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Wo alle miteinander spielen

Es ist Montagnachmittag, im Familienstützpunkt „Kunterbunt“ in Heidingsfeld treffen sich Mamas und Papas mit ihren Sprösslingen. Gegen 14 Uhr trudelten die ersten Familien ein, um gemeinsam einen Imbiss einzunehmen, Kaffee und Saft zu trinken.

Dass sich in Heidingsfeld Eltern und Kinder treffen, ist nichts Neues: Schon vor sechs Jahren gründete die EKJFH in dem Würzburger Stadtteil die Spielstube „Kunterbunt“. Im Februar 2016 zog der Treff in die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Kreiswehrersatzamt in der Heidingsfelder Reuterstraße. Neu ist seit Juni, dass der Eltern-Kind-Treff vom Freistaat als Familienstützpunkt anerkannt wurde. Die EKJFH kooperiert bei diesem Angebot deshalb nicht nur eng mit der evangelischen Kirchengemeinde St. Paul, sondern auch mit der Stadt Würzburg. Das Angebot kommt bestens an: Bis zu 200 Eltern und Kinder besuchen den Stützpunkt jeden Monat.

An drei Tagen in der Woche ist regulär geöffnet. Am Montagnachmittag und Donnerstagvormittag findet der Eltern-Kind-Treff statt. Manchmal wird donnerstags parallel zum Treff ein Nähkurs mit einer Schneidermeisterin angeboten. Zu den festen Terminen des Stützpunkts gehört außerdem das Babycafé mit Familienhebamme Renate Putzrath, das mittwochs ab 10 Uhr veranstaltet wird. „Daneben organisieren wir Angebote außerhalb der Öffnungszeiten“, sagt Kretzinger. So fand kürzlich für afghanische Frauen ein Treffen zum Thema „Frausein“ statt. Am 22. und 29. Januar wird das Projekt in

Der Familienstützpunkt „Kunterbunt“ versteht sich als Anlaufstelle für alle Familien im Stadtteil, sagt Kretzinger: „Unabhängig von Bildung, Religion, Nationalität und Herkunft.“ Vor allem für Flüchtlingsfrauen ist das Angebot wichtig, denn die haben es anfangs sehr schwer, mit einem Kind in Deutschland klarzukommen, sagt Treena Shamsi aus Afghanistan, deren Tochter vor sechs Jahren zur Welt kam. Damals war Shamsi gerade einmal drei Monate in Deutschland. Alles war für sie fremd gewesen. Erschwerend kam hinzu, dass sie ihr Kind in der Gemeinschaftsunterkunft großziehen musste.

Zu den jährlichen Highlights gehört das traditionelle Weihnachtsessen mit deutschem Sauerbraten, Klößen, afghanischem Mantu und afrikanischem Reis. Danach werden Weihnachtslieder gesungen. „Das ist eine wunderbare Veranstaltung, die für uns Mitarbeiterinnen zwar anstrengend und zeitaufwendig ist, inzwischen aber von den Eltern und den Ehemaligen direkt eingefordert wird“, erklärt Kretzinger.

Im neuen Jahr will der Stützpunkt wieder einen Erste Hilfe-Kurs am Kleinkind anbieten. Auch soll das Thema „Mediennutzung“ vertieft werden. Schließlich wird darüber nachgedacht, feste Zeiten für eine offene Elternsprechstunde zu installieren.

Jürgen Keller

Dagmar Kretzinger kann unter 0176-10558383 kontaktiert werden.

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