Lösungen mit uns erschlossen haben.

Gutes Geschäftsjahr
Erstmals mussten wir unsere Mitgliederversamm-lung Corona-bedingt mehrfach verschieben und letztlich in das Folgejahr verschieben, was allerdings bei insgesamt sehr guten Geschäftszahlen und einer sicheren Finanzbasis nach sorgfältiger Risikoabwägung allseits vertretbar erschien. Der Bericht zu 2019 kann in der Geschäftsstelle einge-sehen werden, das Jahr 2020 war finanziell ähn-lich erfolgreich. Die Mitgliederversammlung wird unverzüglich nachgeholt werden.
Dort soll auch der Entwurf einer Satzungsnovelle vorgestellt und beschlossen werden. Er hat eine Modernisierung der Leitungsstruktur, die nach Verbandsvorgaben erforderliche Aufnahme von Compliance-Regelungen und Anpassungen an zwischenzeitlich erfolgte Änderungen im Steuerrecht zum Ziel.

Der Bericht über das Jahr 2020 umfasst 56 Seiten, erläutert die Arbeit der 19 größten Einrichtungen und Projekte des Diakonischen Werkes Würzburg und enhält Angaben zu Mitarbeitendenzahlen, Jahreseinzelleistungen und zur Geschäftsentwicklung. Für berufliche Praxis oder private Nutzung nützlich ist zudem eine vollständige Übersicht über alle Angebote, Leistungen und Kontakte der Diakonie auf seiner letzten Seite.

Vorgestellt wird der Bericht neben unserem 1. Vorsitzenden Herrn Eberhard Lammerer erstmalig auch von unserem neuen Dekan Dr. Slenzcka. 

 

 

Die Anmeldung für alle Kinder, die im kommenden Schuljahr von der Grundschule an das Dag-Hammerskjöld Gymnasium übertreten möchten, ist von Montag bis Freitag, den 10.-14. Mai, im Sekretariat der Schule, Frauenlandplatz 5, Raum V9 möglich. Die Anmeldung kann aber auch digital oder auf dem Postwege erfolgen. 

Nähere Informationen enthält die homepage des Gymnasiums.

 

Musik und Lesen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen -

FHWS und Diakonie kooperieren bei der Studie homeside und im neuen Masterstudiengang Musiktherapie für Empowerment und Inklusion

Die Studie homeside untersucht die Wirkung von Musik- oder Leseangeboten auf Menschen mit Demenz und deren pflegende Angehörige. Die Studie wird von der EU und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Sie geht der Frage nach, inwiefern Musik- und Leseangebote das Wohlbefinden erhöhen, negative Demenzsymptome regulieren, die Beziehung der Betroffenen stärken und die häusliche Pflege verbessern. Bisherige Forschungsergebnisse deuten auf eine positive Wirkung hin.

Durchgeführt wird die Studie in fünf Ländern. Der deutsche Projektteil wird im Institut für Angewandte Sozialwissenschaften (Projektleitung Prof. Wosch) der Hochschule Würzburg-Schweinfurt durchgeführt. Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos und erfordert keinerlei Vorkenntnisse. Demenziell Erkrankte und ihre pflegenden Angehörigen erwarten im eigenen häuslichen Umfeld u.a.

  • Gelegenheiten, positive und wertvolle gemeinsame Momente miteinander zu teilen,
  • Austauschmöglichkeiten, indem miteinander gesungen, getanzt, evt. auch selbst musiziert und ansprechenden Texten und Geschichten zugehört wird
  • ein Training durch ausgebildete Fachkräfte
  • einen Zuschnitt auf individuelle Vorlieben und Bedürfnisse
  • Möglichkeiten, Fähigkeiten auszuprobieren und zu stärken
  • das vielleicht tröstliche Wissen darum, dass die eigene Studienteilnahme dazu helfen kann, im Umfeld von Demenz zu Verbesserungen für Betroffene beizutragen

Die Diakonie Würzburg ist mit ihrem Matthias-Claudius-Heim (MCH) seit über 30 Jahren Trägerin einer gerontopsychiatrischen Facheinrichtung und unterhält mehrere Sozialstationen für ambulante Pflege in Würzburg und Umgebung. Die Frage nach einem größtmöglichen selbstbestimmten Leben im Alter stellt man sich dort schon lange, auch die Wirkung von Kunst in Therapie, Pflege und Gemeinwesensarbeit ist für die Diakonie kein Neuland. Für Aufsehen sorgte im Sommer 2019 ein Projekt mit der Dekanatsmusikschule, in dem junge Musizierende und demenziell erkrankte Seniorinnen und Senioren aus dem Altenheim in einer Veeh-Harfengruppe gemeinsam auf dem Würzburger Marktplatz auftraten. Ein weiterer Ausbau der Zusammenarbeit mit der Hochschule Würzburg-Schweinfurt mit ihrem neuen Master Musiktherapie für Empowerment und Inklusion ist in Vorbereitung.

Die Diakonie unterstützt die aktuelle Studie homeside, indem sie aktiv für sie wirbt, bei der Kontaktvermittlung hilft und die Ergebnisse in ihre eigenen Pflegekonzepte einfließen lässt.

Mehr Informationen enthält der Flyer zum Projekt homeside, Teilnahmeinteressenten wenden sich bitte an:

Dr. Laura Blauth oder Carina Petrowitz, FHWS (Tel.: 0931 -3511-8204; E-Mail: studie-homeside.fas@fhws.de)

Diakonie Deutschland: Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen in der Diakonie beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Das Diakonische Werk Würzburg ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit über 930 hauptamtlich und rund 700 ehrenamtlich Zusammenwirkenden. Der Verein ist u.a. im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, allgemeinen Sozialberatung, Behindertenarbeit und der psychosozialen Dienste tätig. Nähere Informationen: www.diakonie-wuerzburg.de .

Wir verweisen auf die Berichterstattung von Pat Christ zu

10 Jahre Evangelisches Gymnasium Dag Hammerskjöld in Würzburg

erschienen im Sonntagsblatt am 28.4.2021

 

 

 

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland:
 
Soziale Kontakte in Pflegeheimen mit Bedacht ermöglichen
 
Berlin, den 26. April 2021 - Die Diakonie Deutschland appelliert nach den heutigen Beratungen von Bund und Ländern, in den Pflegeheimen wieder mehr soziale Kontakte zu ermöglichen. Ein Großteil der Bewohnerinnen und Bewohner ist inzwischen gegen das Coronavirus geimpft.
 
Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:
 
"Die pflegebedürftigen Menschen in den stationären Einrichtungen haben über Monate viel mehr soziale Einschränkungen erleben müssen als andere. Deshalb ist es nur verständlich, dass die Forderungen nach Öffnungen und stärkeren sozialen Kontakten lauter werden. Wir finden es wichtig, Besuche zu ermöglichen und soziale Aktivitäten in und außerhalb der Einrichtungen zu unterstützen. Dabei darf der Schutz von nicht geimpften und anderen vulnerablen Personengruppen nicht zu kurz kommen. Genau wie bei anderen geimpften Personen sollten Schutzmaßnahmen aber nur so lange gelten, bis ein sicherer Schutz für alle Menschen gewährleistet ist. Ist dies der Fall, müssen weitere Öffnungen möglich sein." 
 
Weitere Informationen:
 
Corona-Informationsseite der Diakonie Deutschland:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland:
 
Berlin, den 20. April 2021 - Im Deutschen Bundestag ist am morgigen Mittwoch im Anschluss an die Fragestunde eine Orientierungsdebatte zum Thema Suizidhilfe geplant.
 
Dazu sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:
 
"Ich begrüße, dass sich der Bundestag in einer Orientierungsdebatte mit dem komplexen Thema Sterbehilfe beschäftigt. Diese Debatte ist aber erst dann ernst zu nehmen, wenn sie auch eine Debatte über den weiteren Ausbau der hospizlich- palliativen Versorgung am Lebensende ist. In unserer älter werdenden Gesellschaft darf kein Mensch Angst vor Schmerzen oder fehlender Begleitung haben. Das Recht auf palliative Versorgung nicht nur im Hospiz, sondern auch im Pflegeheim oder zuhause, hat immer noch eine sehr labile Basis. Es muss darüber gesprochen werden, dass wir auf allen Stationen und in Pflegeheimen palliative Fachkräfte benötigen. Erst wenn dies in den Beratungen berücksichtigt wird, ist die Debatte vollständig."
 
Weitere Informationen:
Debattenseite der Diakonie Deutschland zum selbstbestimmten Sterben:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
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Gern können Sie unser Angebot auch an interessierte Kolleginnen oder Kollegen weiter empfehlen.

 

Zum Corona-Gedenktag am 18. April verweisen wir auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland: 
 
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie zum Corona-Gedenktag
 
Berlin, den 18. April 2021 - Zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:
 
"Heute ist ein Tag der Klage. Heute trauern wir als Gesellschaft um schmerzhaft vermisste Mütter, Väter und Geschwister, um Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen. Zu viele mussten alleine sterben, zu viele konnten sich von ihren Liebsten nicht wirklich verabschieden. Andere kämpfen mit den Langzeitschäden dieser tückischen Krankheit - gesundheitlich, auch ökonomisch. Existenzen können auf sehr unterschiedliche Weise vernichtet werden. Corona geht allen an die Substanz. Es kann heilsam sein, wenn wir uns gemeinsam Zeiten zum Trauern und Klagen nehmen. Wir brauchen einander - auch in der Anerkennung unseres Leidens.
Dafür ist heute Raum. 
 
Aber Trauerarbeit ist auch Arbeit an der Reifung und der Bewusstwerdung unserer sich tief transformierenden Gesellschaft, die eine soziale und ökologische Wende und eine Weiterentwicklung der Freiheitsidee braucht. Die Folgen von Corona werden uns noch Jahre hinaus beschäftigen. Zur erweiterten Trauerarbeit der Gesellschaft gehört auch, unser Gesundheits- und Sozialsystem nun für die Zukunft pandemiefest zu machen. Wir brauchen eine Daseinsvorsorge, die alle mitnimmt in unserer immer älter und vielfältiger werdenden Gesellschaft. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir Notsituationen nur gemeinsam durchstehen. Ein Mehr an sozialer Gegenseitigkeit und ein Weniger nur an materiellem Wachstum um jeden Preis wäre ein gewaltiger gesellschaftlicher Fortschritt für unser Land."
 
Weitere Informationen:
Corona-Informationsseite der Diakonie Deutschland:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir verweisen auf eine Verlautbarung des Diakonischen Werkes Bayern
 
Bayerische Bahnhofsmissionen registrieren deutlich mehr Armut. Notversorgung so wichtig wie nie
 
Nürnberg/München, 13. April 2021: Eine (warme) Mahlzeit, Tee und Kaffee, Alltagsmasken oder Winterbekleidung – im Pandemiejahr 2020 fehlte es den Gästen der bayerischen Bahnhofsmissionen an vielem zum Leben. „Die Not war deutlich spürbar und ist es immer noch“, so Hedwig Gappa-Langer und Harald Keiser von der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern. Noch nie zuvor leisteten die größtenteils ökumenisch getragenen Hilfeeinrichtungen so oft materielle Hilfen wie 2020.
 
Allein in München, Bayerns größter Bahnhofsmission, registrierten die Verantwortlichen  im Jahr 2020 rund 207 000 Kontakte – 90.000 mehr als 2019. Im Durchschnitt wurden 567 Menschen gezählt, die ein- oder mehrmals täglich kamen, an manchen Tagen waren es sogar bis zu 700. Im Jahr zuvor gab es im Mittel „nur“ 320 Kontakte pro Tag. Insgesamt erbrachten die Münchner Mitarbeitenden 284 000 Hilfeleistungen – von der Krisenintervention über seelsorgerische Gespräche bis zur Vermittlung einer Übernachtungsmöglichkeit oder eben den materiellen Hilfen. „In den ersten Wochen der Pandemie übernahmen wir in der Bahnhofsmission München fast alleine die Notversorgung der Münchner Armutsbevölkerung“, so Bettina Spahn und Barbara Thoma, die beiden Leitungen der Einrichtung. Die Stärkung mit Tee, Kaffee, Wasser und Brot nahm von 2019 auf 2020 von rund 105 000 auf 163 000 Ausgaben zu. Es war klar, dass die Bahnhofsmission entlastet und weitere Angebote der Notversorgung geschaffen werden mussten, was dann im Jahresverlauf auch gelang.
 
Ähnlich gestaltete sich die Situation in den anderen Bahnhofsmissionen in Bayern. Die Ausgabe von materiellen Hilfen ist um fast ein Viertel von knapp 43 000 auf 53 000 gestiegen, obwohl die Anzahl ihrer Kontakte um rund 20 Prozent gesunken ist – nicht zuletzt auch durch den Wegfall vieler Reisehilfen. „Die Armut wächst überall“, so Gappa-Langer, zuständige Referentin beim Caritas-Fachverband IN VIA Bayern e.V..  Gemeinsam mit ihrem Kollegen Harald Keiser von der Diakonie Bayern hat sie die Zahlen für 2020 ausgewertet und festgestellt: „Obwohl die meisten Bahnhofsmissionen coronabedingt ihr Angebot, Aufenthaltsmöglichkeiten und Öffnungszeiten zurückfahren mussten, sind deutlich mehr arme, kranke und obdachlose Menschen gekommen, deren ohnehin prekäre Lebenssituation sich weiter verschärft hat.“ Alle 13 bayerischen Bahnhofsmissionen zusammen leisteten 2020 knapp 539 000 Mal Hilfe.
 
Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften haben die Arbeit der Bahnhofsmissionen vor Ort verändert. „Das Wichtigste an der Bahnhofsmissionsarbeit ist eigentlich der Austausch, ein offenes Ohr zu haben und für die Menschen da zu sein", so Gappa-Langer, „hinter Plexiglasscheiben und Masken ist das sehr schwierig.“ Die 2020 größtenteils geschlossenen Aufenthaltsräume fehlten den Gästen als Ort zum Ausruhen und zur Kontaktaufnahme. Stattdessen war die Versorgung der Hilfesuchenden an extra geschützten Ausgabefenstern in den Vordergrund gerückt.  Mitarbeitenden wie Klienten machte diese „Hilfe auf Abstand“ zu schaffen. Denn Bahnhofsmission ist eigentlich viel mehr als eine Einrichtung zur Notversorgung. „Die Mitarbeitenden hoffen sehr, dass sich die Situation in den nächsten Monaten entspannt“, betont Gappa-Langer, „es ist wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.“ So könnten auch möglichst früh konkrete Notlagen erkannt und die Menschen gezielt an Facheinrichtungen und -beratungsstellen weitervermittelt werden. Beispielsweise wenn der Schuldenberg wächst, eine Wohnungskündigung bevorsteht oder bei ähnlichen Problemen.
 
Eine große Welle der Solidarität hat den Bahnhofsmissionen durch die Krise geholfen. "Wir sind den zahlreichen Spenderinnen und Spendern sehr dankbar“, so Keiser, „nur so konnten die Einrichtungen vor Ort den gestiegenen Anforderungen gerecht werden und die Not der Hilfesuchenden lindern.“
 
Obdachlose, Flüchtlinge, psychisch Kranke oder Reisende – sie alle finden in den 13 bayerischen Bahnhofsmissionen Zuflucht, Rat und Hilfe. Nahezu 345 000 Kontakte zu Hilfesuchenden zählten die ökumenischen Einrichtungen der katholischen und evangelischen Kirche 2020. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden leisteten 2020 knapp 539 000 Mal Hilfe – trotz vieler Einschränkungen bei Aufenthaltsmöglichkeiten, Öffnungszeiten und dem fast völligen Wegfall der Reisehilfen.
 
Am 17. April 2021 ist der Internationale Tag der Bahnhofsmission. Anders als üblich kann er dieses Jahr pandemiebedingt leider nicht mit öffentlichen Präsenzveranstaltungen vor Ort stattfinden. Unter dem Motto „In Verbindung bleiben“ feiern die Mitarbeitenden der Bahnhofsmissionen bundesweit daher als Zeichen der Verbundenheit am 16.4. einen Online-Gottesdienst, um den inneren Zusammenhalt in den schwierigen Zeiten zu stärken.
 
 
 
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
 
Diakonisches Werk der Ev.-Luth. Kirche in Bayern e.V.
Harald Keiser
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
Tel.: (0911) 93 54 -361
Fax: (0911) 93 54 -360
 
 
IN VIA Bayern e.V., Kath. Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit
Referat Bahnhofsmission
Kontakt: Hedwig Gappa-Langer
Juifenstraße 2 · 81373 München
 
Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland
Diakonie-Zitat: Zeichen setzen gegen Antiziganismus, Solidarität mit Sinti und Roma
 
Berlin, den 7. April 2021 - Vor 50 Jahren - am 8. April 1971-  fand der erste Welt-Roma-Kongress in London statt. Er bildete den Startpunkt der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma. Zum Welt-Roma-Tag am 8. April appelliert die Diakonie Deutschland an Politik und Zivilgesellschaft, ein klares Zeichen gegen rassistische Diskriminierung zu setzen. Dazu zählt auch der Antiziganismus. Sinti und Roma erfahren immer noch - vielfach still akzeptiert - Ausgrenzung und Alltagsrassismus und leiden unter massiven Vorurteilen. 
 
Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik: "Wir müssen alle Formen des Rassismus und damit auch den Antiziganismus endlich überwinden. Dazu gehört auch, dass wir uns eingestehen, dass rassistische Haltungen und Denkmuster tief in unserem Denken und in den gesellschaftlichen Strukturen verwurzelt sind. Daher bleibt es unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in der Politik und in den Medien, roma- und sintifeindliches Denken und Handeln klar zu benennen, zu verurteilen, dagegen anzugehen und Betroffenen ihre Solidarität auszusprechen."
 
Viele Sinti und Roma leben in Europa unter unwürdigen Bedingungen. Häufig sind sie aufgrund ihrer prekären Lebensbedingungen gerade jetzt schutzlos der Corona- Pandemie ausgesetzt. "Wir als Gesellschaft tragen eine Verantwortung, wenn Menschen Schutz und Lebensperspektive bei uns suchen. Absolut keine Lösung ist es, die Länder, aus denen Roma zu uns kommen, als sichere Herkunftsländer einzustufen", so Maria Loheide. Dies betrifft insbesondere die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien. Dort haben Roma unter den Bürgerkriegen der 1990er Jahre besonders gelitten und sind heute noch von gesellschaftlicher Teilhabe weitgehend ausgeschlossen sowie Diskriminierung und Anfeindungen ausgesetzt.
 
Eine Hürde für umfassende soziale Teilhabe sind auch die geltenden Regelungen, wonach arbeitssuchende ausländische Bürgerinnen und Bürger der EU fünf Jahre keinen Zugang zu Sozialleistungen haben. "Ohne zumindest anfängliche finanzielle Unterstützung besteht kaum eine Chance, Wohnung und Arbeit zu finden. Wenn Roma aus anderen EU-Staaten als Arbeitsuchende zu uns kommen, brauchen sie jedoch Unterstützung, schnellstmöglich Arbeit zu finden statt sie - trotz Bedürftigkeit
- von Sozialleistungen komplett auszuschließen", so Loheide. Die Diakonie Deutschland setzt sich für eine offene, vielfältige Gesellschaft ein, in der Menschen sich mit Respekt und Toleranz begegnen. "Wir sollten uns freuen, wenn Roma wieder in unserem Land leben wollen und sie mit allen Möglichkeiten darin unterstützen, an unserer Gesellschaft teilzuhaben", so Loheide.
 
Hintergrund:
Während des Nationalsozialismus wurden Sinti und Roma aus rassistischen Gründen verfolgt und ca. eine halbe Million Menschen ermordet. Kaum eine Gruppe hatte einen höheren Anteil an Opfern zu beklagen; in den meisten europäischen Ländern war nahezu jede Familie betroffen. Immer noch hält sich Antiziganismus als spezielle Form des Rassismus hartnäckig. Fast 45 Jahre dauerte es, bis 1989 der Deutsche Bundestag den Völkermord an den europäischen Roma und Sinti anerkannte.
Das kollektive Trauma des 'Porajmos' wie der Völkermord im Romanes, der Sprache der Sinti und Roma, heißt, wirkt fort.
 
Weitere Informationen:
 
Die Diakonie unterstützt Roma und Sinti in vielen ihrer Dienste und Angebote.
Die Diakonie ist Mitglied im "Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
Diakonie lädt die Mitarbeitenden ihrer Sozialstationen zum Esstypen – Projekt ein
„Natürlich hätte man einsatznähere Pflegethemen oder Bausteine zur Leistungssteigerung am Arbeitsplatz in den Fortbildungsplan für 2021 eintragen können“, sagt Sylvia Fieber, Leiterin der Evangelischen Sozialstationen in der Diakonie Würzburg. „Doch in der betrieblichen Gesundheitsförderung geht es uns wirklich darum, unsere Mitarbeitenden selbst in die Mitte zu nehmen“. Die Verantwortliche für die ambulanten Pflegedienste achtet darauf, dass die Themen den Beschäftigten persönlich in möglichst vielen Lebensbereichen zugutekommen. „Wir hatten auch schon Fahrtrainings und Selbstverteidigungskurse im Programm“. In diesem Jahr nutzt die Diakonie das Angebot der Firma „EssWert“.
Im Veranstaltungssaal der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) am Friedrich-Ebert-Ring hat Martina Amon Bücher, eine Lunchbox und weitere Utensilien aufgebaut. Die staatlich geprüfte Diätassistentin und Sozialpädagogin hält seit Jahren Vorträge zu „Essen & Stressmanagement im Arbeitsalltag“. Im Rahmen ihres Projektes hält die Autorin zahlreicher Publikationen zu Lebensmittel- und Gesundheitsthemen für das Pflegepersonal der Diakonie einen engagierten Fachvortrag zu unterschiedlichen Esstypen. Im Anschluss an die kleine Vortragsreihe aus drei Modulen erhält jeder Mitarbeitende noch ein halbstündiges Einzelernährungscoaching. „Die Beschäftigten der Pflegeberufe arbeiten unter hoher Belastung, sodass das Essen oft hinten runterfällt. Da ist sicher jede Unterstützung gut, um gesundes Essen im Alltag umsetzen zu können“.
Tatsächlich stellen die Teilnehmer viele Fragen und hinterfragen ihre Essgewohnheiten kritisch. Das angekündigte Handout wird mit Spannung erwartet. Anica Klüpfel aus der Sozialstation Uettingen findet die Veranstaltung gut: „Hier geht es wirklich um uns persönlich. Und man beschäftigt sich ja ohnehin mit Ernährung. Ein solcher Impuls ist ein guter Grund, das Thema ernsthafter anzugehen“.
In den Sozialstationen der Diakonie sind 121 Pflegekräfte beschäftigt, weitere 195 Menschen helfen dort ehrenamtlich mit. 
 Esstypen_Fortbildung-2021_SST
        
BU: Diakonie Fortbildung mit dem Projekt „Esstypen“ der Firma EssWert  vom 22-24. März 2021 (Foto: Diakonie Würzburg)
 

Diakonie Deutschland: Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen in der Diakonie beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Das Diakonische Werk Würzburg ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit über 930 hauptamtlich und rund 700 ehrenamtlich Zusammenwirkenden. Der Verein ist u.a. im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, allgemeinen Sozialberatung, Behindertenarbeit und der psychosozialen Dienste tätig. Nähere Informationen: www.diakonie-wuerzburg.de .

2021 jährt sich die "Rosenheimer Erklärung zum Schutz  des ungeborenen Lebens und zu Fragen des Schwangerschaftsabbruchs" zum dreißigsten Mal. Dieser Jahrestag und das Thema der Frühjahrssammlung sind der Grund für uns, das Thema auch in unserer Diakonie anzuschneiden.

Für Interessenten ist der Text der Rosenheimer Erklärung hier zu lesen.

 

Für ihre Reihe "NahAufnahme - Informationen aus der bayerischen Diakonie" hatte Steffi Krause von der Diakonie Bayern die Würzburger Beratungsstelle für Schwangerschaftsberatung besucht. Dort erzählte ihr eine alleinerziehende Mutter ihre Geschichte. 

Nahaufnahme-schwanger-und-jetzt

Die Nahaufnahme ist im Kontext des Themas der Frühjahrssammlung 2021 "Schwanger - und jetzt?" entstanden.  

Zur Nahaufnahme

 

 

Frühjahrssammlung 15. - 21. März 2021

 

Schwanger - und jetzt?

Rat und Hilfe in schwierigen Situationen

 

Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung

Ein Kind kann alles verändern. Kaum ein Ereignis hat so starke Auswirkungen auf das Leben wie eine bevorstehende Geburt. Schon die schlichte Nachricht „Ich bin schwanger“ setzt eine starke Dynamik in Gang.

So zentral diese Erfahrung ist, so groß sind auch die Erwartungen und Wünsche, die mit der Geburt eines Kindes verbunden sind. Genauso groß sind aber auch die Unsicherheiten und Ängste – und sie können sogar so beherrschend werden, dass die werdende Mutter, der Vater oder beide an einen Schwangerschaftsabbruch denken.

Diesen widersprüchlichen Gefühlen Raum zu geben und sie erst einmal ohne Wertung anzunehmen, ist Alltag in den 14 staatlich anerkannten Schwangerschaftsberatungsstellen der Diakonie Bayern und der Vereine, die Frauen beraten - auch der Würzburger Beratungsstelle.

Nicht immer dreht sich das Gespräch dabei um die Beziehungs- und Gewissenskonflikte, die sich in der Bezeichnung „Schwangerschafts(konflikt)beratung“ widerspiegeln und bei denen es letztlich ja auch um das Leben eines werdenden Menschen geht. Oft sind es einfach nur die vielen Alltagsfragen, die sich rund um eine Schwangerschaft stellen, bis hin zu Informationen über soziale, wirtschaftliche und finanzielle Hilfen.
 

Was macht die evangelische Haltung in der Beratung aus?

Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Beratungs- und Hilfsangebots von Evangelischer Kirche und Diakonie. Grundlage ist die Überzeugung, dass das menschliche Leben ein Gottesgeschenk ist.

Ziel der evangelischen Beratungsstellen ist es, zum Leben zu ermutigen und Hilfe anzubieten. Eine tragfähige Lösung kann dabei nur mit der Schwangeren und nicht gegen sie gefunden werden.

Die Wertschätzung und Würde jeder/s Einzelnen sowie die Schutzbedürftigkeit des ungeborenen Lebens sind als Kernstück des christlichen Glaubens hierfür handlungsweisend.

Die bedingungslose Annahme von Frauen und Männern mit ihren physischen, psychischen und sozialen Konflikten ist Grundlage dieser Haltung. Vertrauen und Offenheit kann in der Beratung nur entstehen, wenn die Gewissensentscheidung der betroffenen Frau respektiert wird.

 

Schwangerschaftsberatung: Verständnis, Rat und Hilfe

Für die Gestaltung von Sexualität, Partnerschaft, Ehe und Familienplanung sind in unserer Gesellschaft Frauen und Männern selbst verantwortlich. In Lebenssituationen, in denen sie Hilfe und Unterstützung benötigen, setzt unser umfassendes Beratungsangebot an:

  • Einzel- und Paarberatung während der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes
  • Beratung im Schwangerschaftskonflikt und nach einem Schwangerschaftsabbruch
  • Beratung bei peri- und postnatalen Krisen
  • Informationen zu gesetzlichen Regelungen und finanziellen Ansprüchen
  • Vermittlung von Leistungen z. B. aus der „Landesstiftung Hilfe für Mutter und Kind”
  • Psychosoziale Beratung und Begleitung
  • Informationen über Geburtsvorbereitung, Kinderbetreuung, Wohnen, soziale Hilfen
  • Vorbereitung auf die Elternrolle und den Alltag mit einem Baby
  • Beratung nach einer Fehl- bzw. Totgeburt
  • Beratung zu Sexualität und Familienplanung
  • Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch bzw. ungewollter Kinderlosigkeit
  • Beratung zur vertraulichen Geburt
  • Präventionsarbeit an Schulen zu Sexualität, Partnerschaft und Verhütung

Beratung und Präventionsarbeit erfolgen vertraulich, kostenlos, unabhängig von Nationalität, Weltanschauung, sexueller Orientierung und auf Wunsch anonym.

Für das alles brauchen die Mitarbeitenden in den Beratungsstellen eine hohe Kompetenz. Sie sehen sich zudem durch die wachsende Zahl an Klienten und Klientinnen mit einem Flucht- oder Migrationshintergrund  zusätzlich herausgefordert. Zu einer ohnehin schon sensiblen Aufgabe kommt nun der verständnisvolle Umgang mit anderen Kulturen und anderen Traditionen dazu.

Die staatlich anerkannten Schwangerschaftsberatungsstellen der Diakonie Bayern werden gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Sie erhalten außerdem noch kommunale und kirchliche Zuschüsse. Leider deckt diese Förderung nicht den gesamten finanziellen Bedarf der Schwangerschaftsberatungsstellen ab. Die Träger leisten hier oft einen erheblichen Beitrag, der bei steigenden Kosten und zurückgehender kirchlicher Förderung kaum finanzierbar ist. Deshalb bitten wir herzlich um eine Spende für diese wertvolle Arbeit der Diakonie.

Die Diakonie hilft. Helfen Sie mit.

Helfen Sie werdenden Müttern in Notlagen und bei allen Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt ihren Weg zu finden und unterstützen Sie die Schwangerschaftsberatungsstellen sowie alle anderen Angebote der Diakonie in Bayern mit Ihrer Spende.

Herzlichen Dank!

 

Spenden können Sie:

  • bei Ihrem Evang.-Luth. Pfarramt
  • an das Diakonische Werk Würzburg e.V.,
    Hypovereinsbank
    IBAN: DE73 7902 0076 0001 1120 23
    BIC: HYVEDEMM455
    Stichwort: Frühjahrssammlung 2021
  • an das Diakonische Werk Bayern e.V.,
    Evangelische Bank eG
    IBAN: DE20 5206 0410 0005 2222 22
    BIC: GENODEF1EK1
    Stichwort: Frühjahrssammlung 2021
  • mit einem einfachen Telefonanruf bei unserer Spendenhotline 0800 7005080*:   Spenden Sie einmalig 5 €, 10 € oder 15 € oder unterstützen Sie die Diakonie als Dauerspender! (* Der Anruf ist gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz)

Hinweis zur Verwendung der Mittel:

20% der Spenden an die Kirchengemeinden können in der Kirchengemeinde zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort verbleiben. 45% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort. 35% der Spenden an die Kirchengemeinden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. Hiervon wird auch das Info- und Werbematerial finanziert.

Resilienz bei Kindern und Jugendlichen entdecken und fördern.

Anmeldestart des 5. Würzburger Fachtags Suchtprävention

Start am 15.04.2021 unter: www.fachtag-wuerzburg.de

Näheres enthält der nachfolgende Beitrag: 

https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/resilienz-bei-kindern-und-jugendlichen-entdecken-und-foerdern-art-10572381

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Stefanie Greß (Dipl. Päd.)

Suchtpräventionsfachstelle Stadt Würzburg

Regionalbeauftragte Elterntalk Stadt Würzburg und Main Spessart

 

Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Diakonisches Werk Würzburg e.V.

Arge EAL-EJ e.V.

Lindleinstraße 7

Büro: Robert-Koch-Straße 2;

97080 Würzburg

Tel.: 0931/304294-16 oder 250800

 

Mail:  gress.jugendhilfe@diakonie-wuerzburg.de

suchtpraevention@ekjh.de

www.ekjh.de

https://diakonie-wuerzburg.de/erziehung-betreuung/jugendarbeit-jugendsozialarbeit/jugendzentren.html

Wir verweisen auf eine gemeinsame Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt, die auch von der Diakonie Deutschland gestützt wird:
 
Über 400 Organisationen unterzeichnen Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt im Superwahljahr 2021
 
Berlin, den 02. März 2021 - Mit der gemeinsamen Erklärung zeigen zum Auftakt des Wahljahres 435 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie gemeinsam klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. Mit Sorge beobachten die Verbände, wie versucht wird, eine Stimmung zu erzeugen, die Hass und Gewalt nicht nur gegen Menschen mit Behinderung, psychischer oder physischer Krankheit schürt, sondern gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren.
 
"Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Und wir sind nicht alleine: Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen", heißt es in der Erklärung. Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Heute sei daher plötzlich "wieder an der Tagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt", warnen die Unterzeichnenden.
 
Die Mitzeichnenden, die von Organisationen der Selbsthilfe über Förder- und Inklusionsorganisationen bis zu Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege reichen, zeigen sich entschlossen, Hass und Hetze entgegenzutreten: "Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet", heißt es in der Erklärung.
 
Durch Aufklärung, Beratung und öffentlichkeitswirksame Aktionen soll durch verschiedenste Aktivitäten der Unterzeichnenden "für eine menschliche und lebenswerte Zukunft für uns alle" geworben werden. Ziel der Mitzeichnenden ist es, im Superwahljahr ein Zeichen für Demokratie zu setzen. Sie betonen, es komme auf jede Stimme an und fordern auf, zur Wahl zu gehen.
 
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Die Diakonie Deutschland unterstützt eine gesellschaftliche Kultur der Toleranz und Wertschätzung von Vielfalt. Darin muss insbesondere für Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen das Versprechen der Solidarität, der Inklusion und Teilhabe unverrückbar gelten.
Hierzu braucht es gerade im Super-Wahljahr 2021, in dem mit Zuspitzungen zu rechnen ist, eine besonders klare Haltung mit einer deutlichen Absage an Ausgrenzung, Diskriminierung und Ideologien der Ungleichwertigkeiten."
 
Unterzeichnet wurde die Erklärung unter anderem vom Sozialverband VdK Deutschland, dem Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, den Fachverbänden für Menschen mit Behinderung, dem Paritätischen Gesamtverband und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie. Bislang wird die Erklärung bundesweit von weit mehr als 400 Verbänden, Initiativen und Einrichtungen mitgetragen.
 
Der gesamte Erklärungstext und die Liste der Mitzeichnungen sind online unter www.wir-fmv.org abrufbar.
 
Hintergrund: Bereits im April 2018 und im November 2019 haben sich zahlreiche Verbände öffentlich gegen Versuche aus den Reihen der AfD positioniert, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen herabzuwürdigen und für rassistische Stimmungsmache zu instrumentalisieren.
 
Kontakt für Presseanfragen: kontakt@wir-fmv.org
 
Stimmen der Unterstützer*innen der Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt sind in Zitatform unter www.wir-fmv.org/Stimmen abrufbar.
 
Diese Pressemitteilung wird von mehreren Verbänden, Initiativen und Einrichtungen versandt. Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Sarah Spitzer
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland zum Equal Care Day am 1. März
 
Care-Arbeit darf nicht zu Altersarmut führen - pflegende Angehörige besser absichern
 
Berlin, den 28. Februar 2021 - Die Aufgaben rund um Haushalt, Kinder, Pflege sind in unserer Gesellschaft nach wie vor sehr ungleich verteilt: 80 Prozent dieser Fürsorgearbeit wird von Frauen geleistet. Gleichzeitig mangelt es an Wertschätzung für die Care-Arbeit. Darauf macht der Equal Care Day am 1. März aufmerksam. Die Diakonie plädiert dafür, pflegende Angehörige im Alter besser abzusichern.
 
Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:
 
"Care-Arbeit darf nicht zu Altersarmut führen. In Deutschland werden fast zwei Drittel aller pflegebedürftigen Menschen von Angehörigen zuhause gepflegt - überwiegend von Frauen. Viele reduzieren dafür ihren Job oder geben ihn zeitweise ganz auf. Sie verzichten dabei nicht nur auf Einkommen, sondern auch auf einen Teil ihrer künftigen Rente. Dadurch gefährden sie ihre eigene soziale Absicherung. Die Diakonie setzt sich seit langem dafür ein, Pflegezeiten stärker für die Rentenansprüche zu berücksichtigen - und zwar auch dann, wenn Menschen ihre Arbeitszeit nur wenig reduzieren.
 
Außerdem muss die berufliche Freistellung zur Pflege Angehöriger unbedingt erleichtert werden. Dazu plädiert die Diakonie für eine Lohnersatzleistung für bis zu drei Jahre - ähnlich dem Elterngeld. Das könnte die ohnehin schwierige Situation pflegender Angehöriger grundlegend verbessern und sie wirksam vor Altersarmut schützen. Menschen, die Pflege und Fürsorge für andere übernehmen, leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Sie verdienen nicht nur höchste Wertschätzung, sondern auch eine gute finanzielle Absicherung.
Es ist ein Armutszeugnis für unser Land, wenn wir diese Menschen im Regen stehen lassen."
 
Zum Hintergrund:
 
Der Equal Care Day ist eine Initiative, die Menschen, Organisationen und Institutionen international dazu aufruft, einen Aktionstag zu organisieren um auf die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Care-Arbeit aufmerksam zu machen. Die Initiative Equal Care Day fordert eine faire Bezahlung der professionellen Pflegearbeit und eine gerechtere Verteilung der privaten Care-Arbeit sowie den Abbau struktureller Diskriminierung.  Der Tag wurde 2016 ins Leben gerufen und findet am 01. März 2021 das nächste Mal statt.
 
Weitere Informationen:
 
Handreichung der Diakonie für eine verbesserte Alterssicherung pflegender
 
Nachgefragt: Pflegende Angehörige müssen im Alter besser abgesichert werden
 
Konzept der Diakonie für eine umfassende Pflegereform:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Sarah Spitzer
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
Videochat des Bundespräsidenten mit der Würzburger Telefonseelsorge
 
BP-Steinmeier-RBelzner
 
Schon im vergangenen Jahr hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Würzburger Telefonseelsorge angerufen und sich in einem längeren Telefonat persönlich nach den Wahrnehmungen der Beraterinnen und Berater erkundigt. Dies war kurz nach dem Ausbruch der Pandemie gewesen. Fast ein Jahr später kam es zu einem erneuten Gespräch, das Bundespräsidialamt stellte einen neuen Videochat des Bundespräsidenten mit Ruth Belzner, der Leiterin der ökumenischen Telefonseelsorge, online.
 
Aktuell zu finden ist es auf der Internetseite des Bundespräsidenten www.bundespräsident.de, auf Instagram (www.instagram.com/bundespraesident.steinmeier) und Facebook (www.facebook.com/Bundespraesident.Steinmeier) online.
 
 
Dauerhaft abrufbar ist es über unseren Diakonie youtube Kanal: 
 
 
Nähere Informtionen erteilt gerne:
 
Ruth Belzner,
Diplompsychologin, MA Sozialmanagement 
Leiterin der Telefonseelsorge Würzburg
PF 11 08 12
97034 Würzburg
0931 / 4605807

Die Offene Behindertenarbeit kann kaum präsentische Angebote unterbreiten. Das Team der OBA hat eine 

"ver-rückte Zeit(ung)" erstellt

Wir verweisen auf den Standpunkt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege:
 
BAGFW-Logo
 
BAGFW: Europa muss sich endlich auf mehr Schutz für Flüchtlinge einigen
 
Berlin, 1.02.2021.  Anlässlich des morgigen Flüchtlingsgipfels unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Merkel zieht Ulrich Lilie, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) Bilanz:
 
"Wir sind der Kanzlerin dankbar für ihre klare Botschaft der Menschlichkeit im Sommer 2015. Sie sorgte dafür, dass Menschen in Europa Schutz finden konnten.
Unzählige freiwillig Engagierte und hauptamtliche Mitarbeitende in den Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege haben gestärkt durch diese mitmenschliche Haltung mit angepackt, damit das gelingen konnte. Mehr als die Hälfte aller Geflüchteten ist inzwischen in den Arbeitsmarkt integriert, trotz aller Widrigkeiten der Flucht, traumatischen Belastungen, Trauer um Familienangehörige und des Verlusts der Heimat. Leider hat die Pandemie die gute Entwicklung der Arbeitsmarktintegration gebremst, wird sie aber langfristig nicht aufhalten. Das ist ein Erfolg, der langfristig auch Deutschland zu Gute kommt. Es zeigt: Frühzeitige Integrationsangebote und Teilhabe für alle sind ein Gewinn für die Gesellschaft.
 
Leider gab es auch Rückschritte in der Flüchtlingspolitik. Insbesondere die Einschränkung des Familiennachzugs und die verlängerte Wohnpflicht in der Erstaufnahme verringern die Chancen auf ein gelingendes Ankommen der geflüchteten Menschen.
 
Die Asylrechtsreform in der EU konnte trotz aller Anstrengungen der deutschen Ratspräsidentschaft nicht nach vorne gebracht werden. Gleichzeitig blicken wir auf besorgniserregende und menschenunwürdige Zustände für Geflüchtete an Europas
Außengrenzen: in Griechenland, auf den kanarischen Inseln, an der bosnisch- kroatischen Grenze. Bestehende Aufnahmestandards müssen ohne Wenn und Aber eingehalten werden. Wir unterstützen die Bundesregierung, dass das Kriterium der Ersteinreise in der EU abgeschafft wird. Asylverfahren sollten nach einer fairen Umverteilung dezentral in Europa und nicht an seinen Grenzen stattfinden."
 
Kontakt:
BAGFW
Katrin Goßens
Tel.: 030 24089-121
Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland und der Diakonie Bayern:
 
Evangelische Kirche und Diakonie Bayern: „Abschiebungen nach Afghanistan unverantwortlich“. Landesbischof und Diakoniepräsident fordern weitere Aussetzung
 
München/Nürnberg 29. Januar 2021 Gegen die Wiederaufnahme von Abschiebungsflügen nach Afghanistan haben sich jetzt der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Bayern (ELKB), Heinrich Bedford-Strom und der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, ausgesprochen. Beide halten es angesichts der Pandemieentwicklung und der allgemeinen Sicherheitslage in dem Land für unverantwortlich, die Abschiebungen nach Afghanistan wieder aufzunehmen. Bereits im Dezember 2020 waren die Flüge – nach mehrmonatiger Aussetzung – wieder aufgenommen worden.
 
Trotz der Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban habe die Gewalt in Afghanistan erheblich zugenommen. Dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zufolge kam es in den letzten 100 Tagen allein in Kabul zu mehr als 170 sicherheitsrelevanten Vorfällen mit mehr als 500 Toten und Verletzten. Die New York Times berichtet von mehr als 250 Toten allein im Januar. „Menschen, die in Deutschland Schutz gesucht haben, bewusst einer solchen Gefahr auszusetzen, wiederspricht unseren humanitären Traditionen“, so Landesbischof Bedford-Strohm.
 
Verschärft werde die Lage durch die Corona-Pandemie: Dem Deutschen Ärzteblatt zufolge hatten sich allein bis Oktober in Afghanistan mehr als 10 Millionen Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Bammessel: „Damit ist fast jeder dritte Einwohner Virusträger – in Kabul beträgt die Infektionsrate sogar fünfzig Prozent.“ Das seit Jahrzehnten von Kriegen und Krisen gebeutelte Land sei mit dieser Situation völlig überfordert.
 
Landesbischof und Diakoniepräsident betonten, dass sie die Durchsetzung der Ausreisepflicht nach einem negativ abgeschlossenen Asylverfahren nicht grundsätzlich in Frage stellen würden. Bammessel: „Ein Asylsuchender, dessen Asylantrag in einem rechtsstaatlichen Verfahren gewissenhaft geprüft und abgelehnt wurde, muss natürlich grundsätzlich in seine Heimat zurückkehren.“ Die Rückkehr dürfe jedoch nicht mit einer Gefahr für Leib und Leben der Betroffenen verbunden sein. „In der aktuellen Lage ist diese Gefahr jedoch absehbar.  Besonders unverständlich ist es zudem, wenn auch gut integrierte Personen abgeschoben werden.“
 
Landesbischof und Diakoniepräsident verwiesen zusätzlich darauf, dass nach Angaben der UN im Jahr 2021 knapp die Hälfte aller Menschen in Afghanistan als Folge von Covid-19 auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden, und jedes zweite Kind unter fünf Jahren von akuter Unterernährung bedroht sein wird. Bedford-Strohm: „Die Landessynode der ELKB hat sich bereits vor fünf Jahren gegen eine pauschale zwangsweise Rückführung ausgesprochen, da sie diese Abschiebepraxis nicht mit einer humanitären Flüchtlingspolitik für vereinbar hält. Ich kann diesen Appell nur wiederholen: In der aktuellen Situation nach Afghanistan abzuschieben ist unmenschlich.
 
Seit Dezember 2020 wurden zwei Abschiebflüge durchgeführt; ein weiterer ist dem Bayerischen Flüchtlingsrat zufolge im Februar geplant.
 
 
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Daniel Wagner
 
 
 
 
 
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 215
 
 
2000 € Spende für den 5. Suchtpräventionstag am 27. Juli 2021 
 
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Beitrag dazu in der MainPost vom 22.1.2021:
 
 
 
Auskünfte erteilt gerne:
 
Stefanie Greß (Dipl. Päd.)
Suchtpräventionsfachstelle Stadt Würzburg
Regionalbeauftragte Elterntalk Stadt Würzburg und Main Spessart
 
Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Diakonisches Werk Würzburg e.V.
Arge EAL-EJ e.V.
Lindleinstraße 7
Büro: Robert-Koch-Straße 2;
97080 Würzburg
Tel.: 0931/304294-16 oder 250800
 

Streetwork am Würzburger Hauptbahnhof - Anlaufstelle "Underground" wichtiger denn je!

Underground
Die Streetwork Anlaufstelle "Underground" der Diakonie gleich rechts neben dem Haupteingang des Bahnhofes hat für Menschen in Not geöffnet. Dies gilt erst recht während der Corona-Krise. Vormittags von Mo-Fr von 11-12 gibt es eine offene Sprechzeit, in der alle Hilfesuchenden willkommen sind, während der Coronakrise bis zu 6 Personen gleichzeitig. 

Am Nachmittag ist die Anlaufstelle von 14-17 Uhr geöffnet (für junge Menschen bis 27 Jahre). Hier gibt es täglich warme Getränke und eine warme Mahlzeit, die Möglichkeit zu duschen, Wäsche zu waschen, sich aufzuwärmen. Während dieser Zeit sind natürlich auch die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Streetwork ansprechbar. Auch das Kontaktcafé "Flow" für Menschen mit Suchtproblematik arbeitet weiterhin. Weitere Aufenthaltsmöglichkeiten bieten die Bahnhofsmission und die Wärmestube der Christophorus-Gesellschaft.

Die Einrichtung Streetwork Würzburg arbeitet bereits seit 1996 mit hohem Engagement daran, die Lebenslagen von jungen Menschen, die sich länger vor allem am Bahnhof und in der Innenstadt Würzburgs aufhalten, zu verbessern. Die Angebote der Anlaufstelle wurden zuletzt personell und räumlich deutlich ausgebaut, darüber wird in wenigen Wochen detaillierter berichtet werden. Getragen wird Streetwork Würzburg im Rahmen der Evangelischen Kinder- Jugend- und Familienhilfe vom Diakonischen Werk Würzburg e.V..

 
Unter nachfolgendem Link finden Sie den Bericht der MainPost vom 12.1.2021 zum Eltern-Talk:
 
 
Bei näherem Interesse wenden Sie sich bitte an: 
 
 
Suchtpräventionsfachstelle Stadt Würzburg
Regionalbeauftragte Elterntalk Stadt Würzburg und Main Spessart
 
Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Diakonisches Werk Würzburg e.V.
Arge EAL-EJ e.V.
Lindleinstraße 7
Büro: Robert-Koch-Straße 2;
97080 Würzburg
Tel.: 0931/304294-16 oder 250800
 
 
Wir verweisen auf einen Standpunkt des DW Bayern:
 
Schutz darf keine Frage des Geldes sein. Diakonie Bayern fordert Unterstützung von Hartz-IV-Empfängern beim Kauf von FFP2-Masken
 
Nürnberg, 12.01.2021 Eine zusätzliche finanzielle Unterstützung von Menschen, die von Armut betroffen sind, fordert die Diakonie Bayern nach der heutigen Pressekonferenz des Bayerischen Kabinetts. „Die Einführung der FFP2-Maskenpflicht für den Einzelhandel und den ÖPNV ist aus immunologischen Gründen sicherlich sinnvoll“, so Sabine Lindau, Vorständin der Diakonie Bayern und zuständig für Verbandsvertretung, Familie sowie Integration. „Zehn Euro für drei Masken sind für Personen im Hartz-IV-Bezug jedoch nicht ohne weiteres finanzierbar.“
 
Eine „Preisbeobachtung“ allein, wie von Bayerns neuem Gesundheitsminister Klaus Holetschek heute angekündigt, reicht nach Ansicht der Diakonie nicht aus. Lindau: „Im seit Januar geltenden Hartz-IV-Eckregelsatz sind exakt 17,02 Euro für Gesundheit und Hygiene vorgesehen. Damit kommt man schon ohne Corona nicht weit“. Es dürfe nicht sein, dass die Ausgrenzung armer Menschen, die durch Corona ohnehin zugenommen habe, durch die FFP2-Maskenpflicht noch weiter verstärkt werde. „Gerade vor Armut Betroffene sind auf den ÖPNV angewiesen. Ihnen darf die Nutzung durch die Maskenpflicht nicht zusätzlich erschwert werden.“
 
Der Freistaat, so die Diakonie-Vorständin weiter, habe es geschafft, Ende letzten Jahres eine Million kostenfreier FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen. „Dies sollte – jetzt, wo das Tragen der FFP2-Maske zur Pflicht werden soll – für arme Haushalte erneut möglich sein.“ Als Nachweis, so Lindau, könnte beispielsweise ein Hartz-IV-Bescheid oder die Befreiung von der Rundfunkgebühr vorgelegt werden. Wichtig sei, dass die Betroffenen schnell und ohne bürokratischen Aufwand Masken erhalten könnten
 
Lindau wies darauf hin, dass nicht zuletzt auch das Bundesinstitut für Arzneimittel  und Medizinprodukte eine einmalige Nutzung der FFP2-Masken empfehle. Die alltägliche Praxis sehe zwar sicherlich anders aus. „Mit einer einmaligen Ausgabe von wenigen Euro, wie von der Staatsregierung heute angedeutet, ist es nicht getan.“
 
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 215
 

Unter Federführung der Christophorus Gesellschaft wird die Posthalle bis Ende März als Wärmehalle fungieren. Montags bis freitags können sich bis zu 16 Menschen zwischen 11 und 15 Uhr hier aufwärmen und in Ruhe bei heißem Tee und einer Malzeit wieder zu Kräften kommen. 

Wir verweisen auf den Bericht der MainPost vom 8.1.2021 zur "Wärmehalle". 

https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/obdachlos-im-winter-so-hilft-der-waermeraum-in-der-posthalle-art-10549845

 

Bei Behinderung die ganze Familie in den Blick nehmen - Rotary Club unterstützt das EBZ der Diakonie mit einer großzügigen Spende

Am 16.12.2020 erhielt das Evangelische Beratungszentrum (EBZ) der Diakonie vom Rotary Hilfswerk eine Spende in Höhe von € 7.500,- für den Arbeitsbereich „Familie und Behinderung“. Dieser Arbeitsbereich ist ein eigenes Diakonie-Projekt, für das es noch keine öffentliche Förderung gibt, obwohl die Probleme groß sind. Dies zeigt ein Blick in die konkrete Arbeit und die Fragen, die so oder in ähnlicher Weise an die Beratungsstelle herangetragen werden: „Ich bin 8 Jahre alt und sitze im Rollstuhl. Ich finde keine Freunde, da ich nicht Fußball spielen kann. Manchmal bin ich wütend, dass meine Beine nicht laufen können.“ oder „Meine Schwester kann sich nicht selbst versorgen. Meine Mama muss sich den ganzen Tag nur um sie kümmern. Ich spiele dann halt X-Box.“ oder „Alle haben mir abgeraten, ein Kind zu kriegen, weil ich lernbehindert sei. Aber ich habe mich durchgesetzt. Allerdings … ich hatte mir das alles leichter vorgestellt, mit dem Baby.“ oder auch „Unsere Kinder tanzen uns auf der Nase herum, weil ich mich mit meiner Hör- und Sprechbehinderung bei ihnen nicht durchsetzen kann.“

Dies sind beispielhaft die Themen, mit denen Heidemarie Kaul, Sozialpädagogin im Bereich „Familie und Behinderung“ in der Beratung zu tun hat. Im Kern geht es dabei um unterschiedliche Konstellationen, in denen Kinder von Behinderung betroffen sind. Manchmal muss ein Kind selbst lernen mit einer eigenen Behinderung zurechtzukommen. Je nach Art der Einschränkung geht es dann um Förderung bzw. Kompensation, aber auch um die Akzeptanz dieser bleibenden Besonderheit und ihrer sozialen Folgen. Die Evangelische Beratungsstelle unterstützt die Kinder, die Behinderung anzunehmen und sich bzw. das betreffende Familienmitglied als wertvolle Person zu bejahen. Sie hilft den Kindern und Jugendlichen, neben der Behinderung auch Platz zu lassen für die normale Entwicklung. Nicht alles sollte durch die Perspektive der Behinderung gesehen werden.

Anders verhält es sich, wenn Bruder oder Schwester eine Behinderung haben: Das nicht-behinderte Kind wird bzw. fühlt sich nicht selten benachteiligt, weil das Geschwisterkind mit der Beeinträchtigung besonders viel Förderung und Fürsorge erhält. Die Beratungsstelle stärkt die Eltern, trotz der Behinderung eines Kindes die anderen Kinder nicht aus dem Blick zu verlieren, und sich auch um die gemeinsame Elternschaft und die Partnerschaft zu kümmern.

Wenn dagegen Vater oder Mutter eine kognitive, körperliche oder Sinnesbehinderung hat, können die Folgen für das Kind / die Kinder ganz verschieden sein. Manchmal gerät die Versorgung und Erziehung der Kinder ins Hintertreffen, oder aber die Kinder schämen sich oder ärgern sich über die elterliche Einschränkung, oder die Kinder müssen Elternaufgaben übernehmen. Die Diakonieeinrichtung hilft den Eltern mit einer eigenen Behinderung, sich Unterstützung bei der Erziehung und Versorgung der Kinder zu organisieren und die Folgen der elterlichen Einschränkungen für die kindliche Entwicklung zu begrenzen.  

 

Für diese Aufgaben hat das EBZ ein kleines Projekt namens „Familie und Behinderung“ entwickelt. Eine feste Finanzierung gibt es bislang noch nicht, bislang wird auf Spendenbasis gearbeitet.

Scheckübergabe EBZ

v.l.: Wilhelm Mertel, 2. Vors. d. Diakonie Würzburg, Andreas Schrappe, Leiter EBZ, Heidemarie Kaul vom EBZ Arbeitsbereich „Familie und Behinderung“, Dr. Dietrich Geuder und Joerg de la Motte, Vorstände des Rotary Hilfswerkes  

(Foto: C. Kaufhold, Diakonie Würzburg)

Wir verweisen auf einen Standpunkt der Diakonie Deutschland: 
 
Diakonie: Ohne Schule kein Mittagessen - Essensgeld für bedürftige Kinder direkt auszahlen
 
Berlin, den 4. Januar 2021 - Bedürftige Kinder und deren Familien brauchen einen direkten finanziellen Ausgleich, wenn das kostenlose Mittagessen in der Schule ausfällt. Dafür plädiert die Diakonie Deutschland angesichts des aktuellen Lockdowns und der geschlossenen Schulen sowie bei Quarantäne oder Unterricht im Wechselmodell. Der im Bildungs- und Teilhabepaket vorgesehene Betrag für das Schulessen muss leistungsberechtigten Kindern in der Grundsicherung (Hartz IV), beim Kinderzuschlag und im Wohngeld auch weiterhin zur Verfügung stehen, und das möglichst unbürokratisch.
 
"Kinder, die in Armut leben, müssen auch dann zu Mittag essen, wenn sie im Lockdown nicht in der Schule sind und zuhause lernen", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass bei einem Corona-bedingten Ausfall des Präsenzunterrichts die Familien nicht das Essensgeld bekommen, sondern das Essen an die Kinder nach Hause geliefert wird. "Diese Regelung geht völlig an der Realität vorbei und klappt überhaupt nicht", sagt Loheide. "Kein Schul-Caterer beliefert Kinder einzeln zu Hause. Das Schulessen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erreicht viele bedürftige Kinder nicht mehr, obwohl diese auch zuhause eine warme Mahlzeit dringend bräuchten."
 
Statt dieses Problem vernünftig zu lösen, bleibe die Bundesregierung Antworten schuldig, kritisiert Loheide. In der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP vom November werde lediglich festgestellt, der Bundesregierung lägen dazu keine Informationen vor, weil das Bildungs- und Teilhabepaket Ländersache sei.
 
Zudem ging bereits während des Lockdowns im Frühjahr die Zahl der Bewilligungen für Schulessen massiv zurück: Von März bis Mai 2020 nahm die Zahl der Anspruchsberechtigten auf ein schulisches Mittagessen mit mehr als 70.000 Kindern um etwa 17 Prozent ab. "Scheinbar wurden in mehreren Bundesländern die Anträge für kostenloses Mittagessen von Schülerinnen und Schülern angesichts der temporären Schulschließungen nicht mehr bearbeitet. Damit wurde den Kindern und Jugendlichen ihr Anspruch auf das kostenlose Schulmittagessen vorenthalten und kein Ersatz ermöglicht", sagt Loheide. Der jetzige Lockdown dürfte erneut zu einem deutlichen Rückgang führen. "Es kann nicht sein, dass die Mittel für das Mittagessen auf Kosten bedürftiger Kinder eingespart werden. Die Mittagessenversorgung für Kinder muss auch unter Corona-Bedingungen finanziert und ermöglicht werden", so Loheide.
 
 
Weitere Informationen:
 
Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der FDP:
 
Corona-Informationsseite der Diakonie Deutschland:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
******************************
Sarah Spitzer
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
****************************************
 
Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind
599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
 
Gern können Sie unser Angebot auch an interessierte Kolleginnen oder Kollegen weiter empfehlen.
 
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Diakonie: Ohne Schule kein Mittagessen - Essensgeld für bedürftige Kinder direkt auszahlen
 
Berlin, den 4. Januar 2021 - Bedürftige Kinder und deren Familien brauchen einen direkten finanziellen Ausgleich, wenn das kostenlose Mittagessen in der Schule ausfällt. Dafür plädiert die Diakonie Deutschland angesichts des aktuellen Lockdowns und der geschlossenen Schulen sowie bei Quarantäne oder Unterricht im Wechselmodell. Der im Bildungs- und Teilhabepaket vorgesehene Betrag für das Schulessen muss leistungsberechtigten Kindern in der Grundsicherung (Hartz IV), beim Kinderzuschlag und im Wohngeld auch weiterhin zur Verfügung stehen, und das möglichst unbürokratisch.
 
"Kinder, die in Armut leben, müssen auch dann zu Mittag essen, wenn sie im Lockdown nicht in der Schule sind und zuhause lernen", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass bei einem Corona-bedingten Ausfall des Präsenzunterrichts die Familien nicht das Essensgeld bekommen, sondern das Essen an die Kinder nach Hause geliefert wird. "Diese Regelung geht völlig an der Realität vorbei und klappt überhaupt nicht", sagt Loheide. "Kein Schul-Caterer beliefert Kinder einzeln zu Hause. Das Schulessen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erreicht viele bedürftige Kinder nicht mehr, obwohl diese auch zuhause eine warme Mahlzeit dringend bräuchten."
 
Statt dieses Problem vernünftig zu lösen, bleibe die Bundesregierung Antworten schuldig, kritisiert Loheide. In der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP vom November werde lediglich festgestellt, der Bundesregierung lägen dazu keine Informationen vor, weil das Bildungs- und Teilhabepaket Ländersache sei.
 
Zudem ging bereits während des Lockdowns im Frühjahr die Zahl der Bewilligungen für Schulessen massiv zurück: Von März bis Mai 2020 nahm die Zahl der Anspruchsberechtigten auf ein schulisches Mittagessen mit mehr als 70.000 Kindern um etwa 17 Prozent ab. "Scheinbar wurden in mehreren Bundesländern die Anträge für kostenloses Mittagessen von Schülerinnen und Schülern angesichts der temporären Schulschließungen nicht mehr bearbeitet. Damit wurde den Kindern und Jugendlichen ihr Anspruch auf das kostenlose Schulmittagessen vorenthalten und kein Ersatz ermöglicht", sagt Loheide. Der jetzige Lockdown dürfte erneut zu einem deutlichen Rückgang führen. "Es kann nicht sein, dass die Mittel für das Mittagessen auf Kosten bedürftiger Kinder eingespart werden. Die Mittagessenversorgung für Kinder muss auch unter Corona-Bedingungen finanziert und ermöglicht werden", so Loheide.
 
 
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Wir verweisen auf eine Forderung der Diakonie Bayern:
 
„Die Regelsätze reichen nicht aus.“ Diakonie Bayern fordert Reform der Hartz-IV-Berechnungsmethodik
 
Nürnberg, 29.12.2020 Eine grundlegende Überarbeitung der Methodik zur Berechnung der Grundsicherung fordert die Diakonie Bayern. Sie schließt sich damit einem Vorschlag der Diakonie Deutschland an, die vor Tagen ein neues Berechnungsmodell vorgestellt hat. „Zwar steigen die Sätze zu Beginn des neuen Jahres an“, so der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel in einem Videoblog. „Die Erfahrungen unserer Einrichtungen zeigen aber, dass dies nicht ausreicht. Für viele Menschen in der Grundsicherung hat es weder für Adventskranz noch für einen Christbaum gereicht.“
 
Nach wie vor sind auch Ausgaben von Haushalten mit einem Sozialleistungsanspruch Teil der statistischen Vergleichsgruppe, die zur Berechnung des Existenzminimums und damit des Regelsatzes herangezogen wird. „Dies trägt zu einer verzerrten Wahrnehmung dessen bei, was tatsächlich für eine gesellschaftliche Teilhabe und für das sogenannte soziokulturelle Minimum notwendig ist“, so die Diakonie. Wenn man verhindern wolle, dass die Kluft zwischen der Mitte der Gesellschaft und der von Armut Betroffenen immer weiter aufgehe, müsse darum das Berechnungsmodell grundlegend reformiert werden. „Nicht die Ausgaben der ärmsten Haushalte, sondern die der mittleren Haushalte müssen zukünftig den Ausgangspunkt für die Regelsatzberechnung bilden. Alles andere führt zu einem Zirkelschluss.“
 
Das von der Diakonie vorgeschlagene Modell sieht vor, dass die Ausgaben für Grundbedarfe wie Kleidung oder Nahrungsmittel nicht mehr als 25 Prozent hinter dem zurückbleiben dürfen, was die gesellschaftliche Mitte dafür ausgibt. Bei den anderen Ausgaben soll der Abstand nicht mehr als 40 Prozent betragen. In der Summe würde das von der Diakonie vorgeschlagene Berechnungsmodell zu einem Anstieg der Regelsätze um bis zu 170 Euro pro Monat führen.
 
Bammessel verweist auf Erfahrungen aus der diakonischen Praxis: „Bei den Tafeln, diakonischen Mittagstischen und in unseren Beratungsstellen begegnet uns eine Vielzahl von Menschen, die zusätzlich zur Grundsicherung ergänzende Hilfe benötigen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Regelsätze nicht praxisgerecht berechnet wurden.“
Der Diakoniepräsident fordert darum eine Expertenkommission, die die Methodik der Regelsatzberechnung weiterentwickelt, „und zwar bevor das Statistischen Bundesamt die nächste Einkommens- und Verbraucherstichprobe vorbereitet.“ Die nächste Regelsatzberechnung ist für das Jahr 2024 vorgesehen. “Der Zeitpunkt, die Berechnung zu reformieren und somit Menschen in der Grundsicherung eine menschenwürdige Existenz und soziale Teilhabe zu ermöglichen, ist – jetzt.“
 
Den Videoblog finden Sie unter anderem in unserem YouTube-Kanal unter https://youtu.be/QefG765oSL8

Weitere Informationen zum neuen Regelsatzberechnungsmodell der Diakonie Deutschland gibt es unter:

https://www.diakonie.de/pressemeldungen/hartz-iv-saetze-lebensnah-berechnen-diakonie-stellt-alternativ-modell-vor

 
_____________________________________________________________________________________________
Rückfragen beantwortet gerne:
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 215
 

 

In Würzburg wird die Bahnhofsmission für Obdachlose Menschen, die Ausgangsbeschränkungen nicht dadurch einhalten können, dass sie nur aus triftigem Grund im öffentlichen Raum unterwegs sind, für jeweils 3 Personen gleichzeitig geöffnet haben.Zudem können sich Menschen dort eine Mahlzeit mitnehmen.

Die Wärmestube bietet täglich in der Zeit von 11.-14.00 Uhr ebenfalls für einige Menschen (vor dem Lockdown 9 Plätze, seitdem reduziert) eine Aufenthaltsmöglichkeit. Dort besteht auch das Angebot zu duschen, Kleidung zu waschen oder neue Kleidung zu erhalten. Zudem gibt es dort eine medizinisch-pflegerische Grundbedarfsversorgung (zB. Verbandwechsel etc.).

Diakonie-Zitat: Harter Lockdown erfordert flexible Schutzkonzepte für besonders bedürftige Menschen
 
Berlin, den 14. Dezember 2020 - Wegen der hohen Infektionszahlen wird der Lockdown bundesweit ab Mittwoch verschärft. Das öffentliche Leben wird heruntergefahren. Rigide Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und andere Einschränkungen im öffentlichen Raum treffen Menschen besonders hart, die keine Wohnung haben oder in sehr beengten, stressanfälligen Verhältnissen leben. Erst recht gilt das für Menschen, die zu Hause von Gewalt bedroht sind und Ausweichmöglichkeiten brauchen.
Für diese Gruppen müssen ganz schnell besondere Schutzkonzepte umgesetzt werden.
 
Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: "Menschen ohne Obdach, psychisch kranke Menschen oder Familien mit Jugendlichen, die in sehr beengten Verhältnissen leben, sind auf öffentliche Räume und Alternativen angewiesen. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und von Kontakten, das Leben in kleinen Wohnungen führen zu mehr Stress und Konflikten. Probleme in der Partnerschaft und der Familie können in Gewalt münden. Frauen und Kinder sind besonders gefährdet. Bei der Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen ist es dringend notwendig, die Lebenssituation und Bedürfnisse dieser Gruppen zu berücksichtigen."
 
Dies sei eine politische und gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sagt Loheide: "Wir alle sind gefordert, nach Alternativen und Lösungen zu suchen. Kirchen können unter Berücksichtigung von Hygiene-Auflagen Gemeindehäuser öffnen, Hotels und Jugendherbergen Zimmer zur Verfügung stellen oder Kommunen Zugang zu Duschen in ihren Schwimmbädern ermöglichen."
 
Für diese Menschen müssten Schutzräume und Orte für den Tagesaufenthalt geschaffen werden, so Loheide. "Außerdem muss das Angebot an Übernachtungsplätzen für Obdachlose flächendeckend erhöht werden, damit Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können. Das Obdachlose vereinzelt Bußgelder zahlen müssen, weil sie Kontakt- und Ausgangssperren nicht einhalten können, darf nicht sein."
 
Die Pandemie hat dazu geführt, dass viele Hilfsangebote eingeschränkt wurden. So stehen etwa für Menschen ohne Obdach weniger Schlaf- und Wärmeplätze zur Verfügung. Auch für Frauen, die vor Gewalt fliehen müssen, gibt es weniger Wohnunterkünfte. Durch die Wintertemperaturen verschärft sich das Problem zusätzlich.
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Sarah Spitzer
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
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Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
 
In Würzburg wird die Bahnhofsmission für Obdachlose Menschen, die Ausgangsbeschränkungen nicht dadurch einhalten können, dass sie nur aus triftigem Grund im öffentlichen Raum unterwegs sind, für jeweils 3 Personen gleichzeitig geöffnet haben. Zudem können sich Menschen dort eine Mahlzeit mitnehmen. Die Wärmestube bietet täglich in der Zeit von 11.-14.00 Uhr ebenfalls für einige Menschen eine Aufenthaltsmöglichkeit. Dort besteht auch das Angebot zu duschen, Kleidung zu waschen oder neue Kleidung zu erhalten. Zudem gibt es dort eine medizinisch-pflegerische Grundbedarfsversorgung (zB. Verbandwechsel etc.).

 

Wir verweisen auf folgendes Diakonie Deutschland-Zitat:
 
Pflegende Angehörige bei Impfstrategie nicht vergessen
 
Berlin, den 10. Dezember 2020 - Die Bundesregierung will die Impfung gegen das Coronavirus per Verordnung regeln. Zur geplanten Impfstrategie erklärt Diakonie- Präsident Ulrich Lilie:
 
 "Wegen ihres sehr viel höheren Risikos, bei einer Infektion schwer zu erkranken und zu sterben, müssen die hochaltrigen Menschen zuerst geimpft werden - und mit ihnen die engagierten Pflegekräfte, die sie betreuen. Und natürlich müssen alle vorrangig geimpft werden, die sich im Gesundheitswesen einem sehr hohen Ansteckungsrisiko aussetzen. Bei der Impfstrategie dürfen wir aber auch nicht die große Zahl der pflegenden Angehörigen vergessen. Angehörige, die mit einem pflegebedürftigen oder behinderten Menschen zusammenleben und mit ihm zur Impfung kommen, müssen gleich mitgeimpft werden. Das Netz der sorgenden Familien trägt - unbemerkt vom Rampenlicht - in diesen Tagen eine große Last. Wir müssen es im Interesse aller stärken und immun gegen das Virus machen.
 
Menschen mit Behinderungen in Gemeinschaftseinrichtungen sowie schutzbedürftige Menschen in solchen Unterkünften benötigen ebenfalls raschen Zugang zur Impfung.
Frauenhäuser, Wohnheime für Obdachlose, aber auch die stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sollten frühzeitig in das Impfprogramm aufgenommen werden. Hier besteht ein hohes Infektionsrisiko, zugleich sind Abstand und Quarantäne schwer zu realisieren. Last but not least leben auch sehr viele geflüchtete Menschen in den geschlossenen Großeinrichtungen zum Teil seit Monaten in drangvoller Enge und Isolierung, Impfung bedeutet hier ein Mindestmaß an Teilhabe und wenigstens einen ersten Schritt zur Integration."
 
Weitere Informationen:
Die Diakonie Deutschland hat gemeinsam mit den Verbänden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) eine Stellungnahme zum Entwurf der Coronavirus-Impfverordnung abgegeben. Darin benennen die Wohlfahrtsverbände die Gruppen, die in die Impfstrategie prioritär ebenfalls aufgenommen werden sollten.
 
Stellungnahme zum Referentenentwurf zu einer Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-COV-2 (Coronavirus-Impfverordnung):
 
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland:

Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien sind menschenrechtlich unverantwortlich!

Berlin, den 9. Dezember 2020 - Anlässlich der heute beginnenden Innenministerkonferenz in Weimar appelliert die Diakonie Deutschland an Bund und Länder, sich für einen flächendeckenden Stopp von Sammelabschiebungen nach Afghanistan einzusetzen. Der Abschiebestopp für Syrien müsse verlängert werden.

Bund und Länder planen am 16. Dezember, Sammelabschiebungen nach Afghanistan wiederaufzunehmen.

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: "Es ist unverantwortlich, derzeit nach Afghanistan abzuschieben. Besonders für Europa- Rückkehrer ist es dort lebensgefährlich. Sie werden der Spionage und des Verrats bezichtigt und sind von Verfolgung und Gewalt betroffen bis hin zu Todesdrohungen. Ihnen bleibt oft nur der Ausweg, sich den radikal-islamischen Taliban oder anderen Kriegsparteien anzuschließen oder die erneute Flucht anzutreten. Aktuell kommt die desaströse humanitäre Lage infolge der Covid19- Pandemie hinzu, die das Überleben zusätzlich gefährdet."

Überlegungen, den seit 2012 geltenden Abschiebungsstopp nach Syrien aufzuweichen, seien angesichts der aktuellen politischen Situation unverantwortlich.

Loheide: "Rückkehrenden droht nachweislich willkürliche Verhaftung oder sie verschwinden einfach. Das widerspricht jeder menschenwürdigen Behandlung. Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember appelliere ich an die Innenminister von Bund und Ländern: Abschiebungen können ein legitimes Mittel des Rechtsstaates sein, müssen aber in Einklang mit den Menschenrechten stehen.

Es ist eine große Errungenschaft, dass in Deutschland das Verbot der Folter und der unmenschlichen Behandlung als absolut gilt. Das muss für alle Menschen gelten, auch für Straftäter und 'Gefährder'. Diese Menschen müssen die gleiche Härte der deutschen Gesetze erfahren und zur Verantwortung gezogen werden wie alle anderen, die Straftaten begehen, und gehören nicht abgeschoben."

Die Diakonie Deutschland und die diakonischen Landesverbände setzen sich seit Jahren gegen Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Afghanistan ein:

https://www.diakonie.de/diakonie-zitate/diakonie-fordert-schutz-fuer-afghanische-fluechtlinge

https://www.diakonie.de/journal/abschiebung-nach-afghanistan-ganz-aussetzen

Die Diakonie Deutschland hat sich im Oktober 2020 gemeinsam mit dem Europäischen Flüchtlingsrat ECRE und 42 anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Europa gegen die Weiterführung des Europäisch-Afghanischen Rückführungsabkommens "A Joint Way Forward" ausgesprochen:

 https://www.ecre.org/wp-content/uploads/2020/09/NGOs-joint-statement-on-Afghanistan-German.pdf

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Sie finden den Advents-Gottesdienst unter https://www.youtube.com/watch?v=_TAjDRe-UOE   

(bei Nutzung von youtube Inhalten bitte Datenschutzhinweise unserer website beachten!)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der Diakonie Würzburg, 

den Advent feiert die Diakonie Würzburg traditionell mit einem schönen Gottesdienst. In diesem Jahr war leider wegen der Gefahr für die Gesundheit der Mitarbeitenden und derer, die sie zum Beispiel in der Altenpflege, der Erziehung und den Beratungsstellen betreuen, ein Zusammenkommen in physischer Präsenz nicht zu vertreten. Daher haben wir den Gottesdienst mit viel Liebe aufgezeichnet und laden alle dazu ein, in einem ruhigen Moment mit uns allen mitzufeiern.

       ,

So können vielleicht sogar mehr Kolleginnen und Kollegen und Freunde unserer Diakonie den Geist des Advents im Hören auf dieselben Worte und Lieder den Geist des Advents miteinander teilen als es ansonsten der Fall gewesen wäre. Wir hoffen, Sie haben Verständnis für diese Entscheidung und feiern trotz allem den Gottesdienst mit uns

Wir wünschen allen Gesundheit und "einen lieben Advent" !

Mit herzlichen Grüßen

Die Vorsitzenden und Geschäftsführenden der Diakonie Würzburg
mit den Mitwirkenden des diesjährigen Gottesdienst - Teams 2020
 
 
 
Liturgin: Pfr.`in Kirsten Müller-Oldenburg
Predigt: Dekan Dr. Wenrich Slenczka
Anspiel: Andrea Dehler, Claudia Kaufhold, Zapperlott, Daniel Köhler
Kamera und Schnitt: Kim Hertinger
Künstlerische Mitwirkung, Beleuchtung und Equipment: Zappalott
Musik: Udo Hafner, Peter Wendel, Andrea Dehler, Claudia Kaufhold

 

 

Diakonie-Präsident überreicht Wichern-Adventskranz an den Deutschen Bundestag
 
Am 25. November überreichte der Diakonie-Präsident Ulrich Lilie den traditionellen Wichern-Adventskranz an den Deutschen Bundestag. Entgegennehmen wird ihn die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth. Die Übergabe ist eine bewährte Tradition, denn mit dem Adventskranz würdigt der Diakonie-Präsident die Arbeit des Parlaments und dankt den Mitgliedern und Mitarbeitenden des Bundestages für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.
 
  Photo: Diakonie/Stephan Röger
 
"Dieses besondere Jahr hat für viele Menschen die gewohnten Zeit-Rhythmen und Routinen kräftig durcheinandergebracht," sagt Diakonie-Präsident Lilie zur Übergabe. "Menschen erleben und erleiden, dass die klar getrennten Zeiten für Erwerbsarbeit, Familienarbeit und Freizeit zunehmend verschwimmen. In dieser Situation ist es eine gute Orientierung, und vielleicht sogar ein besonderer Trost, uns an die Zeit-Rhythmen des christlichen Kirchenjahres erinnern zu lassen."
 
Die kommende Adventszeit weise auf das Licht hin, das Jesus Christus in die Welt gebracht habe und auf die Hoffnung, die Christen damit verbänden. "Es trotzt aller Menschenfeindlichkeit. Und es setzt die ins Licht, die allzu leicht übersehen werden", sagt der Diakonie-Präsident.
 
Die Tradition des Adventskranzes geht zurück auf eine Idee des evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern (1808-1881). 1839 ließ er im Betsaal des "Rauhen Hauses" in Hamburg, einer von ihm gegründeten Einrichtung für Straßenkinder, zum ersten Mal einen Leuchter mit roten und weißen Kerzen für die
Werk- und Sonntage in der Adventszeit aufhängen. Der Kranz sollte den Kindern die Zeit des Wartens verkürzen.
 
In diesem Jahr hat der Adventskranz demzufolge 22 rote und vier weiße Kerzen.
 
Den Kranz stiftet in diesem Jahr die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, eine traditionsreiche diakonische Einrichtung in Brandenburg.
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Stephan Röger, stellv. Pressesprecher
 
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Candle Lighting - Gedenkgottesdienst in Würzburg

Am zweiten Sonntag im Dezember wird weltweit an früh verstorbene Kinder erinnert. Dazu stellen Trauernde in der ganzen Welt um 19:00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. 

Aus diesem Anlass gestaltet der Würzburger Arbeitskreis „Leere Wiege“, ein Zusammenschluss von Mitarbeiter*innen von Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen, Geburtskliniken und Selbsthilfegruppen auch in diesem Jahr wieder einen ökumenischen Gedenkgottesdienst.

Alle trauernden Mütter und Väter, die ihr Kind in der Schwangerschaft oder kurz nach seiner Geburt verloren haben, sind mit ihren Familien herzlich eingeladen.

Candle Lighting – Gottesdienst
am Sonntag, 13. Dezember 2020,
um 19.00 Uhr,
in der Gethsemanekirche
Würzburg - Heuchelhof, Straßburger Ring

Auch alle anderen Angehörigen und berufliche Wegbegleiter*innen sind willkommen.

Wir sind zuversichtlich, den Gedenkgottesdienst auch und ganz besonders in der aktuellen Pandemiesituation mit Ihnen begehen zu können.

Bitte informieren Sie sich auf der Homepage der Gethsemane-Kirche (https://gethsemane-wue.de/). 
Eine Absage aufgrund geänderter Bestimmungen wird dort bekannt gegeben.

 

Wir verweisen auf einen Standpunkt der Diakonie Deutschland:
Leistungswirrwarr beenden - Kindergrundsicherung einführen
 
Berlin, den 25. November 2020 - Anlässlich der am 26. und 27. November stattfindenden Arbeits- und Sozialministerkonferenz begrüßt die Diakonie Deutschland, dass die Bundesländer über die Einführung einer Kindergrundsicherung beraten.
 
Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: "Das Wirrwarr von existenzsichernden Leistungen für Kinder vom Kindergeld über den Kinderzuschlag und Kinderregelsatz bis zum Kinderfreibetrag muss beendet werden.
Viele Familien verlieren den Überblick und wissen nicht um die ihnen zustehenden Leistungen. Außerdem ist die Beantragung bürokratisch und kompliziert. Häufig werden Leistungen auch noch untereinander verrechnet. Das Ergebnis sind intransparente und ungerechte Auszahlungen. So kann es mitunter zu höheren Nettoleistungen bei höheren Familieneinkommen kommen als bei Niedrigsteinkommen. Deshalb müssen die existenzsichernden Leistungen für Kinder endlich vereinheitlicht und unkompliziert und bedarfsgerecht ausgestaltet werden.
 
Eine antragsfreie Kindergrundsicherung mit einem existenzsichernden Sockelbetrag gewährleistet eine einfache und unkomplizierte Förderung von Kindern und Familien. Wohnkosten werden ergänzend finanziert. Bedürftige Familien erhalten zusätzliche Unterstützung. Wer mehr braucht, soll direkt mehr bekommen."
 
Hintergrund:
Bisher stehen verschiedene existenzsichernde Leistungen wie Kindergeld, Kinder- Regelsatz, Kinderzuschlag und Kinderfreibetrag nebeneinander.
Die Diakonie-Position wird im beigefügten Hintergrundpapier erläutert:
 
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Die Sache mit dem Briefgeheimnis

Geschäftsführer der Christophorus-Gesellschaft verabschiedet sich in den Ruhestand

 Purlein_Abschied

In Frieden, Freiheit und Wohlstand zu leben, das ist hierzulande den meisten Menschen vergönnt. Allerdings: Nicht allen. Viele erleben Gewalt. Aktuell wächst die Zahl der Armen. Eine Menge hat sich in den letzten Jahren getan, um Menschen in prekären Lebenslagen zu helfen. Dass noch mehr geschieht, wäre ein großer Wunsch von Günther Purlein, Geschäftsführer der Christophorus GmbH, kurz vor seinem Eintritt in den Ruhestand.

Würde Günther Purlein seine Erinnerungen schreiben wollen, hätte er viel zu tun. Ein dicker Wälzer käme dabei heraus. Stieg er doch in spannenden Zeiten in die Sozialarbeit ein. Als der 65-Jährige noch die Schulbank drückte, kümmerte sich kaum jemand um Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben. Erst 1974 fiel in Würzburg der Startschuss für die Obdachlosenhilfe. „Der Gedanke war damals, Nichtsesshafte zu kanalisieren“, berichtet der scheidende Christophorus-Chef. Oder anders ausgedrückt: Man wollte „Landstreicher“ stärker unter Kontrolle bekommen.

Wen man damals für den neuen Plan gewinnen konnte, ist im Rückblick interessant: „Die erste Zentralstelle für Nichtsesshafte wurde von der Diakonie eröffnet. Caritas und die Stadt Würzburg machten mit.“ Wohlgemerkt: Wir schreiben das Jahr 1974. Ökumenische Zusammenarbeit war damals noch viel ungewöhnlicher als heute. Doch das Miteinander klappte. Und zwar so gut, dass 1979 mit denselben Akteuren eine Anlaufstelle für Straffällige eröffnet wurde. Günther Purlein war mit von der Partie: Im Oktober 1978 war er bei der Würzburger Diakonie in die Sozialarbeit eingestiegen. Ihm ist es auch zu verdanken, dass aus der „Zentralstelle“ eine „Zentrale Beratungsstelle“ wurde.

Immer wieder wagte es Purlein, kritische Themen zur Debatte zu stellen. „‘Zentralstelle‘ klang für mich nach Druck und nach Kontrolle von oben“, erinnert er sich. Purlein wollte, dass Menschen, die mit dem Gesetz ins Gehege geraten waren, fachliche Unterstützung erhielten. Dies war in der neuen, von einer ökumenischen Arbeitsgemeinschaft getragenen Anlaufstelle von Anfang an der Fall. Heute besteht die Einrichtung in Form der „Zentralen Beratungsstelle für Strafentlassene“ in der 2000 gegründeten Christophorus-Gesellschaft fort. Bis heute gibt es außerdem eine „Zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose“, und zwar ebenfalls unter dem Dach der ökumenischen GmbH.

Menschen geraten in Not, wenn sie von einer schweren Krankheit heimgesucht werden, wenn sie Scheidungen zu verkraften haben oder wenn sie ihren Arbeitsplatz plötzlich verlieren. Dann kann die Miete nicht mehr gezahlt werden. Kredite bleiben unbedient. Schulden laufen auf. Lange kümmerte sich niemand um diese Problematik. Als Günther Purlein 1984 in Würzburg die Schuldnerberatung eröffnete, war er weithin ein Pionier: „Das gab es damals in ganz Süddeutschland noch nicht.“ Bis dahin wurden auch in Würzburg ausschließlich überschuldete Gefangene beraten. Dadurch sollten ihre Chancen auf Resozialisierung steigen.

Sich um Ausgegrenzte zu kümmern, ist nicht nur ein Gebot der Christlichkeit, betont Günther Purlein. Das auf jeden Fall auch. Doch wer einen Blick in die Bayerische Verfassung und ins Grundgesetz wirft, stellt fest: Wir wollen ein Staat und eine Gesellschaft sein, in der niemand Not leiden muss. Das ist auch aus vielen Gesetzen herauszulesen. Purlein, der als „Sozialarbeiter mit dem Gesetzbuch unterm Arm“ gilt, wurde nie müde, darauf hinzuweisen. „Was bedeutet das Grundrecht aufs Briefgeheimnis anderes, als dass man auch eine Wohnung, eine Postadresse hat?“, fragt der Geschäftsführer, der hinter der Forderung nach einem Rechtsanspruch auf angemessenen Wohnraum steht.

Auch wenn sich in puncto Armenfürsorge in den letzten 40 Jahren eine Menge getan hat, darf man sich nicht zurücklehnen, appelliert Günther Purlein. Auch in Würzburg leben nach wie vor Menschen ohne einen festen Wohnsitz. Sie müssen zwar nicht draußen schlafen: Jede Kommune ist verpflichtet, Obdachlose unterzubringen. Dies geschieht in Würzburg zum Beispiel in der Sedanstraße. Allerdings war nie daran gedacht, dass Menschen dort viele Jahre lang in Verfügungswohnungen leben. Doch genau diese Situation ist eingetreten.

Auch wenn es gerade im Winter in einer Notunterkunft besser ist als auf der Straße, darf man sich mit dem gegenwärtigen Zustand nicht begnügen, findet Purlein. Das sieht auch Würzburgs Sozialreferentin Hülya Düber so. Gemeinsam planten die beiden, eine neue Einrichtung für ältere Obdachlose zu gründen. Die sollen, sozial betreut, zu dritt oder viert in dezentralen Wohngemeinschaften zusammenleben. Purlein hofft, bis zu 20 Bewohnern der Sedanstraße dadurch zu angemessenem Wohnraum verhelfen zu können. Dass das Projekt noch nicht unter Dach und Fach ist, liegt am angespannten Wohnungsmarkt: „Wir finden keine geeigneten Immobilien.“

Vielleicht gelingt es im neuen Jahr eine erste WG zu eröffnen. Günther Purlein wird dies dann nur noch von außen mitverfolgen können: Am 18. November übernimmt Nadia Fiedler den Staffelstab von ihm. Die Sozialrechtlerin leitet derzeit die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle der Christophorus-Gesellschaft. Künftig wird sie daneben auch für die beiden Zentralen Beratungsstellen, die Kurzzeitübernachtung, das Johann-Weber-Haus, die Bahnhofsmission  und die Wärmestube zuständig sein. Inhaltlich wird Fiedler den eingeschlagenen Kurs fortführen, gilt doch auch sie als Kämpferin für eine humane Armenhilfe. Fredy Arnold

 

Günther Purlein verabschiedet sich nach 20 Jahren Geschäftsführung der Christophorus GmbH. Bild: Fredy Arnold

 

INFOBOX:

Die Christophorus-Gesellschaft wird von der katholischen Caritas, der evangelischen Diakonie und der Kirchenstiftung St. Johannes getragen. Caritas und Diakonie tragen maßgeblich zur Finanzierung bei. Durch die Übernahme öffentlicher Aufgaben wie Insolvenzberatung erfolgt eine Förderung bspw. durch die Stadt Würzburg und das Landratsamt Würzburg – sowie viele weitere Mittel der öffentlichen Hand. Bußgelder aus der Justiz helfen im Bereich der Strafhaftentlassenen. Spenden sind der wichtigste Baustein im Bereich der modernen Armenfürsorge. Wollen Sie helfen, dann gerne: IBAN DE08 7905 0000 0045 0297 25 – ganz im Sinne des scheidenden Geschäftsführers nach 42 Jahren ökumenischer Sozialarbeit in Würzburg.

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland

Pflegende  Angehörige müssen  besser abgesichert werden

Berlin, den 11. November 2020 - In Deutschland werden fast die Hälfte aller pflegebedürftigen Menschen von Angehörigen zuhause gepflegt - überwiegend von Frauen. Mit steigendem Renteneintrittsalter drohen Engpässe bei der privaten Pflege, da vor allem Menschen im Übergang in den Ruhestand Angehörige pflegen.

Ein Höheres Pflegegeld und Lohnersatzleistungen sowie bessere Bedingungen für flexible Arbeitszeitgestaltung könnten den Zielkonflikt zwischen Renten- und Pflegepolitik lösen. Das ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

 

Dazu erklärt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Diese repräsentative Studie ist eine gute Grundlage, um die Lücken in der Absicherung pflegender Angehöriger zu schließen und die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege zu verbessern. Dreiviertel der pflegenden Angehörigen sind demnach unter 65 Jahre alt. Sie müssen Pflege und Erwerbstätigkeit vereinbaren, wenn sie nicht sogar für die Pflege eines Angehörigen ganz aus dem Beruf ausscheiden. Betroffen sind in der Mehrzahl Frauen. Sie verzichten dabei nicht nur auf Einkommen, sondern auch auf einen Teil ihrer künftigen Rente. Wer in seinem Job bleibt, Arbeitszeit reduziert, um zuhause ein Familienmitglied zu pflegen, braucht eine Perspektive für die eigene Altersversorgung. Die Diakonie Deutschland hält es für notwendig, dass pflegende Angehörige für die Pflege von Angehörigen höhere Rentenansprüche erwerben und zwar auch dann, wenn sie ihre Arbeitszeit nur wenig reduzieren.

Zudem muss die Pflege Angehöriger durch den Ausbau professioneller Pflege weiter gestärkt werden. Darüber hinaus sieht das umfassende Reformkonzept der Diakonie Deutschland vor, dass Angehörige, die zeitweise ihren Beruf für die Pflege Angehöriger ganz aufgeben, Lohnersatzleistungen erhalten und rentenversichert sind. Wer pflegt, darf nicht in Altersarmut geraten. Wer im Job bleibt, sollte Gewissheit haben, dass Angehörige die nötige und gute Pflege bekommen. Die Lücke, die mit der teilweise oder ganzen Aufgabe des eigenen Berufes entsteht, muss geschlossen werden."

 

Zum Thema veröffentlicht die Diakonie Deutschland in Kürze eine Positionierung für eine verbesserte Alterssicherung pflegender Angehöriger. Bei Interesse wenden Sie sich an pressestelle@diakonie.de

 

Weitere Informationen:

DIW-Studie "Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege kann Zielkonflikt zwischen Renten- und Pflegepolitik lösen:

https://www.diw.de/de/diw_01.c.803087.de/publikationen/wochenberichte/2020_46_1/bessere_vereinbarkeit_von_beruf_und_pflege_kann_zielkonflikt_zwischen_renten-_und_pflegepolitik_loesen.html

 

https://www.diakonie.de/pflegeversicherung

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin

 

Pressestelle, Zentrum Kommunikation

T +49 30 65211-1780

F +49 30 65211-3780

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Diakonie Deutschland

Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de

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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

 

 

Die Not nimmt drastisch zu - 

Förderverein unterstützt Arbeit der Bahnhofsmission mit einer Spende von 40.000 Euro

Jeden Tag macht sich die Frau Richtung Innenstadt auf. Sie nimmt den Weg zum Bahnhof. Schaut, ob in der Bahnhofsmission ein Platz frei ist. Die Frau lebt in einer winzigen Wohnung unterm Dach. Nie hält sie es dort lange aus. Neulich brach sie in der Bahnhofsmission in Tränen aus. „Die Vorstellung, dass auch sie womöglich irgendwann einmal in Quarantäne muss und so in ihrer kleinen Wohnung eingesperrt ist, jagte ihr schreckliche Angst ein“, berichtet Michael Lindner-Jung, Leiter der Bahnhofsmission.

Die Frau hatte keine große Angst, dass sie von einer schweren Krankheit heimgesucht würde. Die reine Corona-Diagnose „positiv“, war sie sich sicher, würde sie schon irgendwie wegstecken. Doch der Gedanke an „Gefangenschaft“ und Isolation war für sie unerträglich, schildert Lindner-Jung bei der diesjährigen Spendenübergabe des Fördervereins Bahnhofsmission an die Einrichtung der Christophorus-Gesellschaft. 40.000 Euro waren wieder zusammengekommen. Das Geld wird dringend gebraucht. Denn die Not wächst Corona bedingt drastisch - und zwar sowohl die seelische als auch die rein materielle.

Der statistische Jahresvergleich zeigt das Ausmaß. Im vergangenen Jahr wurden im Durchschnitt 60 Mal pro Tag Lebensmittel ausgegeben. „Diese Zahl liegt aktuell bei über 100“, sagt Lindner-Jung. Bei vielen Besuchern der Bahnhofsmission, die sich derzeit etwas zu essen abholen, handelt es sich nicht um bekannte Gesichter. Auffällig ist, dass vermehrt Menschen mit Migrationshintergrund kommen. Aber auch Senioren bitten häufiger um etwas zu essen. Zu vermuten steht laut Lindner-Jung, dass es sich bei einigen Besuchern um Bürger handelt, die pandemiebedingt arbeitslos wurden.

Weil die Nachfrage nach Essen so gewaltig gestiegen ist, bittet die Bahnhofsmission wegen sehr begrenzter Lagermöglichkeiten vor allem um Geldspenden für Lebensmittel. Denn oft fallen die einzelnen Portionen recht klein aus, wenn nicht genug vorhanden ist. „Geldspenden helfen uns, alles Nötige zu besorgen, sobald die Vorräte ausgehen“, so Lindner-Jung. Dass es sich bei jenen, die in der Bahnhofsmission Essen holen, um wirklich Bedürftige handelt, erkennt das Team an den weiten Strecken, die zum Teil zurückgelegt werden: „Einige Menschen kommen aus 30 Kilometer Entfernung zu uns, um zwei Brote abzuholen.“ Dabei handelt es sich um Personen mit Behinderung, die Bus und Bahn kostenlos nutzen dürfen.

Viele Besucher der Bahnhofsmission fühlen sich als Menschen zweiter Klasse. Ausgegrenzt. Abgehängt. Nicht wahrgenommen. Dieses Gefühl hat sich bei einigen Besuchern durch die Pandemie in bedenklicher Weise intensiviert, berichtet Lindner-Jung: „Menschen, die wir schon lange kennen, verhalten sich plötzlich völlig verändert.“ Eine obdachlose Frau zum Beispiel, die schon öfter in der Bahnhofsmission übernachtet hatte, geisterte kürzlich in der Nacht völlig desorientiert durch die Räume. Besucher wie sie, die wenige Ressourcen haben, werden durch den „Corona-Szenerie“ völlig irritiert und seelisch massiv erschüttert.

Die Menschen sind froh um jeden anderen Menschen, der es gut mit ihnen meint. Doch aktuell haben sie kaum jemand zum Reden, weniger Kontakte denn je. „Auch in unserem Besucherraum können sich derzeit nur maximal drei Personen gleichzeitig aufhalten“, so Lindner-Jung. Die Aufenthaltsdauer ist auf 30 Minuten beschränkt. Immer wieder müssen Gäste auch abgewiesen werden. Das führt zu Resignation. Und kann vorhandene depressive Verstimmungen verstärken. Trotz der Einschränkungen tut das Team alles, um den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. „Jeden Tag haben wir über 120 Kontakte zu Hilfesuchenden“, berichtet der Theologe.

Die Spende des Fördervereins ist auch heuer wieder in erster Linie für den Nachtdienst gedacht. Laut Lindner-Jung vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine Frau wünscht, aufgenommen zu werden. Bis zu vier Frauen können die Nacht in den Räumen der Bahnhofsmission verbringen. Darunter auch Frauen nach erfahrener Gewalt. Laut Helmut Fries, Vorsitzender des Fördervereins der Bahnhofsmission, bekommt die diesjährige Spende wegen der Krise eine besondere Qualität. Durch die öffentliche Spendenübergabe machten er und seine Mitstreiter darauf aufmerksam, in welch beunruhigendem Maße die Not wächst. Und dass dringend etwas getan werden muss, bevor es Winter wird.

Natürlich möchte sich kein Mensch durch das Virus eine schwere Erkrankung einfangen. Deshalb ist Vorsicht geboten. Doch beim Kampf gegen die Pandemie darf nicht vergessen werden, was die Eindämmungsmaßnahmen mit Menschen in prekären Lebenslagen machen, appelliert das Team der Bahnhofsmission. Viele Bescher der ökumenischen Einrichtung leiden massiv unter Verlassenheitsgefühlen, betont Fries: „Einige sehen im Moment nur noch alles Grau in Grau.“

 

Bankverbindung
Förderverein Bahnhofsmission Würzburg
Liga Bank  DE97 7509 0300 0003 0102 28

 Scheckübergabe_2020_Christophorus

Gerade angesichts der Herausforderungen durch die Pandemie ist die Würzburger Bahnhofsmission dringend auf Unterstützung angewiesen (im Bild von links: Michael Lindner-Jung, Leiter, der Bahnhofsmission, Johannes Hasler, Christa Rüger und Helmut Fries vom Vorstand des Fördervereins sowie Günther Purlein, Geschäftsführer der Christophorus-Gesellschaft). Foto: Förderverein Bahnhofsmission

 

Hunger? Die Bahnhofsmission Würzburg hilft

Heute brauchen wir Ihre Hilfe

Über 100 Lebensmittelportionen gibt die Bahnhofsmission Würzburg täglich an hilfebedürftige Menschen weiter. Nicht wenige Hilfesuchende nehmen weite Wege auf sich für eine Brotzeit, einen Apfel, Joghurt oder was sonst in der Bahnhofsmission verfügbar ist, weil ihr Geld zum Lebensunterhalt nicht reicht. Für sie ist diese Unterstützung lebenswichtig. Vor allem wohnungs- und mittellose Menschen sind auf diese Hilfe der Bahnhofsmission angewiesen. In Zeiten von Corona übersteigt die vermehrte Nachfrage das Angebot und die Möglichkeiten der Einrichtung am Hauptbahnhof.
Bitte helfen Sie mit einer Geldspende auf das Konto IBAN DE82 7509 0300 0103 0018 81
Stichwort: Lebensmittel für Bedürftige

Sachspenden können aufgrund sehr begrenzter Lagerkapazitäten nur in Ausnahmefällen angenommen werden. Frisches lagerfähiges Obst und löslicher Kaffee sind immer willkommen. Bitte rufen Sie uns im Zweifelsfall vorher an: 24/7 -Telefon: 0931–7304-8800

Im Bild reicht Lilian Stumpf Lebensmittel. Foto: Michael Lindner-Jung

Selbstgenähte Masken von WueCare für die Ratsuchenden der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit

Gar nicht so leicht, sich gegenseitig anzuschauen, wenn alle eine Maske tragen müssen, aber was sein muss, muss sein! Dass man dabei aber sehr gut ausschauen kann, zeigen die selbstgenähten Masken von WueCare. 500 Mund-Nasen-Bedeckungen in allen möglichen Farben und Mustern hat die gemeinnützige Bürgerinitiative dem Beratungsdienst der Diakonie am Friedrich-Ebert-Ring 42 geschenkt. Die Beraterinnen haben sie liebevoll im Eingangsbereich an Wäscheklammern aufgehängt. Wer zur Beratung kommt, darf sich gerne eine solche Maske als hübsches Trostpflaster in schweren Zeiten aussuchen und mitnehmen.

Das November Programm der OBA ist da - Einstweilen wird versucht, die Angebote aufrecht zu erhalten! Aktualisierungen finden Sie auf der Webseite der OBA.

Die ZDF-Sendung: „Diakonie – Nächstenliebe ganz praktisch“,

die am Sonntag, den 4. Oktober 2020 ausgestrahlt wurde, vermittelt einen guten Eindruck davon, wie Diakonie "tickt".

Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland: 

Gemeinsam gegen Hass und Hetze - Jüdisches Leben ist bereichernd und vielfältig

Berlin, den 8. Oktober 2020 - Zum ersten Jahrestag des antisemitischen und rechtsextremistischen Terroranschlags in Halle am 9. Oktober äußert sich Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

 "Unsere Gedanken und Gebete sind heute bei den Opfern und ihren Angehörigen sowie bei unseren jüdischen Geschwistern in Halle und anderswo. Auch ein Jahr nach dem widerwärtigen Attentat ist offener Antisemitismus die traurige Realität im gesellschaftlichen Alltag. Das zeigen das jüngste Attentat auf einen Gläubigen vor einer Synagoge in Hamburg in der vergangenen Woche, aber auch die unerträglichen Beleidigungen und Abwertungen von Jüdinnen und Juden auf der Straße, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen und auf Schulhöfen, die von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet geschehen.

Wir dürfen als Gesellschaft, als Christinnen und Christen nicht wegschauen, sondern müssen Hass und Hetze entschieden bekämpfen. Ich bin dankbar für die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland. Unser historischer Auftrag ist es, alles dafür zu tun, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland frei und ohne Angst leben und ihre Religion ausüben können. Wir tragen die Verantwortung für ihr sicheres Leben in unserem gemeinsamen Land."

Die Diakonie engagiert sich in vielen Projekten gegen Antisemitismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit. Wir schulen Mitarbeitende und freiwillig Engagierte und treten ein für eine offene und solidarische Gesellschaft der Vielfalt und des friedlichen und demokratischen Miteinanders.

Weitere Informationen:
 
 
 
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Bayern:

Zu Beginn der kalten Jahreszeit: Diakonie fordert Ausbau der Wohnungsnotfallhilfe

Nürnberg, 6. Oktober 2020

Mit einem deutlichen Appell haben sich die Diakonie Bayern und der Fachverband Evangelische Wohnungsnotfallhilfe an die Politik gewandt: „Es ist viel geschehen – die Wohnungsnotfallhilfe muss jedoch weiterhin gesichert und ausgebaut werden“, so die zuständige Vorständin, Sandra Schuhmann der Diakonie Bayern am Rande des Verbandsfachtages, der heute gleichzeitig digital und in Nürnberg stattfindet. Im Rahmen des Aktionsplans „Hilfe bei Obdachlosigkeit“ der bayerischen Staatsregierung habe man schwerpunktmäßig Präventionsstellen zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit und aufsuchende Sozialarbeit in Obdachlosenunterkünften ausbauen können. Es müsse aber noch mehr geschehen, so Schumann.

Dass die Unterkünfte für wohnungslose Menschen bislang kaum von Corona betroffen seien, zeige, dass die Verantwortlichen hier einen guten Job machen würden, so Schuhmann, und dass die Hygieneschutzkonzepte greifen würden. „Allerdings: Die kalte Jahreszeit wird für eine zusätzliche Nachfrage sorgen – wir sehen hier einen erhöhten Bedarf an Unterbringungs- - und Aufenthaltsmöglichkeiten auch entsprechend den Infektionsschutzmaßnahmen auf die Einrichtungen zukommen.“

Um zu verhindern, dass die Notunterkünfte zu dauerhaften Unterkünften werden, fordert die Diakonie den Ausbau von bezahlbarem Wohnraum. Schuhmann: „Der Bund, das Land, die Kommunen und Gemeinden müssen den sozialen Wohnungsbau stärker in den Blick nehmen und entsprechende Anreize dafür schaffen und einen Zugang z. B. durch Belegungsrechte erschließen.“

Der Vorsitzende des Fachverbandes, Andreas Kurz. ergänzt: „Die Diakonie selbst leistet hier einen Beitrag und schafft in dem ihr möglichen Rahmen zusätzlichen Wohnraum.“ Als Beispiel nannte Kurz das Diakonische Werk Rosenheim, die Stadtmission in Nürnberg sowie Herzogsägmühle.

Um dem wachsenden Problem der Wohnungsnot und der drohenden Wohnungslosigkeit angemessen begegnen zu können, fordern die Diakonie und ihr Fachverband bayernweit ein strukturell und fachlich ausgebautes Hilfesystem der Wohnungsnotfallhilfe mit auskömmlichen Rahmenbedingungen. Der Aktionsplan „Hilfe bei Obdachlosigkeit“ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales sei, so Kurz, dabei ein wichtiges Instrument. Dank der bereitgestellten, staatlichen Mittel hätten einige strukturelle Lücken im Rahmen einer Anschubfinanzierung geschlossen werden können. Vorständin Schuhmann: „Allerdings werden weiterhin dringend Mittel im Doppelhaushalt 2021/2022 für weitere wirksamen Modellprojekte als Anschubfinanzierung benötigt, die dann in eine Regelfinanzierung durch die kreisfreie Stadt bzw. den Landkreis überführt werden können.“ Ziel muss es sein, hier ein bayernweit flächendeckendes Hilfesystem an Fachstellen der Wohnungsnotfallhilfe dauerhaft zu schaffen.

In Bayern leben offiziellen Angaben aus dem Jahr 2017 zufolge mehr als 15.500 Menschen ohne eigene Wohnung; Zusätzlich geht man von einer deutlich höheren Anzahl an Personen in verdeckter Wohnungslosigkeit aus, die in prekären Wohnverhältnissen leben und beispielsweise bei Bekannten oder Freunden unterkommen. Aktuellere amtliche Zahlen von Menschen in Wohnungsnot gibt es bislang nicht, erst im Jahr 2022 soll es eine bundesweit einheitliche Wohnungslosenstatistik geben. 

Der Fachverband Evangelische Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe (FEWS) ist ein Zusammenschluss von diakonischen Trägern der Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe. Er greift sozialpolitische Themen und spezifische Fragenstellungen auf und nimmt dazu Stellung. Der Fachverband der Diakonie in Bayern vertritt 33 Mitgliedseinrichtungen mit über 100 verschiedenen Angeboten mit Unterstützungsleistungen für Menschen in drohender bzw. akuter Wohnungslosigkeit in Bayern.

 

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Daniel Wagner

 

 

Zu MIKA, dem Podcast der Diakonie Bayern, geht es hier entlang.

 
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 215
 

„Kein Mensch dritter Klasse mehr sein“

Das sagt ein Betroffener zum internationalen Tag der Obdachlosen

Der Beruf kam seinen Neigungen sehr entgegen: Als junger Mann tauchte Waldemar K. in die Welt der Hotellerie ein. Im „Hilton“ lernte er die High Society kennen. Auf Kreuzfahrtschiffen besah er sich die Welt. Dann kam der Absturz. „Heute werde ich als Mensch dritter Klasse behandelt“, sagt der wortgewandte 60-Jährige, der seit 15 Jahren auf der Straße lebt. Mehr Wertschätzung, das wäre sein größter Wunsch zum Tag der Wohnungslosen am 11. September, meint K., der vor wenigen Tagen in Würzburg eintraf.

Man sieht Waldemar K. sofort an, dass er einmal eine dynamische Persönlichkeit war, unternehmungslustig und tatkräftig, die mit beiden Beinen auf dem Boden stand. Der Abstieg begann, als sich die Arbeitsbedingungen in seiner Branche drastisch verschlechterten: „Nach dem Mauerfall wurde der Markt geöffnet, billige Arbeitskräfte kamen, die Konditionen wurden immer mieser, ich hatte keine Perspektive mehr.“ Extrem zu schaffen machte ihm außerdem, dass seine Lebensgefährtin zwei Fehlgeburten hatte. Die Beziehung ging schließlich in die Brüche. Waldemar K. suchte Trost im Alkohol. Sein Leben entglitt ihm immer mehr. Im Mai 2005 landete er auf der Straße.

Wie Obdachlose behandelt werden, lässt sich auf eine einfache Formel bringen, meint Waldemar K.: „Man ist nicht mehr gesellschaftlich gleichgestellt.“ Sondern man ist „der“ oder, schlimmer noch, manchmal gar „das“ Letzte. Der gelernte Restaurantfachmann nennt ein Beispiel, das ihn immer wieder fuchsig macht: „Es gibt Jobcenter, da muss ich um 8.30 Uhr meinen Pass abgeben, bekomme aber erst um 12 Uhr meinen Tagessatz ausbezahlt.“ Derweil werden die anderen „Kunden“ bedient. Waldemar K. kommt dadurch in die Bredouille. Denn er muss weiter. Zum nächsten Ort. Wo es den nächsten Tagessatz gibt. Und im besten Fall ein warmes Bett.

Waldemar K. hat die Courage, von sich zu erzählen. Er ist selbstbewusst. Denn er weiß, was er kann. Dadurch, dass er auf Schiffen unterwegs und in internationalen Hotels tätig war, spricht er fließend Englisch, Französisch und Italienisch. Aber auch mit einem Spanier könnte er sich unterhalten. Oder mit einem Polen: „Außerdem beherrsche ich zumindest ein paar Brocken Arabisch.“ Damit ist er keine Ausnahme: „Ich habe in den letzten 15 Jahren auf der Straße Psychologen, Rechtsanwälte und Doktoren kennen gelernt, die ebenso abgestürzt waren.“ Die wenigsten würden jedoch über sich sprechen. Denn die Scham sei riesengroß.

Die meisten versuchten, sich so zu verhalten, dass nicht das Geringste auf ihre Situation hinweist: „Doch dieses Versteckspiel kostet eine wahnsinnige Kraft.“ Auf Dauer erschöpft es. Auch Waldemar K. hat das Gefühl, bald nicht mehr zu können. Das Straßenleben hat ihn krank gemacht, erzählt er und zückt aus seiner Börse einen Ausweis. Darauf steht, dass ihm ein Grad der Behinderung von 90 anerkannt wurde. Schon vor zwei Jahren ließ er sich bei der Christophorus-Gesellschaft auf die Warteliste für das „Betreute Wohnen“ setzen: „Gestern hörte ich, dass es sehr wahrscheinlich klappen wird.“ Waldemar K. sehnt sich nach einer festen Bleibe: „Ich will wieder Boden unter den Füßen haben.“

Die Würzburger Christophorus-Gesellschaft ist bei Wohnungslosen sehr beliebt, denn hier erhalten sie mehr Unterstützung als an vielen anderen Orten, schildert Waldemar K. im Aufenthaltsraum der Kurzzeitübernachtung (Herberge). Wacht er morgens auf, kann er ein Stockwerk höher in die Zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose (ZBS) gehen, wo ihm der Tagessatz ausbezahlt wird. Er muss also nicht, wie in anderen Städten, drei Stunden lang warten. Gut tat ihm, wie herzlich er gestern von Michael Schramm, der in der Herberge  Dienst tat, begrüßt wurde: „Obwohl ich jetzt schon zwei Jahre nicht mehr hier war, hat mich Herr Schramm gleich erkannt, sogar trotz Maske.“

Waldemar K. erzählt, dass er harte Monate hinter sich hat. Nach Ausbruch der Corona-Krise waren die Notschlafstätten wochenlang geschlossen oder sie wurden nur eingeschränkt betrieben. Eine eiskalte Nacht im März bleibt ihm unvergesslich: „Ich bin mal wieder abgewiesen worden, weil keiner mehr in die Notschlafstätte durfte, das war in Mainz.“ Waldemar K. wollte nicht mitten in der Stadt „Platte machen“. Also tigerte er fünf Kilometer an die Peripherie. Dann fing es an, in Strömen zu regnen. K. entdeckte einen Friedhof: „Zum Glück stand an der Leichenhalle eine überdachte Bank.“ Er breitete seine Isomatte aus. Entrollte den Schlafsack. Und nickte endlich ein.

Doch außer den Notschlafstätten hatten noch verschiedene andere, wichtige Einrichtungen geschlossen: „Vor allem auch die Jobcenter.“ Drei Tage lang war es für Waldemar K. nicht einmal mehr möglich gewesen sich, den Tagessatz abzuholen. Er musste ohne einen einzigen Cent klarkommen: „Da begann ich, Pfandflaschen einzusammeln.“ Für zwei Pfandflaschen konnte er sich ein Brötchen leisten. Fand er vier Flaschen, ging er zum Discounter und holte sich das billigste Päckchen Wurst: „So kam ich zu meinen Mahlzeiten.“ Doch er musste ja weiter. Brauchte Geld für einen Fahrschein. Um irgendwo ein Bett zu finden. Eine Dusche. So ging die Flaschensuche weiter.

 Obdachlosenbegrüßung

BU: Michael Schramm von der Kurzzeitübernachtung der Christophorus-Gesellschaft nimmt Waldemar K. herzlich in Empfang. Bild: Günther Purlein

Wir verweisen auf eine aktuelle Mitteilung der Diakonie Deutschland und von Brot für die Welt
 
Mehr Corona-Mittel für arme Kinder und ihre Familien in Deutschland und weltweit!
 
- COVID-19-Pandemie
- 152 Millionen Kinder müssen weltweit arbeiten
- Recht auf Bildung und Teilhabe ist auch in Deutschland eingeschränkt
 
Die Situation der ärmsten Kinder weltweit ist durch die Auswirkungen der Corona- Pandemie verzweifelt. Brot für die Welt und die Diakonie Deutschland rufen zum Weltkindertag (20.9.) gemeinsam dazu auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, Kinder nicht um ihre Zukunftschancen zu bringen. Das Motto des Weltkindertages lautet "Kinderrechte schaffen Zukunft".
 
 "Die ärmsten Familien mit den geringsten Ressourcen werden am meisten durch die Pandemie belastet und erhalten am wenigsten Unterstützung. Ihre Einkommenssicherung könnte auf Kosten der Zukunft der Kinder gehen. Millionen Kinder werden nach dem Ende der Ausgangssperren nicht mehr in die Schule zurückkehren können, weil sie zum Familienunterhalt beitragen müssen, wenn die internationalen Geber nicht rasch etwas für die soziale Absicherung armer Familien weltweit tun", sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. Die COVID-19-Pandemie hat die sozialen Ungleichheiten weiter verschärft. Die Stiftung des Friedensnobelpreisträgers und Brot-für-die-Welt- Partners Kailash Satyarthi hat berechnet, dass aktuell nur knapp 0,13 Prozent aller weltweiten Corona-Hilfen dafür vorgesehen sind, die am stärksten benachteiligten Kinder und ihre Familien zu unterstützen. Füllkrug-Weitzel: "In den Unterstützungsleistungen Deutschlands und der EU werden die Armen weltweit kaum angemessen berücksichtigt. Kinder vor Sklaverei und Ausbeutung zu schützen, sie und ihre Familien mit sozialen Sicherungssystemen vor extremer Armut zu bewahren und ihnen zu helfen, weiter in die Schule zu gehen, sollte einen hohen Stellenwert bei Zuwendungen aus Coronamitteln haben. Dafür müssen auch deutlich mehr Finanzmittel bereitgestellt werden und soziale Grundsicherung in den ärmsten Ländern muss für die ärmsten Bevölkerungskreise finanziert werden."
 
Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit 152 Millionen Kinder arbeiten, davon 73 Millionen in ausbeuterischen Verhältnissen.
Die Vereinten Nationen befürchten, dass die Kinderarbeit zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder ansteigen könnte. Es wird geschätzt, dass rund 300 Millionen Kinder, vor allem Mädchen, auch nach Ende der Pandemie nicht mehr in die Schule zurückkehren könnten. "Schulschließungen - in manchen Ländern für das ganze Schuljahr und ohne digitale Kompensationsangebote - haben bereits jetzt dazu geführt, dass sich die Zukunftschancen für Kinder verdunkeln. Für 368 Millionen Kinder weltweit ist damit auch die oft einzige Mahlzeit am Tag weggefallen und sie sind über Monate unterernährt worden. Auch das ist eine Belastung für ihre Zukunft!" sagt Füllkrug-Weitzel.
 
Doch nicht nur in den ärmsten Ländern, auch im reichen Industrieland Deutschland werden Kinder in ihrem Recht auf Bildung und umfassender gesellschaftlicher Teilhabe eingeschränkt. Gerade jetzt zum Schuljahresbeginn zeigt sich, wie Kinder aus Familien mit niedrigen Einkommen, die nicht über eine digitale Grund- Ausstattung verfügen, auf Dauer in ihren Bildungschancen benachteiligt sind.
Hier werden die verfassungsgemäß garantierten Rechte von Kindern und Jugendlichen auf Bildung und Chancengleichheit missachtet.  So sind immer noch in einigen Bundesländern die Mittel aus dem Sofortprogramm zur digitalen Teilhabe in Höhe von 500 Millionen Euro nicht bei den Kindern angekommen. Die notwendigen Bedarfe für Schule und Bildung werden auch in den neu festgelegten Hartz IV-Regelsätzen nicht ausreichend berücksichtigt. In Deutschland leben 1,5 Millionen Kinder bis 14 Jahren von Hartz IV.
 
Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland: "Die digitale Grundausstattung von Kindern im Grundsicherungsbezug muss voll finanziert werden:  Jedes dieser Kinder braucht einen Laptop und einen WLan-Zugang. Digitale Bildung ist eine Voraussetzung auch für soziale Teilhabe, sonst nehmen wir in Kauf, dass eine große Gruppe von Kindern und Jugendlichen schon jetzt als Verlierer der Digitalisierung feststeht, weil sie von vornherein benachteiligt sind. Nicht nur beim digitalen Lernen, auch der Austausch mit Mitschülerinnen und Mitschülern läuft über Smartphone und Laptop. Eine gute Bildung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft der ganzen Gesellschaft. Deshalb muss die Politik mehr als bisher in die Bildung und den schnelleren Ausbau der Digitalisierung investieren. Alle Kinder müssen die gleichen Chancen und die beste Bildung erhalten."
 
Hintergrund:
Brot für die Welt setzt sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit ein. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist das evangelische Hilfswerk Träger der globalen Kampagne "100 Millionen" in Deutschland. Ziel ist es, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden. In Deutschland fordert die Kampagne ein Verbot von Produkten aus Kinderarbeit und ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen zur Einhaltung menschenrechtlicher Standards verpflichtet.
 
Weitere Informationen:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin Diakonie Deutschland, mobil: 0172 711 5541 kathrin.klinkusch@diakonie.de
 
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt, mobil: 0174 302 0158 renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de
 
Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen von Brot für die Welt und Diakonie Deutschland verschickt. Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Diakonie Deutschland
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir verweisen auf die Stellungnahme des Präsidenten der Diakonie Bayern, Herrn Pfarrer Michael Bammessel vom 15. September 2020:
 
 
Die Situation der Menschen auf Lesbos ist in aller Munde - zurecht. Zulange wurde weggesehen, mit dem Verweis auf eine vermeintliche europäische Lösung. Es gibt jedoch einen weiteren Aspekt der Flüchtlings- und Migrationspolitik, und das ist die Frage nach einer Perspektive für die Menschen, die bereits in Deutschland sind. Darauf weist Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern in der aktuellen Ausgabe von Menschenskind, dem Videoblog der bayerischen Diakonie, hin.
 

Daniel Wagner

 

Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 215
 

 

Der Film der Fernsehlotterie über den StadtteilLaden Heidingsfeld ist da!

Wer mehr darüber erfahren möchte, klickt am besten auf die ausführliche Nachricht vom 19.8.2020 (hier in der Übersicht)

oder schaut sich einfach den Film StadtteilLaden Heidingsfeld hier an.

 

Information zum Welttag der Suizidprävention am 10. September

Plakat_Weltsuizidtag_2020
Jedes Jahr sterben in Deutschland ungefähr 10.000 Menschen durch Suizid. In Deutschland sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen. Weit mehr als 100.000 Menschen erleiden jedes Jahr den Verlust eines nahestehenden Menschen durch Suizid.

Um die Öffentlichkeit auf die weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität aufmerksam zu machen wird alljährlich der Welttag der Suizidprävention veranstaltet. Der Welttag der Suizidprävention wurde von der International Association for Suizide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation WHO das erste Mal für den 10. September 2003 ausgerufen.

Der 10. September ist besonders auch ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die durch Suizid Verstorbenen. Der Tag kann Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit einen Raum bieten, in dem der Erfahrung von Verlust und Trauer Ausdruck gegeben und miteinander geteilt werden.

Gedenken in Würzburg am Donnerstag, den 10.9.2020:

An diesem Tag wird sich der Mittagsimpuls 5 nach 12 im Dom dem Thema Suizidprävention widmen.

Infostände und andere Veranstaltungen wird es wegen der Corona Situation dieses Jahr nicht geben.

Wir setzen statt dessen auf Pressemeldungen und Infos auf den Homepages der Mitglieder der AG Weltsuizidpräventionstag.

 

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Krisendienst Würzburg

- Hilfe bei Suizidgefahr -
Kardinal-Döpfner-Platz 1
97070 Würzburg
Tel.: 0931 / 571717
Fax: 0931 / 3534040

Öffnungszeiten
Mo. - Fr. :  14:00 - 18:00 Uhr
Tägl. Bereitschaftsdienst: 18:30 -00:30 Uhr

e-Mail: info@krisendienst-wuerzburg.de
homepage: www.krisendienst-wuerzburg.de

Wir verweisen auf die aktuelle Stellungnahme der Diakonie Deutschland:
 
Feuer in Moria sind ein Fanal der Hoffnungslosigkeit und Wut
Berlin, den 9. September 2020 - Im völlig überfüllten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind vergangene Nacht mehrere Feuer ausgebrochen. Das Camp wurde evakuiert. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:
"Das Worst-Case-Szenario ist nun eingetreten, vor dem wir seit Monaten warnen:Die Feuer in Moria sind ein Fanal der Hoffnungslosigkeit und Wut, weil noch immer keine menschenwürdige Lösung gefunden wurde. Hier tragen wir, Deutschland und die EU, die Verantwortung.
Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie nun ihren Ratsvorsitz in der EU ernst nimmt und die sofortige Evakuierung dieser ohnehin sehr geschwächten Menschen von den Inseln organisiert. Wir haben gezeigt, dass wir problemlos 900 Menschen aus Griechenland aufnehmen können, Länder und Städte stehen bereit und können sofortige Abhilfe schaffen. Diese katastrophale Lage duldet keinen Aufschub."
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir verweisen auf einen Bericht des Bündnisses "United4Rescue" vom 2.9.2020:: 

Schiff_SeaWatch4

353 Menschen haben einen sicheren Hafen!


Liebe Unterstützer*innen von United4Rescue,

die erste Mission unseres Bündnisschiffes geht erfolgreich zu Ende! Insgesamt 353 Menschen hat die „Sea-Watch 4 – powered by United4Rescue“ in den vergangenen Tagen gerettet und an Bord genommen. Und auch ein Sicherer Hafen ist nach 11 Tagen bangen Wartens jetzt gefunden: Heute Morgen ist unser Bündnisschiff im Hafen von Palermo eingelaufen und hat die Geretteten den italienischen Behörden übergeben.

Die Stadt Palermo mit ihrem Bürgermeister Leoluca Orlando gehört zu den Gründungspartnern von United4Rescue und setzt sich bereits seit vielen Jahren für Solidarität und Menschlichkeit ein. Wir sind enorm dankbar für den großen Einsatz der Schiffsbesatzung – und die Unterstützung aller unserer Bündnispartner, aller Spenderinnen und Spender, die den Einsatz unseres Bündnisschiffes möglich gemacht haben. Danke Euch allen!


Die "Sea-Watch 4" mit dem Namenszusatz "powered by United4Rescue" war bis Ende 2019 als Forschungsschiff F.S. Poseidon eingesetzt. Eigner des Schiffes war das Land Schleswig-Holstein, betrieben wurde es vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR). Das Schiff wurde 1976 gebaut, ist über 60 Meter lang und 11 Meter breit. Im Januar 2020 hat United4Rescue den Kauf des Bündnisschiffes ermöglicht. Dank tausender Spender*innen, ist die Aktion #WirSchickenEinSchiff ein Erfolg und ein starkes Zeichen der Menschlichkeit aus der Mitte der Gesellschaft. Jetzt hat das Schiff einen neuen Einsatzzweck: Menschen aus Seenot retten.
Das Bündnisschiff ist in seiner Größe und Ausstattung sehr gut für die Seenotrettung geeignet. Die moderne Krankenstation an Bord stellt die medizinische Erstversorgung sicher und bietet dem medizinischen Personal die alle Möglichkeiten, um verletzte und geschwächte Gerettete behandeln zu können. Die "Sea-Watch 4" hat zwei schnelle Beiboote für die Bergung der Menschen auf sinkenden Booten. Bei Seenotfällen geht es oft um Minuten, die zwischen Leben und Tod entscheiden. Das Achterdeck bietet mit 135 m² ausreichend Platz für die sichere Unterbringung der Geretteten, die oftmals mehrere Tage oder gar Wochen an Bord verbringen müssen.

Weitere Eindrücke vom Schiff finden Sie hier: flickr.com/photos/united4rescue/, wenn Sie die Rettungsaktionen der "Sea-Watch 4" mitverfolgen wollen, finden Sie tagesaktuelle Informationen unter dem Logbuch der Sea-Watch 4: https://www.united4rescue.com/logbuch

„Das ist absolut wichtig!“ - Die Wärmestube verstärkt ihr Engagement für Hygiene und Gesundheit von Obdachlosen

Roland C. ist nirgendwo richtig beheimatet. Mal lebt er hier. Mal da. Er schläft im Park. In Unterführungen. Was sich halt ergibt. Ist es richtig heiß, hat der 60-Jährige ein großes Problem: Wo soll er sich waschen? Zumindest in Würzburg kennt er eine Anlaufstelle: In der Wärmestube der Christophorus-Gesellschaft kann er duschen, auch erhält er hier Shampoo, Seife, Einwegrasierer und Handtücher. Wie wichtig dieses Angebot ist, darauf machte die Wärmestube am Samstag in der Würzburger Fußgängerzone aufmerksam.

Gerade in der pandemiebedingten Ausnahmesituation brauchen Menschen ohne Wohnung einen Ort, wo sie sich regenerieren und reinigen können. „In vielen Städten schlossen niedrigschwellige Hilfen“, weiß Einrichtungsleiter Christian Urban von Durchreisenden wie Roland C. In der Wärmestube wird derzeit bis zu zwölfmal am Tag geduscht. Fünf Gäste dürfen sich gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten. Sie bekommen einen Kaffee. Kleine Snacks. Können sich austauschen. Und Zeitung lesen.

Bernd A., der eine chronische Hautkrankheit hat, kommt momentan täglich zum Duschen. „Könnte er seine Haut nicht regelmäßig pflegen, würde sie sofort wund“, erklärt Julia Abler, die seit Juli hauptamtlich in der Wärmestube tätig ist. Auch Bernd A. hat kein Zuhause. Er lebt zwar seit längerem in Würzburg. Allerdings draußen. Warum er auf der Straße landete, weiß Abler nicht. Bernd A. erzählt nichts. Muss er auch nicht. Allerdings hat er in letzter Zeit oft geäußert: „Wie gut, dass ich bei euch duschen kann, das ist für mich absolut wichtig!“ Außerdem kann er seine Unterwäsche zum Reinigen dalassen. Im Gegenzug bekommt er frische Wäsche aus einem Notdepot.

Neun der zirka 35 Ehrenamtlichen helfen aktuell mit, Wohnungslose, die durch Würzburg reisen oder die Corona-Krise hier überdauern möchten, bestmöglich zu unterstützen. Die ehrenamtlichen Dienste wurden deutlich reduziert, um vor allem ältere Freiwillige zu schützen. Gleichzeitig wird die Arbeit aufwändiger. Abler: „Wir desinfizieren jedes Mal, wenn ein Gast die Dusche oder die Toilette benutzt hat.“ Dass Julia Abler das Hauptamtlichen-Duo seit zwei Monaten unterstützen kann, entspannt die aktuell herausfordernde Situation. Die Sozialpädagogin packt an. Eingestellt wurde sie für ein medizinisches Modellprojekt.

Menschen, die in dürftigen Verhältnissen leben, leiden überproportional häufig an Krankheiten. Viele haben Depressionen. Manche entwickelten auch eine Angststörung. Suchtkrankheiten sind weit verbreitet. Daneben kommen Lungen- oder Herzleiden sehr häufig vor. Seit 2003 hilft Bruder Tobias von der Würzburger Straßenambulanz Obdachlosen sowie Männern und Frauen, die äußerst prekär leben und oft auch nicht krankenversichert sind. Außerdem kümmern sich drei ehrenamtlich engagierte Ärzte einmal in der Woche um akut erkrankte Wärmestubenbesucher. Diese beiden Angebote werden nun durch das unterfrankenweit einmalige Modellprojekt ergänzt.

Wer wohnungslos ist, dem fällt es schwer, regelmäßig zum Arzt zu gehen. Obwohl das wichtig wäre. Zum Beispiel, um durch eine Blutentnahme zu kontrollieren, ob sich ein verordnetes Medikament eventuell negativ auf die Nieren auswirkt. Julia Abler motiviert chronisch kranke Besucher der Wärmestube, Kontrolltermine beim Arzt wahrzunehmen. Sie begleitet auf Wunsch in die Praxis. Und sorgt vor allem auch dafür, dass Untersuchungen und Behandlungen nicht aus finanziellen Gründen scheitern. Etwa, weil kein Versicherungsschutz besteht.

Abler will der Verschlimmerung von Krankheiten entgegenwirken. Dass dies sehr wichtig ist, hat auch das Bayerische Sozialministerium erkannt: Es fördert das Projekt bis Ende 2021. In den kommenden Monaten ist es dem Team der Wärmestube dadurch möglich, sich noch besser als bisher um kranke Gäste zu kümmern. „Es kommt zum Beispiel immer wieder vor, dass einer unserer Leute in die Klinik muss“, berichtet Urban. Die allermeisten dieser Patienten haben niemanden, der sie besucht. Um Wäsche vorbeizubringen. Und bei Laune zu halten. Das Team der Wärmestube versucht stets, Besuche zu organisieren, stieß bisher jedoch oft zeitlich an seine Grenzen.

Jeder neue Mitarbeiter bringt vielfältige Anregungen mit. So ist das auch im Falle von Julia Abler. Die 24-Jährige sammelte Erfahrungen in der Pflege sowie im Umgang mit seelisch kranken Menschen. Deshalb wurde sie auch für die neue Projektstelle ausgewählt. Neu im Team ist außerdem Ismail Elhissani. Der 25-jährige Student der Sozialen Arbeit stammt aus Marokko. Er spricht fließend Deutsch, Englisch, Arabisch und Französisch und fungiert deshalb oft als Dolmetscher. Außerdem speist er Erfahrungen als Freiwilliger in einem marokkanischen Zentrum für Geflüchtete ein. Günther Purlein

 Christophorus_Duschen

Gerade im Sommer ist es für Obdachlose wichtig, sich duschen zu können. Darauf machten (von links) Julia Abler, Ismail Elhissani und Christian Urban in der Fußgängerzone aufmerksam. Foto: Günther Purlein

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland:
 
Kabinettsbeschluss für neue Hartz IV-Regelsätze schreibt Armut fort
 
Berlin, den 19. August 2020 - Das Bundeskabinett will heute den Gesetzentwurf zur Ermittlung von Regelbedarfen bei Hartz IV-Leistungen beschließen. Die Diakonie Deutschland kritisiert den Gesetzentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium als unzureichend und spricht sich für deutliche Nachbesserungen im weiteren parlamentarischen Verfahren aus. Die ermittelten Regelsätze machen eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht möglich.
 
Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik: "Die heute vom Kabinett beschlossene Regelsatzberechnung schreibt die Fehler der Vergangenheit fort. Es werden beliebig Regelsätze festgelegt, die Armut manifestieren und eine Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben erschweren. Kinder aus Familien, die von der Grundsicherung leben, sind besonders betroffen. Schon jetzt gehören sie zu den Bildungsverlierern, weil ihnen die notwendige Ausstattung fehlt und sie nicht mithalten können." Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits 2010 geurteilt, dass die Hartz-IV-Regelsätze für Erwachsene und Kinder nicht dem Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums entsprechen. Das ändert sich auch im aktuellen Entwurf nicht.
So stehen auch Weihnachtsbaum, Adventsschmuck, Speiseeis, private Fernsehsender, Haftpflichtversicherung, Haustierfutter und Mobilität auf der Kürzungsliste.
 
Die Diakonie Deutschland kritisiert die zugrundeliegenden Berechnungen und fordert deutliche Nachbesserungen. Loheide: "Der Maßstab für die ALG II- Leistungen sind die ärmsten Haushalte. So wird Mangel zum Maßstab für das Existenzminimum. Besonders problematisch ist, dass die Vergleichsgruppe Personen umfasst, die einen Anspruch auf Sozialleistungen hätten, diesen aber nicht geltend machen. Es braucht nicht nur einen Aufschlag von monatlich 100 Euro, der zusätzliche Ausgaben aufgrund der Corona-Pandemie ausgleicht, sondern eine grundsätzliche Erhöhung." Diese beträgt nach Berechnung der Diakonie aktuell beispielsweise für einen Alleinlebenden 160 Euro und für Kinder je nach Alter zwischen 44 Euro bis 97 Euro im Monat.
 
Aber auch im Detail sind Nachbesserungen erforderlich. Seltene hohe Ausgaben, z.B. für Elektrogeräte, müssen bei Bedarf direkt finanziert werden. "Mit der im Gesetzentwurf angesetzten Pauschale von 1,67 Euro müsste elf Jahre auf einen Kühlschrank gespart werden. Das zeigt, wie unrealistisch die Annahmen sind, mit denen das ALG II berechnet wird", so Loheide.
 
Hintergrundinformation
 
Nach Angaben der Diakonie machen die willkürlichen Streichungen am Regelsatz bei Erwachsenen 160 Euro aus, bei Kindern bis fünf Jahre 44 Euro, bei Kindern von 6 bis 13 Jahren 82 Euro und bei Jugendlichen 97 Euro. Auch seien die statistischen Vergleichszahlen für die Ermittlung der Kinderregelsätze weiterhin unseriös. So bilden bei Jugendlichen nur 14 Haushalte den Maßstab für die Ermittlung der Mobilitätskosten und lediglich 105 Haushalte würden zur Ermittlung der weiteren Konsumkosten herangezogen. Bei Kindern bis fünf Jahre bilden 278 Haushalte die allgemeine Vergleichsgruppe und bei den 6 bis 13- jährigen 144 Haushalte. Lediglich die üblichen Verbrauchskosten für Alleinstehende Erwachsene seien mit einer statistischen Vergleichszahl von 2.311 Haushalten einigermaßen repräsentativ.
 
Zur grundlegenden Neu-Bemessung der Regelsätze in der Grundsicherung ist der Gesetzgeber verpflichtet. Alle vier Jahre werden mit der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe auch die grundlegenden statistischen Vergleichsdaten für die Festlegung der Regelsätze neu ermittelt.
 
Die einzelnen willkürlichen Streichungen sind der beigefügten Tabelle zu entnehmen. Berechnung der Diakonie Deutschland:
 
Zum Referentenentwurf mit den Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums:
 
Stellungnahme der Diakonie Deutschland:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Deutsche Fernsehlotterie drehte im Stadtteilladen der Diakonie

Jeder kennt vermutlich die kleinen Motivationsfilme vor den abendlichen Nachrichtensendungen kurz vor 18.00 Uhr oder 20.00 Uhr. Der StadtteilLaden der Diakonie in Heidingsfeld arbeitete in den vergangenen beiden Jahren maßgeblich durch Mittel der Deutschen Fernsehlotterie und der Stadt Würzburg 2020. Da lag es nahe, auch im Fernsehen hierüber einmal näher zu berichten. Auf Einladung der Diakonie Würzburg machte sich am 15.-16. Juli ein von der Deutschen Fernsehlotterie beauftragtes professionelles Filmteam daran, die Aktivitäten des Quartiersprojektes zu dokumentieren. Gefilmt wurden ein Müllspaziergang, die Verteilung einer kleinen Aufmerksamkeit anlässlich des zweijährigen Bestehens der Einrichtung, Interviews und das offene Cafè des StadtteilLadens. Ausgestrahlt wird der Kurzfilm - natürlich mit Bekanntgabe der dann aktuellen Gewinnzahlen - am

So, 30.08.2020, kurz vor 18:00 Uhr und dann vor 20:00 Uhr.

Danach wird der Beitrag dem StadtteilLaden als kleiner Imagefilm dienen und auf dieser Website abrufbar sein.

StadtteilLaden1 StadteilLaden2

StadteilLaden_Interview            

 

 

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland: 
 
Diakonie-Zitat: Aufnahme Asylsuchender aus Griechenland "Hilfsbereitschaft nutzen - Humanität ermöglichen!"
 
Berlin, den 11. August 2020 - Diakonie-Präsident Ulrich Lilie äußert sich heute in Berlin zur Weigerung von Innenminister Seehofer, die Aufnahme von besonders Schutzbedürftigen aus den griechischen Flüchtlingslagern fortzuführen:
 
"Die Entscheidung Seehofers ist ein Armutszeugnis für die Politik und ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich dafür einsetzen, die Menschen aus den desaströsen Zuständen in den Lagern zu holen. Auch wenn der Bundesregierung während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft Zurückhaltung auferlegt ist, darf dies nicht dazu führen, dass die Einhaltung von menschenrechtswürdigen Zuständen torpediert wird. Bundesländer und Kommunen haben sofortige Kapazität für mehrere Tausend Asylsuchende von den griechischen Inseln signalisiert, damit ihr Asylgesuch geprüft und sie menschenwürdig aufgenommen werden können. Es wäre grotesk und beschämend, wenn diese Hilfsbereitschaft aus formellen Gründen ins Leere läuft. Es ist eine große Chance, dass viele Kommunen und Bundesländer Verantwortung übernehmen wollen.
 
Dass Bund und Länder gut zusammenarbeiten können, wenn es darauf ankommt, wurde durch die Aufnahme von 928 kranken Kindern und Jugendlichen und ihren Familien im Juli und August bewiesen. Das Bundesprogramm muss ausgeweitet werden, an dem sich die Länder freiwillig beteiligen können. Es ist kein 'nationaler Alleingang', wenn Deutschland mehr Asylsuchende aus Griechenland aufnimmt. Ein Dutzend EU-Staaten praktizieren derzeit dasselbe, ausgehend von einer deutsch- französischen Initiative. Wir können mit der Hilfe nicht auf einen ungewissen Durchbruch in den Verhandlungen zu einem gemeinsamen EU-Asylsystem in einigen Monaten warten."
 
Weitere Informationen:
 
Sieben Vorschläge für eine zukunftsfähige Flüchtlingspolitik:
 
Stellungnahme der Diakonie Deutschland zum Schutz von Flüchtlingen vor dem
Corona-Virus:
 
Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zur
Asylverfahrensberatung:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
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Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

unter dem Link finden Sie die Berichterstattung zu dem Beitrag

Für Paare mit Handicap wirkt sich die Corona-Krise drastisch aus

Mit freundlicher Genehmigung des Sonntagsblattes Rotenburg o.T.

 

 

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland
 
Schulstart als Neustart: Jetzt Benachteiligung armer Kinder ausgleichen und dauerhaft ausschließen
 
Berlin, den 30. Juli 2020 - Anfang August sind in den ersten Bundesländern die Ferien vorbei und die Schule beginnt wieder. Vor diesem Hintergrund weist die Diakonie auf die prekäre Situation einkommensarmer Familien hin. "Der Schulstart muss ein Neustart sein. Wir müssen jetzt die Benachteiligung armer Kinder ausgleichen und endlich nachhaltig abbauen!", fordert Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.
 
"Gerade Kinder aus einkommensarmen Familien haben unter dem Lockdown gelitten.
Notwendig ist jetzt ein Neustart. Die erfahrene Benachteiligung muss dringend ausgeglichen werden, damit nicht langfristige Folgen bleiben." erklärt Loheide.
"Die digitalen Lernformen, die während der Schulschließungen im Vordergrund standen, konnten gerade von benachteiligten Kindern kaum genutzt werden, da die technische Ausstattung fehlte. Darum muss die Förderung des digitalen Lernens jetzt zu einem Kernanliegen der Bildungspolitik werden." Zusätzlich müsse es besondere Förderangebote für Kinder geben, die im Homeschooling nicht mitgekommen sind.
Bei den Corona-Hilfen war die soziale Benachteiligung von Kindern aus armen Familien kaum und viel zu spät im Blick.
 
"Die Länder müssen jetzt kurzfristig dafür sorgen, dass jedes Kind die notwendige technische Ausstattung zur Verfügung hat, zumal ein erneuter Lockdown nicht auszuschließen ist", so Loheide. Auch der Bund sei in der Pflicht: "Es ist nicht nachzuvollziehen, dass beim aktuellen Gesetzentwurf für die Grundsicherungsleistungen weiterhin keine Computerausstattung für Kinder vorgesehen ist. Wir riskieren, dass viele Kinder und Jugendliche den Bildungsanschluss verlieren. Ein Computer muss als direkte Zahlung Teil des Existenzminimums sein."
 
Die Anlieferung von Mittagessen als Corona-Hilfe für Kinder, die Schule oder Kita nicht besuchen können, war wenig hilfreich. "Sinnvoller wäre nach wie vor ein direkter Zuschuss für Corona-bedingte Nachteile und besondere Kosten", so Loheide. "Sozial benachteiligte Kinder brauchen kein 'Essen auf Rädern', sondern eine besondere Förderung."
 
"Das Schulbedarfspaket von 150 Euro reicht vorne und hinten nicht", kritisiert Loheide "Gerade bei der Einschulung oder beim Wechsel der Schulform sind die Kosten deutlich höher als 150 Euro. Nötig wäre jetzt eine Neufassung, die mit dem neuen Gesetz zur Grundsicherung erfolgen kann. Dabei müssen die tatsächlichen Kosten für Schulmaterial Maßstab sein."
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Stephan Röger, stellv. Pressesprecher
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
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Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland:
 
Am 24. Juli sollen Geflüchtete von den griechischen Inseln in Deutschland ankommen. Die Aufnahme von 243 Kindern und ihren Angehörigen hatte die Bundesregierung zugesagt, insgesamt werden 928 Personen erwartet.
 
"Angesichts der katastrophalen Situation der Menschen in den Flüchtlingslagern in Griechenland muss Deutschland sich bereit erklären, mehr Menschen, insbesondere Kinder aus Griechenland aufzunehmen," sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: "Es ist unverantwortlich, dass die Lager in Griechenland weiter völlig überfüllt bestehen bleiben. Die Menschen werden in ihrer katastrophalen Lage allein gelassen und müssen dort weiter ausharren."
Aktuell befinden sich ungefähr 40.000 Geflüchtete auf den griechischen Inseln - bei einer Kapazität von nur 6000 Plätzen. Darunter befinden sich fast 6000 unbegleitete Minderjährige. "Jetzt knapp 1000 Menschen aufzunehmen, ist einfach zu wenig", sagt Loheide: "Wir haben hier in Deutschland - auch bei uns in der Diakonie - viel mehr Kapazitäten, um die Menschen aufzunehmen und ihnen zu helfen."
Allein 151 Kommunen haben sich bereit erklärt, mehr Geflüchtete aufzunehmen.
Auch die Bundesländer hatten bei der jüngsten Innenministerkonferenz über 2000 Plätze zugesagt. Dass nun nur ein Bruchteil der angebotenen Plätze ausgeschöpft wird, liegt allein am Bundesinnenministerium, welches dieser Initiative sowie weiterer zukünftiger Aufnahmeaktionen den Riegel vorgeschoben hat.
 
"Wir appellieren an die Bundesregierung, die von den Kommunen und Ländern zugesagten Kapazitäten zu nutzen, und mehr Menschen aus den überfüllten griechischen Lagern zu holen", sagt Loheide. Außerdem müsse sich Deutschland mit Nachdruck für eine europäische Lösung einsetzen, um die unhaltbare Situation in Griechenland zu beenden. 
Die Diakonie Deutschland setzt sich für ein unbürokratisches Auswahlverfahren in den Lagern durch den UNHCR in Kooperation mit dem European Asylum Support Office (EASO) und der EU-Kommission ein. Danach braucht es ein flexibles Verteilungssystem in Deutschland, welches sich nicht nach starren Verteilungsschlüsseln der Bundesländer, sondern nach den tatsächlichen Kapazitäten richtet.
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Stephan Röger, stellv. Pressesprecher
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Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland.

Vorab ein Hinweis zur lokalen Relevanz ungleicher Bildungschancen: Auch in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Würzburg (Veitshöchheimerstr. 100), um nur ein Beispiel zu nennen, steht trotz drängender Nachfragen und bestehender Schulpflicht (auch bzgl. der Teilnahme an Distanzunterricht) bis heute kein WLAN zur Verfügung. Die Teilnahme am online-Schulunterricht, Nutzung von Schulplattformen oder die Internetrecherche im Rahmen der Erstellung von Hausaufgaben, Seminarabeiten etc. ist den dort untergebrachten Schulkindern und Auszubildenden seit Jahren unmöglich, auch Erwachsene können keine online basierten Sprachkurse etc. nutzen. Da die mit Abstand meisten dortigen Bewohner mit Sozialleistungen auskommen müssen, teilweise auch mit Arbeitsverboten belegt sind, können Internetzugänge nicht anderweitig frei finanziert werden. Das Nachsehen haben zunächst die Kinder und Jugendlichen, in der Folge aber auch die Sozialsysteme und der soziale Frieden im Lande.

 

Diakonie Deutschland: Corona hat die Situation armer Kinder verschärft

Berlin, 22. Juli 2020 - Eine neue Analyse der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass der Alltag von mehr als einem Fünftel aller Kinder in Deutschland nach wie vor von Armut überschattet ist und sich die Situation armer Kinder durch die Corona- Krise weiter verschärfen wird.

 

Dazu sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Familien, die von Armut betroffen sind, brauchen einfachere und direktere Hilfen. Familien nach dem Prinzip 'Gießkanne' zu fördern ist der falsche Weg. Es ist höchste Zeit, eine einheitliche finanzielle Kinder-Grundförderung einzuführen, die das Existenzminimum aller Kinder abdeckt. Das Nebeneinander aus Kindergeld, Kinderfreibetrag, Kinderzuschlag, Kinderregelsätzen und Pauschalen des Bildungs- und Teilhabepakets ist zu kompliziert, für die Familien undurchschaubar und ungerecht."

Neben dieser individuellen, finanziellen Unterstützung muss -  so  Loheide - aber auch in den Kommunen in  eine bessere Infrastruktur für Kinder und Familien investiert werden. Dazu zählten die Ganztagsbetreuung, kostengünstige Freizeitangebote und ein für einkommensarme Familien kostenfreies Schulmittagessen. "Nur so lässt sich Kinderarmut dauerhaft eindämmen", sagt Loheide.

In den vergangenen Jahren wurde bereits einiges unternommen, um die Situation armer Kinder zu verbessern. Beispiele dafür sind der Ausbau der Kindertagesbetreuung, das Starke-Familien-Gesetz auf kommunaler Ebenen oder die 150-Euro-Pauschale für digitale Teilhabe. Loheide mahnt, in den Anstrengungen nicht nachzulassen: "Die Corona-Krise zeigt überdeutlich, dass diese Schritte noch nicht ausreichen, um die Lage armer Kinder dauerhaft und spürbar zu verbessern."

Link zur Bertelsmannstudie:

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2020/juli/kinderarmut-eine-unbearbeitete-grossbaustelle

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Stephan Röger, stellv. Pressesprecher
 
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
      
Warten kann entspannend sein - In der Allgemeinen Kirchlichen Sozialarbeit (KASA), Offenen Behindertenarbeit (OBA) und der Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB) der Diakonie können Ratsuchende es sich seit einiger Zeit im Garten gemütlich machen. Hier besteht auch keine Maskenpflicht, und für Kinder ist ein Garten allemal schöner als ein normaler Wartebereich.

Der Digital-Kompass - Auch für diakonisches Handeln eine nützliche Ratgeber-Übersicht

Nie zu alt

Nutzt man die eigenen digitalen Endgeräte richtig, können sie die Kommunikation und das tägliche Leben sehr erleichtern, leider gilt aber auch das Umgekehrte: Es genügen wenige Clicks auf dem Smartphone, um die eigenen finanziellen Grundlagen zu torpedieren, Persönlichkeitsrechte zu schwächen, sich in Spiel- und Traumwelten zu verlieren und die Bodenhaftung zu verlieren. Immer wieder ist dies auch in Beratungsgesprächen diakonischer Einrichtungen ein Thema.

In den Beratungsdiensten nutzt bzw. verweist die Diakonie auch auf digitale Anleitungen aus öffentlicher Hand. Hilfreich ist zum Beispiel der "Digital-Kompass", der maßgeblich vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert wird. Die Ratgeberplattform ermöglicht ohne langes Suchen Zugriff auf praxistaugliche Anleitungen beim Einsatz von Smartphone, Tablet und Co. . Sie bietet grundlegende Hilfestellungen und Informationen wie PC-Einführungen für Senioren, Cloud-Nutzung, Online-Banking, Direktverlinkungen zu Bahnticket-Buchungen und vieles mehr. Die Übersicht kann helfen, dass Ungeübte sofort auf autorisierte Stellen, Ratgeber und Anwendungen stoßen, anstatt auf unlautere Lock- oder gar Betrugsangebote hereinzufallen. Zudem vermittelt die Ratgebersammlung ein gutes Mittel, sich in der verwirrenden Digitalwelt zu den maßgeblichen Verrichtungen des täglichen Lebens wie Abwicklung von Bankgeschäften, Einkäufen etc. zurecht zu finden. Der nachfolgende Link verbindet mit dem Digital-Kompass.

Die Materialien kann man sich auch als Print zuschicken lassen.

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland:
Arbeitsausbeutung von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern im Niedriglohnsektor stoppen
 
Berlin, den 23. Juni 2020 - Zu den Corona-Ausbrüchen in der Fleischindustrie erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:
 
"Die Corona Krise zeigt uns wie durch ein Brennglas, wo die großen strukturellen Probleme in Deutschland und in Europa bestehen. Ein Ziel der am 1. Juli beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft muss es sein, den von der Diakonie schon lange kritisierten menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen im Niedriglohnsektor in Europa endlich ein Ende zu setzen. Es kann nicht sein, dass Menschen, die oft aus anderen EU-Ländern kommen, hier unter extrem schlechten
Arbeits- und Wohnbedingungen leiden und von Sozialleistungen und arbeitsrechtlichen Standards ausgenommen werden."
 
Innerhalb kürzester Zeit haben sich bei der Firma Tönnies über 1.500 Menschen infiziert. Großteils waren davon Menschen betroffen, die über Subunternehmen mit Werkverträgen in das Unternehmen gekommen sind. "Teilweise waren dem Unternehmen nicht einmal die Adressen der Betroffenen bekannt, um sie über Infektionen zu informieren. Doch das Problem besteht nicht nur in der
Fleischindustrie: Die Ausbeutung von Niedriglohnbeschäftigten in der EU ist ein drängendes Problem in vielen Branchen, in der Landwirtschaft, der Logistik, im Hotel-, Bau- und Gaststättengewerbe und bei der sogenannten 'Live-in care'- Betreuung im privaten Bereich.
 
Dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil Werkverträge in der Fleischindustrie nun gänzlich verbieten möchte, begrüßen wir sehr. Allerdings müssen auch andere betroffene Branchen auf derzeit legale Arbeitsausbeutungsmöglichkeiten überprüft werden, wie Leiharbeit und missbräuchliche Entsendung - und das nicht nur in Deutschland, sondern EU-weit", so Lilie. Eine Chance eröffnet hier die 2019 neu geschaffene europäische Arbeitsbehörde European Labour Authority (ELA). Sie muss viel stärkere Kompetenzen erhalten als derzeit vorgesehen, um Arbeitnehmerrechte und Standards durchzusetzen und auf Missstände hinzuweisen.
 
Außer der Abschaffung von Werkverträgen im Niedriglohnsektor spricht sich die Diakonie Deutschland für eine EU-weite Anpassung der sozialen Standards, eine strenge Überwachung der Verwendung von Leiharbeit und Entsendung sowie die sozialrechtliche Gleichstellung aller Unionsbürgerinnen und Unionsbürger aus.
 
 
Weitere Informationen:
 
Diakonie-Position zur EU-Binnenmobilität:
 
 
 
 
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

17.6.2020: Modehaus Gebrüder Götz und BWL-Studenten helfen der KASA mit einem Gutscheinprojekt 

Die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) der Diakonie Würzburg freut sich über neue Wege der Unterstützung. Auf Initiative des Modehauses Gebrüder Götz in der Zellerau setzten Studenten der Betriebswirtschaft ein Gutscheinsystem um. Dieses funktioniert so: Gegen Abgabe gut erhaltener Bekleidung erhalten die Überbringer einen Wertgutschein über 10 %, den sie bei ihrem nächsten Einkauf in dem Modehaus einlösen können. Die noch gute Bekleidungsware erhält die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) der Diakonie Würzburg, die diese in ihren Räumlichkeiten am Friedrich-Ebert-Ring 24 schön aufbereitet und den Ratsuchenden kostenlos anbietet. Auf diese Weise ist Vielen geholfen.

Näheres kann einem kleinen Film unter dem Link entnommen werden: 

https://drive.google.com/file/d/1lmu1aDrB9hh0v4hf3r0Azb5qFzkrYRCm/view

Die Gutschein-Aktion läuft erst einmal bis Ende Juni 2020.

 

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland:
 
Corona-Krise: Mehr Schutz statt mehr Abschiebungsdruck
 
- Bund und Länder sollten die prekäre Lage von Flüchtlingen in den Blick nehmen
- Unabhängige Asylverfahrensberatung verbessert die Qualität und Effizienz bei Asylverfahren
- Gesundheitsschutz für Asylsuchende flächendeckend ausbauen
 
Berlin, den 17. Juni 2020 - Anlässlich der Innenministerkonferenz vom 17. bis 19. Juni in Erfurt appelliert die Diakonie Deutschland an Bund und Länder, die Aufnahme, Unterbringung und Beratung von Flüchtlingen in Deutschland und der EU zu verbessern. Derzeit steht vor allem auf der Tagesordnung, wie die momentan ausgesetzten Abschiebungen nach der Corona-Pandemie wiederaufgenommen und verstärkt durchgeführt werden können.
 
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Wir erwarten nun konkrete Beschlüsse zur Aufnahme von Schutzsuchenden, zum Beispiel aus Griechenland. Die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern ist nach wie vor katastrophal. Es müssen deutlich mehr Menschen als die aktuell 250 kranken Kinder und ihre Familienangehörigen aufgenommen werden. Bundesländer wie Berlin, Thüringen, Sachsen, Hessen und Bremen sind hier mit ihren Initiativen vorbildlich vorangegangen. Gleichzeitig warten mehrere Hundert Personen zum Teil seit Jahren in Griechenland darauf, zu ihren Familienangehörigen nach Deutschland zu kommen. Dieses Recht steht ihnen nach der Dublin-Verordnung zu und muss jetzt dringend und mit aller Anstrengung gewährleistet werden."
 
Mit Blick auf die Corona-Pandemie ist es jetzt dringend notwendig, die Menschen in den Flüchtlingsunterkünften besser vor Infektionen zu schützen und eine ausreichende medizinische Versorgung sicherzustellen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Uni Bielefeld kam zu dem Ergebnis, dass Flüchtlingsunterkünfte zu neuen Corona-Hotspots werden könnten. "Gerade in den Massenunterkünften können die Abstandsregeln kaum eingehalten werden. Dort sind Bewohnerinnen und Bewohner besonders von einer Infektion mit Covid-19 bedroht.
Vorerkrankungen werden wegen der Regelungen des Asylbewerberleistungsgesetzes oft nicht behandelt, was das Risiko schwerer Erkrankungen noch einmal deutlich erhöht. Obwohl vor fünf Jahren im Asylpaket I beschlossen, wird die gesetzliche Möglichkeit, auch Asylsuchenden eine Gesundheitskarte auszustellen, bisher kaum umgesetzt. Viele Flüchtlinge müssen vor dem Arzt erst zum Amt, um sich eine Kostenübernahme ausstellen zu lassen" so Lilie weiter.
 
Deutliche Nachbesserungen erwartet die Diakonie bei der Asylverfahrensberatung.
Von der geplanten unabhängigen Beratung Asylsuchender, wie sie der Koalitionsvertrag vom März 2018 vorsah, dürfte wenig bleiben, wenn es nach aktuellen Plänen von Bundesinnenminister Seehofer geht. Danach soll bislang nur das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sein Angebot flächendeckend anbieten können. "Dieselbe Behörde, die über den Asylantrag entscheidet, kann Antragstellende nicht unabhängig in diesem Verfahren beraten. Das ist eine Aufgabe der Freien Träger wie der Diakonie. Das war ein gutes Modell und sollte es auch bleiben! Wir sind gerne bereit, benötigen jedoch die entsprechenden Ressourcen", so der Diakonie-Präsident. Nötig sei ein gemeinsames Konzept von Bund und Ländern mit den Wohlfahrtsverbänden, damit sie ihrer gesetzlich festgelegten Aufgabe gerecht werden könnten. Unabhängige und individuelle Rechtsberatung ist für Asylsuchende in der Wahrnehmung ihrer Rechte unerlässlich und verbessert auch die Qualität der Asylverfahren, wie ein Pilotprojekt des BAMF mit den Wohlfahrtsverbänden ergab.
 
Weitere Informationen:
 
Sieben Vorschläge für eine zukunftsfähige Flüchtlingspolitik:
 
Stellungnahme der Diakonie Deutschland zum Schutz von Flüchtlingen vor dem
Corona-Virus:
 
Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zur
Asylverfahrensberatung:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
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Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland: 
 
Diakonie-Zitat: Corona-Warn-App zu nutzen ist ein Gebot der Solidarität
 
Berlin, den 16. Juni 2020 - Heute stellt die Bundesregierung die Corona-Warn-App vor. Damit will sie die Infektionsketten des Coronavirus besser erkennen und das Virus eindämmen. Dazu sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:
 
"Diese Corona-Warn-App zu nutzen, halte ich für ein Gebot der Solidarität. Die App wird dazu beitragen können, in größtmöglicher Normalität mit dem Virus zu leben. Wenn genug Menschen mitmachen, kann sie zusammen mit einer Ausweitung der Tests wirkungsvoll helfen, eine zweite Infektionswelle und einen neuerlichen Lockdown mit tiefen Eingriffen in die Freiheitsrechte zu verhindern.
Vorausgesetzt, die Hygiene- und Abstandsregeln werden weiterhin beachtet. Das ist im Interesse aller und in ganz besonderer Weise im Interesse hoch vulnerabler Gruppen. Darum ist es wichtig, dass sichergestellt wird, dass auch Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, aber auch Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse die App möglichst barrierefrei nutzen können.
In einem Land mit ungebrochen hohen Userzahlen von vielen sehr viel problematischeren und weit verbreiteten digitalen Kommunikationsmöglichkeiten halte ich die ausgerechnet in diesem Zusammenhang geführte Debatte um Datensicherheit und die angebliche Freiheitsproblematik für mindestens unverhältnismäßig. Zumal viele seriöse Datenschützer keine grundlegenden Bedenken äußern."
 
Mehr Informationen:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Bundesweit sind in der Diakonie 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
 
Gern können Sie unser Angebot auch an interessierte Kolleginnen oder Kollegen weiter empfehlen.

Die OBA (Offene Behindertenarbeit) der Diakonie Würzburg wagt es wieder: Mit einem „Sonderrundbrief“ wird im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten wieder mit Angeboten in einigen kleineren Gruppen anfangen. Im Monat Juni werden vier Englisch Einheiten angeboten, zudem ist ein Picknick im Programm für alle, die Lust und Zeit haben (und einen Platz bekommen). Aufgrund der Gesundheitsauflagen ist eine Anmeldung erforderlich. Wer noch kein Gruppenangebot annehmen möchte, kann auch weiterhin  über Einzelspaziergänge und Gespräche im Garten Kontaktmöglichkeiten nutzen. Auch der Therapiehund Bruno steht bei schönem Wetter im Garten zur Verfügung.

Sozialhilfe beantragen in Coronazeiten, ganz einfach?
Rückmeldungen aus der Sozialberatung der Diakonie

Ein Fallbeispiel aus der Beratungsstelle der Diakonie: Eine Mutter und ihr ältester Sohn arbeiteten bei Zeitarbeitsfirmen. Durch Corona verloren beide ihre Jobs: sie noch in der Probezeit, er schon regulär beschäftigt.

Ende April kamen die Eltern zur Beratungsstelle der Würzburger Diakonie. Die Miete war fällig, Lohn kam keiner mehr. Jetzt standen sie mit 204 Euro Kindergeld da. Aber die Ausgangslage für einen schnellen Erhalt von Arbeitslosengeld II schien günstig, denn derzeit gilt für Antragstellungen beim Jobcenter das „vereinfachte“ Verfahren. Die Sachbearbeiterin der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit KASA war langjährig erfahren und hatte Zeit eingeplant.

Am 6. Mai füllte man gemeinsam den Hauptantrag aus (drei Seiten), auch die Anlagen für weitere Personen der Bedarfsgemeinschaft mit je drei Seiten pro Nase gingen noch rasch von der Hand. Danach wurden je eine Seite zu den Einkommensverhältnissen pro erwerbsfähiger Person und die vierseitige Vermögensauskunft abgearbeitet. Hinzu kamen Kopien von Mietvertrag, Personalausweisen und Mitgliedsbescheinigungen der Krankenkassen. Man hatte schon geahnt, dass die letzten Nettobezüge aus den beiden Jobs vorzulegen sein würden, genauso wie die Kündigungen. Schnell noch die Schulbescheinigung für den minderjährigen Sohn dazu gelegt. Das Jobcenter wünscht sich zudem für die volljährigen Mitglieder der Familie je eine Seite „Datenerhebung zur Vorsprache bei der Arbeitsvermittlung“. Dazu die Kontoauszüge der letzten sechs Monate aller Konten aller Mitglieder und die Vollmacht an die Sachbearbeiterin, die die Anträge kostenlos bearbeitet. 70 Seiten insgesamt. Ganz einfach.

Hoffentlich geht es nun schnell!

Die Diakonie-Mitarbeiterin konnte über ihre guten persönlichen Kontakte erreichen, dass fünf Tage später eine schriftliche Zwischenmitteilung einging: Man möge doch bitte auch eine Erklärung zur Krankenversicherung des minderjährigen Sohnes vorlegen. Außerdem sei ein Kontoauszug schon recht alt. Wenn mangels Kontobewegungen vom Automaten kein zweiter Auszug ausdruckt werde, möge man einen Finanzstatus von der Bank erfragen und vorlegen. Zudem fehle ggf. eine PayPal Transaktionsübersicht und der Kindergeldbescheid (dass der Kontoauszug die 204 Euro nebst Kindergeldstelle ausweist, reichte nicht). Ganz einfach?

Erschien bis hierher alles irgendwie machbar, wurde es schwierig mit dem jetzt noch verlangten Negativbescheid, sprich: dem Nachweis über die Ablehnung von Arbeitslosengeld I bei der Agentur für Arbeit. Außerdem brauche das Jobcenter die Bestätigung der unfreiwilligen Arbeitslosigkeit der Mutter und des ältesten Sohnes. Der Mutter war in der Probezeit gekündigt worden, daher musste der Arbeitgeber die Kündigung nicht begründen. Nun sollte sie nachweisen, dass sie die Arbeit nicht selbst verschuldet verloren hatte. Dieser Nachweis sei – nein, nicht gleich durch den Arbeitgeber –  durch die Agentur für Arbeit zu erbringen (die sich davon freilich erst überzeugen kann, nachdem der Arbeitgeber dies mitgeteilt hat). Bevor nicht alles vorliegt, gibt es auch im vereinfachten Verfahren weder Leistungen noch einen Bescheid, und ohne Bescheid gibt es auch von der Tafel und Kleiderkammern erst einmal nichts.

Inzwischen ist die nächste Wohnungsmiete fällig, eine Kündigung wegen Zahlungsverzugs droht. Die Schule hat den Sohn wissen lassen, wenn er noch einmal in Jogginghose käme, werde er vom Unterricht ausgeschlossen. Einstweilen lebt die Familie von Spenden und dem, was andere leihen, stunden und herschenken.

Nach Sicht der Würzburger Diakonie sind die meisten der geforderten Nachweise „vermutlich wirklich unentbehrlich, um die Rechtmäßigkeit der begehrten Hilfeleistungen zu begründen und Missbrauch auszuschließen“. Die Berater wünschen sich allerdings Ministerien, die nach ersten Vereinfachungen weitere wagen und z. B. Behörden selbst prüfen lassen, welche Sozialleistungen Vorrang haben oder ob der Kindergeldbezug auch durch Kontoauszüge ausreichend nachgewiesen ist. Hilfreich wäre auch, dass Arbeitgeber in die Kündigung klar hineinschreiben, dass sie betriebsbedingt ist. Durchatmen ließen Vermieter, die nicht sofort mit einer Kündigung reagierten. Menschlich seien Behördensachbearbeiter, die sich telefonisch erreichen machten. Wichtig sei auch, dass „Mitarbeitende in den einschlägigen Beratungsstellen tatsächlich präsent sind und sich mit den Betroffenen tapfer bis zu einer Lösung durchkämpfen“.

Andrea Dehler von der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit der Diakonie Würzburg in der Beratungssstelle am Friedrich-Ebert-Ring. Die Unterlagen gehören alle zu demselben Fall.

Foto Diakonie

Was wird derzeit zu welchen Zeiten, von wem, wo, in welcher Form angeboten?

Die nachfolgende Übersicht soll helfen, sich schnell zurecht zu finden, nähere Auskünfte erhalten Sie unter den angegebenen Telefonnummern und tagesaktuell hier:

 
   

Stand zum 20.5.2020, wenige Tage nach der Allgemeinverfügung des Bayer. StMAS

 
Telefon Vorwahl: 0931
Für alle nachfolgenden Präsenzangebote gelten die allgemeinen Anordnungen nach dem Infektionsschutzgesetz (insbes. Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes; Abstandsgebot; Symptomfreiheit) 
 

Altenhilfe

 

 

Wohnstift St. Paul,
Tel.:  614 080

Alle Stationen besetzt. Besuche nach Voranmeldung in Maßen erlaubt.
Päckchen und Postsendungen werden zw. 9.00-15.00 Uhr gern entgegengenommen.
Wichtige Lieferanten dürfen kurzzeitig anliefern.
Personal übernimmt zT. Besorgung wichtiger Dinge.

 

Matthias-Claudius-Heim
Tel. 880 600

Alle Stationen besetzt. Besuche nach Voranmeldung in Maßen erlaubt. 
Päckchen und Postsendungen werden zw. 9.00-15.00 Uhr gern entgegengenommen. 
Wichtige Lieferanten dürfen kurzzeitig anliefern. 
Personal übernimmt zT. Besorgung wichtiger Dinge.

 

Evangelische Sozialstation(en)
Tel. 354 780

weiterhin 24 Std. erreichbar, Büro normal besetzt; Betreuungsgruppen fallen aus;
Einkaufangebote durch die Sozialstation

 

Evang. Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

 

 

Tel. 25 08 00

Informationen auf Anfrage

 

 

 

 

Schulen in evang. Trägerschaft

 

 
Tagesklinik, priv. Schule
für Kranke, Tel. 015165000254

Teilbetrieb; Aufgabenerfüllung wie gesetzl. angeordnet

 

Philipp-Melanchthon-
Berufsfachschule für Kinderpflege

Teilbetrieb; Aufgabenerfüllung wie gesetzl. angeordnet

 

Dag Hammerskjöld Gymnasium

Teilbetrieb; Aufgabenerfüllung wie gesetzl. angeordnet

     
 

Telefonseelsorge

 

 

Tel. 460 58 07 (Büro)
Tel. 0800 111 01 11 (Notruf)
Tel. 0800 111 02 22 (Notruf)

Telefonbesetzung unverändert (Aufgrund hohen Anruferaufkommens ist das 
Durchkommen erschwert und dauert manchmal etwas länger)

 

Krisendienst

 

 

Tel. 57 17 17

Der Krisendienst, Hilfe in akuten Krisen und Suizidgefahr, berät aufgrund der Coronakrise derzeit ausschließlich telefonisch: Mo – Fr von 14 – 18 Uhr. Täglich ist von 18.30 Uhr bis 0.30 Uhr über die gleiche Nummer ein Bereitschaftsdienst erreichbar.

 

Soziale Hilfen & Beratung

 

 

Wohnungslosenhilfe
Tel. 3210-217

Herbergen arbeitet ohne Kürzung der Öffnungszeiten wie bisher

 

Johann-Weber-Haus
Tel.  32 10 200

Keine persönlichen Aufnahmegespräche zur Zeit. Nicht belegte Zimmer können als Corona-Notfall-Station dienen (abgeschlossene Dreier-WG).

 

Kurzzeitübernachtung für Männer
Tel. 3210-2016 und -220

Einzelbelegung je Mehrbettzimmer. Ab 18.00 Uhr geöffnet. Tel. 0931-3210-216 und -225
Bei in der Wallgasse 3 nicht leistbarem Andrang hilft die kommunale Obdachlosenbehörde. Ein Notfallzimmer in der Sedanstraße 11-13 ist eingerichtet. Security belegt auch nachts (ab 17.00 Uhr) und am Wochenende (Männer und Frauen). 
 

Bahnhofsmission (Hbf.)
Tel.: 7304 8800

Tagdienst 07.00 h bis 21.30 h, Ausgabezeiten von 9.00 -12.00 Uhr und 15.00 -18.00 Uhr (Lebensmittel zum Mitnehmen). Nachtdienst 21.30 h bis 07.00 Uhr. Zwei (separate) Nachtschlafplätze für besonders gefährdete Frauen (mit Kind/ern) verfügbar. Telefonisch 24 Stunden für Notfälle erreichbar 0931-7304-8800 Insbesondere für nicht-krankenversicherte Wohnungslose - Vermittlung zum ehrenamtlichen Arzt und Straßenambulanz (n.V. in der Wärmestube)

 

Wärmestube (Rüdigerstr.2)
Tel. 15023
Täglich 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr, Postabholung und Vermittlungen während der Öffnungszeit
Körperhygiene/Dusche, Notfallbekleidung für wohnungslose Menschen Zutritt jeweils eine Person
(Medizinische Notversorgung durch ehrenamtlichen Arzt und die Straßenambulanz derzeit nur über 0931-7304-8800 (24/7 Bahnhofsmission)
 

Zentrale Beratung für Strafentlassene
Tel. 3210-218

Wir bieten eine Onlineberatung für die Angehörigen Gefangener an: https://beratung.caritas.de/straffaelligkeit/registration?aid=123
Nach der Haftentlassung kann die persönliche Beratung zu den bisherigen Zeiten face-to­ face wahrgenommen werden. Telefon 0931-3210-218
 

Schuldnerberatung
Tel. 322 413

Die telefonische Erreichbarkeit des Fachberatungsteams ist derzeit Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 0931-322-413 . Link zu unserer Onlineberatung für Stadt und Landkreis

https://beratung.caritas.de/schuldnerberatung/registratio n?a id= 19 7

 

Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA)
Tel. 80 487 47

Die KASA (Existenzsicherung, Hilfen in Not- und Krisensituationen) bietet telefonische und persönliche Beratung unter Beachtung der Hygienevorschriften (Mundschutz, Abstand). Anmeldung erforderlich unter Tel.: 0931/ 804 87- 47 oder per Mail: info.kasa@diakonie-wuerzburg.de

 

Offene Behindertenarbeit (OBA)
Tel. 80 487 47

Überwiegend tel. Beratung; persönliche Einzelfallberatung in besonderen Einzelfällen nach Vereinbarung.

 

Flucht, Migration, Integration
Tel. Tel. 80 487 47

Überwiegend tel. Beratung; persönliche Einzelfallberatung in besonderen Einzelfällen nach Vereinbarung.

 

Arbeitslosigkeit & Beschäftigung (WAT)
Tel. 78 01 22 53

Tel. Beratung zu den üblichen Präsenzzeiten. Persönliche Einzelberatung nach
Vereinbarung in Einzelfällen möglich. Offener Treff eingestellt.

 

Sozialkaufhäuser (BRAUCHBAR)
Tel.  23 00 98-0.

geöffnet, Warenannahme nicht möglich; Abholungen von Warenspenden und Wohnungsauflösungen begrenzt weiter möglich. Auch spätere Abholung planbar.

 

Sozialpsychiatrische Hilfen

 

 

Agnes-Sapper-Haus
Tel. 797 040

24 Std. im Einsatz, Besuche begrenzt erlaubt;  tel. durchgängig erreichbar;
Aufnahme- u. Informationsgespräche minimiert; Gruppen-und Außenkontaktaktivitäten gestoppt

 

Ambulant betreutes Wohnen
Tel. 797 040

Video- und Messengerchat möglich; häusl. Arbeitsgelegenheiten entfallen wg. Zuliefermangels; Hausbesuche eingeschränkt; Freizeit im April entfällt

 

Training-Coaching-Weiterbildung (TCW)
 Tel. 80 487 23

Telefonische Erreichbarkeit und Coachings zu den üblichen Bürozeiten per Telefon; Präsenzmaßnahmen gestoppt und bestmöglich auf Telefoncoaching umgestellt.

 

Hilfen zur Tagesstruktur
Tel. 79 70 40

pausieren

 

Evangelisches Beratungszentrum (EBZ)

 

 

Erziehung, Partnerschaft, Familie
Tel.: 305010

Ausweitung der Krisentelefon-Zeiten auf mo-fr 9.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr ;
Beratung per Telefon; persönliche Einzelfallberatung in begründeten Einzelfällen nach Vereinbarung.

 

Schwangerschaftsberatung
Tel. 404 48 55

Weiterhin geöffnet, Telefonische oder Videoberatung.

 

StadtteilLaden Heidingsfeld
Tel. 68 08 73 83

Nachbarschaftshilfen laufen verstärkt, Beratungstermine nach Vereinbarung

     
 

Wenn Sie uns finanziell helfen wollen:

 
     
 

Diakonie Würzburg e.V.
Bayerische HypoVereinsbank:
DE73790200760001112023

 
 

Christophorus GmbH
Liga-Bank:
IBAN DE 38 7509 0300 0018 81

Sparkasse Mainfranken:
IBAN DE 08 7905 0000 0045 0297 25

 
     

 

 

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland aus aktuellem Anlass:
 
Unser Sozialsystem ist nicht krisenfest. Arme Menschen und Familien brauchen jetzt angemessene Lösungen
 
Berlin, den 14. Mai 2020 - Heute wird das Sozialschutzpaket II vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Die Diakonie Deutschland fordert einen Krisenzuschlag für Menschen, die in Armut leben. Er ist im Sozialschutzpaket nicht vorgesehen.
Hierzu erklärt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:
 
"In der Corona-Krise gibt es Soforthilfen für die Wirtschaft und für Beschäftigte. Für arme Menschen und ihre Familien gibt es nur wenige Verfahrenserleichterungen und schwer umsetzbare wenig hilfreiche Sachleistungen.
So ist der Ersatz von Schul- oder Kitaessen durch Essen auf Rädern viel zu kompliziert. Lösungen zeichnen sich erst ab, wenn die ersten Kinder schon wieder in die Schule und in die Kita gehen. Familien, die staatliche Unterstützung (Hartz IV) erhalten, brauchen einen zeitlich begrenzten finanziellen Zuschuss anstelle von Sachleistungen", so Loheide.
 
Die Diakonie fordert gemeinsam mit anderen Verbänden einen Krisenzuschlag von
100 Euro für Alleinstehende, 90 Euro für zusammenlebende Erwachsene und 80 Euro pro Kind. Daneben braucht es ein ausreichendes EDV-Paket für Schülerinnen und Schüler.
 
Einkommensarme Menschen geraten in der Krise in existenzielle Notlagen - und werden von der Politik übersehen. Hilfsangebote (z.B. der Tafeln) und Sonderangebote in Supermärkten stehen kaum zur Verfügung und Zusatzkosten für Kinder im Homeschooling sind nicht zu schultern. Bildungsbenachteiligung verfestigt sich jetzt und ist kaum wieder aufzuholen.
 
Loheide weiter: "Unser Sozialsystem ist nicht krisenfest. Es muss jetzt sozialpolitisch nachgesteuert werden, damit unvorhersehbare Belastungen und Kosten für Menschen in Armut schnell, direkt und unkompliziert abgefedert werden können. Solche Regelungen müssen dauerhaft gesetzlich verankert werden, damit sie im Bedarfsfall kurzfristig wirken können. Schnelle Krisenhilfen für Arme gehören genauso auf die politische Agenda wie die Rettung der Wirtschaft."
 
Mehr Informationen:
 
Corona-Informationsseite der Diakonie Deutschland:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Stephan Röger, stellv. Pressesprecher
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
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Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
 
Gern können Sie unser Angebot auch an interessierte Kolleginnen oder Kollegen weiter empfehlen.

Zum Tag der Pflege ökumenischen Dank an die Pflegekräfte 

Die Vertreter der evangelischen und katholischen Altenheimseelsorge, Diakon Andreas Fritze und Diakon Toni Barthel, sprechen den Pflegekräften im Wohnstift St. Paul in Heidingsfeld gemeinsam ihre Anerkennung aus und übermitteln ihnen eine Dankkarte und einen Brief.

 

Zum Tag der Pflege verweisen wir zudem auf die Stellungnahme der EKD und der Diakonie Deutschland:

Evangelische Kirche und Diakonie für mehr gesellschaftliche Anerkennung

Berlin, den 11. Mai 2020 - Zum Internationalen Tag der Pflege fordern die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie Deutschland eine höhere Anerkennung für den Beruf, aber auch eine bessere finanzielle Ausstattung.

"Die Corona-Krise hat noch einmal überdeutlich gemacht, wie wichtig der Pflegeberuf ist", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. "Wie gut, dass es in den Krankenhäusern und Seniorenheimen längst eine hohe Wertschätzung gibt." Aber auch in der Öffentlichkeit sei das inzwischen angekommen: in den Kommentaren der Zeitungen, beim Applaus von den Balkonen und auch im Deutschen Bundestag. "Klatschen ist gut, ein zukunftsfähiger Umbau der Pflegeversicherung ist besser. Diese Alltagsheldinnen, die sich mit großem Aufwand um unsere Schwachen und Alten kümmern, müssen jetzt auf Dauer mehr bekommen", sagt der Diakonie- Präsident. 

"Die Erfahrungen mit der Krise müssen zu einem Umdenken führen, was für unsere Zukunft wirklich wichtig ist", sagt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Ein "weiter so wie zuvor" dürfe es nicht geben: "Wir haben in einem neuen Maß gelernt, Respekt füreinander zu zeigen." Daraus folge, dass die Leistung für den Nächsten künftig auch stärker honoriert werden müsse.

Bedford-Strohm fordert, dass Ressourcen künftig gerechter verteilt werden. "Wer Alte, Kranke und Menschen mit Behinderung betreut, muss ein größeres Stück vom gesellschaftlichen Wohlstand abbekommen", sagt der EKD-Ratsvorsitzende. Diakonie- Präsident Lilie ergänzt: "Einmalige Zahlungen wie eine steuerfreie Prämie sind ein wichtiges Signal, aber das reicht auf Dauer nicht. Die Sozialsysteme müssen mit mehr Geld ausgestattet werden."

Der Diakonie-Präsident und der EKD-Ratsvorsitzende verweisen darauf, dass eine Aufwertung des Berufs sich nicht nur auf die Zufriedenheit der Pflegenden, sondern auch auf die ihnen anvertrauten Menschen auswirke. "Bei Krankheit oder im hohen Alter gehören Freundlichkeit und Zuwendung zu einem würdevollen Umfeld", sagt Landesbischof Bedford-Strohm.

Präsident Lilie unterstreicht, eine gute Bezahlung sei die Grundlage dafür, auch weiterhin gutes und engagiertes Personal zu finden: "Immer mehr Menschen werden immer älter, und es gibt immer weniger Pflegerinnen und Pfleger." Die Gesellschaft stehe vor einer sozialen Jahrhundertaufgabe.

Mehr Informationen:
Video-Statement von Diakonie-Präsident Ulrich Lilie zum Tag der Pflege 2020:
Diese Pressemitteilung wird von der Diakonie Deutschland und der EKD gemeinsam versandt. Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Dr. Thomas Schiller, Leiter Kommunikation
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind

599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Würzburg, den 6.5.2020:
Aktueller Jahresbericht der Diakonie hat auf 60 Seiten "den Menschen im Blick"

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2019 war ein bewegtes Jahr mit vielen Jubiläen, "ehrwürdigen Meilensteinen und neuen Lebenslinien" (so eine Überschrift zu der Seite Rückblick 2019 - Ausblick 2020). Für das Diakonische Werk war das zurückliegende Jahr ein gutes. Dies meint zwar auch die wirtschaftliche Situation des als Verein organisierten Wohlfahrtsverbandes, bezieht sich aber in erster Linie auf verbreiterte Gestaltungsräume mit neuen Einrichtungen (zum Beispiel Kindergärten in Eisingen und Zell a.M.) und Projekten (wie etwa INFRA, in dem verstärkt Frauen mit Migrationshintergrund in Einzelberatungen Hilfen erhalten) und einem guten Ausbau vorhandener Strukturen. Zu Letzterem zählt zum Beispiel der Umzug der Evangelischen Sozialstation von vormals Uengershausen nach Reichenberg. 

Der Bericht über das Jahr 2019 umfasst 60 Seiten, erläutert die Arbeit der 19 größten Einrichtungen und Projekte des Diakonischen Werkes Würzburg und enhält Angaben zu Mitarbeitendenzahlen, Jahreseinzelleistungen und zur Geschäftsentwicklung. Für berufliche Praxis oder private Nutzung nützlich ist zudem eine vollständige Übersicht über alle Angebote, Leistungen und Kontakte der Diakonie auf seiner letzten Seite.

Vorgestellt wird der Bericht letztmalig von Dekanin Dr. Edda Weise, die das vergangene Jahr als erste Vorsitzende der Diakonischen Werkes Würzburg e.V. noch mitgestaltet hatte. 

 

 

Weitere hilfreiche Information:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Informationsfilmen zu Corona:

 https://www.youtube.com/channel/UCdbDIUyaDXemK4pfV6fqdcQ 

 

„Corona-Initiative“ des Ethno-Medizinischen Zentrums informiert online in 15 Sprachen

Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. (EMZ) stellt ab sofort Faltblätter und E-Paper mit Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 online. Aktuell können diese in 15 verschiedenen Sprachen im Internet gelesen werden. Zusätzlich stehen PDF-Dateien zum Download bereit. Das Angebot ist auch auf Mobilgeräte angepasst und kann abgerufen werden unter:

http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info/

 

Platzkonzert vor dem Wohnstift St. Paul erfreut die Herzen

Platzkonzert_St_Paul

Einrichtungsleiter Sebastian Ortgies bedankte sich bei den beiden virtuosen Musikern mit einer Kaffeetasse des Hauses

Joachim Rumpel, Feuerwehrmann aus Iphofen, und Ehemann der MAV Vorsitzenden des Diakonischen Werkes Würzburg, hat mit Peter Wendel, Mitarbeiter des Agnes Sapper Hauses der Diakonie, ein spontanes Schlagerkonzert vor den Fenstern des Wohnstifts St. Paul in Heidingsfeld gegeben. Am 28. April ging es von 14.30 bis 17.00 dort richtig rund. Erst auf der einen Hausseite und die zweite Hälfte der Zeit auf der anderen. Es sollten ja alle in den Genuss der willkommenen Abwechslung kommen. Schlager und Lieder aus allen Jahrzehnten waren den Menschen dort eine kleine Abwechslung im Alltag ohne den Besuch ihrer Lieben in Coronazeiten. Zwar können Lieder Umarmungen nicht ersetzen, doch auch sie berührten spürbar die Herzen. Manche Mitarbeiterinnen und Bewohner schwangen die Hüften zu den Klängen. Neben Applaus, der aus den Häusern klang, hörte man auch immer wieder ein leises Bravo aus den Fenstern, hinter denen die im zum Teil im Bett liegenden Bewohner lauschten und sich erfreuten. Allen hat es Spaß gemacht und auch ein Platzregen konnte die gute Laune nicht mindern.

Edith Günter-Rumpel

Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland:
 
Arme Kinder und Familien brauchen in Corona-Krise Soforthilfe
 
Berlin, den 23. April 2020 - Die Diakonie Deutschland fordert gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt, der Nationalen Armutskonferenz, dem Kinderschutzbund, dem Kinderhilfswerk, dem Zukunftsforum Familie und dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter eine Soforthilfe für arme Familien in der Corona-Krise.
 
Dazu erklärt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:
 
"Arme Kinder und Familien brauchen in der Corona-Krise eine Soforthilfe, um die schlimmsten Belastungen abzufedern. Die Not ist groß, weil Notfallhilfen wie die Tafeln nur eingeschränkt arbeiten können. Das kostenlose Mittagessen in Schule und Kita fällt aus. Der Regelsatz reicht nicht, um besondere Belastungen abzufedern. Oft sind nicht einmal die grundlegenden Voraussetzungen für das Homeschooling wie ein eigenes Zimmer oder ein Computer vorhanden.
Alleinerziehende stehen in der Krise ohne Betreuungsmöglichkeit da und können sich nicht einmal von den Großeltern oder Ersatz-Oma und -Opa helfen lassen.
Besonders in engen und schlecht ausgestatteten Wohnungen ist die Situation belastend. Darum setzt sich die Diakonie dafür ein, insbesondere Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Familien in engen Wohnverhältnissen und Kinder mit hohem Förderbedarf unbürokratisch einen Krisenzuschlag zu gewähren und Zugänge zur Betreuung zu erleichtern."
 
Gemeinsame Erklärung der Verbände "Arme Kinder und ihre Familien in der Krise mit Soforthilfen materiell absichern" zu finden unter:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
Sie spenden. Wir verdoppeln:
Soforthilfe Corona für Menschen in Notlagen – in Bayern und in den Partnerkirchen weltweit
                                                                            
Landeskirche und Diakonie rufen auf zu Spenden für Menschen in Notlagen, die Hilfe brauchen in der Corona-Krise. Es geht um Hilfe in Bayern, aber auch in den weltweiten Partnerkirchen der bayerischen Landeskirche. Jeder gespendete Euro wird von der bayerischen Landeskirche verdoppelt.
 
 
Kirche und Diakonie helfen in Bayern:
In Bayern geschieht bereits viel, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Aber die Maßnahmen führen auch dazu, dass Einrichtungen, auf die viele Menschen gerade jetzt angewiesen sind, geschlossen werden müssen: Tafeln, Mittagstische, offene Treffs, Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser, Beratungsstellen oder die Bahnhofsmissionen mussten vorübergehend ausgesetzt werden. Gleichzeitig fallen für Familien Unterstützungen wie Schulessen und Tagesbetreuungen weg. Angebote, die für besonders von Armut betroffene Menschen und Familien gerade jetzt wichtig sind, werden von Kirche und Diakonie in Bayern darum in anderen Formen weitergeführt – etwa in Form von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen, durch Telefonberatung, Food Trucks und andere. Damit weitergeholfen werden kann, bitten Kirche und Diakonie um Spenden.
 
Spendenkonto:
Diakonisches Werk Bayern 
DE20 5206 0410 0005 2222 22
Stichwort: Soforthilfe Corona
Weitere Informationen unter:
 
Hilfe für Menschen in den Partnerkirchen - Ein Zeichen der weltweiten Solidarität
Seit das Corona-Virus auch in den Partnerkirchen grassiert, wird die ohnehin schon herausfordernde Lage im Gesundheits- und Sozialsystem dort auf eine harte Probe gestellt. Hilferufe erreichen das Partnerschaftszentrum Mission EineWelt in Neuendettelsau aus Liberia, Papua-Neuguinea, El Salvador. Auch in Brasilien, Kenia sowie im Kongo wird Unterstützung benötigt, hier gibt es schon Corona-Tote. Direktor Hans Hoerschelmann: „Im Kampf gegen das Virus müssen wir zusammenhalten“. Durch die Krise hat sich vielerorts auch die soziale und wirtschaftliche Lage extrem verschärft und führt zu großer Not. Viele Menschen erwirtschaften kein Einkommen mehr. Die Partnerkirchen berichten, so Hoerschelmann, dass zahlreiche Familien sich keine Lebensmittel, Miete und Medikamente mehr leisten können. Zusätzlich sind durch die Krise die Preise gestiegen, so dass die Not besonders für arme Familien noch größer geworden ist.
 
Es muss schnell gehandelt werden. Deshalb hat Mission EineWelt einen Nothilfefonds aufgelegt. Hieraus können kurzfristig und koordiniert dringend benötigte Gelder weitergeleitet werden. Hans Hoerschelmann: „Seit Jahrzehnten stärken wir gemeinsam die Arbeit in vielen Partnerkirchen – das werden wir auch weiterhin tun.“
 
Spendenkonto:
Mission EineWelt
DE56520604100101011111
BIC: GENODEF1EK1  
 
Evangelische Bank
Stichwort: Corona-Hilfsfonds 1410160
Weitere Informationen unter:
 
München, 7. April 2020
Johannes Minkus, Pressesprecher
Daniel Wagner, Pressesprecher
 
Diese Meldung wird von der ELKB und der Diakonie Bayern zeitgleich versandt. Doppelzustellungen bitten wir zu entschuldigen.
 
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 215
 
 
Aktuelle Informationen zu Corona finden Sie im Intranet der Diakonie Bayern (https://www.diakonie-bayern.de/login.html).
Schnelle Antworten auf Fragen gibt es unter hotline@diakonie-bayern.de

14.4.2020: Reden hilft - Plakataktion mit Gesprächsangeboten

Plakat_Reden-hilftUnter dem Motto "Reden hilft" hat das Sozialreferat der Stadt Würzburg eine Plakataktion angestoßen. Das selbst erklärende Motto verweist darauf, wie sehr Gespräche in Belastungssituationen zu Entspannungen und auch zur Lösungsfindung beitragen können. Auch Einrichtungen der Diakonie wie das Evangelische Beratungszentrum sind in dieser Initiative aktiv eingebunden. Nähere Informationen finden sie unter  www.wuerzburg.de/redenhilft

 

Wir verweisen auf eine Stellungnahme und Petition der Diakonie Deutschland
 
100 Euro Corona-Zuschlag für Menschen mit Grundsicherung 
 
Berlin, den 1. April 2020 - Die Diakonie Deutschland spricht sich für einen befristeten Corona-Zuschlag für Hartz IV-Bezieherinnen und -Bezieher aus und unterstützt eine entsprechende Petition kirchlicher und gewerkschaftlicher Gruppen: Petition 100 Euro. Die Politik muss jetzt schnell handeln, damit existenzbedrohliche Armut in Deutschland nicht durch die Corona-Krise wieder zum Normalfall wird.
 
Dazu erklärt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik Diakonie Deutschland: "Nicht nur in die Bilanzen von Unternehmen, sondern auch in die schmalen Geldbeutel von Hartz IV-Bezieherinnen und -Beziehern reißt die Corona-Krise tiefe Löcher. Denn eine außergewöhnliche Belastung durch eine weltweite Pandemie ist in den Berechnungen der Regelsätzen nicht vorgesehen. Deshalb brauchen Menschen in Grundsicherung jetzt einen Zuschlag von 100 Euro für Erwachsene und 80 Euro je Kind für diese außergewöhnliche Belastung. Die Mehrkosten entstehen, da die Kinder wegen der Schließung von Kindergärten und Schulen kein kostenloses Mittagessen mehr bekommen, Sonderangebote oftmals wegen Hamsterkäufen nicht mehr bekommen und auch viele Tafeln geschlossen sind. Neben der Kontaktsperre bereitet die aktuelle Krise insbesondere Familien in Grundsicherung massive Versorgungsprobleme, die erhebliche Folgen für die Gesundheit haben können."
 
Mehr Infos:
 
Corona-Informationsseite der Diakonie Deutschland:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind

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Gern können Sie unser Angebot auch an interessierte Kolleginnen oder Kollegen weiter empfehlen.

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland:

Schutz von Flüchtlingskindern unter deutscher EU- Ratspräsidentschaft vorantreiben

Berlin, den 30. März 2020 - In einem offenen Brief haben die Diakonie Deutschland und 41 weitere Organisationen an die Bundesregierung appelliert, den Schutz von Kindern und ihren Rechten auf europäischer Ebene voranzutreiben. Mit Blick auf die im Juli 2020 beginnende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands und der deutschen Reformpläne des gemeinsamen europäischen Asylsystems (GEAS) fordern sie konkrete Maßnahmen: Kindeswohl vorrangig berücksichtigen, keine Haft und freiheitsbeschränkende Maßnahmen, beschleunigte Familienzusammenführung innerhalb der EU, unverzügliche Verteilung von unbegleiteten Kindern, Schulungen für Grenzbeamtinnen und Grenzbeamte in Kindesschutz, Einführung eines unabhängigen Monitoring-Mechanismus und Maßnahmen zur Rechenschaftspflicht.

Dazu erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Was gerade Kinder derzeit in den Lagern auf den griechischen Inseln und an der Grenze zur Türkei erleben müssen, entspricht in keiner Weise den Werten und Rechten, wie sie in der UN- Kinderrechtskonvention vereinbart wurden. Sie erleben Gewalt, haben teilweise monatelang oder über Jahre hinweg keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung. Deutschland sieht hier zu, wie eine verlorene Generation traumatisierter junger Menschen heranwächst, weil sich Europa nicht einigen kann, wer wie viel Verantwortung übernehmen will. Die Vereinbarung, 1.600 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen und das Recht auf Familiennachzug muss jetzt schnell umgesetzt werden, damit Kinder zu ihren Eltern kommen. Deutschland muss sich für seine Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr vornehmen, bei der Fortentwicklung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems die besonderen Bedürfnisse von Flüchtlingskindern in den Blick zu nehmen."

Offener Brief: https://www.diakonie.de/fileadmin/user_upload/Offener_Brief_EU-Ratspraesidentschaft.pdf

Mehr Infos: https://www.diakonie.de/gemeinsam-helfen-hilfe-fuer-fluechtlinge

https://hilfe.diakonie.de/aus-dem-leben-eines-jungen-gefluechteten-in-einer-gastfamilie/

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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„Corona-Initiative“ des Ethno-Medizinischen Zentrums informiert online in 15 Sprachen

Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. (EMZ) stellt ab sofort Faltblätter und E-Paper mit Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 online. Aktuell können diese in 15 verschiedenen Sprachen im Internet gelesen werden. Zusätzlich stehen PDF-Dateien zum Download bereit. Das Angebot ist auch auf Mobilgeräte angepasst und kann abgerufen werden unter:

http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info/

Die Evang.-Lutherische Landeskirche in Bayern und die EKD bieten regelmäßig in den nachfolgenden Medien Andachten und Gottesdienste an. Welche Angebote in der Region Würzburg stattfinden, entnehmen Sie bitte der Website des Dekanats

Wir verweisen auf einen Aufruf der Diakonie Deutschland:

Reserven von Atemschutzmasken und standardisierter Schutzkleidung werden gebraucht

Berlin, den 23. März 2020  Trotz der Zusagen von Bund und Ländern zur Verbesserung der Versorgung mit Schutzkleidung gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus bestehen noch erhebliche Mängel.

Dazu erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

"Ich appelliere an alle Industrie- und Handwerksunternehmen, derzeit nicht benötigte Reserven von Atemschutzmasken und standardisierter Schutzkleidung für die Wohlfahrtspflege zur Verfügung zu stellen. Bedarf besteht nicht nur im Gesundheitsbereich, sondern auch in Behinderteneinrichtungen oder in der häuslichen Pflege. An manchen Orten werden unsere ungeschützten Pflegekräfte nicht mehr zu den Patienten eingelassen", sagte Lilie.

 "Das ist ein unerträglicher Zustand," so der Diakonie-Präsident. Weiter fügte er hinzu: "Diese Patienten und unsere Pflegekräfte können nicht auf die versprochenen Lieferungen aus dem Ausland warten, die sich noch lange hinziehen können."

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin

 

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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind

599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Die Christophorus Gesellschaft stockt ihre Dienste wie die Wärmestube und die Bahnhofsmission wieder auf, nachdem diese Angebote für eine Woche zunächst stark reduziert worden waren. Die Übernachtungsmöglichkeiten für Männer werden ohne Einschränkungen weiter angeboten, der Tagessatz wird wochenweise ausgegeben. Bezüglich der Schuldner- und Insolvenzberatung wird auf die deutlich ausgeweitete Telefonberatung (Mo-Fr von 9.00-12.00 Uhr, Tel 322413) verwiesen. Nähere Informationen sind der eigenen Website der Christophorus Gesellschaft zu entnehmen.

Leider aus Gesundheitsschutzgründen abgesagt

 

Herzliche Einladung zum Fachtag: "Arm dran in Würzburg"

Laut Statistischem Bundesamt sind ca. 16 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Doch was heißt das eigentlich, arm zu sein? Was macht das Stigma Armut mit den Menschen?

Armut bedeutet Mangel. Nicht allein an Geld, sondern auch an Gesundheit, Bildung, sozialen Kontakten. Aber Armut wird auch übersehen, übergangen, geleugnet oder bestenfalls gelindert. In der öffentlichen Wahrnehmung, nicht zuletzt auch von Behörden und Ämtern fühlen sich Betroffene so oft gemaßregelt und bevormundet. Angesichts der gegenwärtigen Armutsentwicklung, aber auch der sozialstaatlichen Antworten darauf, ist die Soziale Arbeit mehr denn je gefordert, sich konzeptionell und alltagspraktisch mit der Armutsproblematik auseinanderzusetzen. Soziale Arbeit beschäftigt sich daher vor Ort und fallbezogen mit „sozialen Problemen“, mit ihrer Entstehung, Struktur und mit Lösungsversuchen. Was ein soziales Problem ist, definieren in der Regel nicht die Soziale Arbeit allein, sondern die Betroffenen, deren Umfeld und die gesellschaftlichen Verhältnisse. Der Fachtag bietet die Möglichkeit, gesellschaftliche Zusammenhänge, Ursachen und Erscheinungsformen sowie gesellschaftliche und individuelle Auswirkungen von Armut zu beleuchten, zu diskutieren und neue Ideen zur Armutsvermeidung in der Region Würzburg zu entwickeln.

Hierzu laden Sie Ihre Tagungsleiter herzlich ein: Prof. Dr. Dieter Kulke Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, FHWS Andreas Schrappe Diakonisches Werk Würzburg.

Diakonie Bayern sagt Haus- und Straßensammlung ab. Andere Formen der Frühjahrssammlung finden statt.
 
Nürnberg, 17. März 2020 Angesichts der aktuellen Situation sagt die Diakonie Bayern die für kommende Woche geplante Frühjahrssammlung der bayerischen Diakonie in Teilen ab. Betroffen von der Absage sind die Haus- und Straßensammlungen (sofern sie nicht bereits, etwa beim Austragen der Gemeindebriefe, geschehen sind).
„Es wäre unverantwortlich, Konfirmanden und Konfirmandinnen oder auch ältere Ehrenamtliche in Fußgängerzonen oder an der Haustür für die Diakonie sammeln zu lassen,“ so Michael Bammessel, Präsident der Diakonie. „Auch in diesem Fall gilt: Die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung haben Vorrang.“ Auch die für den kommenden Sonntag geplante Eröffnung der Sammlung im Rahmen eines Festgottesdienstes in Eisingen bei Würzburg wurde abgesagt.
Bammessel: „Wir wissen aber auch, dass der jährliche Ertrag der Sammlungen für Diakonie und Kirche vor Ort eine wichtige Rolle spielt. Wir freuen uns darum, wenn alternativ andere Sammlungsinstrumente wie etwa Überweisungsträger oder die klassischen ‚Spendentütchen‘ zum Einsatz kommen, die etwa in den Briefkasten der Kirchengemeinde eingeworfen werden können.“
Im Mittelpunkt der Frühjahrssammlung stehen die Angebote der Diakonie für Geflüchtete. Unter dem Motto „Chancen für alle“ thematisiert sie Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind. Die Frühjahrssammlung des vergangenen Jahres erbrachte einen Gesamtertrag von rund 530.000 Euro für die diakonische Arbeit in ganz Bayern.
 
Übrigens:
 
20% der Spenden an die Kirchengemeinden können in der Kirchengemeinde zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort verbleiben.
45% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort.
35% der Spenden an die Kirchengemeinden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. Hiervon wird auch das Info- und Werbematerial finanziert.
Weitere Informationen zum Thema Arbeitslosenhilfe erhalten Sie im Internet unter www.diakonie-bayern.de und bei Ihrem örtlichen Diakonischen Werk.
Spendenkonto: DE20 5206 0410 0005 2222 22, Evang. Bank (GENODEF1EK1), Stichwort: Frühjahrssammlung 2020
Spendenhotline: 5 € /10 € oder 15 € mit Ihrem Anruf unter 0800 700 50 80* 
(* gebührenfrei aus dem dt. Festnetz)
 
 
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t +49 911 93 54 205
f +49 911 93 54 215
 

Die BRAUCHBAR gGmbH (https://www.brauchbarggmbh.de) schließt ihre Sozialkaufhäuser und Verkaufsstellen ab dem 18.3. bis einschließlich 30.3.2020. Auch die Bahnhofsmission macht für Publikumsverkehr und Versorgung mit Speisen und Getränken dicht. Hintergrund ist die Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales vom 16.3.2020. Sie enhält weitreichende Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen. Den Wortlaut der Allgemeinverfügung finden Sie unter: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

Aktuelle Anordnungen und Informationen erhalten Sie unter folgendem Link:

 https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/index.php

Bitte halten Sie diese Seite im Blick, um die offiziellen Informationen zu verfolgen.

 

 

Die Staatsregierung hat am 13.03.2020 entschieden, bis zum 19.04.2020 die Kindertageseinrichtungen (mit Ausnahme von Notgruppen) zu schließen.  Alle Informationen dazu werden auf der Web-Seite des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales veröffentlicht. Bitte halten Sie diese Seite im Blick, um die offiziellen Informationen zu verfolgen:

https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/index.php

Allgemeine tagesaktuelle Informationen zu Symptomen, empfohlenen Verhaltensweisen und  vorbeugenden Maßnahmen finden Sie 

Bis zum 19.04.2020 fallen auch alle Veranstaltungen des evKITA aus. Dies betrifft sowohl die Träger- und Leitungskonferenzen als auch die Fort- und Weiterbildungen. Alle Teilnehmenden, die sich für diesen Zeitraum für eine Fort- und Weiterbildung angemeldet haben, haben von uns eine Information an die bei der Anmeldung angegebene E-Mail-Adresse erhalten.

Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland vom 12.3.2020:

Europa muss mit Asylrechtsreform ein Signal der Menschlichkeit senden

Berlin, den 12. März 2020 - Mit über 20 deutschen Verbänden und Organisationen hat die Diakonie Deutschland eine gemeinsame Erklärung zur Zukunft des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems veröffentlicht. Die Organisationen kritisieren das im Februar bekannt gewordene Konzeptpapier der Bundesregierung zu einer Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Sie fordern von geplanten Außengrenzverfahren in Haftzentren abzusehen und eine schnelle Verteilung von Asylsuchenden auf Europa. Die EU-Kommission will bis zum Sommer neue Vorschläge unterbreiten.

Dazu erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Die nicht akzeptable Reaktion der EU an der türkisch-griechischen Grenze, aber auch an anderen Außengrenzen wie in Kroatien, Ungarn, den Exklaven Ceuta und Melilla und im Mittelmeer zeigt: Die Europäische Union hat noch keine Antwort auf die Flüchtlingsaufnahme aus Gewaltkonflikten und Kriegen gefunden. Tränengas, Push-backs und Internierungslager entsprechen weder unseren christlichen Werten noch den Prinzipien, die sich Europa unter dem Eindruck der Weltkriege des letzten Jahrhunderts gegeben hat. Europa muss jetzt aktuell in Griechenland und mit seiner Reform ein gut ausbalanciertes Signal der Menschlichkeit senden, Härte allein ist erbärmlich!

Was jetzt nottut, ist eine menschenrechtsbasierte und faire Lösung zuallererst zwischen den Big Five des Europäischen Asylrechts: Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien. Die Rechte und Interessen der Flüchtlinge sind dabei zwingend zu berücksichtigen. Die Kommission muss mit diesen Ländern einen Verteilungsmechanismus aushandeln, dem sich der Rest der EU- Staaten anschließen kann. Wir haben heute einige Vorschläge dazu gemacht. Wir als Diakonie Deutschland stehen wie viele andere Verbände, Kommunen und Bundesländer in Deutschland bereit, Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Deutschland zu beraten und bei der Integration zu unterstützen."

Zur gemeinsamen Erklärung: https://www.diakonie.de/diakonie-zitate/diakonie-zitat-europa-muss-mit-asylrechtsreform-ein-signal-der-menschlichkeit-senden

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland:

Beihilfe zum Suizid darf keine Alternative zur Sterbebegleitung sein 

Berlin, den 26. Februar 2020 - Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass das 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe verfassungswidrig ist. Dagegen hatten schwer kranke Menschen, Ärzte und Sterbehilfevereine geklagt und nun in Karlsruhe Recht bekommen.

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Beihilfe zum Suizid darf keine Alternative zu einer aufwändigen Sterbebegleitung sein. Ich befürchte, dass diese Entscheidung nun eine Dynamik mit möglichen Konsequenzen nach sich zieht, deren Folgen nicht abschätzbar sind. In einer immer älter werdenden Gesellschaft steigt der finanzielle Druck auf den Gesundheitssektor ebenso wie der soziale Druck auf die kranken Menschen. Sie dürfen angesichts ihres Leidens keinesfalls als Last für die Gesellschaft abgestempelt und gedrängt werden, auf medizinische Maßnahmen zu verzichten, weil sie denken, dass ihre Behandlung zu teuer für die Angehörigen wird oder sie selber in höchster Not keinen Ausweg mehr wissen. Hochaltrige Pflegebedürftige sind in ganz besonderem Maße darauf angewiesen, dass sie sich auch am Lebensende gut versorgt und beraten wissen. Diese Entscheidung aus Karlsruhe kann nun dazu beitragen, dass diese Menschen verunsichert werden, weil vielleicht nicht alle Hilfen zur Verfügung stehen, die sie benötigen. Ich habe erlebt, was Palliativmedizin kann. Wir müssen nun mit allen Kräften dafür sorgen, dass Sterbehilfe nicht ein furchtbares Instrument der Marktgesellschaft wird."

 
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir verweisen auf die Mitteilung des Diakonischen Werkes Bayern:

Mit deutlichen Worten nimmt Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, Stellung zur geplanten Aufnahme von Kindern aus Griechenland.

Zu finden auf Youtube unter  https://youtu.be/YeOTk8FQhic sowie auf unserer Website www.diakonie-bayern.de

 

 

Rückfragen beantwortet Ihnen gerne 
 
Diakonie Bayern
Daniel Wagner
Pressesprecher
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90408 Nürnberg
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f +49 911 93 54 215
 
 
 
Vorbereitungen für die 2. Vesperkirche in Würzburg laufen an  – 
Diakonie aktiv dabei
8. – 22. März 2020, Thomaskirche, Schiestlstraße 54

 Banner_Vesperkirche_2019 

Vorbereitungen für die 2. Vesperkirche in Würzburg  – Diakonie aktiv in der Grombühler Thomaskirche dabei

Die Vorbereitungen für die zweite Würzburger Vesperkirche laufen auch in der Advents- und Weihnachtszeit schon auf Hochtouren. Nach einer zweijährigen Pause soll es vom 8.-22. März 2020 in der Thomaskirche Würzburg wieder eine Vesperkirche geben. Erneut wird die JVA Würzburg für das Menü sorgen: Wie beim letzten Mal bekommen die Gäste der Vesperkirche das gleiche Essen wie die Menschen in der JVA. Danach wird es auch wieder Kaffee und Kuchen geben. Auch ein umfangreiches Begleitprogramm ist vorgesehen, ehrenamtlich Mitwirkende sind willkommen sich einzubringen.

Website freigeschaltet

Schon jetzt erhält die Evangelische Kirchengemeinde Anfragen von Interessenten, die als Gäste kommen wollen oder die sich ein Mithelfen gut vorstellen können. Die Website der Vesperkirche (www.vesperkirche-wuerzburg.de) ist freigeschaltet, dort sind Ansprechpartner genannt. Alternativ kann ein Kontaktformular genutzt werden. 

Diakonie mit Beratungsangeboten vor Ort

Das Angebot der Vesperkirche trifft die Anliegen der Diakonie voll und ganz. Zum einen finden dort auch Menschen in schwierigen Lebenslagen, denen die Diakonie verpflichtet ist, warmherzige Unterstützung. Auch für sie ist der Tisch an 15 Tagen mit guten Speisen aber auch kostenlose Zeitungen, Musikdarbietungen u.v.m. reich gedeckt, manche haben dort auch aktiv mitgeholfen und sich über die sinnvolle Mitwirkungsmöglichkeit gefreut.  Zum anderen ist die Vesperkirche eine wertvolle Begegnungsstätte für den Stadtteil und ganz Würzburg, in der Menschen in je unterschiedlichen Lebenslagen zwanglos Zeit miteinander verbringen können. Dieses Zusammenrücken stärkt gegenseitiges Kennen und Verstehen und wirkt Vereinsamung entgegen. Dies deckt sich mit den Zielen der Gemeinwesensarbeit der Diakonie Würzburg.

Dort freut man sich sehr, dass die Thomaskirche ein zweites Mal die Vesperkirche ausrichtet und ist nur zu gern bereit, das Angebot tatkräftig zu unterstützen. Zum einen fügt es sich gut, dass ein aktives Mitglied der Kirchengemeinde zugleich in der Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit des Diakonischen Werkes beschäftigt ist. Diese Person wird an den Tagen der Vesperkirche auch im Namen der Diakonie vor Ort sein. Zudem werden Sozialpädagoginnen aus der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) an wechselnden Tagen die Tischgemeinschaft teilen und bei Bedarf zu sozialen Fragen beraten. Die KASA der Diakonie bietet das ganze Jahr hindurch am Friedrich-Ebert-Ring 24 kostenlos Hilfestellung in allgemeinen Notlagen, Fragen bei geringer Rente, Harz IV- Bezug, Hilfen bei Antragstellungen, Behördengängen etc. an. Angedacht ist zudem, dass die Sozialstation des Diakonischen Werkes über ambulante häusliche Pflege und Fragen zur Pflegeversicherung berät.

Thomaskirche sucht noch ehrenamtliche Helfer

Die Vesperkirche wird ehrenamtlich durchgeführt. Der Kirchenvorstand und viele Mitwirkende aus der Thomaskirche Würzburg übernehmen die Organisation, die Kirchengemeinde schultert auch die finanziellen Risiken. Aber ohne die vielen Helfer, die sich täglich für unterschiedlichste Dienste zur Verfügung stellen, wäre die 15-tägige Veranstaltung nicht durchführbar. Dabei wird weit mehr als ein dreigängiges Menü für 1 Euro angeboten. Den Mittagstisch runden vielfältige Begleitangebote ab. Beim letzten Mal boten eine gelernte Friseuse und eine Fußpflegerin ihre Dienste ebenso kostenlos an wie zahlreiche Musiker, Beratungsdienste usw. Für 2020 werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht, die möglichen Formen der Teilnahme an der Vesperkirche sind erfreulich vielgestaltig: Bediener, Transporteure, Küchenhelfer, Nachtischköche und Spender von Kaffee und Kuchen sind sehr willkommen. Die Diakonie wirbt aktiv dafür, dass möglichst viele Menschen sich das Stadtteilangebot im März 2020 anschauen. Vielleicht macht das Beispiel bald auch anderswo Schule?

Nähere Informationen und Anlaufstelle für Interessenten:

https://vesperkirche-wuerzburg.de/

 

 

 

 

 

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland:          

Fachkräfteeinwanderungsgesetz bietet nur wenigen Menschen eine berufliche Perspektive in Deutschland

Berlin, den 28. Februar 2020 - Am 1. März tritt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Ziel ist es, mehr internationale Fachkräfte und Menschen mit qualifizierter Berufsausbildung zur Arbeit nach Deutschland zu holen. Dazu sagt Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland:

"Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist ein wichtiger Baustein, um mehr Fachkräfte aus anderen Ländern zu gewinnen. Allerdings bieten die neuen Regelungen faktisch nur einer relativ geringen Zahl an Menschen eine berufliche Perspektive in Deutschland. So ist zum Beispiel der Zuzug aus dem Ausland zur Ausbildungsplatzsuche zwar möglich, jedoch an sehr hohe Bedingungen geknüpft - und damit nur für wenige Menschen attraktiv. Die Möglichkeit für Schutzsuchende, die noch auf einen positiven Asylbescheid warten, in Ausbildung oder Beruf zu kommen, ist zu restriktiv ausgestaltet und wird durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz nicht verbessert. Von einem "Spurwechsel" von der Asylsuche hin zur Fachkräfteeinwanderung kann nicht gesprochen werden.

Der Erfolg des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes hängt zudem entscheidend davon ab, dass in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland eine Willkommenskultur gelebt wird - in den Servicestellen und Behörden genauso wie bei den Arbeitgebern und in der Gesellschaft insgesamt. Nur dann wird Deutschland als Zuwanderungsland für Fachkräfte wirklich attraktiv und die Integration der Menschen in unsere Gesellschaft möglich."

Zum Hintergrund:

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird die Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht- EU-Staaten, den sogenannten Drittstaaten, vereinfachen. Ziel ist, mehr internationale Fachkräfte und Menschen zur Arbeit nach Deutschland zu holen. Das Gesetz tritt am 1. März 2020 in Kraft. Die Änderungen im Detail erklärt ein Wissen kompakt: https://www.diakonie.de/wissen-kompakt/fachkraefteeinwanderungsgesetz

Die Fachkräftezuwanderung nach Deutschland steigt zwar seit Jahren an. Allerdings macht der Anteil an zugewanderten Fachpersonen mit 7 Prozent der Gesamtzuwanderung aus Drittstaaten weiterhin nur einen sehr kleinen Teil der Zuzüge aus. Den Angaben im Migrationsbericht der Bundesregierung nach kamen im Jahr 2017 rund 38.000 Migranten aus Drittstaaten als Fachkraft nach Deutschland. Dies entspreche weniger als 0,1 Prozent des gesamten Arbeitskräfteangebots, also des Erwerbspersonenpotenzials. Die meisten dieser Fachkräfte kamen 2017 aus Indien, Bosnien-Herzegowina, USA, Serbien und China. 

Weitere Informationen:

Wissen kompakt: https://www.diakonie.de/wissen-kompakt/fachkraefteeinwanderungsgesetz

Nachgefragt - 3 Fragen und Antworten zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz:

https://www.diakonie.de/journal/nachgefragt-das-neue-fachkraefteeinwanderungsgesetz

Serviceportal der Diakonie für Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlinge: https://www.diakonie.de/services-for-immigrants-and-refugees

Vor allem in Süddeutschland verzeichnen diakonische Träger in Gesundheits- und Altenpflege einen hohen Bedarf an internationalen Fachpersonen. Die Diakonie Württemberg kooperiert mit örtlichen Partnerorganisationen im Kosovo, um arbeitslosen jungen Menschen aus diesem Balkanland eine Ausbildung in Stuttgart und Umgebung zu ermöglichen. https://www.diakonie-wuerttemberg.de/mitwirken-bildung/personalgewinnung-und-entwicklung/kosovo-ausbildungsprojekt/

Diakonie Text zur Einwanderungspolitik und Einwanderungsgesetzgebung:
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland zu den rechtsextremistisch motivierten Mordtaten in Hanau:

Diakonie-Präsident Lilie fordert demokratischen Zusammenhalt: "Wer mit den Höckes spielt, schürt Gewalt und solchen Irrsinn"

Berlin, 20. Februar 2020 - Diakonie-Präsident Ulrich Lilie äußert sich entsetzt über die Morde von Hanau. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen und den Menschen in Hanau", sagt er am Donnerstag. Dass die Behörden bei ihren Ermittlungen von einem rechtsextremistischen Hintergrund der Tat ausgehen, sei schockierend. Die Gesellschaft müsse für ihren Zusammenhalt kämpfen: "Es reicht. Spätestens jetzt muss jedem klar sein: Wer mit den Höckes spielt und auf Hass und Ausgrenzung setzt, schürt Gewalt und solchen Irrsinn", sagte der Theologe.

"Die Diakonie steht für ein Deutschland in Vielfalt und Menschlichkeit", sagt der Präsident des evangelischen Sozialverbands. "Wir setzen uns dafür ein, dass sich hier jeder Mensch willkommen und sicher fühlt - unabhängig von Herkunft, Rasse, Religion oder Geschlecht." Dafür stehe die Diakonie im Bündnis mit allen Demokraten ein.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind

599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Frühjahrssammlung der Diakonie Bayern –  
Auftaktgottesdienst am 22. März
Philippuskirche in Eisingen, 10.00 Uhr
Prediger: Diakonie Präsident Pfr. Michael Bammessel       
 

Warum die berufliche Integration Geflüchteter uns allen gut tut

   
Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden oder überwinden - Menschen, die keine feste Stelle finden und trotz der verbesserten Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht aus der Langzeitarbeitslosigkeit herausfinden, benötigen in besonderem Maße Unterstützung. Dies gilt erst recht für Menschen mit Fluchtgeschichte. Sie haben meist mit zusätzlichen Erschwernissen zu kämpfen: Auch wenn sie in ihrem Heimatland nicht selten lange Jahre qualifizierte Berufe ausgeübt haben, hapert es oft an den erforderlichen Anerkennungen ihrer Abschlüsse und Qualifikationen in Deutschland. Ein weiteres Hindernis sind fehlende Sprachkenntnisse oder auch nur Nachweise derselben. Hinzu kommen kulturelle Verschiedenheiten. Vieles ist fremd und eine große Herausforderung: Wie muss eine schriftliche Bewerbung aussehen? Welche Umgangsregeln sind gegenüber Vorgesetzten und Kollegen zu beachten? Wie sind Schul- und Ausbildungssystem, Besteuerung, die Sozialsysteme u.v.m. in Deutschland ausgestaltet? Hier tut gezielte Hilfe not.

Geflüchtete Frauen brauchen eine Unterstützung, die ihre nochmals besondere Lage in den Blick nimmt. Ihre Erwerbsmotivation ist sehr hoch: 86% der von der Friedrich Ebert Stiftung befragten Frauen würden gerne arbeiten. Aber sie haben oft weitere Hürden zu überwinden: Traditionelle Genderbilder müssen zu den hierzulande gegebenen Geschlechterrollen in eine passende Beziehung gesetzt werden, die Kinderbetreuung will geregelt sein, der Haushalt ruft u.v.m.  .

Arbeit ermöglicht soziale Teilhabe und Integration - Mit der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ist soziale Teilhabe und gesellschaftliche Integration verbunden. Unter der Begleitung von Fachanleitern und Sozialpädagogen der Diakonie werden Geflüchtete mit Arbeitsprozessen vertraut gemacht. Sie erhalten tätigkeitsorientierte Sprachförderung, Bewerbungstraining, Vermittlung von soziokulturellen Fertigkeiten sowie begleitende Hilfen bei der Arbeitssuche. Themen wie Motivation, Pünktlichkeit, Arbeitseffizienz etc. werden bearbeitet, praktische und fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt.

Lücken bei der staatlichen Förderung – Sammlung der Diakonie - Eine Vielzahl einzelner Maßnahmen trifft auf staatliche Unterstützung, die koordinierende ganzheitliche Begleitung und Betreuung wird allerdings vom Jobcenter nicht finanziert. Die Frühjahrssammlung der Diakonie 2020 will helfen, diese Lücken zu schließen. Sie verfolgt damit ein Anliegen, das sich nicht nur für alle Beteiligten finanziell „rechnet“, sondern das allen guttut: den Betroffenen, die damit die Perspektive eines selbstbestimmten Lebens erhalten; den Betrieben, die auf diese Weise zügig zu gutem Personal kommen und unserer Gesellschaft, die im Guten zusammenwächst.

Die Frühjahrssammlung der Diakonie Bayern gibt es seit über 70 Jahren; sie wird im Rahmen eines Gottesdienstes stets an einem anderen Ort in Bayern eröffnet. In diesem Jahr ist die Philippuskirche in Eisingen Gastgeberin des Auftaktgottesdienstes. Prediger ist der Präsident der Diakonie Bayern,  Pfarrer Michael Bammessel. Beginn ist um 10.00 Uhr.

 Bammessel_2020

Diakonie Präsident Pfr. Michael Bammessel

 

Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Das Diakonische Werk Würzburg ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit über 930 hauptamtlich und rund 700 ehrenamtlich Zusammenwirkenden. Der Verein ist u.a. im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, allgemeinen Sozialberatung, Behindertenarbeit und der psychosozialen Dienste tätig. Nähere Informationen: www.diakonie-wuerzburg.de .

Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland

Zum 27. Januar - Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Jüdisches Leben ist für Deutschland ein Glücksfall

Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust sagt Diakonie- Präsident Ulrich Lilie: "Es ist unerträglich und nicht hinzunehmen, dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft zunimmt. Umso mehr müssen wir die Erinnerung an den Holocaust wachhalten und jede Form von Antisemitismus zurückweisen, wo immer sie uns begegnet. Das jüdische Leben in Deutschland ist für uns alle ein Glücksfall. Wir müssen es stärken und unsere Solidarität gerade in diesen Zeiten ganz besonders leben."

 

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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind

599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Die Philipp-Melanchthon-Schule der Diakonie lädt ein zum Tag der Offenen Tür.

Am 14. März besteht von 10 - 15.00 Uhr Gelegenheit, die Berufsfachschule für Kinderpflege näher kennenzulernen:

 

Wir verweisen auf eine Pressemitteilung der Diakonie Deutschland:
 
Tariftreue und individuelle Weiterbildung statt "Multi-Jobben"
 
Berlin, den 21. Januar 2020 - Mehr als 3,5 Millionen Menschen in Deutschland haben mehr als eine Arbeitsstelle. Ende Juni 2019 gab es bundesweit rund 3,54 Millionen sogenannte Multi-Jobber oder Mehrfachbeschäftigte, ein Jahr zuvor waren es noch 3,41 Millionen Menschen. Das sind rund 123.600 Menschen mehr und entspricht einem Anstieg von 3,6 Prozent. Im Jahr 2004 waren es noch 1,86 Millionen Mehrfachbeschäftigte. Das geht aus einer heute veröffentlichten Antwort der Bundesagentur auf Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor.
 
Dazu erklärt Diakonie-Vorstand Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:
"3,5 Millionen Menschen haben mehr als einen Job, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Löhne müssen bei Vollzeitberufstätigkeit das Existenzminimum sichern.
Schon der Mindestlohn leistet das unzureichend und wird zudem zu häufig nicht eingehalten. Die Einhaltung muss strikt kontrolliert und durchgesetzt werden.
 
Tarifverträge sind ein zentrales Instrument für gute Arbeitsbedingungen und Löhne. Jedoch ist die Tarifbindung rückläufig. Hier sind Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften in der Verantwortung. Die Bundesregierung sollte mit einer Tariftreueregelung für Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen einen wichtigen Anreiz für Tarifbindung setzen."
 
Maria Loheide weist zudem auf die Bedeutung von Bildung hin: "Gering qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind besonders von Arbeitslosigkeit und geringen Löhnen betroffen. Die Bundesregierung muss verstärkt für berufliche Weiterbildung werben und Anreize schaffen, und zwar für eine Weiterbildung, die zu jeder und jedem Einzelnen passt."
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
 
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Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
 
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind

599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Vier Schülerinnen der Philipp-Melanchthon-Schule fanden sich am 19. Dezember mit frisch gebackenen Plätzchen in den Räumen der Gemeinschaft Sant`Egidio ein. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Maria Maak informierten sie sich zunächst über die Arbeit von Sant`Egidio und schauten eine kleine Präsentation zu den Weihnachtsfesten mit ärmeren Mitbürgern aus dem vergangenen Jahr an. Danach halfen sie mit, Küchenutensilien für das Fest in der Marienkapelle bereitzustellen. Dann ging es in die Geschenkewerkstatt, die sich über mehrere Räume hinzieht. Die Besucherinnen staunten über hunderte von Geschenken, die Mitbürger aus Stadt und Landkreis schon gebracht hatten, um anderen eine Freude zu bereiten. Fleißig schmückten sie Geschenkekisten und packten Geschenke ein. Vor ihrem Abschied versprachen sie, am nächsten Tag noch mehr selbst gebackene Plätzchen vorbei zu bringen, die ihre Mitschüler und Mitschülerinnen in der Berufsfachschule schon gebacken hatten.

Sparkassenstiftung unterstützt Diakonieprojekt: "Migranten als Integrationshelfer 2.0"

In der Diakonie freut man sich über die Entscheidung des Kuratoriums der Sparkassenstiftung, das Projekt "Migranten als Integrationshelfer 2.0" zu unterstützen. Für das Jahr 2020 erhält das Projekt eine Fördersumme in Höhe von 4.000 Euro. Dadurch ist die Arbeit von drei Integrationshelfern bei der Diakonie für fünf Monate gesichert.

Das Team der Diakonie Integrationshilfe

Migranten helfen Migranten - das Integrationshelferprojekt

Vier Zuwanderer aus Syrien und dem Iran helfen ihren Landsleuten bei Fragen zur Integration in Deutschland. Sie sprechen Arabisch, Persisch und Afghanisch und können als Sprachmittler unterstützen. Sie helfen unter anderem bei:
  • Anträgen, Ausfüllen von Formularen
  • Termine bei Ärzten und Beratungsstellen
  • Tipps zu nützlichen Adressen, Treffs und Hilfsangebote für Migranten. 
Zu finden sind die Integrationshelfer im Sozialdienst der Diakonie, Friedrich-Ebert-Ring 24. Ratsuchende können sich direkt per Telefon melden unter:
0931 804 87-36 (Persisch, Afghanisch)
0931 804 87-37 (Arabisch)
 
Seit 2017 entwickelte die Diakonie das Projekt „Migranten als Integrationshelfer“. Der Ansatz, dass bereits erfolgreich integrierte Migrantinnen und Migranten die Flüchtlingshilfe unterstützen und ihren Landsleuten bei der Ankunft und Integration helfen, hat sich als erfolgreich erwiesen. Die Integrationshelfer fungierten bislang als Dolmetscher in den Beratungsgesprächen oder begleiteten Geflüchtete zu Ämtern oder Vermietern. Für diese Tätigkeit wurden die 3-5 Integrationshelfer als geringfügig Beschäftigte angestellt oder erhielten als Ehrenamtliche eine Aufwandsentschädigung. Die Finanzierung erfolgte danach für einzelne Zeitabschnitte durch mehrere Träger. 
Der Bedarf nach dem Einsatz der „Integrationshelfer“ – zzt. zwei Männer und eine Frau mit arabischen, persischen und kurdischen Sprachkenntnissen – ist zuletzt zurückgegangen. Die Gründe liegen darin, dass
- ein Großteil der Geflüchteten der Jahre 2015-2017 inzwischen ihre Asylverfahren durchlaufen haben und nun überwiegend mit Bleiberechten
  ausgestattet sind. Die Integration hat nun aus der Sicht aller Beteiligten eine gesicherte Perspektive. Dies erhöht die Nachfrage.
- die Integrationshelfer inzwischen von den professionellen Beraterinnen unserer Abteilung „Flücht-lingssozialarbeit“ umfassend qualifiziert worden sind,
- darüber hinaus eine eigene Ausbildung im Sozialbereich begonnen haben,
- und inzwischen so erfahren sind in der Unterstützung von Geflüchteten bzw. Migranten, dass sie eigenständig und effektiv Unterstützung geben können, was
  eine neue Qualität („2.0“) darstellt.
 

Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland:

                                          

Berlin, 11. Dezember 2019   

Auch Hartz-IV-Empfänger haben Recht auf Weihnachten

Menschen, die von Hartz IV leben, werden an Weihnachten besonders stark ausgegrenzt. Sie können sich häufig weder einen Tannenbaum, noch Geschenke oder ein gutes Essen leisten. Kinder sind davon am meisten betroffen. Dazu sagt Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland:  Alle Menschen haben das Recht auf ein schönes Weihnachtsfest - auch, wenn sie von Hartz IV leben. Doch die Realität sieht anders aus: Weihnachten ist in Hartz IV nicht vorgesehen. Kosten für Weihnachtsschmuck, einen Tannenbaum oder Geschenke wurden aus dem Regelsatz gestrichen. Sie gelten als ´nicht regelsatzrelevant`. Weihnachten ist aber kein unnötiger Luxus! Menschen, die in Armut leben, werden ohnehin tagtäglich ausgegrenzt. Gerade in der Weihnachtszeit dürfen wir an den Schwächsten der Gesellschaft nicht vorbeisehen, sondern müssen sie und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt rücken. Die Feier der Geburt Jesu ist jedes Jahr wieder ein Fest der Hoffnung und der Zuversicht. Die Menschen, die es ohnehin schwer haben im Leben, müssen daran ganz besonders teilhaben können. Deshalb setzt sich die Diakonie dafür ein, wenigsten die Streichung des Weihnachtsschmucks aus dem Regelsatz auszugleichen. Mit einem Weihnachtsgeld von mindestens 30 Euro könnten sich auch Hartz-IV-Empfänger eine schöne Feier leisten. Denn: Weihnachten ist ein Fest für alle Menschen."

 Zum Hintergrund:

Im Regelsatz für Arbeitslose ist ein Weihnachtsfest nicht vorgesehen. Bis 2005 gab es in der Sozialhilfe eine Weihnachtsbeihilfe. Mit der Hartz-IV-Einführung wurde sie für Arbeitslose und ihre Familien abgeschafft. Weder die Anschaffungskosten für einen Tannenbaum noch für Adventsschmuck sind in die Regelsatzermittlung eingeflossen. Die dafür ermittelten Ausgaben von 32,40 Euro wurden als "nicht regelsatzrelevant" eingestuft. Die Diakonie plädiert dafür, wenigstens die Streichung des Weihnachtsschmucks auszugleichen - mit einem Weihnachtsgeld von mindestens 30 Euro.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Sarah Spitzer
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„Candle-Lighting“- Gedenkgottesdienst für früh verstorbene Kinder

 Gedenkgottesdienst_Frühverstorbene

Der Arbeitskreis „Leere Wiege“ in Würzburg lädt herzlich zum ökumenischen Gottesdienst ein.

Dieser findet statt am:

Sonntag, 08. Dezember 2019 um 19:00 Uhr

in der Gethsemanekirche

Würzburg-Heuchelhof, Straßburger Ring

 

Besonders Eltern, die ihr Kind in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder in den Tagen, Wochen und Monaten danach verloren haben, sind herzlich eingeladen, für ihr Kind ein Licht zu entzünden.

Weltweit wird jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember an früh verstorbene Kinder erinnert. Dazu werden in jeder Zeitzone um 19:00 Uhr Kerzen angezündet, so dass dieses Licht um die ganze Welt wandert. Ein Zeichen dafür, dass jedes Kind - egal wie kurz sein Leben war - Spuren des Lichtes hinterlassen kann.

Unsere Beraterin Birgit Wysocki ist auch dieses Jahr wieder im Vorbereitungsteam.

"Liebesgrüße aus Moskau" sehr virtuoser Art genossen die Bewohner des Matthias-Claudius-Heimes am Morgen des 4. Dezember. In ihrer Hauskapelle gastierte der DANIELS-CHOR aus Moskau. Drei professionell ausgebildete Herren in schwarzen langen Gewändern mit Bass-, Bariton- bzw. Tenorstimme sangen sich in die Herzen der lauschenden Bewohner und ihrer Betreuer. Schöne Melodien und Weisen aus dem reichhaltigen Schatz sakraler und weltlicher russischer Musik aber auch zwei deutsche Stücke standen auf dem Programm. Als letzte Zugabe erklang in tiefem Bass "Love me tender" von Elvis Presley. Da sich ein Konzert in Bad Nauheim, der "Elvis-Stadt" anschließe, in welcher der berühmte Sänger einst als Soldat stationiert gewesen war, habe man dieses Lied ins Repertoire aufgenommen und gönne es auch den Seniorinnen und Senioren im Matthias-Claudius-Heim.

Die sympatischen Virtuosen waren nicht das erste Mal im MCH, sondern kommen auf Vermittlung von Frau Sostre schon seit vielen Jahren. In der Osterzeit ist womöglich wieder von ihnen zu hören.

 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe ehrenamtlich mit uns Arbeitende,
liebe Mitglieder des Verwaltungsrates,
liebe Mitglieder unseres Vereins und der Fördervereine,
liebe Freunde der Diakonie,

 

wir möchten Sie schon jetzt sehr herzlich einladen
zu unserem Adventsgottesdienst
 
am Montag, den 2. Dezember 2019
um 17.30 Uhr
in der Stephanskirche
 
 
selbstverständlich erhalten Sie noch eine gesonderte Einladung, doch zur rechtzeitigen Terminplanung schicken wir Ihnen diese Vorab-Einladung,
Bitte geben Sie diese Information gern zeitnah weiter, es sind alle eingeladen mit uns zu feiern.
Wir freuen uns schon jetzt darauf, mit Ihnen allen den Advent zu begrüßen.
 
Bis dahin verbleiben wir

mit herzlichen Grüßen

 

Clemens Link                      und                        Dr. Edda Weise

Geschäftsführer                                                Dekanin und 1. Vorsitzende der Diakonie Würzburg e.V.

Wir weisen auf die Pressemitteilung der Diakonie Deutschland: 

Berlin, 02. Dezember 2019   Am 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Anlässlich dessen sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

 "Kinder mit Behinderung und ihre Eltern brauchen eine gute Unterstützung von Anfang an - und das möglichst unkompliziert. Behinderte Kinder und ihre Eltern haben Anspruch auf unterschiedliche Hilfen wie Frühförderung, Reha oder auch Umbaumaßnahmen in der Wohnung. Sie brauchen auch Begleitung und Unterstützung in Fragen des Aufwachsens von Kindern und der Erziehung. Der Weg dahin ist aber oft weit und mit großen Hürden verbunden. Wenn Kinder mit einer Behinderung zur Welt kommen oder durch Unfall oder Krankheit behindert werden, gerät das Leben der ganzen Familie aus dem Lot. Die Eltern sind besonders gefordert. Was sie in dieser Situation am wenigsten brauchen, sind unnötige Bürokratie und wechselnde Ansprechpartner und Zuständigkeiten in einem undurchsichtigen Dschungel an Hilfen. Für sie darf nicht das dringlichste Problem sein, ob eine Leistung von der Krankenkasse, dem Jugendamt oder dem Sozialamt übernommen wird. Wir brauchen eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe, mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit und Hilfen für die Familien aus einer Hand. Für behinderte Kinder und ihre Familien darf der Weg hin zu einem selbstbestimmten Leben nicht zu einem Irrweg werden, auf dem die wichtige Förderung der Kinder und die Begleitung der Eltern auf der Strecke bleiben." 

 

Hintergründe zu Frühförderung bietet ein Wissen kompakt der Diakonie unter https://www.diakonie.de/wissen-kompakt/fruehfoerderung/

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
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Waldorf-Adventsbasar 2019: 11. Klasse untersützt KASA der Diakonie

Silvio_Dehler_Waldorfbasar_2019    

Die 11. Klasse der Waldorfschule bot den zahlreichen Gästen des traditionellen Waldorfbasars am Samstag vor dem ersten Advent eine Suppenküche und einen Bratwurststand. Beiden Angeboten wurde reichlich zugesprochen, was die Beschäftigten der KASA Würzburg gern sahen. Der Reinerlös unterstützt nämlich in diesem Jahr die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit des Diakonischen Werkes. Dort können das ganze Jahr hindurch Menschen in sozialen Notlagen kostenlose Hilfe in Form von Beratung, Soforthilfen, Antrags- und Rechtsmittelunterstützung etc. in Anspruch nehmen. Die Einrichtung befindet sich am Friedrich-Ebert-Ring 24, 97070 Würzburg.

Die Sozialpädagogin Andrea Dehler war mit ihrem Sohn Silvio direkt vor Ort, sie stand für Beratungen zur Verfügung, er half tatkräftig am Bratwurststand mit. 

Wir verweisen auf die Haltung der Diakonie Deutschland anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2019:

Die Fachwelt warnt vor einem Sexkaufverbot

Berlin, 22. November 2019   Debatte über Prostitution: Verbände und Beratungsstellen informieren über Gefahren einer Kriminalisierung und sinnvolle Alternativen

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25.11. haben Fachverbände und Beratungsstellen heute ein Positionspapier zur beginnenden Diskussion über ein so genanntes Sexkaufverbot vorgestellt. Sie zeigen darin anhand internationaler Studien: Jede Form der Kriminalisierung der Prostitution schadet den Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind.

 

Die Organisationen reagieren mit dieser Expertise auf die Absicht einiger Bundestagsabgeordneter aus verschiedenen Parteien, die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen unter Strafe zu stellen. Ein entsprechender Antrag wird auch auf dem kommenden SPD-Bundesparteitag erwartet.

 

Prostituierten drohen neue Gefahren:

Die Behauptung, Prostituierte könnten so vor Zwang und Menschenhandel geschützt werden, weisen die Fachleute zurück. Ganz im Gegenteil: Gerade Prostituierte in prekären und gefährlichen Lagen würden besonders geschädigt, weil sie weiter marginalisiert und sichere Arbeitsbedingungen verhindert würden. Der Zugang zu Hilfe und Beratung würde enorm erschwert.

 

Wissenschaftliche Evidenz:

Die Studien sind eindeutig: Eine Kriminalisierung erhöht das Risiko der Betroffenen, Opfer von Gewalt und anderen Straftaten zu werden oder sich sexuell übertragbare Infektionen wie HIV zuzuziehen. Wer wirklich etwas für Menschen in der Sexarbeit tun will, muss ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern..

Das gilt ganz besonders für Frauen mit aufenthaltsrechtlichen Problemen und ohne Krankenversicherung.

 

Sichere Arbeitsbedingungen erhalten:

Das Sexkaufverbot hingegen würde außerdem auch Verbote des Betriebs von Bordellen und Zimmervermietungen nach sich ziehen - und damit den Aufbau sicherer Arbeitsbedingungen illegalisieren.

Dazu sagt Johanna Thie, Fachreferentin "Hilfen für Frauen" der Diakonie Deutschland: "Die aufflammende Diskussion erfüllt uns mit tiefer Sorge. Sie geht in die völlig falsche Richtung und verkennt die Realität in Prävention und Sozialarbeit. Gerade bereits marginalisierte Gruppen wie Migrantinnen, Trans oder Drogen konsumierende Menschen würden geschädigt. Was die Menschen in der Prostitution schützen soll, könnte ihnen am Ende zum Verhängnis werden."

Claudia Zimmermann-Schwartz, Vizepräsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V., erläutert: "Ein Sexkaufverbot würde auch die Rechte derjenigen berühren, die diese Tätigkeit ausüben. Laut Bundesverfassungsgericht fällt Prostitution unter die verfassungsrechtlich geschützte Berufsfreiheit. Der Anspruch, Menschen schützen zu wollen, rechtfertig nicht die Verletzung von Grundrechten. Dies gilt umso mehr, als ein Sexkaufverbot nicht geeignet ist, Menschenhandel zu verhindern."

Susanne Kahl-Passoth, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, erklärt: "Prostitution und Menschenhandel oder Zwangsprostitution müssen getrennt betrachtet werden. Es gibt Frauen, die selbstbestimmt mit Prostitution ihr Einkommen verdienen. Menschenhandel hingegen ist eine Verletzung der Menschenrechte. Heute können Polizei und Sozialarbeit in gewerblichen Räume zeigen, dass sie ansprechbar sind. Mit einem Sexkaufverbot würde Prostitution in nicht kontrollierbare Räume verlagert, wo die betroffenen Frauen noch weniger als heute erreicht werden könnten."

Sven Warminsky, Vorstand der Deutschen Aidshilfe, berichtet: "Alle Erfahrungen in der HIV-Prävention zeigen: Grundlage, um Menschen zu erreichen, sind Akzeptanz und Respekt. Wer Menschen ins Verborgene drängt, sorgt dafür, dass sie keine sicheren Arbeitsbedingungen aufbauen können und dass sie für Prävention und Hilfsangebote nicht mehr erreichbar sind. Die Vorstellung, das älteste Gewerbe der Welt durch Verbote beenden zu können, ist dabei gleichermaßen naiv wie bevormundend."

Andrea Hitzke, Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission e.V. - Beratungsstelle für Prostituierte, Ehemalige und Opfer von Menschenhandel: "Eine repressive Gesetzgebung würde das Vertrauensverhältnis der Prostituierten zu den Anlaufstellen zerstören und so den Zugang zum Hilfesystem drastisch erschweren. Statt einer Zerschlagung brauchen wir den Ausbau des etablierten Hilfesystems. Ziel der sozialen Arbeit muss stets sein, Selbstbestimmung und Selbstbehauptung zu stärken."

Claudia Rabe, Koordinatorin von contra - Fachstelle gegen Frauenhandel in Schleswig-Holstein im Frauenwerk der Nordkirche betont: "Zweifelsohne müssen Betroffene von Menschenhandel, Ausbeutung und Gewalt besser geschützt werden.

Nötig sind zum Beispiel umfassende Schutzrechte unabhängig von Aufenthaltsfragen, ein Zeugnisverweigerungsrecht für Beratende und flächendeckende Verfügbarkeit von Fachberatungsstellen."

Differenzierte Angebote absichern:

Das Positionspapier nennt viele weitere sinnvolle Ansatzpunkte und macht deutlich: Prostitution mit Gewalt gleichzusetzen, verhindert letztlich wirksame Maßnahmen.

Die Lebenssituation und die Arbeitsbedingungen von Sexarbeiter_innen in Deutschland sind sehr vielfältig. Allen gemein ist eines: So lange sie ihrer Tätigkeit nachgehen, brauchen sie gesetzliche Rahmenbedingungen, um dies möglichst sicher tun zu können. Sie brauchen Zugang zu medizinischer Versorgung und differenzierten Präventions-, Beratungs- und Hilfsangeboten, die in der individuellen Situation passende Hilfe anbieten, die natürlich auch Unterstützung zum Ausstieg beinhalten kann.

 

Das Positionspapier zum Download finden Sie unter https://www.diakonie.de/fileadmin/user_upload/Diakonie/PDFs/Pressmitteilung_PDF/2019-11-21_Sexkaufverbot_Position_-_finale_Version.pdf

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind 599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

Wir verweisen auf den Standpunkt der Diakonie Deutschland:

Wichtiger Schritt in Richtung sanktionsfreie Existenzsicherung

Berlin/Karlsruhe 5. November 2019 Das Bundesverfassungsgericht hat heute in einem Urteil entschieden, dass Sanktionen bei Hartz IV teilweise verfassungswidrig sind. Maximal 30 Prozent reduzierte Leistungen sind möglich, alles darüber Hinausgehende ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Zu diesem Urteil sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Das Urteil setzt Sanktionen endlich klare Grenzen. Es ist nicht beliebig, ob und wie der Gesetzgeber die Existenz sichert. Jetzt muss er seinen Gestaltungsrahmen voll ausschöpfen. Das Umsetzen von Mindestanforderungen des Gerichts reicht nicht. Existenzsicherung und Kürzungen am Minimum sind ein offener Widerspruch. Dieser Knoten muss endlich aufgelöst werden."

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Stephan Röger, stellv. Pressesprecher
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind

599.282 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.600 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,18 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Herzliche Einladung zur zentralen Feier in der Stephanskirche!!

Einladung

Sucht kennt keine Altersgrenze - Sucht im Alter
Dies ist der Schwerpunkt der diesjährigen Herbstsammlung der Diakonie.
Die Diakonie hat mit weiteren Einrichtungen, die das Thema Sucht, insbesondere das Tabuthema Sucht im Alter, bearbeiten, eine Expertensprechstunde bei der MAIN-POST eingerichtet.
Jedermann kann anrufen, auch anonym:
 
am Dienstag, den 22.10.2019
in der Zeit von 16.00 - 18.00 Uhr
unter der MAIN-POST - Telefonnummer: (0931) 6001-992
 
Alkohol, Tabak, Medikamente, starker Medienkonsum, Glücksspiel kommen im Alter nicht selten als "Tröster" daher. Doch wo liegt die Schwelle von normalem Genuss zu abhängigem Konsum? Was tun, wenn der Partner oder die Eltern sich verändern? Was sind die ersten Anzeichen für Sucht? Sucht im Alter ist in Deutschland nach wie vor ein Tabuthema und findet oft hinter verschlossenen Türen statt. Auch das Ausmaß wird häufig unterschätzt. Das trägt auch dazu bei, dass Abhängigkeitserkrankungen älterer Menschen häufig unentdeckt bleiben oder erst sehr spät auffallen. Bei einer Telefonaktion am Dienstag, 22. Oktober, von 16 bis 18 Uhr beantworten Experten von Diakonie, Blauem Kreuz, der Caritas und der Altenheimseelsorge Fragen unserer Leser.
 
Ihre Fragen beantworten vier Experten:

Diakon Andreas Fritze ist verantwortlicher Seelsorger in mehreren Altenheimen und Seniorenbegegnungsstätten des Dekanats Würzburg. Auch ihn treibt das Thema um, "vor allem, weil man so wenig davon hört“. Laut Prognose der DHS wird die absolute Zahl älterer Erwachsener mit Suchtproblemen angesichts der demografischen Entwicklung noch ansteigen. Zu vermuten sei außerdem, dass der Anteil betroffener Frauen wachsen wird, da die erste Generation Frauen, die Alkohol (und Tabak) ähnlich selbstverständlich konsumiert wie Männer, in den nächsten Jahren die Altersgrenze erreichen.

Ebenfalls am Telefon ist Karina Bauer, die Leiterin des Blaukreuz-Zentrums Würzburg, einem christlichen Suchthilfeverband. "Das Bewusstsein für gesundheitsschädlichen Konsum zu stärken und Wege aus der Sucht aufzuzeigen und zu begleiten gewinnt in unserer Arbeit immer mehr an Bedeutung", sagt Bauer.  Mit ratsuchenden Betroffenen, Angehörigen oder Freunden erarbeitet sie die jeweilige Lage und bietet konkrete Hilfen an.

Sina Wunderle ist bei der Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtprobleme, der Caritas, Am Röntgenring 3 in Würzburg beschäftigt und weiß aus langjähriger Erfahrung, wie schwer es ist, Sucht bei sich selbst oder anderen festzustellen und zu behandeln. Mit ihrem Team geht sie jeden Tag aufs Neue Probleme im Umgang mit Alkohol, Medikamenten, Ess-Störungen, Spielsucht und anderen Verhaltenssüchten an.

Claudia Kaufhold ist in der Diakonie Würzburg für Öffentlichkeitsarbeit und Projekte zuständig. Sie informiert über alle Angebote der Diakonie zum Thema Sucht. Diese reichen von Beratungsdiensten in Würzburg mit Berührungspunkten zum Thema bis hin zu ambulanten und stationären Suchthilfeeinrichtungen und Fachkliniken in ganz Bayern.

Informativ ist auch die gemeinsame Pressemitteilung der genannten Werke.

 

 

Wir verweisen auf die Pressemitteilung der Landeskirche zum Anschlag auf die Synagoge in Halle.

Das evang. Dekanat Würzburg ruft in Absprache mit dem kath. Stadtdekanat auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen.
Beginn ist heute (11.10.2019) um 17.00 Uhr vor dem Shalom Europa (Valentin-Becker-Str. 11, Würzburg).
Bitte bringen Sie eine Kerze mit und bringen Sie mit Ihrer Teilnahme die Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft zum Ausdruck.

Einführung_Meyer-Spelbrink 

Von links nach rechts: Diakon Andreas Fritze, MAV Vertretung, Christian Meyer-Spelbrink, Dekanin Dr. Edda Weise, PDL Heike Pfeuffer, Gemeindereferentin Daniela Becker

 

Mit einem feierlichen Ernte-Dank-Gottesdienst wurden am 6. Oktober Christian Meyer-Spelbrink als neuer Leiter und Heike Pfeuffer als neue Pflegedienstleitung für das Matthias-Claudius-Heim in der Traubengasse eingeführt. Den Einführungsakt übernahm Dekanin Dr. Edda Weise in der festlich geschmückten Hauskapelle der Gerontopsychiatrischen Einrichtung. Den ökumenischen Gottesdienst mit der Predigt hielt Diakon Andreas Fritze mit Gemeindereferentin Daniela Becker. Mit über 50 Personen war der Gottesdienst gut besucht. Für die Bewohner des Hauses bot das Ereignis eine schöne Gelegenheit, mit der Kirchengemeinde von St. Stephan Kontakt zu haben. Nach dem Gottesdienst stellten sich die Kinder der Tagesstätte ein und sangen ein Ständchen. Der Feiertag schloss mit einem gemeinsamen Eintopfessen.

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland:

Die Diakonie Deutschland begrüßt den heutigen Durchbruch der vier Innenministerinnen und Innenminister in Malta, sich zur Aufnahme von Bootsflüchtlingen in der EU bereit zu erklären.

Dazu sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie heute in Berlin:

"Dass Menschen auf ihrem verzweifelten Weg nach Europa ertrinken, ist die offene Wunde Europas. Deutschland und Frankreich haben heute gemeinsam mit Italien und Malta gezeigt, dass sie für die europäischen Werte einstehen und notfalls zunächst auch allein vorangehen. Für die neue italienische Regierung und auch Malta ist dies ein wichtiges Zeichen der Solidarität, das lange eingefordert wurde. Die Einigung sollte nun viele weitere EU-Länder animieren, sich des freiwilligen Aufnahmesystems anzuschließen. Die Diakonie fordert darüber hinaus, staatliche Seenotrettung wieder aufzunehmen und Flüchtlinge aus dem libyschen Kriegsgebiet in Libyen zu evakuieren, keinesfalls wieder nach Libyen zurückzuschicken."

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Dr. Thomas Schiller, Leiter Kommunikation
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Plakat_120 Jahre Bahnhofsmission

Hilfe ohne Wenn und Aber

Bahnhofsmission Würzburger feierte im Ratssaal ihr 120-jähriges Bestehen

 

Ein Zurück ist für viele unmöglich. Wer einmal „unten“ gelandet ist, tut sich schwer, wieder hochzukommen. Armut entfaltet eine eigene Dynamik. Sie geht einher mit materiellem Verzicht. Oft auch mit emotionalen Problemen. Und nicht selten mit Entwürdigung. Um Menschen, die dieses Schicksal erleiden, kümmert sich seit 120 Jahren die Bahnhofsmission. Am Freitag wurde das Jubiläum im Würzburger Ratssaal nicht nur mit VIPs, sondern auch mit Gästen der Einrichtung gefeiert.

 

Die Bahnhofsmission hilft ohne Wenn und Aber, ohne Vorbedingungen und Erfolgsdruck, betonte Michael Lindner-Jung, der die Einrichtung am Würzburger Hauptbahnhof leitet. Dass eine Institution dies tut, dass sie niemanden abweist, selbst solche Menschen nicht, die als „Störenfriede“ wahrgenommen werden – das macht die ökumenische Anlaufstelle so besonders. Das Team hat erkannt, dass gerade jene, die als „herausfordernd“ gelten, ein offenes Ohr, Zuversicht und Zuwendung benötigen. „Zuversicht geben“ lautet denn auch das Motto des Jubiläumsjahrs der Würzburger Bahnhofsmission.

Viele Menschen wurden und werden bei der Bahnhofsmission aktiv, weil sie spüren, dass es in einer Stadt solche Orte der bedingungslosen Solidarität unabdingbar braucht. Wie wichtig die Bahnhofsmission für die Stadt Würzburg ist, unterstrich auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „Wir brauchen eine Stadtgesellschaft, die alle Menschen mitnimmt.“ Die Bahnhofsmission sei in heutigen Zeiten, wo sich die Gesellschaft immer weiter ausdifferenziert und die Einsamkeit wächst, mindestens so wichtig wie in der Anfangszeit vor 120 Jahren. „Von Staat und Stadt könnte das, was die Bahnhofsmission leistet, in dieser Form gar nicht erbracht werden“, so der OB.

Ja, sie sind manchmal verschroben. Sie sind unkonventionell und nicht konform. Viele der Gäste, von denen die Bahnhofsmission 2018 mehr als 45.000 Mal kontaktiert wurde, sind schlicht „anders“. Seelische Not, materielle Bedürftigkeit und Unsicherheit haben sie „anders“ gemacht. Doch kein Mensch, so sehr er auch von der gesellschaftlichen Norm abweicht, soll und darf auf der Strecke bleiben, appellierte Domkapitular Clemens Bieber. Dafür setzen sich die beiden christlichen Kirchen in der Christophorus-Gesellschaft, zu der die Bahnhofsmission heute gehört, seit vielen Jahren ein.

Wie es ist, arm zu sein, berichtete Anja Dyes, die zu den regelmäßigen Gästen der Bahnhofsmission gehört. Armut, legte sie in ihrer unter die Haut gehenden Schilderung dar, bedeutet in vielen Fällen, die eigene Würde und die Souveränität über das eigene Leben zu verlieren. Nicht selten würden arme Menschen bevormundet und sprichwörtlich „abgespeist“: Sie müssen essen, was man ihnen zu essen gibt. Dürfen nicht, was für alle anderen Menschen in der Gesellschaft selbstverständlich ist, frei wählen. Oft begegnen ihnen Dyes zufolge Herablassung und Verachtung: „Man ist der Meinung, der arme Mensch sei selbst schuld an seiner Armut.“

Dabei genügt ein Unfall, der tragische Tod eines geliebten Menschen, eine schwere seelische oder körperliche Erkrankung, um einen Prozess einzuleiten, an dessen Ende, oft sehr rasch, die Armut steht. „So vieles kann aus der Bahn werfen“, erklärte Dyes aus eigener Erfahrung. Die Menschen, die in der Bahnhofsmission tätig sind, kümmern sich ohne Herablassung und ohne Schuldzuweisung um jene, die das Schicksal gebeutelt hat. Sie ist damit, so Dyes, ein „wichtige, guter Beitrag“ zu einer solidarischen Gesellschaft.

Neben Caritas und Diakonie tragen in Würzburg viele Menschen, Organisationen und Unternehmen dazu bei, dass die Bahnhofsmission gute Arbeit leisten kann. Dazu gehört auch die Deutsche Bahn. Sie stellt die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung und übernimmt Instandsetzungsleistungen und Betriebskosten. Das tut die Deutsche Bahn sehr gern, denn auch hier wird die Bahnhofsmission als etwas Einmaliges angesehen. „Seit mehr als 20 Jahren erlebe ich hier eine Stimmung und eine Herzlichkeit, die ihresgleichen sucht“, so Karl Heinz Ferstl vom Regionalbereich Süd der DB.

Durch Künstliche Intelligenz und Biotechnologie tickt aktuell eine Zeitbombe, die Einrichtungen wie die Bahnhofsmission in Zukunft notwendiger denn je werden lässt, legte Frank Dieckbreder von der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld dar. Mehr und mehr Menschen drohen, gesellschaftlich „nutzlos“ zu werden. Nutzlos zu sein, so der Experte für Sozialraumentwicklung, sei noch viel schlimmer, als ausgebeutet zu werden: „Bin ich nutzlos, verliere ich den Sinn meiner Existenz.“ Gerade für jene Menschen, denen die Gesellschaft keinen Nutzen mehr zuschreibt, sei das Motto „Zuversicht geben“ ungemein wichtig.

Die Bahnhofsmission bietet Menschen, die oft Diskriminierungen hinnehmen müssen, einen Raum, in dem sie Hilfe erfahren, in dem sie sich aber auch selbst einbringen können. Dieckbreder erlebte das in der Bahnhofsmission Hamm, die seine Frau leitete. In der Bahnhofsmission treffe die Millionärin, die das Bedürfnis hat, sich sozial zu engagieren, auf den Kleindealer, der Sozialstunden ableisten muss, sowie den Alkoholiker, der sich hier einbringt, weil er dann keinen Druck hat, zu trinken. Dadurch werde die Bahnhofsmission zu einem sozialen Raum, der vielfältige Kontakte und Verbindungen ermöglicht.

Dass bei der Bahnhofsmission nichts nach Schema F funktioniert, verdeutlichten sinnbildlich die Akteure des Improvisationstheaters „Beutelboxer“. Sich bei der Bahnhofsmission zu engagieren, heißt im Übrigen nicht nur, schwere Schicksale mitzutragen. Es macht auch Spaß und ist genussvoll. Diesen Genuss symbolisierte das Symphonische Blasorchester Unterpleichfeld unter Leitung von Manuel Scheuring, mit dem die Jubiläumsveranstaltung ausklang.

Wir verweisen auf die Verlautbarung der Diakonie Deutschland vom 18.9.2019 anlässlich des Weltkindertags am 20. September:

Unter dem Motto "Wir Kinder haben Rechte!" fordert Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, die soziale Infrastruktur im Sinne der Kinder und Jugendlichen zu gestalten:  

"Das diesjährige Motto des Weltkindertags macht deutlich: Die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen werden immer noch zu wenig bei den Planungen und Entscheidungen der sozialen Infrastruktur berücksichtigt. Nach wie vor gibt es Kinderarmut in Deutschland, fehlen Teilhabemöglichkeiten und Bildungsgerechtigkeit. Diese Realität steht im Widerspruch zu den Rechten von Kindern. Deshalb müssen alle Reformvorhaben, wie die Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe oder der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, konsequent an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sein. Außerdem müssen alle Kinder besser über ihre Rechte informiert und bei der Gestaltung der Gesellschaft beteiligt werden. Nur so kann das Ziel der UN-Konvention über die Rechte des Kindes - die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern - erreicht werden."

 Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Sarah Spitzer
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Der ökumenische Krisendienst macht auf den Internationalen Tag der Suizidprävention aufmerksam.

Der Weltsuizidpräventionstag wird immer am 10. September begangen. Aus diesem Anlass lädt der Krisendienst Würzburg gemeinsam mit der TelefonSeelsorge, dem Gesprächsladen und AGUS

zur Teilnahme an mehreren Veranstaltungen ein. Sie stehen unter dem Motto "Hand in Hand für Suizidprävention":

Plakat_Weltsuizidpräventionstag_2019

 

 

Wir verweisen auf den nachfolgenden Standpunkt der Diakonie Deutschland:

Berlin, 14. August 2019   Die Diakonie Deutschland begrüßt den heute im Bundeskabinett beratenen Entwurf des Angehörigenentlastungsgesetzes.

Normalverdiener bis zu einem Einkommen von 100.000 Euro müssen künftig nicht mehr zur Pflege ihrer pflegebedürftigen Eltern oder erwachsenen Kinder mit Behinderungen zuzahlen. Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, sagt: "Das ist eine echte Entlastung! Alte Menschen haben oft die Sorge, dass sie ihren Kindern bei Pflegebedürftigkeit zur Last fallen und die Angehörigen, die in der Regel persönlich viel für ihre pflegebedürftigen Eltern, Kinder und Verwandten tun, müssen keine finanziellen Belastungen mehr befürchten."

Im Gesetz sind weitere Regelungen enthalten, die Menschen mit erheblicher Behinderung in der Ausbildung und bei der Arbeit besser unterstützen. "Mit dem Budget für Ausbildung und der Assistenz am Arbeitsplatz können Menschen trotz starker Beeinträchtigung einen Platz im Arbeitsleben erreichen, der ihren individuellen Fähigkeiten besser entspricht", sagt Loheide.

Die beiden Neuregelungen seien, ebenso wie die dauerhafte Finanzierung der unabhängigen Beratungsstellen für Menschen mit Behinderungen, sinnvolle Schritte in Richtung Inklusion. 

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Stephan Röger, stellv. Pressesprecher
 
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

21. Ausgabe der renommierten Fachveranstaltung:

Fachtagung für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Würzburg -

Ein interdisziplinäres Projekt von KJP, ÜBBZ und Diakonischem Werk

23.9.2019: Fachhochschule Würzburg - Schweinfurt: 

 

Die Christopherusgesellschaft, ein Verbund aus Diakonie und Caritas, hat allen Grund zum Feiern!

Jubiläen_Christophorus

Der Christophorustag hält ein schönes Programm bereit, die ganze Stadt ist eingeladen!

Für alle Freunde und Besucher des StadtteilLadens Heidingsfeld in der Klingenstr. 14: 

Das Sommerprogramm  des Heidingsfelder StadtteilLadens ist da!

Ein ganz besonderer Tag ist das Fest zum einjährigen Bestehen am 12. Juli !!!

Herzliche Einladung zu allen Veranstaltungen!!!

 

15.000 € für die Anlaufstelle "Underground" der Diakonie Einrichtung "Streetwork" 

Scheckübergabe "Streetwork"

"Streetwork Würzburg" darf sich über 15.000,-€ für den Ausbau der Anlaufstelle „Underground“ von der Sparkassenstiftung freuen. Das Underground ist eine Anlaufstelle für unter 27-jährige hilfsbedürftige Menschen, welche zum Ziel hat die Grundbedürfnisse der Menschen in Notsituationen zu stillen und ein Rückzugsort zu bieten. Durch den Ausbau wird zusätzlich ein neuer Beratungsraum, ein zweiter Aufenthaltsraum sowie eine barrierefreie Toilette und Duschmöglichkeit geschaffen. Stellvertretend für "Streetwork Würzburg" nahm Nina Köhler (zweite Reihe, vierte von links) an der symbolischen Scheckübergabe am 9. Juli in den Räumen der Sparkasse Würzburg teil, gemeinsam mit weiteren Organisationen, welche auch von der Sparkassenstiftung unterstützt werden.   

Die Anlaufstelle "Streetwork Würzburg" besteht seit 1996 und befindet sich in der Trägerschaft des Diakonischen Werkes Würzburg e.V. Die Streetworker sind von Montag bis Freitag zwischen 16 und 18 Uhr am Bahnhof unterwegs und einmal wöchentlich in der Innenstadt. Seit Sommer 2018 bietet die Streetwork von Montag bis Freitag von 11–12 Uhr eine offene Sprechstunde an. Die Zielgruppe sind gefährdete junge Menschen, die sich an öffentlichen Plätzen aufhalten.

5. Juli 10.00 Uhr, Würzburger Marienkapelle am Marktplatz

Flüchtlingsgedenken

Die Diakonie Würzburg ist Mitveranstalterin eines an die Menschen, die auf der Flucht nach Europa zu Tode gekommen sind. In den letzten 18 Monaten sind allein im Mittelmeer 3000 Menschen gestorben. Diese Zahl bezieht sich nur auf die bestätigten Opferzahlen, die tatsächliche Anzahl der Ertrunkenen liegt deutlich darüber.

Zum Weltflüchtlingstag 2019 soll in einem ökumenischen Gebet dieser Menschen gedacht werden, die auf dem Meer, in der Wüste, an den Grenzen, in Lagern oder unter LKWs gestorben sind. Ihre Hoffnung, ihre Namen und beispielhafte Geschichten werden in diesem Gedenken genannt. Für Viele, deren Körper nicht mehr gefunden werden konnten, ist dies zugleich eine Form würdigen Abschiednehmens. Das Gebet ist damit Totenklage und Ausdruck christlichen Zusammenstehens zugleich angesichts des unverminderten Leides an Europas Außengrenzen und darüber hinaus.

Jedes Jahr organisiert die Gemeinschaft Sant`Egidio dieses Gedenken mit weiteren Partnern vor Ort wie dem Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Würzburg, Diakonie, Caritas, Asylseelsorge der Diözese Würzburg, Italienisch-Katholische Mission, Armenisch-apostolische Gemeinde, Franziskanerinnen von Oberzell. 

 

Ortgies_St-Paul-Einrichtungsleitung   

Sebastian Ortgies (Mitte) mit Dekanin Dr. Edda Weise und DW Geschäftsführer Clemens Link 

Sebastian Ortgies neuer Leiter des Wohnstiftes St. Paul in Heidingsfeld

Mit Sebastian Ortgies hat das Wohnstift St. Paul in Heidingsfeld nun wieder eine Leitung. Nach dem Tod der langjährigen Leiterin der Altenhilfe in der Diakonie, Frau Elke Leske, wurde die vakante Stelle zum 1. Juli 2019 wieder neu besetzt. Herr Ortgies ist bereits seit Februar 2010 im Wohnstift St. Paul beschäftigt, zuletzt in der Funktion der stellvertretenden Pflegedienstleitung. Der examinierte Altenpfleger war früh durch seinen Zivildienst zur Altenhilfe gestoßen. Nach Weiterbildungen zur Pflegedienst- und Einrichtungsleitung rückt er nun an die Spitze der Einrichtung. Er ist verheiratet und wohnt mit seiner Familie in Würzburg.

 

170 Jahre Wichern in Würzburg - Gottesdienst und Festakt an historischer Stelle mit dem Präsidenten der Diakonie Bayern, Pfr. Michael Bammessel und Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm

Würzburg, 27. Juni 2019

In seiner Festpredigt mahnte der Präsident der Diakonie Bayern, Pfarrer Michael Bammessel anhand des Gleichnisses vom armen Lazarus und dem reichen Prasser an: "Alleinerziehende, die in Armut leben, Menschen, die sich keine Krankenversicherung mehr leisten können und Rentner*innen, die sich das Geld für die letzte Mietsteigerung vom Munde absparen müssen – „Wenn wir genau hinschauen, sehen wir, welche scharfen Gegensätze es in Deutschland und auch in Bayern gibt,“. Er forderte zudem: „Notleidenden zu helfen alleine reicht nicht. Diakonie muss die Verbindung zwischen den verschiedenen Welten unserer Gesellschaft wieder herstellen.“  Bammessel führte aus, der Abgrund, der im Gleichnis den Reichen von Lazarus in Abrahams Schoß trennte, entspräche genau dem Abstand, den der Reiche selbst zu dem Armen vor seiner Tür gehalten habe, nur unter umgekehrten Vorzeichen. Nun bäte er nur um ein Bisschen Barmherzigkeit, eine gekühlte Zunge, so wie zuvor der Arme schon mit den Resten zufrieden gewesen wäre, die von seinem Tisch herunterfielen.  Zum Schluss seiner Predigt nahm Bammessel die Bibel in die Hand und verwies er darauf, dass eigentlich keine Erklärung über den Evangliumstext hinaus notwendig wäre: "Es steht alles schon hier!".

Die Diakonie, so Bammessel, erlebe in ihrer täglichen Arbeit die harten Gegensätze in der Gesellschaft. Die Kluft zwischen Arm und Reich aber tue sich längst nicht mehr nur zwischen Armen und Superreichen auf. „Auch Menschen, die sich der Mittelschicht zurechnen, leben oft meilenweit von den Problemen anderer entfernt.“ Welcher „gestresste Büromensch“, so Bammessel, habe schon mal mit einem Flüchtling gesprochen, der in einer Gemeinschaftsunterkunft lebe und psychisch krank werde, weil ihm die Behörden verböten zu arbeiten? Viele Menschen wüssten schlicht nicht, welchen Kampf ums Überleben andere führten. „Sie kennen den bulgarischen Wanderarbeiter nicht, der von seinem deutschen Arbeitgeber um seinen schmalen Lohn betrogen wird, und der sich nicht wehren kann, weil er so schlecht Deutsch spricht.“ Aufgabe der Diakonie sei es darum nicht nur, Notleidenden zu helfen. Sie könne sich nicht damit zufrieden geben, dass der Blick auf die schreiende Not in der Gesellschaft den Profis, und damit ihr, überlassen werde. Als Beispiel nannte Bammessel die Vesperkirchen. Hier öffneten sich Kirchen für einen bestimmten Zeitraum für alle Menschen der Umgebung und ermöglichten eine Begegnung zwischen den unterschiedlichen Gruppen der Gemeinde: „Wer da aus einer gut bürgerlichen Familie kommend am Essen teilnimmt oder gar ehrenamtlich mitarbeitet, bekommt einen scharfen Blick für die Lebenslagen, in denen sich manche Menschen befinden. Da treffen sich Welten.“

Die vormalige Präsidentin des Bayerischen Landtages Barbara Stamm würdigte in ihrer warmherzigen und eindringlichen Festrede das Engagement diakonisch handelnder Menschen. Sie betonte die Bedeutung der Wohlfahrtsverbände und der Diakonie im Besonderen und mahnte einen ernsthaften Umgang mit dem Subsidiaritätsprinzip an. Dieses Prinzip sehe vor, dass der Staat nicht einspringe, wenn Menschen aus der Mitte der Gesellschaft bereit seien, Aufgaben zu übernehmen. Sie erinnerte daran, dass die Versorgung und Integration der Geflüchteten, die in größerer Zahl vor einigen Jahren nach Deutschland gekommen seien, ohne das ungeheuere Engagement ehrenamtlich tätiger Menschen nicht hätte bewältigt werden können. Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung des Lebens betonte Stamm, letztlich ließen sich aber persönliche Nähe und eine gedrückte Hand am Krankenbett nicht hierdurch ersetzen. Sie ging auch auf die Situation älterer Menschen ein, die zunehmend Hilfe bräuchten. Spontanen Beifall bekam sie für die Forderung, "wir müssen uns abgewöhnen danach zu fragen, was Menschen kosten". "Vielmehr", führte sie weiter aus, "muss es darum gehen, was Menschen brauchen". Diese Frage sei sorgfältig zu prüfen und auch zu beantworten.  

Dekanin Dr. Edda Weise machte einen Streifzug durch die wechselvolle Geschichte diakonischen Handelns in Würzburg. Sie unterstrich die Bedeutung der persönlichen Haltung eines jeden einzelnen. So hob sie hervor, dass einerseits bis 1938 ein NSDAP-treuer Geschäftsführer dem damaligen Dekan das Leben schwer machte. Dann aber hätten mutige Mitglieder des Evangelischen Arbeitervereins diesen abgewählt und durch einen Mann ersetzt, der zur Bekennenden Kirche gehörte und die Geschicke der Diakonie bis 1972 leitete. 

Nach den Reden richteten Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann, Caritas Direktorin Pia Theresia Franke, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake Grußworte an die Festgemeinschaft.

Gottesdienst und Festakt hatten die 170. Wiederkehr einer Rede Johann Hinrich Wicherns in Würzburg zum Anlass. Er hatte im Jahr 1849 in der Stephanskirche angsichts der sozialen Frage der damaligen Zeit gefordert, dass christliche Kirchengemeinden diakonisch handeln und zu den Menschen in Not gehen müssten. Wichern, der als einer der Väter der modernen Diakonie gilt, gab damit den Anstoß zur Gründung der „Inneren Mission Würzburg“, aus der 100 Jahre später das Diakonische Werk Würzburg hervorging. Es hat heute knapp über 930 hauptamtlich und etwa 700 ehrenamtlich Mitarbeitende.  und ist unter anderem in der ambulanten und der stationären Altenhilfe, der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie der Sozialpsychiatrie tätig. Zur Diakonie Würzburg gehört auch die Brauchbar GmbH, die sechs Sozialkaufhäuser in Würzburg sowie Ochsenfurt betreibt, und in denen täglich ca. 300 Personen einkaufen. Es ist ferner an der Christophorusgesellschaft, dem Krisendienst und der Telefonseelsorge beteiligt.

 

 

Kommt herein -  170 Jahre Wichern und Diakonie in Würzburg 

2019 ist ein ausgesprochen ereignisreiches Jubiläumsjahr für die Diakonie, wir feiern das ganze Jahr hindurch, unser Motto dazu heißt: Komm herein!  
Ganz besonderer Anlass ist die Rede von Johann H. Wichern in Würzburg im Jahr 1849 in der Stephanskirche, die den Anstoß für nachhaltiges diakonisches Handeln in unserem Dekanat gab, zur Gründung der Inneren Mission und der später der Diakonie.

Hier finden Sie die aktuellen Termine und Orte, an denen wir gehörig feiern werden. Sie sind herzlich eingeladen! 

Sa, 19.5.2019: Tag der Offenen Tür - Einweihung der neuen Büroräume in Reichenberg
 
Sa, 22.6.2019:      Sommerfest im Ev. Wohnstift St. Paul: Komm herein - 170 Jahre Diakonie Würzburg!
14.00 - 16:00 Uhr Sommerfest im Hof mit musikalischer Unterhaltung, Kaffee& Kuchen, Grill, Themenbeitrag, Rätsel, vielen Attraktionen für Jung und Alt 
 
Do, 27.6.2019 Gottesdienst mit Festakt, St. Stephan, Würzburg
10:00 – 13:00 Uhr, anschließend Imbiss und Möglichkeit zum Gespräch
 
Do, 27.6.2019: Tag der Offenen Tür in der Sozialstation Würzburg: Komm herein!
                         12.30-16.30 Uhr
                         Friedrich-Ebert-Ring 27

Fr, 28.6.2019 Fachtagung: Campus Community Dialogue
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
09:00 – 13:00 Uhr Schule und Inklusion
13:00 – 14:00 Uhr Mittagessen
14:00 – 17:00 Uhr Erlebnispädagogik und tiergestütztes Arbeiten 
 
Sa, 6. 7.2019: Sommerfest der Sozialstation Thüngen
 
Hier können Sie gern nachhören, was anlässlich der 170. Wiederkehr der Rede Johann H. Wicherns in der Stephanskirche (20. Juni 1849)
in Radio-Interviews des Diözesanrundfunks gesagt haben. 
 
 
 
 
 
 
 

 

Komm  herein -  170 Jahre Wichern in Würzburg!

Unter diesem Motto lädt die Diakonie Sozialstation Würzburg Stadt, im Friedrich- Ebert-Ring 27a ein zum

TAG  DER  OFFENEN  TÜR.

 

Der druckfrische Jahresbericht 2018 des Diakonischen Werkes ist online und wird gerade ausgeliefert. Die Vorjahresausgaben finden Sie unter unserer Rubrik Jahresberichte.

Liebe Freundinnen und Freunde der OBA, liebe Interessierte ,

nun ist es soweit : 12 OBA`lerInnen gehen auf große Reise über den Kanal nach Großbritannien. Genauer gesagt nach Schottland, in die Würzburger Partnerstadt Dundee, am Fluss Tay gelegen: https://de.wikipedia.org/wiki/Dundee 

Wir sind wie immer eine Gruppe von Menschen mit und ohne Handicap , all inclusive eben – auf dieser Reise! Wer Assistenz und Pflege braucht, bekommt sie und wir reisen gemeinsam und helfen uns gegenseitig. Leider konnten wir nicht alle mitnehmen, die gerne mitkommen wollten, aber damit alle ein wenig mitreisen können, haben wir einen Blog eingerichtet, in dem wir regelmäßig berichten über alles, was wir tun, wen wir treffen und welche Erfahrungen wir machen. Wir laden Euch ein, uns zu folgen, uns zu schreiben und in Kontakt zu sein!

 

Wir freuen uns auf Euch: https://oba-schottland2019.blogspot.com/

Schon jetzt ein Dankeschön an alle Menschen und Gruppen, die diese Reise durch Unterstützung, Ratschläge und /oder finanzielle Hilfen erst möglich machen!

Hier sieht man schon etwas: 

OBA_Dundee_2019

Bildunterschrift: Die Würzburger OBA und ihre schottischen Freunde inklusive Bürgermeister (Mitte mit Kette) bei der inklusiven Reise nach Dundee unter Leitung von Silke Trost (2. rechts neben Ian Borthwick).

Thank you all ever so much for your tremendous support to make that trip possible!

Für die OBA.

Silke und Günter

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an:

Silke Trost
Dipl. Sozialpädagogin (FH)
OBA-Leitung
 
Diakonisches Werk Würzburg e.V.
Friedrich-Ebert-Ring 24
D-97072 Würzburg
Telefon 09 31 / 8 04 87-48
Fax      09 31 / 8 04 87-32

 

 

Wir beziehen uns auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland vom 3. Juni 2019:

 

Menschenrechte dürfen nicht im Eilverfahren aufs Spiel gesetzt werden

Berlin, 3. Juni 2019   Heute werden sechs asyl- und migrationspolitische Gesetzentwürfe im Schnelldurchgang im Innenausschuss des Bundestages beraten.

"Die Eile dieser Gesetzgebungsverfahren ist unnötig und erschreckend, denn sie erlaubt keine fundierte Auseinandersetzung mit den geplanten Regelungen und deren Auswirkungen auf die Betroffenen und die Gesellschaft", kritisiert Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

"Die geplanten Änderungen bedeuten erhebliche Verschlechterungen für Schutzsuchende in Deutschland. Es wird an den Menschenrechten gezerrt", betont Loheide. So sind unter anderem eine erhebliche Erweiterung der Abschiebungshaft und eine neue "Duldung mit ungeklärter Identität" geplant. Loheide: "Die Verschärfungen sind weder nachvollziehbar noch zielführend. Durch die Ausweitung von Haftgründen und -plätzen wird unverhältnismäßig in das Recht auf körperliche Freiheit eingegriffen. Dabei kann die Bundesregierung die Gründe, warum Abschiebungen scheitern, nicht konkret benennen. Dass es an einem häufigen 'Untertauchen' von Ausreisepflichtigen am Abschiebetermin liegt, kann nicht bestätigt werden."

Die Diakonie betrachtet Inhaftierungen zu Zwecken der Abschiebung kritisch, Freiheitsentziehung darf nicht präventiv eingesetzt werden. Daneben sollen Menschen, die ihrer Passbeschaffungspflicht nicht nachkommen, mit Arbeitsverboten und Wohnsitzauflagen belegt werden. "Manchen Menschen ist es unmöglich an ihren Pass zu kommen, sie werden aber dennoch von jeglicher Bleibeperspektive ausgeschlossen. Das halten wir für verfehlt", erklärt Loheide.

Das neue Gesetz erschwert auch die Arbeit von NGOs, da Informationen über Abschiebungen zum Dienstgeheimnis erklärt und deren Weitergabe unter Strafe gestellt werden soll. "Diese Organisationen und Einzelpersonen werden aus Angst vor Kriminalisierung ihre wichtige Rolle der Information von Migrantinnen und Migranten nicht mehr uneingeschränkt wahrnehmen können. Dabei verhilft oft erst ihre Arbeit den Betroffenen zu ihrer Rechtsdurchsetzung. Sie muss weiterhin unbeeinflusst wahrgenommen werden können", fordert Loheide.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
 
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 

 

Wir verweisen auf eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland: 

 

Aktionswoche der Schuldnerberatung zum "Albtraum Miete"

Berlin, 31. Mai 2019   "Albtraum Miete" ist das Thema der diesjährigen

bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung der  Wohlfahrts- und Fachverbände vom 3. bis zum 7. Juni.  Im Mittelpunkt steht das Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum. "Für viele Ver- und Überschuldete sind die hohen Mieten ein Albtraum", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. "Sie verschlechtern nicht nur die finanzielle Situation der Betroffenen zusätzlich, sondern auch der Zugang zum Wohnungsmarkt ist in der Regel durch einen negativen Schufa-Eintrag verbaut", kritisiert Loheide und fordert die Politik auf, sich mehr für bezahlbaren Wohnraum zu engagieren. "Es darf keine Stigmatisierung auf Grund der Schufa-Auskunft geben", sagt Loheide  und verweist auf das Forderungspapier, das die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände anlässlich der bundesweiten Aktionswoche herausgegeben hat.

 

Loheide  wirbt zudem für mehr Verständnis für Überschuldete. "Betroffene sind häufig mit ihrer Situation überfordert und setzen falsche Schwerpunkte.

Teilweise ist der Druck der Gläubiger so groß, dass Ratenzahlungen geleistet werden und für die Miete dann kein Geld mehr übrig bleibt. Auch sind vielen Betroffenen Beratungsdienste und Hilfsangebote nicht hinreichend bekannt", erklärt Loheide. Ein großes Problem sieht Loheide darin, dass Geringverdiener einen immer größer werdenden Anteil ihres Einkommens für Miete samt Nebenkosten ausgeben müssen. "Gerade für Bezieher von Grundsicherungsleistungen wird es immer schwieriger, weil die Jobcenter diese Kosten nur im Rahmen ihrer Vorgaben anerkennen. Da ist der Weg in die Überschuldung oft vorgezeichnet", bekräftigt Loheide. Die Grenzen für die anerkennungsfähigen Kosten der Unterkunft wie Miet- und Heizkosten müssen daher realistisch festgesetzt werden. "Die Übernahme von Mietschulden ist so unbürokratisch wie möglich zu organisieren, notfalls auch durch eine Direktzahlung der Miete von den Jobcentern an den  Vermieter", schlägt Loheide vor. Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände fordert Loheide zudem wohnungspolitische Maßnahmen, insbesondere die massive Stärkung des gemeinwohlorientierten und sozialen Wohnungsbaus. Präventiv müssen in den Kommunen zukünftig mindestens 30% des Wohnungsbestandes durch die öffentliche Hand vorgehalten und preiswert  angeboten werden, damit das Mietniveau insgesamt nicht durch die Decke schießt.

Die Forderungen der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände zur Aktionswoche und den Veranstaltungsflyer für den Berliner Fachtag am 07. Juni bei Diakonie Deutschland finden Sie unter www.aktionswoche-schuldnerberatung.de

Lesen Sie auch unseren Ratgeber Schulden unter https://hilfe.diakonie.de/hilfe-bei-schulden/

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Diakonie Sozialstation Reichenberg – Neue Räume eingeweiht

Am Sonntag, den 19. Mai wurden die neuen Räume feierlich mit Dekanin Dr. Edda Weise und vielen Gästen eingeweiht. Zuvor war die Sozialstation in Uengershausen angesiedelt gewesen.

Seit April 1982 war die Diakonie Sozialstation Reichenberg von Uengershausen aus zu ihren Patienten unterwegs gewesen. Damals hatte die Sozialstation mit 2 Pflegekräften dort ihren Dienst aufgenommen. Seitdem ist der Bedarf an ambulanter Pflege massiv gestiegen. Die demographische Entwicklung und auch eine bessere Finanzierung sind hierfür maßgebliche Gründe. Entsprechend war die Diakonie Sozialstation mitgewachsen. Für die heute 19 festangestellten Mitarbeitenden und weitere Unterstützer war das Platzangebot in Uengershausen heuer endgültig zu klein geworden. Zudem leben viele der Menschen, denen geholfen wird, in Reichenberg und Umgebung. Nach 37 Jahren war der ambulante Pflegestützpunkt im Februar diesen Jahres von Uengershausen nach Reichenberg verlegt worden. Der zentral gelegene Ort verkürzt die Fahrzeiten deutlich.

Die 10 Fachkräfte, 9 Helfer und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden unter der Leitung von Ina Auer freuen sich nun über einen geräumigen neuen Stützpunkt. Zwei große Räume, ein Aufenthaltsraum mit Küche und ein Büroraum mit 3 Arbeitsplätzen bieten ausreichende Arbeitsmöglichkeiten.

Dekanin Dr. Edda Weise, Pfarrer Matthias Penßel und Pfarrerin Heidi Landgraf weihten die Räume am Sonntag Vormittag in einem Fest- und Dankgottesdienst ein. Für die musikalische Untermalung sorgten der Reichenberger Posaunenchor und Organistin Frau Dangel-Hofmann. In ihrer Predigt brachte die Dekanin das Besondere der Sozialstation so auf den Punkt: "Die Mitarbeitenden der Diakoniestation und ihre zahlrechen Unterstützer verwirklichen Nächstenliebe nicht in dramatischen Aktionen, sondern in der kleinen, kostbaren Währung alltäglicher Begegnungen. Deutlich wird das in der Arbeit dafür, dass die Menschen daheim bleiben dürfen, auch nach einer Krankheit oder im hohen Alter. Deutlich wird das auch in der Unterstützung durch den Diakonieverein vor Ort, so dass Zeit da ist, damit die Schwester einmal länger bleiben kann, damit Begleitung am Ende des Lebens möglich ist".

Wie willkommen die neue Sozialstation in Reichenberg ist, zeigten nicht zuletzt die etwa 200 Teilnehmer an dem Gottesdienst und dem anschließenden Bürgerfest in den neuen Räumlichkeiten. Unter den Gästen waren Bürgermeister Hemmerich, Diakon Hendrik Lütke, Leiter der Münchener Stelle Koordination für EU-Fragen im Diakonischen Werk Bayern,  und die Fachbereichsleiterin der Diakonie Würzburg für ambulante Pflege Sylvia Fieber.

Derzeit betreut die Diakonie Würzburg in ihren Sozialstationen in Reichenberg, Altertheim, Thüngen, Uettingen und Würzburg Stadt über 550 pflegebedürftige Menschen. Zudem unterhält sie ein Beratungsangebot zu Fragen rund um die Versorgung im häuslichen Bereich, in der Tagespflege sowie in Wohngemeinschaften und Heimen.         

 

 Das Team der Diakonie Sozialstation Reichenberg vor den neuen Räumen in der Bahnhofstraße 18

 

Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Das Diakonische Werk Würzburg ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit über 850 hauptamtlich und fast ebenso vielen ehrenamtlich Zusammenwirkenden. Der Verein ist u.a. im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, allgemeinen Sozialberatung, Behindertenarbeit und der psychosozialen Dienste tätig. Nähere Informationen: www.diakonie-wuerzburg.de .

 

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland zur 2. Änderung des "Geordnete Rückkehr-Gesetzes":

Andere Maßnahmen wären sinnvoller

Berlin, 17. April 2019   Anlässlich des heute im Kabinett zu beschließenden "Geordnete-Rückkehr-Gesetzes" sagt Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie

Deutschland: "Durch unverhältnismäßige Verschärfungen, die teilweise gegen Europarecht verstoßen, wird dieses Gesetz zu einer weiteren Entrechtung Geflüchteter und Geduldeter führen, Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft wird völlig blockiert. So unbestritten die Notwendigkeit einer Mitwirkung der Betroffenen bei Identitätsklärung ist, so befremdlich ist die Art, wie jetzt im Hauruck-Verfahren und ohne Auswertung bereits bestehender Maßnahmen gehandelt werden soll. Bereits jetzt gibt es nach aktueller Rechtslage zahlreiche Möglichkeiten, die Mitwirkung von Betroffenen zu erreichen. Die Frage ist eher, ob die Grundannahme des Gesetzes, viele Ausreisepflichtige würden ihrer Pflicht nicht nachkommen, richtig ist."

Die Diakonie hat die entsprechenden Daten in den vergangenen Wochen analysiert und gezeigt, dass sich dies aus den Daten des Ausländerzentralregisters nicht ableiten lässt. Zudem sage die Ausreisepflicht allein nichts darüber aus, ob sich jemand aus legitimen Gründen in Deutschland aufhält. Der Großteil der vom Bundesinnenministerium als ausreisepflichtig genannten Personen ist geduldet und zum Teil aus legitimen Gründen noch in Deutschland, zum Beispiel unbegleitete Minderjährige, Personen während der Zeit ihrer Ausbildung, Eltern aufenthaltsberechtigter Minderjähriger oder Personen, denen eine erhebliche Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit aufgrund einer Allgemeingefahr im Herkunftsland droht. "Die meisten anderen sind vermutlich längst ausgereist. So sind 2018 etwa genauso viele Personen ausgereist, wie Ende des Jahres noch ausreisepflichtige Personen in Deutschland lebten. Von vielen weiteren Ausreisen erlangten die Behörden keine Kenntnis und nehmen daher an, die Personen seien noch in Deutschland."

Lilie schlägt dagegen vor: "Fakt ist, dass die Duldung im Bereich der Ausreisepflicht eine rechtliche Grauzone ist. Eine geeignete Maßnahme wäre daher, denjenigen, die vor allem aus rechtlichen Gründen nicht abgeschoben werden können und deren freiwillige Ausreise daher auch nicht zu erwarten ist, wie zum Beispiel bei unbegleiteten Minderjährigen, sowie denjenigen, für die politisch vereinbart ist, dass sie bleiben dürfen, zum Beispiel während der Ausbildung oder zur Beschäftigung, auch ein Aufenthaltsrecht statt einer Duldung zu gewähren. Dadurch könnte die Zahl der Ausreisepflichtigen aus Sicht der Diakonie signifikant reduziert werden. Die Annahme, dass Ausreisen und Abschiebungen allein an der Identitätsklärung scheitern, ist falsch, da oftmals weitere, politisch gewollte und legitime Duldungsgründe vorliegen."

Die Stellungnahme der Diakonie Deutschland zum Gesetzentwurf sowie die Analyse der Diakonie von Daten des Ausländerzentralregisters zu Ausreise und Aufenthalt von Ausreisepflichtigen, Geduldeten und abgelehnten Asylbewerbern, die der Annahme des Geordnete-Rückkehr-Gesetz eines Vollzugsdefizites bei der Aufenthaltsbeendung widersprechen, finden Sie unter https://www.diakonie.de/stellungnahmen/stellungnahme-zum-referentenentwurf-eines-zweiten-gesetzes-zur-besseren-durchsetzung-der-ausreisepfl/

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Silke Römhild, Leitung Aktuelles/CvD
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de

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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

 Reguläres Projektende

Nach drei spannenden und erfolgreichen Projektjahren läuft - mit Beendigung der Finanzierung - das Projekt TANDEM Ende April diesen Jahres aus. Im Rahmen des Projektes organisierte das Diakonische Werk Würzburg Patenschaften für Geflüchtete, dh. zuverlässige Beziehungen zwischen einer/m Ehrenamtlichen und einem Geflüchteten oder einer Flüchtlingsfamilie. Ziel war die Hilfe bei der Bewältigung des Alltags und eine Unterstützung auf dem Weg zur Integration. Schwerpunte der Arbeit lagen in der

  • Initiierung von Patenschaften zwischen Ehrenamtlichen und interessierten Geflüchteten.
  • Qualifizierung Ehrenamtlicher und Tandempartner durch Fortbildungen und sowie Austausch- und Informationsveranstaltungen
  • Unterstütung bestehender Tandems durch kontinuierliche Beratung und Begleitung bei Schwierigkeiten und Konflikten.

Schweren Herzens müssen sich nun Barbara Kopriva und Besime Akdal aus dieser Projektarbeit verabschieden, beide Fachkräfte bleiben allerdings dem Diakonischen Werk in anderen Funktionen erhalten. Beide richten sich hier noch einmal ausdrücklich an alle Mitwirkenden:

"Wir möchten uns bei allen Beteiligten, Engagierten, Motivierten, Kooperationspartnern, Migranten/innen und Unterstützern ganz herzlich bedanken für die gute Zusammenarbeit, jedes Engagement und den vielseitigen Austausch miteinander! Ein herzliches „Danke“, Ihnen, die Sie durch Ihre Motivation, Ihr Engagement und vor allem Ihre Offenheit dieses Projekt mit Leben gefüllt haben! Wir alle haben voneinander gelernt und viele schöne Erfahrungen gemacht. Für Ihre fortdauernde Tätigkeit wünschen wir Ihnen viel Kraft und Energie.

Abschiedsfest geplant!

Wir möchten uns in einem feierlichen Rahmen von Ihnen und dem Tandemprojekt am 29. März 2019 ab 15 Uhr ( Evangelischen Studentengemeinde Würzburg) verabschieden, und laden alle dazu ein die unser Projekt mit ihrem Engagement, Motivation unterstützt haben, alle Hauptamtlichen, sowie ehrenamtlichen Unterstützer/innen, Kooperationspartner sowie Migranten/innen. Dieser Nachmittag soll dem Austausch aber auch der Verabschiedung dienen, für kleine kulinarische Spezialitäten und Getränke ist gesorgt. Um uns die Vorbereitung zu erleichtern möchten wir Sie bitten sich mit den angehängtem Anmeldeformular bis spätestens zum 22. März anzumelden".

PS: Für alle ehrenamtlichen Unterstützer, die im direkten Kontakt mit den Projektleiterinnen stehen, wird es Informationen über die mögliche Folgebetreuung (Betreuung über den 30.04.2019 hinaus) in einem gesonderten Schreiben geben. 

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte gern direkt an 

Barbara Kopriva und Besime Akdal

Barbara Kopriva, Dipl.-Soz.-Päd. (FH)
Flüchtlingssozialarbeit - Patenschaften
Friedrich-Ebert-Ring 24 | 97072 Würzburg
Telefon (0931) 80487-50 | Fax (0931) 80487-15
Mobil: (01590) 4023454
sozialdienst.kopriva@diakonie-wuerzburg.de

Am 22.3.2019 wurde zum Gedenken an die kürzlich verstorbene Heimleiterin Elke Leske am Wohnstift St. Paul ein „Gute-Wünsche-Baum“ gepflanzt. Frau Leske war am 11. Dezember 2018 überraschend verstorben. Sie hatte sich Jahrzehnte lang im Diakonischen Werk Würzburg für die Belange der Altenhilfe stark gemacht. Zuletzt hatte sie das Matthias-Claudius-Heim und das Evangelische Wohnstift St. Paul in Heidingsfeld geleitet.

Das Bild zeigt v.l.n.r. die Betreuungsassistentin Annette Jörg, den stellvertretenden Vorsitzenden des Diakonisches Werkes Würzburg, Eberhard Lammerer, den stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung Altenhilfe, Hanskarl Freiherr von Thüngen, und den stellvertretenden Dekan des Dekanatsbezirks Würzburg, Matthias Hörning (Foto: N. Natzschka).

 

 

Fortbildungsveranstaltung für evangelische Religionslehrer zu diakonischen Lernerfahrungen.

Die Nachlese zu der Veranstaltung vom 18.3.2019 im Friedrich-König-Gymnasium finden Sie auf der homepage "Diakonisches Lernen".

http://www.diakonisches-lernen.de/aus-unserer-initiative

  

 
 

Gottesdienst voller Hoffnung

Inklusiv und Ökumenisch in Gerbrunn

"Hoffnung in dieser ver-rückten Welt" machte der Gottesdienst am 17. Februar 2019 in  der Apostelkirche und der Gemeinde St. Nikolaus sowie der Offenen Behindertenarbeit (OBA) mit eben diesem Titel.

In der voll besetzten Apostelkirche erlebten die Besucher in einem ausdrucksstarken Anspiel eine Hoffnungskerze, die partout nicht auszulöschen war. Trotz schlechtester Nachrichten und starkem Blasen brannte die Kerze unbeirrt weiter.

„Woher kann man als Mensch in dieser Welt so starke Hoffnung schöpfen?“ oder „Kann man das lernen, die Hoffnung wachzuhalten?“  Mit diesen Fragen aus den Reihen der Besucher beschäftigten sich Pfarrer Johannes Riedel und Pastoralreferent Felix Lamprecht in ihrer Interviewpredigt. Deutlich wurde, dass die immer wieder neue Entscheidung für Jesus im eigenen Leben, Hoffnung schenkt und Hoffnung festigt.

Dreizehnter Gottesdienst

Gottesdienste der beiden Kirchengemeinden mit der OBA haben in Gerbrunn schon eine über zehnjährige Tradition, dies war bereits der dreizehnte gemeinsame Gottesdienst. Auch dieser Gottesdienst war wieder von einem gemischten Team unter der Leitung der Sozialpädagogin Silke Trost vorbereitet und durchgeführt worden.

Übersetzt wurde der Gottesdienst in Gebärdensprache von Ute Zschau und musikalisch umrahmt von der Band Sound und So sowie dem inklusiven Chor Rollywood.

OBA-Gottesdienst_Gerbrunn

Bildunterschrift: Sehr gut besucht war der 13. inklusive Gottesdienst der Gemeinden in Gerbrunn mit der Offenen Behindertenarbeit(OBA)  der Diakonie: Im Bild: OBA-Leitung Silke Trost (ganz rechts), Pfarrer Johannes Riedel (Fünfter von rechts), Pastoralreferent Felix Lamprecht (Vierter von links ) sowie Teilnehmer der OBA , der beiden Kirchengemeinden und der Band Sound und So.

Montag, 18. März 2019, 9.00 - 16.00 Uhr

Friedrich-Koenig-Gymnasium, Friedrichstr. 22, 97082 Würzburg

  1. Mitten im Leben - diakonische Lernerfahrungen an außergewöhnlichen Orten

Die Initiative Diakonisches Lernen ist ein Netzwerk in Bayern, das Lehrkräften und Schülern Begegnungs- und Lernmöglichkeiten im Bereich des Miteinander-Lebens in realen Anforderungssituationen anbietet. Die Vor- und Nachbereitung im Klassenzimmer sowie die Verbindung mit den Lehrplaninhalten sind die Bausteine dieses sozialen Bildungskonzeptes. An zwei Beispielen werden die Konzeption und die Umsetzungsbedingungen des diakonischen Lernens vorgestellt sowie die Erfahrungen mit der Zusammenarbeit von Schülern und Mitarbeitern diakonischer Initiativen erläutert:

- Einmaliger Aktionstag mit Schülerinnen und Schülern zum Thema "Gastfreundschaft" in einer Vesperkirche

- Diakonisches Projekt oder P-Seminar in Kooeration mit einem Hospizverein zum (Tabu-) Thema "Sterben und Tod".

  1. Zur aktuellen Situation des Religionsunterrichts:

- Religionspädagogische Informationen

- Gesprächsrunde und Erfahrungsaustausch

Anmeldungen werden erbeten bis Montag, 11. März 2019, gerne vermitteln wir Ihre Anmeldung an die zuständige Stelle.

Kontakt: Claudia M. Kaufhold, kaufhold.bezirksstelle@diakonie-wuerzburg.de, Tel: 0931-80887-56

 

 

 

 

StadtteilLaden Heidingsfeld, Klingenstr. 14, 97084 Heidingsfeld

Do, 31.1.2019, 18:00 – 19:30 Uhr:

 

„Von der Schwere zur Leichtigkeit – Umgang mit schwierigen Lebenssituationen“

Anregungen von Bernadette Eck, Seelsorgerin & Hospizbegleiterin, mit Möglichkeit zu anschließendem Austausch und Gespräch.

 

Safe the date -

Tag der offenen Tür in der Philipp-Melanchthon-Schule

Am Samstag, den 23. Februar 2019.

Zur Einladung der Berufsfachschule für Kinderpflege (Philipp-Melanchthon-Schule)

 

15.1.2019, 9:45-11:00 Uhr: Besuch des Dag-Hammerskjöld-Gymnasiums in der Diakonie

Die Schüler der 5. Klasse des Dag-Hammerskjöld-Gymnasiums informierten sich direkt vor Ort über das Diakonische Werk. Schwerpunkte der Einführung durch Frau Claudia Kaufhold (Diakonie/Öffentlichkeit und Projekte) lagen zum einen bei der Erzählung vom barmherzigen Samariter, die auf die heutige Zeit verlagert wurde. Zum anderen wurden anhand einer bildreichen Präsentation und zweier kleiner Filme die Einrichtungen der Diakonie vorgestellt. Bei Kakao und Plätzchen wurde eifrig nachgefragt und intensiv überlegt, was heute vielleicht schwierige Lebenslagen sind. Es zeigte sich einmal mehr, wie einfühlsam Kinder Lebenshärten wahrnehmen, auf "ungerechte" Ausgangslagen reagieren und wie sehr sie sich wünschen, "dass alles (wieder) gut" wird. Einige berichteten auch direkt aus ihrem eigenen Umfeld. Pfarrer Christian Herpich, der seine Schülerinnen und Schüler in die Diakonie mitgenommen hatte, zeigte sich erfreut über die überaus rege Beteiligung und das große Interesse an den Anliegen der Diakonie. Er erklärte der Klasse: "So macht mir Religionsunterricht wirklich richtig Spaß". Anschließend ging es noch kurz in die benachbarte Sozialstation der Diakonie. Die Leiterin Frau Sylvia Fieber berichtete darüber, wie durch gute ambulante Hilfen oft vermieden werden kann, dass ein pflegebedürftiger Mensch in ein Heim umziehen muss. Am Ende des Rundgangs stand noch ein Besuch der Evangelischen Jugendarbeit.

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Wir verweisen auf die Stellungnahme des Diakonischen Werkes Deutschland vom 9. Dezember 2018 zum "Migrationspakt": 

Berlin, 9. Dezember 2018   Die Diakonie Deutschland begrüßt, dass am morgigen Tag der Menschenrechte ein beeindruckender internationaler Prozess mit der Verabschiedung des Globalen Pakts für sichere, geordnete und reguläre Migration in Marrakesch im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Ende geht. "Migration ist eine Realität, die  allen Seiten nutzen kann, wenn sie gut gestaltet wird. Der Pakt gibt wichtige Empfehlungen, wie Migration in reguläre und vor allem sichere Bahnen gelenkt werden kann, so dass sie sowohl für die Herkunfts- und Zielländer als auch die Migrantinnen und Migranten selbst ein Gewinn darstellt", sagt Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland. 

Er betont die Notwendigkeit der Einhaltung der elementaren Menschenrechte, die auch für Migranten gelten: Sie benötigen Zugang zum Arbeitsmarkt, zu medizinischer Versorgung und zu Bildung und sie müssen Schutz vor Ausbeutung und Menschenhandel erhalten, was weltweit bislang nicht selbstverständlich sei. Millionen Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund lebten unter prekären Bedingungen und werden Opfer schwerster Formen der Ausbeutung, so Lilie weiter. Auch in Deutschland komme es zu schweren Fällen von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel, wie das Deutsche Institut für Menschenrechte in der vergangenen Woche bestätigte.  "Für den Pakt wäre deshalb mehr Verbindlichkeit und Zielkontrolle wünschenswert. Dass einzelne Länder nun angekündigt haben, vorerst nicht zuzustimmen, ist bedauerlich. Langfristig werden auch sie von dem Pakt profitieren, und sich der Notwendigkeit, global zu handeln, nicht verschließen können", betont Lilie.

Eine Handreichung der Diakonie "Von Arbeitsausbeutung bis Menschenhandel - Grundlagen und Praxistipps für die Beratung" finden Sie unter https://www.diakonie.de/broschueren/von-arbeitsausbeutung-bis-menschenhandel/

Arbeitsausbeutung in Deutschland, Deutsches Institut für Menschenrechte, Jahresbericht vom 5.12.2018: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/aktuell/news/meldung/article/pressemitteilung-ausbeutung-ist-ein-risikoloses-geschaeft/

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de

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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Wir feierten Advent miteinander!

"Unterwegs miteinander...", unter diesem Motto hatten sich etwa 100 Mitarbeitende und Gäste um 17.30 Uhr in der Stephanskirche eingefunden, um miteinander den Advent zu feiern. Dekanin Dr. Edda Weise begrüßte die haupt- und ehrenamtlich in der Diakonie Würzburg Beschäftigten, die es sich mit ihren Freunden und Angehörigen trotz des strömenden Regens nicht hatten nehmen lassen, einen kleinen Teil der "guten Zeit" miteinander zu verbringen. Diakoniepfarrerin Kirsten Müller-Oldenburg gestaltete mit einem kleinen Team einen schönen Gottesdienst mit Agapefeier. Nach dem Predigtteil gab es eine offene Phase, in der sie gemeinsam mit der Dekanin Einzelsegnungen spendete. Dieses Angebot wurde von vielen Anwesenden gern angenommen. Für die musikalische Untermalung sorgten Peter Wendel und Udo Hafner mit Gitarren und Flöten. Nach dem Gottesdienst blieben alle noch lange bei Punsch und Weihnachtsgebäck in der Kirche beieinander. 

 

 

 

Kommt das Geld bei den Kindern an?

Wir verweisen auf die Stellungnahme der Diakonie Deutschland: 

Berlin, 21. November 2018   Zu den Ergebnissen der aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung "Kommt das Geld bei den Kindern an?" sagt Diakonie- Präsident Ulrich Lilie:

"Die aktuelle Bertelsmann-Studie belegt, dass Eltern staatliche Geldleistungen wie das Kindergeld keinesfalls für ihre eigenen Bedürfnisse ausgeben. Sie investieren es vielmehr in größere Wohnungen, bessere Betreuung, Bildung und in die Hobbys der Kinder. Das Problem der Kinderarmut liegt also ganz woanders. Die gerade beschlossene Erhöhung des Kindergeldes kommt bei Familien, die Hartz IV beziehen, und bei vielen Alleinerziehenden erst gar nicht an, denn es wird mit dem Arbeitslosengeld II und dem Unterhaltsvorschuss verrechnet. Auch die geplante Erhöhung des Schulbedarfs im Bildungs- und Teilhabepaket reicht bei weitem nicht aus. Nicht die Eltern, sondern die unzureichenden Instrumente zur wirksamen Bekämpfung von Kinderarmut sind das Problem. Diese Einsicht muss endlich politische Bedeutung erlangen, anstatt Eltern pauschal und fälschlicher Weise unter Generalverdacht zu stellen, das Geld für Alkohol, Tabak oder Unterhaltungselektronik auszugeben."

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen gern zur Verfügung.

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Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin

 

Pressestelle, Zentrum Kommunikation

T +49 30 65211-1780

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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.

Die Würzburger Wärmestube gewinnt den 1. Preis - Diakonie Bayern prämiert vorbildliche ehrenamtliche Projekte in der Beratungsarbeit

Nürnberg, 8.11.2018 Die bayerische Diakonie stellt ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Beratungseinrichtungen zur Verfügung. Ob in der Telefonseelsorge, in der Migrations- und Obdachlosenarbeit, in der Altenpflege oder der Jugendhilfe, um nur einige Beispiele zu nennen: Ehrenamtliche unterstützen und ergänzen die hauptberufliche Beratungsarbeit mit. Um dieses Engagement zu würdigen, fördert der Diakonie-Wettbewerb 2018 fünf vorbildliche ehrenamtliche Projekte aus diesem Arbeitsgebiet.

Alle mehr als 1.300 Mitglieder des Diakonischen Werkes Bayern − z. B. diakonische Einrichtungen und Träger, Diakonievereine und Kirchengemeinden − konnten beim diesjährigen Wettbewerb mitmachen. Die Ausschreibung erfolgte zum 1. Februar 2018. Zum Einsendeschluss am 31. Mai 2018 lagen zehn qualifizierte Bewerbungen vor. Die sechsköpfige Jury, die sich aus dem Kreis der Organisatoren sowie externen Expertinnen Experten zusammensetzte, wählte die drei Preisträger für die regulären Preise aus. Sie schlug der St. Gumbertus Stiftung Ansbach, die den Wettbewerb heuer mit zwei Sonderpreisen in Höhe von jeweils 1.000 Euro unterstützt, zwei weitere Projekte vor, die vom Stiftungsvorstand für die Preisvergabe bestätigt wurden.

Folgende Preisträger wurden auf der Preisverleihung, die im Rahmen der Messe „ConSozial“ im Nürnberger Messezentrum stattfand, ausgezeichnet:

Der erste, mit 2.000 Euro dotierte Preis, gespendet vom Versicherer im Raum der Kirchen, geht an den ehrenamtlichen medizinischen Dienst der Wärmestube der Würzburger Christophorus-Gesellschaft.

Die CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft spendet den zweiten Preis in Höhe von 1.500 Euro. Prämiert wird die Evangelische TelefonSeelsorge München für ihr Projekt „Ausbildung zum/zur ehrenamtlichen Online-Seelsorger/in“.

Der dritte, mit 1.000 Euro dotierte Preis der Evangelischen Bank zeichnet das Projekt „Stadtteilmütter“ der Stadtmission Nürnberg aus.

Der „Arbeitskreis Resozialisierung“ der Stadtmission Nürnberg und die Selbsthilfegruppe für Alkohol-, Medikamenten-Abhängige und -Gefährdete der Diakonie Hochfranken erhalten die beiden Sonderpreise der St. Gumbertus Stiftung Ansbach in Höhe von jeweils 1.000 Euro.

Die Wärmestube der Würzburger Christophorus-Gesellschaft bietet für wohnungslose und bedürftige Menschen einmal in der Woche eine medizinische Sprechstunde an. Sie wird von fünf ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt. Auch zahnärztliche und weiterführende medizinische Angebote stehen außerhalb der Wärmestube zur Verfügung durch die große ehrenamtliche Unterstützung von Arztpraxen und Laboren. Eine Fußpflegerin rundet das Angebot ab, die von den Gästen der Wärmestube besonders geschätzt wird. Die Arbeit wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Die Evangelische TelefonSeelsorge München bietet seit 2010 − zusätzlich zu der Beratung am Telefon − Seelsorge via Chat an. 16 von 111 Ehrenamtlichen sind auch in der Chat-Seelsorge tätig. Diese hielten in 2017 476 Chats. Der Bedarf an Online-Beratung wächst. Die spezielle Ausbildung zum „Online-Seelsorger/-in“ schult weitere Ehrenamtliche für diese Tätigkeit.

Frauen mit Migrationshintergrund helfen Familien mit Migrationshintergrund: Das ist die Idee der „Stadtteilmütter“. Ob es um die Suche nach einem Kindergartenplatz geht, Unterstützung bei Behördengängen gebraucht wird oder finanzielle und gesundheitliche Problemlagen zu bewältigen sind: auf vielfältige Weise helfen die „Stadtteilmütter“ der Stadtmission Nürnberg Migrantenfamilien. Eine hauptberufliche Mitarbeiterin der Stadtmission betreut derzeit 15 ehrenamtliche „Stadtteilmütter“.

Der „Arbeitskreis Resozialisierung“ der Stadtmission Nürnberg wird von 26 Ehrenamtlichen unterstützt. Diese beraten und begleiten Klient/-innen während der Haft und teilweise auch nach der Entlassung bei der Bewältigung ihrer Situation. Das große ehrenamtliche Engagement ist eine zentrale Säule in der Resozialisierungsarbeit.

In der Selbsthilfegruppe für Alkohol-, Medikamenten-Abhängige und -Gefährdete der Diakonie Hochfranken engagieren sich vier Ehrenamtliche „mit Herzblut“: Sie sprechen mit Betroffenen und Angehörigen und begleiten diese z. B. zu Beratungsstellen oder Krankenhäusern.

 

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 
Daniel Wagner
Pressesprecher
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
t 0911 93 54 205
f 0911 93 54 215

 

Das Evang. Beratungszentrum, die Kathol. Beratungsstelle, das R.-A.-Schröder-Haus und die Domschule veranstalten gemeinsam die Würzburger Paartage - vier Wochen mit Filmabenden, Tanzen, Vorträgen, Wohlfühltag usw. Das Programm ist hier. Der Auftakt war am 27.9.2018 mit dem Impro-Theater "Pfadfinder der Liebe - STUPID LOVERS" ab 20.00 Uhr im Burkardushaus.

"Als Paar- und Eheberatungsstelle der Diakonie freuen wir uns über alle Paare, die etwas für ihre Partnerschaft machen wollen", so Andreas Schrappe, Leiter des Evang. Beratungszentrum. Besonders eingesetzt hat sich das EBZ für diese Veranstaltungen:

  • 10.10.2018 - "Darf ich bitten ...? Tanz und Partnerschaft. Um 19.00 Uhr in der Tanzschule Bäulke
  • 19.10.2018 - "Alles normal oder wie?" Gespräch zur gleichgeschlechtlichen Liebe. Um 19.00 Uhr in der MS Zufriedenheit
  • 23.10.2018 - "Guter Sex ohne Stress" Wie Paare ihre Lust entwickeln können. Um 19.00 Uhr im Schröder-Haus

Herzliche Einladung. Das komplette Programm zum Download ist hier.

Nähere Informationen und Standpunkte enthält das unter dem nachfolgenden link erreichbare Interview der Mainpost mit den Leitern der beiden Beratungsstellen:

https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Damit-die-Partnerschaft-gelingt;art735,10067818#paywallanchor

 

 

 

Auftaktgottesdienst  des Dekanats  zur Herbstsammlung der Diakonie in der Thomaskirche!  14. Oktober, 10.00 Uhr Thomaskirche (Grombühl)

Die Diakonie Bayern sammelt in der kommenden Woche für Wohnungslose

Über 12.000 wohnungslose Menschen leben in Bayern. Das zumindest sind die offiziellen Zahlen einer Stichtagserhebung - aus dem Jahr 2014. Aktuellere Zahlen gibt es leider nicht. Für ganz Deutschland liegt die Zahl der Betroffenen noch weit höher: Hier geht man von über 800.000 Personen aus, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Doch dies sind nur Schätzungen, eine bundesweite Wohnungslosenstatistik, von der Diakonie schon lange gefordert, gibt es nicht. Angesichts der aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt dürften die Zahlen mittlerweile jedoch noch höher ausfallen. Auch deshalb stellt die Diakonie in Bayern die Wohnungslosenhilfe in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Herbstsammlung, die vom 15. – 21. Oktober 2018 in ganz Bayern stattfindet. 

Sie leben bei Freunden, Verwandten, in kommunalen Unterkünften oder im schlimmsten Fall auch auf der Straße: Wohnungslosigkeit in Deutschland hat viele Gesichter, und viele Ursachen. Den „typisch“ wohnungslosen Menschen gibt es nicht. Alleinstehende Männer sind ebenso davon betroffen wie Frauen, die mittlerweile etwa ein Drittel der Wohnungslosen ausmachen. Und immer häufiger sitzen auch ganze Familien mit Kindern im weitesten Sinne „auf der Straße“. Neben dem fehlenden Wohnraum nennen Experten Arbeitslosigkeit, Überschuldung sowie die Ausweitung des Niedriglohnsektors als Ursache. Hinzukommen oftmals Suchterkrankungen oder psychische Probleme.

 

Die Diakonie in Bayern hält knapp 100 Angebote für Menschen vor, die von Wohnungsverlust bedroht oder betroffen sind. Dazu zählen neben Fachstellen zur Verhinderung von Obdachlosigkeit und den Wärmestuben auch Kurzzeit-Übernachtungsmöglichkeiten sowie Wohnheime mit knapp 1.000 Plätzen. Besonders besorgniserregend dabei ist: Sie alle berichten von einem stetigen Anstieg an Ratsuchenden und von immer längeren Verweildauern in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sowie in kommunalen Notunterkünften.

Wohnungslosigkeit – Kälte und Mittellosigkeit tun weh, Einsamkeit obendrein!

In der Furcht vor dem sozialem Abstieg ist das die Urangst schlechthin: plötzlich ohne Dach über dem Kopf dazustehen. Wohin sich zurückziehen, wenn die Welt ungastlich und bitter wird, wie sich schützen vor  Blöße und Kälte, wie leben ohne Bett, Tisch und Stuhl, ohne Kühlschrank, ohne WC, ohne Adresse, ohne Briefkasten, ohne Nachbarn …?

Wohnungslosigkeit – das muss nicht sein. Tragfähige Lösungen brauchen allerdings Wohnraumangebote, finanzielle Erstmittel und professionelle Unterstützer mit Herz und langem Atem. Die Diakonie ist in Würzburg über die Christophorus-Gesellschaft mit vielen Angeboten für Wohnungslose und Menschen in schwierigen Lebenslagen präsent. Besonders für sie findet im Herbst die Dekanatssammlung statt, die mit einem Auftaktgottesdienst in der Grombühler Thomaskirche startet. Dort hatte es im Frühjahr 15 Tage lang eine viel beachtete Vesperkirche gegeben, die auch von Menschen mit Bezug zum Sammlungsthema gern besucht wurde. In dem Gottesdienst mit Prädikantin Kaufhold werden Andrea Dehler, Andreas Schrappe und Michael Thiergärtner als Vertreter der Diakonie und des Christophorus-Werkes von ihrer konkreten Arbeit berichten und in Liedern und Gedichten den Betroffenen eine Stimme geben.

Was können wir tun?

Das gemeinsame Wahrnehmen und Anpacken einer Notlage ist ein guter, göttlicher Weg. Diakonisches Handeln ist der Weg der Christenmenschen schlechthin, kein Sonderweg nur der „Hauptamtlichen“. Gemeinsam Hoffnung zu erleben und zu beleben, ist eine Herzensfreude und bringt Veränderung.

Warum sammelt die Diakonie  überhaupt?

Finanziert sie sich nicht in erster Linie aus Kirchensteuermitteln, Leistungen der Kassen und der öffentlichen Hand? In erster Linie trifft dies zu, diese Mittel reichen aber nicht immer. Bei vielen Angeboten sind außerdem Eigenmittel aufzubringen, ohne die es auch keine externe Finanzierung gäbe. Ehrenamtliches Engagement und Spenden helfen zum Teil über die Lücken hinweg. Zwei große Schwerpunktsammlungen zu konkreten sozialen Notlagen führt das Diakonische Werk jährlich in Bayern durch. Im Frühjahr und im Herbst ziehen ehrenamtlich Mitarbeitende für etwa eine Woche von Haus zu Haus, sind mit der berühmten Sammelbüchse auf der Straße unterwegs und beehren kleinere Firmen und große Unternehmen mit der Bitte um Unterstützung. Die eingesammelten Mittel werden schwerpunktmäßig für den Sammlungszweck, grundsätzlich aber für die diakonische Arbeit ausgegeben, zum Teil vor  Ort, zum Teil bayernweit. Höhe und Verteilung der Gelder werden zeitnah nach Abschluss der Sammlungen auf der homepage der Diakonie Bayern bekanntgegeben (www.diakonie-bayern.de).

"Ich hasse mich, ich hasse euch"  - Störungen des Sozialverhaltens gestern und heute

Unter diesem Motto stand die 20. Würzburger Fachtagung zur Kinder & Jugendpsychiatrie, die am 24.9.2018 in der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt stattfand. Das Programm und ein von Pat Christ verfasster Bericht hierzu gibt einen guten Eindruck von der einrichtungsübergreifend organisierten Fachveranstaltung.  

In Deutschland hat sich die Erwerbsarmut in den letzten zehn Jahren verdoppelt.
 
Wir verweisen auf die Pressemitteilung des Diakonischen Werkes Deutschland vom 24.9.2018:
Berlin, 21. September 2018   Erstmals beteiligt sich die Nationale Armutskonferenz (nak) am Staatenberichtsverfahren zum UN-Sozialpakt und hat einen eigenen Parallelbericht vorgelegt. Dieser zeigt, inwiefern Armut in Deutschland auch ein menschenrechtliches Problem darstellt. Anlass der Veröffentlichung ist die Anhörung der Bundesregierung vor dem Sozialausschuss der Vereinten Nationen am 25. September 2018 in Genf.
 
"Armut in Deutschland ist Realität. Sie zu bekämpfen ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung", so nak-Sprecherin Barbara Eschen. Insbesondere in Hinblick auf die Bekämpfung von Erwerbsarmut sehe sie enormen Handlungsbedarf, erklärte Eschen: "Leider gilt weiterhin, dass Armutsbekämpfung von der Bundesregierung sträflich vernachlässigt wird." So sei für viele Menschen in Beschäftigung Armut dennoch bittere Realität - obwohl Wirtschaft und Arbeitsmarkt in boomen. In Deutschland hat sich die Erwerbsarmut in den letzten zehn Jahren verdoppelt: Zwischen 2004 und 2014 stieg der Anteil der "working poor" an allen Erwerbstätigen von 4,8% auf 9,6%.
Im Krankheitsfall zum Arzt gehen zu können, ein Dach über dem Kopf zu haben, am kulturellen Leben teilzuhaben - auch in Deutschland sind diese Dinge nicht für alle Menschen selbstverständlich. Verletzungen sozialer Menschenrechte kommen auch bei uns immer wieder vor. Dabei hat Deutschland bereits 1973 den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte - kurz UN-Sozialpakt - ratifiziert und sich damit verpflichtet, eben diese Rechte zu schützen.
 
"Denn Armutsbetroffene sind keine Bittsteller, sondern sie haben soziale Rechte. Hierzu gehört das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Wohnung, Nahrung und Kleidung. Aber auch das Recht auf gerechte Arbeitsbedingungen, Gesundheit und soziale Sicherheit.", erklärte Eschen.
In ihrem Statement ging Frau Eschen auch darauf ein, weshalb Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger problematisch sind: "Es ist äußerst fraglich, ob Sanktionen ein geeignetes Mittel sind, um Menschen "fit für den Arbeitsmarkt" zu machen. Vor allem aber sollten wir uns bewusst machen: Das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard ist nicht verhaltensabhängig."
Gefordert sei vielmehr eine Neuorientierung der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.
Beschäftigungspolitik sollte demnach auf Sanktionen und Druck verzichten und vielmehr die Motivation und Selbstbestimmung der Menschen unterstützen.
 
Hintergrund:
Jeder Staat, der den Sozialpakt unterzeichnet hat, muss alle fünf Jahre einen Bericht darüber abgeben, was getan wurde, um die im Pakt beschriebenen Rechte zu verwirklichen. Dieser Bericht wird vom Sozialausschuss der Vereinten Nationen geprüft, wobei er hierbei auch Parallelberichte aus der Zivilgesellschaft zu Rate zieht. Nach Abschluss der Prüfung veröffentlich der Ausschuss Empfehlungen, in denen er den betreffenden Staat auffordert, bestehende Missstände zu beseitigen. Die Nationale Armutskonferenz hat bei den Vereinten Nationen einen Parallelbericht eingereicht, der erhebliche Lücken bei der Umsetzung des UN- Sozialpakts in Deutschland aufzeigt.
Die Bundesregierung wird sich am 25. September 2018 in Genf den kritischen Fragen des UN Sozialausschusses stellen.
Die Nationale Armutskonferenz (nak) ist im Herbst 1991 als deutsche Sektion des Europäischen Armutsnetzwerks EAPN (European Anti Poverty Network) gegründet worden. Sie ist ein Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Betroffeneninitiativen, die sich für eine aktive Politik der Armutsbekämpfung einsetzen.
 
Kontakt:
Susanne Gonswa
Pressesprecherin der Nationalen Armutskonferenz gonswa.s@dwbo.de
030 820 97 -110
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
 
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Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
 
Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
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Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Bundesweit sind etwa 525.000 hauptamtliche Mitarbeitende in rund 31.500 ambulanten und stationären Diensten der Diakonie wie Pflegeheimen und Krankenhäusern, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 1,15 Millionen Betten/Plätzen beschäftigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen. Etwa 700.000 freiwillig Engagierte sind bundesweit in der Diakonie aktiv.
Gern können Sie unser Angebot auch an interessierte Kolleginnen oder Kollegen weiter empfehlen.

Wir teilen den Standpunkt des Diakonischen Werkes Deutschland: 

Berlin. 11. Sept. 2018:

Etwa eine Million Menschen in Deutschland haben keine feste Bleibe. Nur ein kleiner Teil lebt obdachlos auf der Straße, die meisten kommen irgendwo unter - bei Freunden, in einer Notunterkunft, in einem Heim. Durch den Mangel an bezahlbarem Wohnraum sind mittlerweile auch immer mehr Familien mit Kindern, Frauen und ältere Menschen von Wohnungslosigkeit betroffen. Tendenz steigend. "Ein Neuanfang für wohnungslose Menschen ist schwer und ohne preiswerten Wohnraum nicht zu schaffen, zumal die Lebenslage häufig mit Verschuldung einhergeht", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland anlässlich des Tags der Wohnungslosen am 11. September. Die Diakonie kritisiert, dass der Wohnungsmarkt in weiten Teilen entgrenzt sei und kaum noch Wohnraum für Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen vorhalte. 

"Neubauten werden häufig im Luxussegment errichtet und Kommunen verfügen nicht mehr über ausreichenden Wohnraum um mietpreisdämpfend steuernd einzugreifen. Der Versuch, über eine sogenannte Mietpreisbremse den Mietenanstieg bei Neuvermietungen zu verlangsamen, ist gescheitert. Der Gesetzgeber muss dringend nachbessern", fordert Loheide.

 

Die Diakonie bietet für wohnungslose Menschen Tagesaufenthalte, Wohneinrichtungen und Nothilfe an. Sie ist der größte deutsche Anbieter in der Wohnungslosenhilfe. Ziel der diakonischen Hilfe für wohnungslose und obdachlose Menschen ist es, die Betroffenen zu stärken, damit sie eine Perspektive entwickeln können. "Politisch setzen wir uns dafür ein, dass das Recht auf Wohnraum nicht nur auf dem Papier steht, sondern umgesetzt wird", betont Loheide.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserem Themenschwerpunkt unter https://www.diakonie.de/wohnungslosigkeit/

 

Auch die aktuelle Kampagne der Diakonie Deutschland greift das Thema auf:

Unerhört! Diese Obdachlosen. Mehr unter https://www.diakonie.de/unerhoert/

Das DW Würzburg übernimmt die Argumentation des Bundesverbandes aus der Pressemitteilung vom 13.8.2018: Die Diakonie Deutschland begrüßt ausdrücklich, dass die Bundesregierung die Bundesländer bei der Weiterentwicklung der Qualität von Kindertagesbetreuung durch Bundesmittel unterstützen will. Dies muss jedoch verbindlich und nachhaltig geschehen. Die Förderung darf nicht bereits 2022 wieder auslaufen. 

"Der vorgelegte Gesetzentwurf greift hier zu kurz und wird dem im Koalitionsvertrag formulierten Ziel, Kindern die bestmögliche Betreuung zu bieten, nicht gerecht", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. "Die Qualität von Bildung, Erziehung und Betreuung für Kinder bis zum Schuleintritt mit geeigneten Maßnahmen weiter zu entwickeln darf nicht so unverbindlich geregelt sein und auch nicht 2022 wieder aufhören", betont Loheide. "Träger und Einrichtungen brauchen finanzielle Verlässlichkeit und auch Kinder und ihre Familien sollen darauf vertrauen können, dass die Qualität der Kindertagesbetreuung dauerhaft in den Blick genommen wird und überall in Deutschland vergleichbare Bedingungen geschaffen werden."

Zum "Gute-Kita-Gesetz" gibt es eine Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege

Ansprechperson
Claudia M. KaufholdÖffentlichkeit & Projekte
Claudia M. Kaufhold
Öffentlichkeit & Projekte

Tel.: 0931 804 87-56
Fax: 0931-804 87-32
E-Mail: kaufhold.bezirksstelle@
diakonie-wuerzburg.de
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