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Auch Mona wird hier unterrichtet

Mona gilt als „unmögliches“ Mädchen. Sie ist hyperaktiv. Provoziert andere Kinder. Ist schwer zu bändigen. „Monas Mutter trank während der Schwangerschaft“, erklärt Wolfgang Beckmann, Bereichsleiter Schule der Evangelische Jugendhilfe (EJ). Deshalb ist die Siebenjährige so schwer verhaltensauffällig, dass sie vorerst noch nicht in einer Förderschule aufgenommen werden kann. Am Dienstag wird Mona in die Wichern-Schule für Kranke eingeschult.

Vor zwei Jahren kam Mona in eine Wohngruppe der EJ. Die hat viele Angebote für Kinder und Jugendliche mit emotionalen und seelischen Problemen. Seit genau zehn Jahren gehört auch die einst staatliche Schule für Kranke zur Einrichtung. Im Durchschnitt werden hier 130 Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 18 Jahren von einem bis zu 40-köpfigen Team aus Lehrkräften, Pädagogen und angehenden Lehrern unterrichtet und betreut.

Am 14. September feierte die Einrichtung der Diakonie mit einem Fachtag ihr zehnjähriges Bestehen. Die Festrede hielt Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Prof. Gunter Adams, Leiter der EKJFH, referierte über die Bedeutung der Wichern-Schule, auch Schüler kamen zu Wort. In Interviews mit Schulleiterin Angela Langenstein und Bereichsleiter Wolfgang Beckmann erzählten sie, wie sie die Wichern-Schule erleben – gerade im Vergleich zu den Schulen, die sie bisher kennen gelernt haben.

Ich hätte nie gedacht, dass ihr mich aushaltet“, sagte, bevor sie die Schule verließ, unlängst eine Schülerin, die wegen ihres Verhaltens von mehreren Schulen entlassen worden war. Auch in der Wichern-Schule versuchte sie, so stark zu provozieren, dass man sie aus dem Unterricht entfernen würde. Doch genau das geschah nicht. Irgendwann gab die Jugendliche ihr rebellisches Verhalten auf. Zu ihrem eigenen Erstaunen entdeckte sie, dass Lernen Spaß machen kann. Am Ende der zehnten Klasse schaffte sie, was niemand erwartet hätte - den Mittelschulabschluss mit Bravour.

Wolfgang Beckmann

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