Aktuelles

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Hier finden Sie unsere Standpunkte und die wichtigsten aktuellen Projekte. Wir beteiligen uns aktiv an der öffentlichen Meinungsbildung und an der konkreten Ausgestaltung unseres Zusammenlebens. 

  • Ab sofort geöffnet: Neue Anlaufstelle für den Stadtteil Heidingsfeld in der Klingenstraße 14
  • Vor-dem-Laden_Hfeld
  • Mehr zum Stadtteilprojekt:  Startschuss am 12.April 2018 
  • Fotostrecke von der Eröffnung am 13.Juli 2018
  • Hier der Flyer zum Stadtteilladen mit Angeboten ab Juli 2018                                                                                                                                      

Wir verweisen auf die Haltung des DW Deutschland zum "Masterplan Migration" des Bundesinnenministers Horst Seehofer

und bedauern den Tod des jungen Afghanen, der sich, wir heute bekannt wurde, kurz nach seiner Abschiebung Anfang Juli in Kabul erhängt hat. Er war 23 Jahre alt und hatte bis vor wenigen Tagen 8 Jahre lang in Deutschland gelebt.

Wortlaut des Masterplans, Quelle BMI

Abruf 11.7.2018, https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/topthemen/DE/topthema-masterplan-migration/topthema-masterplan-migration.html

Die Diakonie war mit einem eigenen Stand auf dem 21. alkoholfreien Stadtteilfest vertreten.

Suchtprävention-Stand

Frau Becker und Frau Greß von der Fachstelle für Suchtprävention boten handfeste Hilfe und Informationen zu abhängig machenden Suchtstoffen oder Verhaltensweisen (Medienkonsum) an. Die Besucher am Stand hatten zudem die Möglichkeit, in einem Simualtions-Parcours an sich selbst auszutesten, wie Alkoholkonsum auf die Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeit wirkt.

Die Fachstelle für Suchtprävention ist eine Einrichtung der Stadt Würzburg in Trägerschaft der Diakonie.

Zur Suchtpräventionsstelle der Diakonie Würzburg

  

Menschen mit und ohne Behinderung machen etwas gemeinsam.
Alle haben dieselben Rechte und können mitentscheiden. Das Wort dafür ist Inklusion.

Rundbrief Juli

Weitere Informationen zur Offenen Behindertenarbeit (OBA)

Sterben auf dem Weg der Hoffnung – Aufruf zu mehr Menschlichkeit in der Begegnung mit Menschen auf der Flucht

In den vergangenen Jahrzehnten sind fast 35.000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken oder in der Sahara verdurstet und verhungert, vor den Toren Europas, das weitgehend zwischen Feindseligkeit, Ratlosigkeit und Gleichgültigkeit zuschaut.

Zum Weltflüchtlingstag erinnerte die Gemeinschaft Sant’Egidio, gemeinsam mit weiteren Mitveranstaltern wie der Diakonie Würzburg, an die Flüchtlinge, die in verschiedenen Situationen vor den Küsten im Mittelmeer oder an den Grenzen der europäischen Länder auf der Flucht im vergangenen Jahr zu Tode kamen. Die am 29. Juni in der Marienkapelle verlesenen Namen stehen für mehrere Tausend Flüchtlinge, die seit Juni 2017 ihr Leben auch durch die Unbarmherzigkeit der europäischen Länder verloren haben, die kaum legale Fluchtwege vorhalten. Für zahlreiche Flüchtlinge, die an den ökumenischen Gottesdiensten teilnahmen, war das Gedenken eine Gelegenheit, auch an Angehörige zu denken und für sie zu beten, die niemals eine Bestattung erhalten haben.

Kommentar:    

Migranten – Immer nur unter dem Aspekt der „Bedrohung“?
Für die Veranstalter des Gedenkens sind Migranten Männer, Frauen und Kinder in einer schwierigen Lebenslage, sie sind in erster Linie konkrete Menschen mit Gesichtern, Geschichten und einer eigenen Persönlichkeit. Die Angst der Menschen um ihr nacktes Überleben im Herkunftsland oder auf einem überfüllten Schlauchboot ist von anderer Qualität als die Furcht, die Menschen haben, die mit einigem Abstand zuschauen und denen es vergleichsweise gut geht, sich aber gleichfalls "in ihrem Leben" bedroht sehen. Hier gilt es einfach, mit Fakten dagegen zu halten. Wahr ist, dass seit drei Jahren die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kamen, dramatisch gesunken ist. Wahr ist auch, dass die Ankunft von etwa 890.000 Flüchtlingen in den Jahren 2015-2016 nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland geführt hat, vielmehr ist die Arbeitslosenquote gesunken und heute so niedrig wie seit 28 Jahren nicht mehr.

Man muss es heute tatsächlich laut in Erinnerung rufen: Christen haben in Lebensgefahr zu helfen, sich für ein gerechtes Miteinander einzusetzen, und  es gilt die biblische Botschaft: "Fürchtet euch nicht".  Nicht jeder (übrigens keineswegs sichere) persönliche Nachteil, nicht jede diffuse Mulmigkeit in der Betrachtung womöglich bis zu uns gelangender Geflüchteter ist echter Todesangst auf See gleichzusetzen! Hier gilt es schon, sich die Mühe der Differenzierung zu machen und eine Gewichtung der beteiligten Rechtsgüter vorzunehmen, das gebieten einfach Anstand und Fairness. Es gibt Momente, da müssen wir uns der Erkenntnis stellen: Mauern sind keine Brücken, auch wenn beide imposante Gebäude sind. Das eine will abwehren, das andere will verbinden. Hier hat in der Tat jeder einzelne für sich, in seinem Herzen, in seiner Rede, in seinem Tun, und auch unser Land als Ganzes immer wieder zu wählen: Wollen wir unsere Grenzen weiter militarisieren, uns weitgehend freikaufen und die gelebte Solidarität mit den nunmehr fast 70 Millionen Geflüchteten den Nachbarstaaten der Krisenherde überlassen? Oder wollen wir uns auf die Grundpfeiler der Menschlichkeit und unserer christlichen Wertegemeinschaft stützen, klüger und ausgleichender vielleicht als in den letzten Tagen?

Eine Versachlichung der Debatte auf Basis der Faktenlage tut not, intelligente Regelungen zu legalen Zuwanderungsmöglichkeiten könnten wichtige Elemente einer Abhilfe sein. Eine Lösung im nationalen Interesse, im Interesse von Menschen in Not und im Interesse der Solidarität innerhalb der Völkerfamilie, muss einen europäischen Geist atmen.

Claudia Kaufhold

 

 

 

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Claudia Michaela Kaufhold
Claudia Michaela Kaufhold
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