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„1.700 Bewerbungen auf 74 Wohnungen“
VdW Bayern und Diakonie Bayern vor der Kommunalwahl: „Wohnen ist ein Menschenrecht“ München/Nürnberg, 27.02.2026 Bezahlbarer Wohnraum wird in Bayern immer knapper. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) und die Diakonie Bayern fordern deshalb im Vorfeld der Kommunalwahl am 8. März eine verlässliche und planbare Wohnraumförderung und bezahlbares Bauland von den Kommunen. Denn mittlerweile gelten 285 Kommunen im Freistaat als Gebiete mit “angespanntem Wohnungsmarkt“. Gleichzeitig brechen die Neubauzahlen ein und Fördermittel sind vielfach überzeichnet. Besonders betroffen sind Menschen mit niedrigen Einkommen, Alleinerziehende, ältere Menschen oder Personen in schwierigen Lebenslagen. Der überlastete Wohnungsmarkt trifft vor allem die Menschen in besonderen Lebenslagen, aber auch die Mitte der Gesellschaft. Im Freistaat fehlen nach Angaben des VdW Bayern aktuell rund 200.000 bezahlbare Wohnungen.
Wie dramatisch die Lage ist, zeigen die Wartelisten für geförderte Wohnungen in den Großstädten. In München sind 25.000 Haushalte gemeldet, in Augsburg 9.000 und in Nürnberg 7.000. Die Wohnungsgenossenschaft Fürth-Oberasbach hatte im Jahr 2025 1.736 Bewerbungen - bei nur 74 freien Wohnungen. Hinzu kommt: Wegen des sogenannten Locked-in-Effekts gibt es kaum Fluktuation. Wer eine bezahlbare Wohnung hat, gibt sie nicht auf. Die Folge: Wohnungssuchende haben aktuell kaum Chancen.
Dabei ist das Menschenrecht auf Wohnen im internationalen Recht und in der Bayerischen Verfassung verankert. Kommunale Wohnungsunternehmen erfüllen hier einen zentralen Auftrag der Daseinsvorsorge. Doch steigende Baukosten, hohe Grundstückspreise und unsichere Förderbedingungen bremsen Investitionen.
„Wenn selbst Normalverdiener keine Wohnung mehr finden, gerät der gesellschaftliche Zusammenhalt unter Druck“, sagt Hans Maier, Verbandsdirektor des VdW Bayern.
Dr. Sabine Weingärtner, Präsidentin der Diakonie Bayern, ergänzt: „Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es geht um Sicherheit, Würde und Teilhabe. Wer keine Wohnung findet, verliert schnell den Anschluss an unsere Gesellschaft.“
Förderung sichern, Bauland mobilisieren
VdW Bayern und Diakonie Bayern fordern zur Kommunalwahl am 8. März darum eine verlässliche und planbare Wohnraumförderung.
Weingärtner: „Kommunen müssen in die Lage versetzt werden, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Wohnungslosigkeit wirksam vorzubeugen. Nur mit einer engen Verzahnung von Bau-, Wohnungs- und Sozialpolitik kann das Menschenrecht auf Wohnen für alle eingelöst werden.“
Verbandsdirektor Hans Maier: „Kommunen stehen in der Verantwortung, bezahlbare Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau bereitzustellen. Dazu zählt: Konzeptvergaben statt Höchstpreisprinzip, faire Erbbauzinsen und eine aktive Baulandpolitik. Das sind die entscheidenden Hebel, um bezahlbaren Wohnraum überhaupt möglich zu machen.“
Im VdW Bayern sind 506 sozial orientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 352 Wohnungsgenossenschaften und 113 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 540.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.
Die Diakonie Bayern ist der zweitgrößte Wohlfahrtsverband im Freistaat. In mehr als 3.000 Einrichtungen in Bayern arbeiten mehr als 100.000 Mitarbeitende in etwa 100 verschiedenen Arbeitsfeldern – unter anderem in mehr als 200 Angeboten und Diensten der Wohnungsnotfallhilfe. |
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Pressekontakt: Tobias Straubinger, Verband bayerischer Wohnungsunternehmen + 49 89 29 00 20 305 tobias.straubinger@vdwbayern.de Daniel Wagner, Pressesprecher Diakonie Bayern + 49 911 93 54 205
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Mehr Informationen Daniel Wagner | Pressesprecher Tel: +49 911 93 54 205 | wagner@diakonie-bayern.de
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